Was ist ein mobiler Hotspot auf dem Smartphone?

Ein leidiges Thema seit den Anfangszeiten des Mobilfunk: Wie kommt man unterwegs ins Internet? Beim Notebook ist mittlerweile die UMTS-Karte oder der USB-Stick mit UMTS-Modul weit verbreitet. Aber wie bringt man beispielsweise einen iPod Touch oder ein iPad ohne Mobilfunkeinheit ins Netz? Oder den Notebook, wenn man kein UMTS-Zubehör parat hat?

Hier springen mobile W-Lan-Hotspots ein, es gibt sie schon lange, und nun wird der Gedanke mit dem neuen iOS 4.3 für das iPhone abermals aktuell. Wie das Ganze funktioniert, zeigen exemplarisch die beiden ersten Smartphones mit W-Lan-Hotspot, der Palm Pre und Pixi: Die Software steht unentgeltlich im „App Catalog“ bereit.  Die Installation ist einfach, man muss nur einen WPA-Schlüssel eingeben (oder kann auch ein offenes Netz einrichten). Anschließend ist der Hotspot aktiv. Mit dem ins Netz zu bringenden Gerät startet man eine W-Lan-Suche und bucht sich ein. Die angeschlossenen Gäste zeigt der Palm auf seinem Display, und die Reichweite dieses W-Lan-Hotspots beträgt etliche Meter. Im Büro konnten wir mit dem UMTS-Turbo HSDPA auf einem angedockten Notebook surfen, die Datenrate lag bei 2 MBit/s, also durchweg auf DSL-Niveau. Der Akku des Palm Pre hielt dabei rund zwei bis drei Stunden durch. Wie flott die W-Lan-Gäste ins Internet kommen, hängt natürlich davon ab, was das Mobilfunknetz an dem jeweiligen Einsatzort hergibt. Auf dem Land mit Edge und etwas mehr als 200 KBit/s hält sich der Surf-Spaß erwartungsgemäß in Grenzen.

Auch das iPhone lässt sich schon länger zum Hotspot umfunktionieren. Aber man braucht ein Gerät mit „Jailbreak“ und kann sich dann aus dem alternativen App Store „Cydia“ die Software „PDA Net“ laden. Es gibt sie auch für ältere Androiden, ältere Palms, Blackberrys und Windows Mobile.

Für Smartphones mit Symbian-Betriebssystem gibt es die finnische Software „Joiku Spot„.

Das iPhone soll mit iOS 4.3 ebenfalls einen W-Lan-Hotspot erhalten, und zwar für bis zu fünf Nutzer. Bislang kann man mit dem iPhone 4 nur einen Partner via Tethering anbinden, und zwar mit Bluetooth oder mit Kabel. Einige aktuelle Screenshots dazu bei Volker Weber.

Und schließlich die aktuellen Android-Smartphones: Sie haben den Hotspot von Hause aus ab Android 2.2 eingebaut und bieten damit einen bequemen Zugang zum Netz für andere W-Lan-Partner.

Wer sich um seinen Smartphone-Akku während des Hotspot-Einsatzes sorgt, sollte einen Blick auf eigenständige mobile Hotspots werfen. Kleine Kästchen wie der Huawei E5 sind zwar deutlich größer als ein UMTS-Stick – aber leistungsfähiger. Diese Minis mit Sim-Kartenleser, eingebauter Firewall und natürlich Wireless-Lan erlauben den Anschluss mehrerer Partner und halten mit einer Akku-Ladung einige Stunden durch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.