Erste Eindrücke auf der Cebit: Motorola Xoom, der iPad-Rivale

Ich konnte am Montag auf der Cebit das Motorola Xoom in einer europäischen Variante einige Zeit ausprobieren, und meine Fragen haben die Motorola-Pressestelle und ein Entwickler beantwortet. Ergänzend siehe auch heise.de. Das Gerät war ein Arbeitsgerät des Entwicklers mitsamt eingerichtetem E-Mail-Account und etlichen Apps. Es lief rund, keine Abstürze oder unvorhergesehene Zwischenfälle.

Motorola Xoom: Der iPad Rivale (Foto Hersteller)
  • Mechanischer Eindruck: sehr gut, dem iPad in jedem Falle ebenbürtig, ordentlich verarbeitet. Die Rückseite ist aus Metall. Ein- und Ausschalter auf der Rückseite, oben ein Kombi-Slot für Micro-SD-Speicherkarten und Sim-Karte. Unten Micro-USB und Mini-HDMI. Wie das iPad: schwer (über 700 Gramm).
  • Das von der Telekom ab Ende April für drei Monate exklusiv vertriebene Gerät hat keinen Sim- oder Net-Lock. Es soll ohne Vertrag 700 Euro kosten.
  • Es wird eine Version mit GSM/UMTS-Modul sowie W-Lan geben und eine zweite Variante nur mit W-Lan. Die Variante ohne Mobilfunk wird ab Ende April regulär im Handel sein, hier gibt es keinen Exklusiv-Vertrieb der Telekom. Beide Versionen haben GPS und ein Gyroskop eingebaut.
  • Motoblur = die Motorola-Erweiterung von Android, kommt zunächst nicht auf das Xoom. Gott sei Dank!
  • Rund 90 Prozent der vorhandenen Android-Apps laufen auch mit Android 3.0 auf den Tablets.  Die Darstellung wird hochskalisiert, wie bei iPhone-Apps auf dem iPad. Das sieht nicht immer toll aus (sehr breite Eingabezeilen), funktioniert aber.
  • Wie beim iPad laufen alle Apps im Vollbild-Modus. Es ist also nicht möglich, ein Fenster zu skalieren, um z.B. neben dem Browser das E-Mail-Fenster einzublenden. Allerdings gibt es Widgets für die (maximal 5) virtuellen Bildschirme, die wie eine Fenster-Darstellung aussehen (E-Mail, Kalender). Dergleichen gibt es beim iPad nicht. Widget-Fläche lässt sich nicht verändern.
  • Sehr spektakulär: YouTube mit Preview-Fenstern der Videos.
  • Kalender, E-Mail und Kontaktverwaltung profitieren ungemein von Honeycomb, das sieht ganz anders aus als auf dem Galaxy Tab, sehr schön, sehr übersichtlich, sehr funktional. E-Mail mit Priority Inbox bei Googlemail-Konten, Filtern und Farb-Markierungen. Kontakte im Adressbuch lassen sich nach den Nachnamen sortieren.
  • Echtes durchgängiges Multitasking, neue E-Mail und andere Ereignisse werden in der Hinweisleiste unten rechts unmittelbar angezeigt. Und vor allem werden eben Dienste im Hintergrund im Unterschied zu iPad abgearbeitet, man kann an der E-Mail weiterarbeiten, während ein Video lädt.
  • Android Market lief noch nicht.
  • Mit dem Xoom kann man nicht über Mobilfunk telefonieren, nur mit Voip oder Skype. Google Talk hat Videotelefonie, Skype noch nicht.
  • Die virtuelle Tastatur gefällt, man kann sogar zwei Tasten gleichzeitig drücken, also etwa die Shift-Taste festhalten und dann tippen.
  • Bluetooth-Tastatur geht, BT-Headset für Voip-Telefonate geht, BT-Maus anschließbar, BT A2DP für Musik ist dabei (diese Punkte haben wir nicht ausprobiert).
  • Die Micro-SD-Karte ist zum Marktstart nicht ansprechbar. Motorola will eine Erweiterung von Android 3.0 für Speicherkarten nachliefern. Andere Android 3.0-Tablets haben keinen Speicherkarten-Slot.
  • Gesamteindruck: Ein tolles, spannendes Gerät, endlich mal ein ernst zu nehmender iPad-Rivale.  Wenn das finale Produkt so gut ist wie das gezeigte, wird es eine Frage des persönlichen Geschmacks sein, ob man zum iPad greift oder zu einem Android-3.0-Tablet. Wie bei den Android-Smartphones sind die sofort erscheinenden Hinweise auf neue Ereignisse ein klarer Pluspunkt gegenüber iOS 4. Und natürlich kann man das Xoom mit USB oder Micro-SD-Karte sofort mit Medien und Daten bestücken, der Umweg über iTunes am PC entfällt.

Sparen mit Erdgas? Fahrtbericht Mercedes-Benz B 180 NGT

500 Kilometer Fahrstrecke, zwei Erwachsene, zwei Hunde und das Reisegepäck: Am Ende des Tages standen keine 30 Euro auf der Kraftstoffrechnung, so günstig kann man heutzutage Auto fahren. In diesem Fall nicht etwa dank äußerst sparsamem Dieselmotor, sondern in der geräumigen B-Klasse von Mercedes-Benz mit Erdgasantrieb, dem B 180 NGT, das zusätzliche Kürzel steht für „Natural Gas Technology“, und natürlich schmückt sich auch dieses Modell mit dem „Blue Efficiency“-Emblem.

Sparbüchse? Mercedes-Benz B 180 NGT (Foto Hersteller)

 

Im Innenraum ist von der Erdgas-Technik auf den ersten Blick nichts zu sehen: Viel Platz und viel Beinfreiheit, auch im Fond. Die Rücksitzbank lässt sich wie gehabt nach vorn klappen, 422 bis 2117 Liter Gepäckraumvolumen sind beeindruckend. Auf den zweiten Blick scheint der Kofferraum dann doch etwas kleiner zu sein als in der B-Klasse mit Benzin- oder Dieselmotor. Dafür zeichnen die fünf Erdgasbehälter verantwortlich. Zwei sind mittig unter dem Wagenboden montiert, drei unter dem Heck. Sie vermindern das Volumen des Gepäckraums allerdings nur um bescheidene 128 Liter. Auch das Mehrgewicht von 120 Kilogramm gegenüber herkömmlichen Antriebstechniken ist ganz in Ordnung, bei anderen Erdgasfahrzeugen beträgt es 160 Kilogramm. Der Grund sind besonders leichte Druckgasbehälter aus Verbundwerkstoff anstelle der üblicherweise verwendeten Erdgas-Stahltanks. So kommt der mit dem Fahrer besetzte B 180 NGT auf 1470 Kilogramm (zulässiges Gesamtgewicht: 1950 Kilogramm).

Mercedes Benz hat indes noch einen weiteren Pfeil im Köcher: Sind die meisten Erdgasfahrzeuge für den monovalenten Betrieb allein mit Erdgas ausgelegt und können nur im Notfall mit einem Mini-Zusatztank auf den Benzinbetrieb umgeschaltet werden, bietet diese B-Klasse den bivalenten Betrieb mit doppeltem Tank, nämlich rund 16 Kilogramm fürs Erdgas und zusätzlich 54 Liter Benzin. Ein riesiger Vorteil angesichts der geringen Reichweite im Erdgasbetrieb (rund 250 bis 300 Kilometer), der nervenaufreibenden Schnitzeljagd nach der nächsten Zapfstelle in Deutschland sowie der miserablen Versorgung in den meisten europäischen Nachbarländern. Ohne die Ausweichmöglichkeit des Benzinbetriebs geht es jedenfalls nicht, Urlaubsreisen mit monovalenten Erdgasfahrzeugen ins Ausland sind eine Tortur.

Trotzdem: Wer schon aus Gründen der Sparsamkeit überwiegend mit Erdgas fahren will, muss sich auf manche Pause beim freundlichen Tankwart einstellen. Auf unserer 500-Kilometer-Tour haben wir insgesamt dreimal getankt. Zugegeben, das dritte Mal nur, um den Gasvorrat wieder aufzufüllen. Aber man muss vorab genau planen, am besten sucht man sich auf www.gas24.de die Zapfstellen entlang der Route aus, die den kleinstmöglichen Umweg bedeuten. Das Comand-APS-Navigationssystem in der B-Klasse (für einen Aufpreis von 3400 Euro) kennt zwar die rund 800 Erdgastankstellen in Deutschland, führt einen aber gegebenenfalls zu einer Anlage jenseits der Autobahn, die 30 Kilometer von der Route entfernt ist. Diese langen Umwege sollte man bedenken, bevor man mit einem Erdgas-Fahrzeug liebäugelt.

Davon einmal abgesehen erfordert das Fahren mit Erdgas keine Umstellung. Der Motor startet stets im Benzinbetrieb, und wenn zuletzt der Erdgasmodus gewählt war, schaltet er nach etwa einer Minute automatisch um. Dann steht ein „CNG“ (für „Compressed Natural Gas“) im Display des Drehzahlmessers und ein kleines Symbol in der Monochromanzeige des Bordcomputers weist ebenfalls darauf hin. Zwischen beiden Betriebsarten kann man jederzeit mit den Menütasten des Lenkrads umschalten, auch während der Fahrt. Ist einer der beiden Tanks leer, erfolgt nahtlos der Wechsel zum anderen. Man spürt es nicht, hört aber ein leises metallisches Klacken.

Zu loben ist Mercedes-Benz sodann für die gelungenen Info-Anzeigen. Während man bei den meisten Erdgas- und fast allen Autogasanlagen nur ungefähre Schätzungen zum Füllstand und keine präzisen Informationen über Durchschnittsverbrauch und errechnete Reichweite bekommt, zeigt der Bordcomputer der B-Klasse alle Details, und die Hochrechnungen sind verflixt genau. Der 2-Liter-Vierzylinder mit 85 kW (116 PS) entspricht in den Basisdaten — bis auf den kleineren Hubraum — dem des B 180 „Blue Efficiency“ mit 1,7 Liter. Der NGT hat ein höheres Drehmoment (165 statt 155 Newtonmeter), beide erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von etwas mehr als 180 km/h.

Den Spurt auf 100 km/h absolviert der B 180 NGT in 12,4 Sekunden, unabhängig vom verwendeten Kraftstoff. In der Stadt und auf der Landstraße ist man mit dem Mercedes durchaus flott unterwegs, muss allerdings wegen des geringen Drehmoments häufig schalten. Auf der Autobahn pendelt sich die typische Reisegeschwindigkeit schnell bei 140 km/h ein. Jede weitere Beschleunigung ist mit viel Geduld und Lärm verbunden, und was man sich an erster Stelle auf langen Strecken wünscht, wäre ein länger übersetzter sechster Gang. Indes ist nur die Fünfgang-Schaltung lieferbar, — oder ein Automatikgetriebe gegen Aufpreis (2100 Euro).

Wir sind den NGT fast ausschließlich mit Erdgas gefahren und kamen im Mix aus Stadt, Landstraße und Autobahn auf einen (klassentypischen) Durchschnittsverbrauch von 5,8 Kilogramm für 100 Kilometer. Bei sehr vorsichtiger Fahrweise sind 5,4 Kilogramm durchaus zu schaffen. 1 Kilogramm Erdgas, das etwa 1,5 Liter Benzin entspricht, kostet derzeit rund 1 Euro. Mit einem Grundpreis von 29 500 Euro ist der NGT 3700 Euro teurer als der B 180 in der Benzinvariante. Bei einem Benzinpreis von 1,32 Euro pro Liter spart man im reinen Erdgasbetrieb 6,08 Euro auf 100 Kilometer, und der NGT rechnet sich damit nach 60 000 Kilometer. Im Vergleich mit einem sparsamen Diesel sieht die Bilanz für den alternativen Kraftstoff noch schlechter aus. Nur wenn die Benzinpreise abermals stark steigen sollten, wird der B 180 NGT für den Vielfahrer zur Sparbüchse.

Disclaimer: Alle Preise Stand März 2010.

 

Kurze Zusammenfassung: Die neue Marke BMW i

Das kleine i: Der BMW i3 und i8 (Foto Hersteller)

  • BMW i ist eine Submarke für Fahrzeuge und Dienstleistungen für nachhaltige Mobilität
  • Fahrzeuge: i3 = Mega City Vehicle = erstes vollelektrisches Serienfahrzeug von BMW, Stadt-Stromer
  • Sportwagen i8 = Studie „Vision Efficient Dynamic“ = Plug-in-Hybrid, Verbrauch eines Kleinwagens.
  • Beide Fahrzeuge sollen 2013 auf den Markt kommen, Chassis aus Aluminium und Fahrgastzelle aus CFK, beide werden in Leipzig gebaut mit „Life Drive-Architektur“
  • Neue Mobilitätsdienstleistungen: optimierte Parkraum-Ausnutzung, verbesserte Navi-Systeme mit ortsabhängigen Infos, Routenplanung unter Berücksichtigung der öffentlichen Verkehrsmittel und Carsharing-Angeboten.
  • Meine Anmerkung: Den letzten Punkt finde ich wirklich sehr schwach. Hier wird nur wiederholt, was man von Verkehrsplanern schon seit 30 Jahren hört: Die „modale“ Verteilung des Verkehrsaufkommens führe zu einer Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs. Auch die entsprechenden Navi-Funktionen sind uralt.

Sein eigener Beifahrer möchte man jetzt nicht sein

Es gibt es keine Koketterie des Könners. Nach dem Anlassen rumpeln hinter Dir die 10 Zylinder, und Du denkst, dass kleine Monster mit dicken Vorschlaghammern auf Motor und Getriebe einschlagen. Es zischt und zwirbelt, und Du fühlst Dich wie in einem Weltraum-Shuttle kurz vor dem Start. Die riesigen Aluminiumpedale und erstes Treten der Kupplung. Treten ist untertrieben. Du musst sie mit aller Kraft stemmen, sie braucht die ganze Wade und Du ahnst, dass die vielen Stunden im Fitness-Studio für diesen Supersportwagen vollkommen vergeblich waren, weil die falschen Muskeln trainiert wurden.

Ein Tier: Porsche Carrera GT (Foto Hersteller)

Und dann das Getriebe. Mühsam knallst Du den ersten Gang rein, und schon ist mit der bewährten Dosis von Kupplung und Gas nichts, aber auch wirklich nichts zu wollen. Zur Kraftübertragung dient ein Einmassenschwungrad, und der Motor ist aus, wenn Du auch nur ein klitzekleines Fitzelchen Gas beim Anfahren gibst. Wenn dieses störrische Biest endlich rollt, ziehst Du den ersten Gang bis 8400 Umdrehungen hoch, und die Maschine schreit. Ihr metallisch-bellender Sound fräst Dir das Grinsen eines LSD-Junkies ins Gesicht. Das Getriebe ist kaputt, würdest Du bei jedem anderen Fahrzeug sagen, aber hier katapultieren Dich 612 PS nach vorn, angeblich in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in 9,9 Sekunden auf 200 km/h. Aber wer sollte das messen? Das Auto braucht alle Aufmerksamkeit. Jeder Gangwechsel ist ein Abenteuer, die Kupplung grüßt stets aufs Neue Waden und Kniescheibe, und beim Beschleunigen denkst Du insgeheim an ein Kräftemessen mit einem Kampfjet auf einem Salzsee in Utah. Sein eigener Beifahrer möchte man jetzt nicht sein. Nicht, wenn die Synapsen blinzeln und sich der rechte Fuß gen Bodenplatte senkt. Dann ist Stampede im Motorraum unter einer Herde gedopter Mastodonten. Als hätte es die Nachbrenner einer F15 zieht Dich das Ding nach vorn. Der Vordermann scheint bei 220 km/h auf der Stelle zu stehen, und wenn er endlich die Spur freigibt, reißt Dich ein beherzter Druck aufs Gaspedal in die 300er-Region, und dieses verflixte Biest will einfach nicht aufgeben. Erst jetzt hört sich der Motor nach Fahren an. Die kleinen Monster mit ihren Vorschlaghammern haben ihren Rhythmus gefunden, und die Klimaanlage ist nicht kalt genug. Nun schreit nicht das Auto, sondern der Fahrer. Und damit endet diese Übung bei 320 km/h.

P.S.: Den Porsche Carrera GT habe ich 2006 bewegt, und die eingestanzte Seriennummer des Testwagens war die 0000 von den insgesamt 1270 in Handarbeit gefertigten Exemplaren.

Mehr als nur ein Nachahm-Pad: Erste Einschätzung des HTC Flyer

Der kleine Tablet PC: HTC Flyer (Foto Hersteller)

Blickt man auf die großen Tablet-Neuheiten des MWC in Barcelona, zeigt sich vor allem eins: Fast alle Mitbewerber (Motorola Xoom, Samsung Galaxy Tab 10.1, LG Optimus Pad) orientieren sich am großen Vorbild des Apple iPad, was die Bauform, die kapazitive Display-Technik, die Auflösung des Bildschirms und die Bedienung mit dem Finger betrifft. Nur sind die neuen Modelle mit Doppelkern-Prozessoren deutlich schneller.

Vielleicht beschreitet HTC aus genau diesem Grund ganz andere Wege: Der Flyer aus Taiwan ist (wie das erste Samsung Galaxy Tab) ein besonders kompakter Tablet PC, der nur 420 Gramm wiegt und bei einer Bildschirmdiagonale von 17,8 Zentimeter mit 1024 x 600 Pixel auflöst. Also ein Gerät im Taschenbuch-Format, das zwar mit dem Smartphone-Android 2.4 in den Handel kommt, aber in erster Linie durch die Sense genannten Erweiterungen von HTC auftrumpfen will. Mit einem Spezialstift soll man auf dem Display schreiben können, und gleichzeitig kann man eine Besprechung akustisch aufzeichnen. Tippt man später auf eine geschriebene Notiz, hört man sofort die Tonaufzeichnung an der Stelle der Mitschrift. Die Idee stammt übrigens von den Livescribe-Kugelschreibern.

Ein weiteres pfiffiges Detail ist die Synchronisation mit Evernote, einem sehr populären Notizdienst, der auf vielen Smartphones läuft und sämtliche Daten in der „Cloud“ speichert. Aus der Wolke des Internet holt sich der Flyer ferner Filme und Spiele. Das Gerät nutzt einen Singlecore-Prozessor von Qualcomm, der mit 1,5 Gigahertz läuft. 32 Gigabyte Speicher stehen bereit, mit Micro-SD-Karten lässt sich der Platz verdoppeln. Das UMTS-Modem schafft maximal 14,4 MBit/s, ferner sind Wireless-Lan, Bluetooth 3.0 und eine 5-Megapixel-Kamera eingebaut. Der Hersteller verspricht eine Laufzeit von vier Stunden bei der Videowiedergabe, Filme lassen sich mit HDMI am TV-Gerät ausgeben – oder mit DLNA drahtlos übertragen. Der Flyer kommt im zweiten Quartal für 700 Euro (UMTS-Variante) in den Handel — ein mutiges Konzept. Das ist mehr als nur ein Nachahm-Pad.

Die MWC-Überraschung von HTC: Das ist der Flyer

Auszüge aus der Pressemitteilung:

HTC  zeigt auf dem Mobile World Congress seinen Tablet PC HTC Flyer. Es ist verpackt in ein nahtloses Aluminium- Unibody-Gehäuse und basiert auf einem für große Screens optimierten HTC Sense. Ergänzend setzt HTC auf eine neue Art, mit Touchscreens zu interagieren: So wird die klassische Fingerbedienung dank der Scribe-Technologie mit dem vielfältig einsetzbaren digitalen Stift erweitert. Dazu bietet HTC mit HTC Watch – einem HD Video-Streaming-Dienst – OnLiveGaming – einem Cloud-basierten Gaming Service – und Skype Video Chat ein komplettes Ökosystem an Services für die berufliche und private Nutzung an.

HTC Flyer: Tablet PC oder Über-Smartphone?

Mit einem Gewicht von 415 Gramm und den schlanken Abmessungen von nur 195 x 122 x 13,2 mm trägt das auf Android basierende HTC Flyer gerade mal so dick auf wie ein Taschenbuch und passt somit in die Jackettasche. Dabei fasst das HTC Flyer aber dank 32 GB internem Speicher die Inhalte einer ganzen Film- , Buch- oder Musik-Bibliothek, die zudem noch über eine microSD Karte mit bis zu 32 GB jederzeit erweitert werden kann.

Der 17,7 cm (7“) Zoll große kapazitive SLCD Touchscreen mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixel und der 1,5 GHz schnelle Qualcomm-Prozessor sorgen für höchste Bildqualität und ruckelfreies Videovergnügen. Dank HSPA+ mit bis zu 14,4 Mbps Download- und 5,76 Mbps Upload-Geschwindigkeit stellen Skype Video Calls über die integrierte 1,3 Megapixel-Frontkamera, große Email-Anhänge und umfangreiche Flash- oder HTML-5-Webseiten keine Probleme mehr dar. Die 5 Megapixel-Kamera auf der Rückseite sorgt mit Autofokus, LED-Blitz und Gesichtserkennung für hochwertige Bildaufnahmen und Dokumente-Scans unterwegs. Dank integriertem GPS können erinnerungswürdige Bilder von Locations und Momenten auch mit Geodaten versehen werden. Bluetooth und WLAN b/g/n komplettieren die umfangreiche technische Ausstattung des Tablets und der 4.000mAh starke Akku sorgt dabei für ausreichend Arbeits- und Play-Time.

Die für Tablet PCs optimierte Version von HTC Sense erweitert nun den Homescreen um eine Dimension. Ein Rondell aus 3D Widgets bringt die wichtigsten Inhalte und Informationen ins visuelle Zentrum der Nutzeroberfläche.

Die Steuerung von modernen mobilen Endgeräten durch einfache Touchscreen- Bedienung hat sich im Markt etabliert. Mit der Scribe Technologie bringt HTC ein altbekanntes Schreibgerät auf intelligente Weise ins Spiel zurück und lässt die Nutzer das Schreiben wieder neu entdecken: Der digitale Stift kann variabel als Bedienelement eingesetzt werden und ermöglicht es, Bilder zu zeichnen, Notizen zu machen, Verträge zu unterzeichnen und sogar auf Webseiten und Fotos zu schreiben. Dabei erweitert die Scribe Technologie die analoge Tätigkeit um digitale Inhalte. Die Funktion „Timemark“ nimmt zum Beispiel das gesprochene Wort in Meetings zusammen mit den auf dem Tablet gemachten Notizen auf, so dass sich beim erneuten Antippen eines Stichpunkts die an dieser Stelle besprochenen Themen erneut abhören lassen. Außerdem sind die Notizen auch mit Kalendereinträgen verbunden. Beim Erscheinen einer Terminerinnerung auf dem Display kann der Nutzer wählen, ob er eine neue Notiz beginnen oder eine vorher abgelegte weiterführen möchte. Als weltweit erster Tablet PC wurde in das HTC Flyer die Synchronisation mit Evernote eingebettet, einer der weltweit führenden Anwendungen für das Erstellen von Notizen mit Cloud-Service.

Unterwegs Filme genießen mit HTC Watch

Im HTC Flyer integriert HTC erstmals seinen Video Download Service HTC Watch für On-demand Downloads Hunderter HD-Filme der größten Filmstudios. Das übersichtliche User Interface der Anwendung macht es einfach, die neuesten Blockbuster zu finden, während die schnelle Internetverbindung mit HSDPA+ für ein sofortiges und abbruchfreies Streaming des Films sorgt.

OnLive – Power On für mobiles Spielen

HTC integriert als erstes Unternehmen weltweit OnLive Inc’s  Cloud- basierten Gaming Service. OnLive ermöglicht Nutzern das Spielen der neuesten Videospiele auf ihrem Fernseher, ohne dass sie dafür zusätzlich teure Hard- oder Software kaufen müssen. Dank der Partnerschaft zwischen HTC und OnLive wird das HTC Flyer zum Spiele-Receiver, auf dessen großem Display Topseller- Spiele – wie z.B. Assasin‘s Creed II und Lego Batman – direkt gespielt werden können. Der integrierte HDMI-Ausgang und die DLNA-Funktionalität streamen die Inhalte auch auf den heimischen Großbildschirm, für noch intensivere Spielmomente.

Verfügbarkeit

Mitte Q2 2011 wird das HTC Flyer (in der Variante wifi only) ab einer UVP von 699 Euro bzw. 899 CHF in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein. Zum Verkaufsstart basiert das Android Tablet auf der Version 2.4, ein Update auf die Version 3.0 wird frühest möglich bereitgestellt.

Internet im Auto: Audi connect geht an den Start

Heute hat Audi, die bereits im Audi A8 eine Google-Suche mit Internet-Zugang implementiert haben, den Startschuss für das neue „Audi connect“ gegeben. Auszüge aus der Pressemitteilung, Hervorhebungen von mir.

Für Audi connect stehen heute schon die Modelle A8, A7 Sportback, der neue A6 und demnächst auch der A1. Diese Modelle lassen sich auf Wunsch per UMTS-Modul mit der Online-Welt vernetzen. Diese Verbindung ermöglicht eine ganze Reihe nützlicher Anwendungen: Beispielsweise die uneingeschränkte Einbindung von Google Earth in die Kartendarstellung des Navigationssystems, was die Orientierung erheblich erleichtert. Zudem findet der Fahrer dank der Anbindung an die Google-Suche eine enorme Anzahl von aktuellen Sonderzielen. Und der integrierte Informationsdienst bringt unter anderem Wetter-, Reisedaten- oder Nachrichten ins Auto. Darüber hinaus lassen sich dank des integrierten W-LAN-Hotspots bis zu acht mobile Endgeräte mit dem Internet koppeln.

Im Sommer 2011 folgen in Europa mit dem Service Audi Verkehrsinformation online und einer erweiterten Sprachbedienung – mit der sich per Sprachbefehl Sonderziele via Google finden lassen – weitere Meilensteine.

Außerdem können Audi Kunden künftig in einigen Ländern als neuen Online-Dienst auch Google Street View nutzen und sich beispielsweise das Navigationsziel am MMI-Bildschirm aus der Fußgängerperspektive im 360-Grad-Radius anschauen.

In der weiteren Zukunft ermöglich es die Audi Online-Anbindung dem Kunden neben der Nutzung von Online-Diensten auch Software-Funktionen des Autos zu beeinflussen. Eine Reihe von Funktionen werden sich aktualisieren beziehungsweise nachträglich freischalten lassen.

Ein weiteres Themenfeld von Audi connect beschreibt die Vernetzung zwischen Auto und Besitzer.  Audi-Fahrer können künftig diverse, speziell auf ihr Modell abgestimmte Smartphone-Funktionen nutzen. Beispielsweise lassen sich mit GPS-Handy fotografierte Bilder im Navigationssystem abspeichern, auf Wunsch führt es dann zu den Koordinaten der Fotolocation. Auch bei der Mobilitätsplanung elektrisch fahrender Autos spielt das Smartphone eine wichtige Rolle. Bei den Prototypen des Audi A1 e-tron kann man jederzeit der Akku-Ladezustand am Handydisplay ablesen. Auch ob Türen und Fenster verschlossen sind, oder ob Servicemitteilungen vorliegen, wird angezeigt. Auch das Steuern der Innenraumtemperatur per Mobiltelefon ist denkbar. Um Praxiserfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln, startet Audi gemeinsam mit einigen Partnern im Sommer 2011 einen Flottenversuch mit dem A1 e-tron.

Als weiteres Themenfeld beschreibt Audi connect die Auto-Umfeld-Verbindung. Hierbei dreht sich alles um die Schlagworte Car-to-Car-, Car-to-X- und X-to-Car-Kommunikation. Diese Begriffe beschreiben den Datenaustausch von verschiedenen Autos untereinander, von Auto zu Infrastruktur und von der Infrastruktur zum Auto.

Die guten alten Zeiten von Nokia: Mein Test des Nokia Communicator 9110 im Jahr 1999

Man beachte: Der Begriff „Smartphone“ war noch unüblich, es gab damals noch kein GPRS, kein Bluetooth. Das Gerät hatte eine Display-Auflösung von 640 x 200 Pixel, und die Anzeige war monochrom. Als Prozessor kam ein AMD mit 33 Megahertz zum Einsatz! Das Speichermedium war eine MMC-Karte, und dies war der erste Communicator, für den es Software von anderen Herstellern gab. Heute würde man „Apps“ sagen.

Zukunft, die schon bald Gegenwart ist / Mit dem Handy ins Internet: Nokia Communicator 9110

Ein spannendes Thema der Cebit-Messe in diesem Monat wird die Datenübertragung mit dem Mobiltelefon sein. Viele Hersteller zeigen Handys, mit denen man unterwegs ruckzuck seine E-Mail abfragt oder im Internet nach aktuellen Nachrichten fahndet. Noch blockiert der Flaschenhals von maximal 9600 in der Sekunde übertragbaren Bits einen schnellen Datenfluß in den GSM-Netzen. Abhilfe sollen verbesserte Protokolle schaffen. Der UMTS-Standard wird vom Jahr 2002 an hohe Übertragungsraten für eine ganz neue Handy-Generation bereitstellen. Als Zwischenlösung für die nächsten Jahre bietet sich zum einen das Wireless Application Protocol (WAP) an, das eine rein textorientierte Kommunikation erlaubt, freilich nur für den Zugang zu speziellen Internet-Seiten. Zum anderen werden die GSM-Netze künftig auch mit dem General Packet Radio Service (GPRS) ausgestattet sein, der mit Kanalbündelung rein theoretisch bis zu 115 000 Bit in der Sekunde über den Äther springen läßt. Sollte dieses Tempo jenseits von Modem und ISDN tatsächlich erzielt werden – Experten bezweifeln das -, wären selbst Videokonferenzen mit dem tragbaren Telefon denkbar. Bevor diese Zukunftmusik tatsächlich aufspielt, zeigt der finnische Hersteller Nokia mit seinem Communicator 9110, was derzeit im D-Netz möglich ist. Bei diesem Gerät für 1800 Mark (ohne Kartenvertrag) handelt es sich um die Weiterentwicklung des alten Modells 9000, das vor drei Jahren als erstes Mobiltelefon mit Organizer, Fax und E-Mail ebenfalls zur Cebit präsentiert wurde.

Aus einer anderen Zeit: Nokia 9110 (Foto Hersteller)

Gegenüber dem brikettschweren Vorgänger ist der neue Communicator leichter und schlanker geworden. Dennoch drückt er mit seinen 250 Gramm gewaltig in der Jackentasche und benötigt mit dem Umfang von 160 × 55 × 27 Millimeter auch eine Übergröße, falls man ihn mit einem kleidsamen Schutztäschchen versehen will. Die oben im Gehäuse eingelassene Stummelantenne ist herausklappbar. Wenn man sie schräg ausrichtet und dann auf die asymmetrisch gestaltete Front blickt, könnte man fast ein freches Zwinkern im Display des kleinen Finnen entdecken. Das moderne Design gefällt jedenfalls. Während die Bedienung des Telefons mit den recht winzigen Tasten unterhalb der Anzeige erfolgt, zeigt der Nokia seine inneren Werte nach dem Aufklappen des Gehäuses auf der Seite liegend. Dann erscheint oben ein zweites Display, riesige 11 × 3,5 Zentimeter groß und auf Knopfdruck beleuchtbar, und unten eine Mini-Tastatur mit eigenwilliger Belegung für Sonderzeichen und Umlaute: Voilà, das Organizer-Menü ist serviert.

Zunächst verbirgt sich im Inneren ein Kalender mit Tages-, Wochen- und Monatsansicht, der auch sich überschneidende und wiederholende Termine erfaßt. Ferner verwaltet der Nokia eine Aufgabenliste und stellt einen Notizmodus für längere Texte zur Verfügung. Die Adreßverwaltung (mit teilweise änderbaren Feldbezeichnungen) sichert die Daten auf der SIM-Karte des Handys sowie im 2 Megabyte großen Speicher des Geräts, der sich mit einer zusätzlichen Flash-Karte noch erweitern läßt. Eine mitgelieferte Software überspielt alle persönlichen Daten auf den PC, dort lassen sich dann Termine und Adressen unter Windows 95/98 kommod verwalten.

Um die Internet-Dienste oder Fax und E-Mail zu nutzen, muß der Communicator zunächst konfiguriert werden. Für das Empfangen und Versenden von Fernkopien (die SIM-Karte muß dafür freigeschaltet sein) ist das noch recht einfach, komplizierter gerät indes die Einrichtung des Finnen für die Datendienste. Das Gerät unterstützt den PPP-Standard bei der Einwahl und die gängigen Protokolle SMTP, IMAP4 sowie POP3 für die elektronische Post. Obwohl sich die meisten Internet-Anbieter an diese Normen halten, sollte man Erfahrung und Geduld bei der Einstellung der diversen Parameter mitbringen. Wir benötigten einige Stunden, bis die erste E-Mail auf dem Display erschien. Mit AOL funktioniert das Gerät übrigens nicht.

Mit dem komplett eingerichteten Communicator kann man dann tatsächlich im Auto oder in der Bahn die E-Mail lesen und schreiben, Faxe versenden und empfangen oder im Internet stöbern. Die kontraststarke Anzeige hat einen flexiblen Zoom, so daß auch Kleinigkeiten auf den Fernkopien oder WWW-Seiten zu erkennen sind. Allerdings zeigen sich schnell die Grenzen der GSM-Technik: Die typische Abfrage des elektronischen Postkörbchens mit einem Dutzend neuer Nachrichten dauert 5 bis 10 Minuten, also erheblich länger als mit herkömmlichem Modem und PC. Auch der Zugang zum Internet ist mit 9600 Bit je Sekunde qualvoll langsam. Zudem stören auf den meisten bunten Seiten die im Browser als Symbol angezeigten Bilder sowie verschachtelte Rahmen (Frames). Für die Kommunikation unterwegs ist der Nokia also ein Notnagel, aber kein vollwertiger Ersatz der Ausstattung im Büro. Das ist nicht dem Gerät anzulasten, sondern der geringen Datenbandbreite von GSM.

Zurück zum Handy: Als reiner Sprechapparat gleicht der Communicator dem Nokia 6110 und dem hier unlängst vorgestellten 6150 aufs Haar. Die drei Geräte haben eine nahezu identische Menüführung mit Piktogrammen sowie eine verkrüppelte Infrarot-Schnittstelle, und sie filtern Anrufer oder lassen sich mit Profilen an unterschiedliche Situationen anpassen. Wie seine kleinen Brüder hat auch der 9110 recht ordentliche Sende- und Empfangseigenschaften sowie eine gute Akustik. Der Lithium-Ionen-Akku mit 1100 Milliamperestunden hält eine Woche durch – wenn man weder den Organizer noch die E-Mail oder das Internet nutzt. Diese Anwendungen sind nämlich äußerst stromfressend und verkürzen die Bereitschaftszeit drastisch. Ein witziges Detail ist die Freisprecheinrichtung bei aufgeklapptem Gerät. Sie funktioniert durchaus anständig und gestattet das Blättern in Adressen und Terminen während des Telefonats. Alles in allem ist der neue Communicator ein faszinierendes Stück Technik und zeigt eine Zukunft, die gerade erst beginnt. Der Internet-Zugang für unterwegs wird sich durchsetzen. Nur schneller muß er noch werden. (F.A.Z. vom 09.03.99)

Nokia und Microsoft: Diese Ehe wurde nicht im Himmel geschlossen

Diese Ehe wurde nicht im Himmel geschlossen, sondern ist aus der Not geboren. Nokia, vor nicht einmal zehn Jahren der große Visionär und Stratege bei den allerersten Smartphones, verzichtet künftig bei seinen Top-Geräten auf das hauseigene Symbian-Betriebssystem und setzt statt dessen Microsofts Windows Phone 7 (WP 7) ein. Die Vorgeschichte ist bekannt: Einbrüche bei den Marktanteilen seit Jahren, Symbian schien nicht mehr zu retten. WP 7 hingegen ist neu, attraktiv und modern. Aber es setzt sich am Markt nicht durch. Apples iOS und Android dominieren in der Gunst der Kunden, die beiden bilden die Speerspitze des Fortschritts. WP 7 und Microsoft werden gewiss von der am Freitag verkündeten Allianz profitieren. Aber was hat Nokia davon? Symbian geht unter, es wird zum Betriebssystem für Billigprodukte. Auch die Entwickler rund um Nokias Ovi-Welt werden sich zurückziehen. Nur die finnische Navi-Software „Maps“ findet in der neuen Allianz ein sicheres Plätzchen, alles andere hat langfristig keinen Bestand. Denn WP 7 bietet nur wenig Luft für Erweiterungen von Zulieferern und Hardware-Herstellern. Und das ist genau die Rolle, die Nokia künftig einnehmen wird: ein WP-7-Anbieter von vielen, ein Lizenznehmer von Microsoft-Technik, der sich in erster Linie mit guter Hardware behaupten muss. Nokia hat also das Ruder herumgerissen. Nur, in welche Richtung?

Auf dem Weg zum Babelfisch: Google Translate fürs iPhone

Google Translate: Sprechen, warten, staunen (Fotos Spehr)

Für Android-Smartphones gibt es Googles hilfreiches Übersetzungsprogramm schon länger, jetzt steht es gratis als „Google Translate“ im App Store und heißt auf dem Startbildschirm „Übersetzer“. Das Programm ist eine kleine Sensation, es ist spektakulär und vielleicht im nächsten Urlaub hilfreich.

Die Idee: Kurze diktierte Sätze werden automatisch a) erkannt (Spracherkennung), b) in eine andere Sprache übersetzt und c) wenn das entsprechende Text-to-Speech-Modul vorhanden ist, mit einer synthetischen Stimme vorgesprochen. Die Grundzüge der Google-Spracherkennung hatte ich hier bereits beschrieben. Die gesamte Prozedur findet auf Google-Servern statt, man muss also in ein W-Lan oder das Mobilfunknetz eingebucht sein.

Bei der iPhone-App kann man ungefähr ein Dutzend Ausgangssprachen und mehrere Dutzend Zielsprachen wählen. Wie gesagt: nicht jede Übersetzung in jede Zielsprache wird auch per Sprachausgabe vorgesprochen. Aber man sieht immerhin das Ergebnis, und mit einem Klick auf das Symbol unter dem Sternchen wird die Übersetzung in großer Schrift und im Querformat auf dem iPhone angezeigt.

Liest sogar vor: Google Translate auf dem iPhone