Test: DVD-Navi im Toyota RAV 4

Schickes SUV: Toyota RAV 4 Modelljahrgang 2010 (Foto Hersteller)

Ab ins Gelände, wollten wir dem Toyota RAV 4 entgegenrufen, aber dafür war er uns dann doch zu schade. So blieb es nur bei einigen heftigen Fahrten durch den Schnee, die der Kompakt-SUV mit permanentem Allradantrieb ordentlich meisterte. Jenseits der Straße hätte uns auch das Navigationssystem nicht viel geholfen, denn eine echte Offroad-Routenführung mit der Markierung von Wegpunkten ist leider nicht zu haben. Aber, was soll’s, echte Kerle verlassen sich ohnehin in der Wildnis auf ihren Kompass, und der ist hier in einer elektronischen Variante durchaus an Bord.

Die Zentrale: DVD-Navi im Toyota RAV 4 (Foto Spehr)

Serienmäßig bringt der RAV 4 in den beiden gehobenen Modellreihen „Life“ und „Executive“ ein Audiosystem mit Bluetooth-Freisprecher mit. Die Navigation kostet natürlich einen ordentlichen Aufpreis. Für 1600 Euro erhält man im „Life“ ein DVD-Navigationssystem mit 16,5-Zentimeter-Farbdisplay und Rückfahrkamera. Wer den „Executive“ wählt, muss das teurere Festplatten-Navi für 1900 Euro nehmen, das einen etwas größeren Farbmonitor (17,8 Zentimeter in der Diagonale) und vor allem das Kartenmaterial auf einer 30-Gigabyte-Festplatte vorhält. Die wiederum lässt 10 Megabyte frei für eigene Musik, ein schöner Luxus.

Wir haben das kleinere System geprüft, und uns in Sachen Unterhaltung vor allem auf das von beiden Anlagen gebotene Musik-Streaming mit Bluetooth konzentriert. Dabei wird das Smartphone zweimal angekoppelt: im Freisprechbetrieb und zum anderen zur Medienwiedergabe mit dem Blauzahn-Protokoll A2DP. Betritt man das Fahrzeug, startet die Wiedergabe der Stücke vom Taschentelefon automatisch, nur dort lassen sich Alben oder Listen auswählen. Die doppelte Anbindung ist aber ein bisschen kompliziert. Mit dem iPhone 4 gelang sie nach zwei, drei Anläufen, mit einem Android-Smartphone bastelten wir deutlich länger. Der Klang der HiFi-Anlage ist für Rock und Pop durchaus ordentlich, klassische Musik bereitete weniger Vergnügen.

Das Festplatten-Navi nutzt eine berührungsempfindliche Anzeige, klar beschriftete Tasten ringsum führen in die Hauptmenüs. Bei der Routenführung durch ganz Europa überzeugt der Kopilot mit einer flinken Zieleingabe und flotter Streckenberechnung. Die Ausstattung ist top, man kann Favoriten für den Schnellzugriff programmieren oder eine automatische Suche nach den nächstgelegenen Orten vornehmen. Das Navi bietet stets drei verschiedene Routen an, zwei schnelle und eine kurze, und mit dem Beginn der Fahrt staunt man über die gelungene Bildschirmdarstellung. Nicht nur, weil hier markante Sehenswürdigkeiten der Großstädte in liebevoll gezeichneten Symbolen auftauchen, sondern weil man sämtliche Inhalte individuell konfigurieren kann. So stehen etwa eine zwei- oder dreidimensionale Kartendarstellung parat, wahlweise um Zusatzinformationen oder Abbiegelisten ergänzt, und in Kreuzungsnähe baut sich automatisch ein Schemadiagramm des Straßenverlaufs auf.

Eine TMC-Funktion hilft beim Erkennen und Umfahren von Staus. Jedoch könnte die Beschreibung der einzelnen Verkehrshindernisse etwas detailreicher ausfallen, und es fehlen Hinweise auf das aktuell geltende Tempolimit. Weitere Kritik: Zwar ist eine Sprachbedienung vorhanden, aber sie versteht nur wenige Kommandos, geschweige denn die gesprochene Eingabe von Straße und Ort. In der Telefonabteilung ist mit Sprache nicht einmal eine Rufnummer wählbar, das ist schwach. Ferner kamen zwei Mal (auf rund 1500 Kilometer) Hinweise auf den nächsten Abbiegepunkt mit falscher Entfernungsangabe. Wo es „500 Meter“ hätte heißen müssen, lag die Autobahnausfahrt angeblich 2,5 Kilometer voraus. Davon einmal abgesehen ist das Gebotene durchaus überzeugend und spielt auf hohem Niveau.

Eine Antwort auf „Test: DVD-Navi im Toyota RAV 4“

  1. Hallo zusammen,
    ich bin Computeranfänger und möchte mir die Betriebsanleitung für das Navigationssystem und die Betriebsanleitung für meinen RAV4 auf den Computer laden um nicht immer die Bücher aus dem Auto mitzunehmen, wie mache ich das?
    MfG
    Anne Hansen

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