Was plant Google bei der Spracherkennung am PC?

Was plant Google bei der Spracherkennung? Wer ganz genau den neuen Chrome-Browser 11 der Amerikaner inspiziert, entdeckt ein kleines Mikrofon-Symbol im Untermenü des „Übersetzers“. Hier kann man in englischer Sprache diktieren, das Erkannte wird eine wählbare Zielsprache übersetzt.

Auf das Mikro kommt es: Google Chrome 11 mit Spracherkennung

In den Vereinigten Staaten hat Google bei einigen Test-Nutzern bereits die Suchmaschinen-Anfrage mit Spracherkennung ausgerüstet, das Mikrofon-Symbol ist am rechten Rand der Eingabezeile zu sehen. Das alles sind 1:1-Adaptionen der Google-Spracherkennung auf Android-Smartphones.

Aber wie entwickelt sich das Ganze weiter? Am PC wählt Google derzeit die gleiche Technik wie am Smartphone, nämlich die Transkription in der Ferne auf externen Servern. Diese Lösung hat Grenzen, nämlich die Länge der Aufzeichnung (rund 60 Sekunden) und die fehlende Anpassung an die Sprechgewohnheiten des Anwenders. Es gibt keine Korrektur und keine Lerneffekte. Für längere Diktate oder professionelle Ansprüche ist das System also nicht geeignet. Wenn Google stärker auf Spracherkennung setzen sollte, wird eine lokale Software auf dem jeweiligen PC unabdingbar sein. Naheliegend ist ferner, dass die Amerikaner ein solches System rund um den Browser entwickeln. Denn nach Google-Lesart arbeitet man ja ohnehin nur noch in diesem Fenster zur Welt, Stichwort: Googlemail, Text und Tabellen oder Google Apps im Business-Bereich.

Mit einer solchen Lösung würde man auch geschickt jene Probleme umgehen, die derzeit bei der Spracherkennung in nicht eigens dafür programmierten Anwendungen auftreten. Viel spricht dafür, dass die Entwickler im kalifornischen Mountain View so verfahren wie immer: Also in kleinen Schritten einzelne Häppchen anbieten, sehr genau auf die Resonanz hören und dann den nächsten Schritt gehen. Es bleibt also spannend.

 

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