Also wird lieber ein Reitpferd gekauft

Bei diesem Experiment ging es mir darum, die Lagesensoren des Philips-Diktiergerätes DPM 8000 auszuprobieren. Wie ändert sich die Akustik und wie ändert sich die Erkennungsgenauigkeit der Spracherkennung, wenn man das Gerät während des Diktats auf den Tisch legt, um beispielsweise in Akten zu blättern oder in der E-Mail zu lesen?

Also habe ich kurzerhand eine meiner Glossen abdiktiert und das Gerät dabei unterschiedlich positioniert. Man vergleiche das Original auf FAZ.net mit der Transkription unten durch Dragon Naturally Speaking 12.5. Ich habe hier nichts korrigiert. Man sieht: Tablet PC schreiben wir bei der FAZ anders, den „Ergänzungsstrich links“ kann ich mir nie merken (Apple- und Google-Betriebssystem), nach dem Doppelpunkt schreiben wir bei der FAZ groß, „beim Hochfahren“ habe ich von vornherein als „beim groß Hochfahren“ diktiert, und so weiter und so fort. Der Brüller ist jedoch das Reitpferd … Das Experiment zeigt, dass sich Dragon 12 unglaublich gut auf unterschiedliche „Akustikräume“ einlässt, denn mit dem Ablegen des Geräts ist die Mikrofoncharakteristik eine ganz andere. Ach ja, man sieht auch, wie gut Spracherkennung mittlerweile funktioniert. Nicht die Technik limitiert, es ist meist der Nutzer.

 

Tablet gewinnt

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden in Deutschland genauso viele Tablet-PC wie Notebooks gekauft, nämlich rund 1,2 Millionen. Die Verkaufszahlen für herkömmliche Rechner gehen seit Monaten zurück, die Umsätze mit Tablet-PC wachsen hingegen rasch. Deutschland folgt damit internationalen Tendenzen: in diesem Jahr werden nach den Prognosen von IDC in aller Welt mehr Tablet-PC mit Apple und Google-Betriebssystem verkauft als die gewohnten Arbeitsmaschinen.

Diese Entwicklung wundert kaum: es gibt keinen Grund, einen zwei oder drei Jahre alten Rechner zu ersetzen. Seine gefühlte Langsamkeit beim Hochfahren oder Abarbeiten von Standardaufgaben ist in der Regel der Software und nicht veralteter Hardware geschuldet. Also wird lieber ein Reitpferd oder ein Androide gekauft. Man macht nichts verkehrt, und die Flachmänner überzeugen mit ihrer Kinder leichten Bedienung, der langen Akkulaufzeit und mit ihrem tollen Stand-by-Verhalten. Sie sind sofort einsatzbereit. Das alles kann man mit einem Notebook ebenfalls haben, wenn man etwa Windows 8 einsetzt und eine flotte SSD-Festplatte an Bord hat. Aber letztlich geht es auch um die Emotionen. Herzklopfen und Begeisterung stellen sich in der PC-Welt jedoch schon lange nicht mehr ein.

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