Mobile Payment-Abzocke im Mobilfunk verhindern

Beim Bezahlen mit dem Handy werden Leistungen von Drittanbietern über die Handy-Rechnung eingezogen, zum Beispiel Einkäufe im Internet. Die Missbräuche dieses Mobile Payment sind Legion. Ist das Kind in den Brunnen gefallen, wird der Mobilfunker erfahrungsgemäß jedwede Verantwortung von sich weisen, weil er sich in seinen Nutzungsbedingungen die Vermittlung von kostenpflichtigen Zusatzdiensten hat genehmigen lassen. Auch der Zahlungsdienstleister wird nicht einspringen, für ihn liegen nur legale und legitime Transaktionen vor.

Um einer möglichen Abzocke zu begegnen, gibt es nur einen radikalen Weg: Man schreibe seinem Mobilfunk-Provider, dass man unter Bezugnahme auf §45d des Telekommunikationsgesetzes für seine Rufnummer eine kostenfreie Drittanbietersperre eingerichtet haben möchte. Damit wird, nach dem Wortlaut des TKG, die Identifizierung des Mobilfunkanschlusses zur Inanspruchnahme und Abrechnung einer neben der Verbindung erbrachten Leistung netzseitig gesperrt.

P.S.: Dieser FAZ-Artikel aus dem Jahr 2010 hat maßgeblich zu einer Änderung des §45d TKG geführt, bis dahin hatten die Mobilfunker behauptet, eine solche Sperre sei technisch nicht realisierbar, und die Telekom hatte süffisant argumentiert, sie komme nur den „Wünschen der Kunden nach werthaltigen mobilen Services entgegen“.

Wenn Google seine Informationen verdichtet

Kleine Erinnerung: Wer seine E-Mail-Adresse in seinem Google-Plus-Profil freigibt, sorgt dafür, dass bei weltweit jedem Gmail-Nutzer die Verknüpfung aus E-Mail-Adresse und Name sichtbar ist. Aus der anonymen info@firma.de wird also der konkrete Max Mustermann. Wenn der Fremde diese E-Mail-Adresse eintippt, ergänzt sie Google automatisch und ungefragt um Name und Vorname. Und wer zusätzlich Adresse, Geburtstag oder Telefonnummer angegeben hat, darf sich darüber freuen, dass der Gmail-Nutzer in der Ferne alle Detailinformationen nach einem „Mouseover“ über „Kontaktinformationen“ sieht.