Test: Subaru Forester mit Navigation und Aha-Radio

Pluspunkte: Handy oder Smartphone lassen sich mit Bluetooth problemlos ankoppeln, und es gibt ein eigenes Untermenü für die Telefonie.

Subaru Forester (Fotos Hersteller)
Subaru Forester (Fotos Hersteller)

Mit Bluetooth A2DP gelingt die Musikwiedergabe vom Handy, und wer es mit einem Kabel andockt, findet beim iPhone von Apple gleich sämtliche iPod-Funktionalität vor: Am Bildschirm lässt sich nach Wiedergabelisten, Alben, Interpreten und Liedern suchen. Aha-Radio, das für den amerikanischen Forester beworben wird, funktioniert auch im deutschen Fahrzeug.

Mittelmäßig: Den Kombi für Routenführung, Telefonie und Musikwiedergabe gibt es in den beiden teuren Modellvarianten „Platinum“ oder „Sport“ in Verbindung mit anderen Extras. Die Bedienung ist eingängig, aber man merkt: Hier sind unterschiedliche Komponenten verbaut, die nicht immer ein einheitliches Ganzes ergeben.

Cockpitansicht: Navigation, HiFi und Telefonie im Forester
Cockpitansicht: Navigation, HiFi und Telefonie im Forester

 

Minuspunkte: Das Navi kommt mit frischen Farben, aber einer Detailauflösung der Landkarte, die nicht mehr zeitgemäß ist. Zwar sind Verkehrsinfos gut visualisiert und in unterschiedlicher Sortierung auch im Klartext abrufbar. Aber die Daten stammen nur vom Gratis-Dienst TMC und sind nicht immer gut. Ansagen werden mit einem Gongschlag eingeleitet, viel zu häufig gibt es akustische Hinweise — auch dann, wenn man die Redseligkeit der Dame im entsprechenden Untermenü auf ein Minimum beschränkt. Und dummerweise kommen die Kommandos oft zu spät. Hinweise auf das aktuell geltende Tempolimit fehlen, immerhin gibt es Fahrspurhinweise in der Stadt. Die Spracherkennung, die mit Lenkradtasten gestartet wird, soll zwar auch bei der Eingabe des Navigationsziels behilflich sein. Aber sie will alles in kleinen Häppchen vorgesetzt bekommen, das Ganze ist eine Umstandskrämerei, und wie man eine fremde Stadt mit Sprachkommandos erfasst, das muss man erst in der Anleitung nachlesen.

In der Telefonabteilung sind die automatisch importierten Kontakte nur nach dem Vornamen sortiert, und eine Suchfunktion ist nicht vorhanden. Abermals ist die Sprachsteuerung enttäuschend: Die Namenswahl funktionierte bei uns eher selten.

 

Test: Mitsubishi Outlander mit MMCS für Navigation und HiFi

Pluspunkte: Im Musikbetrieb fällt der DAB-Tuner fürs Digitalradio positiv auf, und die Anbindung eines iPhone mit Bluetooth zwecks Musikwiedergabe war schnell erledigt. Als größter Pluspunkt von MMCS darf die kabelgebundene iPod- oder iPhone-Anbindung gelten. Sie erlaubt am Bildschirm den Zugriff auf Alben, Interpreten, Genres oder Wiedergabelisten.

Mitsubishi Outlander (Fotos Hersteller)
Mitsubishi Outlander (Fotos Hersteller)

Mittelmäßig: Das Navi-System bietet eine solide Standardausstattung ohne Schnickschnack. Nach zügiger Routenberechnung ist die Strecke mit kleinen Symbolen auf der Karte angezeigt, in Kreuzungsnähe baut sich automatisch eine schematische Zeichnung der Umgebung auf. Auf der Autobahn kommen Hinweise auf die nächsten Tankstellen und Rastplätze. Die Darstellung auf dem Bildschirm könnte jedoch feiner gezeichnet sein, wenngleich dreidimensional modellierte Sehenswürdigkeiten der Innenstädte durchaus auch etwas fürs Auge bieten. Verkehrsmeldungen sind auf der Karte angezeigt, mit einem Fingertipp auf das TMC-Symbol sieht man karge Informationen im Klartext. Wir hatten jedoch Probleme, den eingestellten TMC-Sender zu wechseln.

MMCS im Mitsubishi Outlander
MMCS im Mitsubishi Outlander

Minuspunkte: Die MMCS-Anlage kostet einen stolzen Aufpreis von 2400 Euro, ein Bluetooth-Freisprecher für das Handy wird mit weiteren 200 Euro aufgerufen. In der teuersten Modellvariante „Instyle“ gehört das Paket indes zur Serienausstattung, im „Intense“ und „Invite“ ist von Hause aus immerhin die Mobilfunk-Anbindung dabei.

Beim Telefon funktioniert die Sprachwahl mit dem Namen des Anzurufenden nicht. Das Telefonbuch ist nach den Vornamen sortiert, die Suchfunktion für einzelne Kontakte beschränkt sich auf den Anfangsbuchstaben, und es gibt keinen Zugriff auf die Anruflisten.

Test: Comand Online von Mercedes-Benz im Frühjahr 2014 (hier: ML-Klasse)

Mercedes-Benz ML 63 AMG (Fotos Hersteller)
Mercedes-Benz ML 63 AMG (Fotos Hersteller)

Pluspunkte: Das im vergangenen Jahr vorherrschende Durcheinander bei den Online-Zugängen darf als gelöst angesehen werden. Nun setzt Mercedes-Benz aufs Bluetooth-Profil PAN. Man berücksichtige allerdings: PAN setzt voraus, dass das Bluetooth-Tethering am Smartphone aktiviert ist. Was bei Apple „Persönlicher Hotspot“ heißt, ist bei Blackberry die „Modemfunktion“ und mit Android  suche man unter „Tethering und mobiler Hotspot“. Hier muss man also vor dem Start die richtigen Schalter umlegen. Und beim iPhone gilt zusätzlich: Damit der Apple-Hotspot via Bluetooth, USB oder W-Lan arbeitet, muss im Menü Einstellungen, Mobiles Netz, Mobiles Datennetzwerk auch der Eintrag ganz unten zum Persönlichen Hotspot korrekt ausgefüllt sein, dort ist ein weiteres Mal der Internet-Zugangspunkt (APN) einzugeben.

Die Facebook-App hat ein Highlight: Facebook-Veranstaltungen können als Sonderziele ins Navi übernommen werden.

Mittelmäßig: Das große Problem von Comand Online bleibt sein gemächliches Arbeitstempo bei der Internetanbindung. Selbst in den beiden Premiumnetzen von Telekom und Vodafone schaufelt Comand Online die Daten nur zögerlich ins Fahrzeug. Auf dem Land hatten wir bisweilen etliche Kilometer zurückgelegt, bis sich überhaupt ein Menü aufbaute. In der Stadt mit UMTS und Datenturbos wie HSDPA oder LTE war die Lage kaum besser. Dies stört gewaltig. Auch das Online-Angebot bleibt 2014 bescheiden. Das Laden von Navigationszielen ins Fahrzeug gilt mittlerweile als Selbstverständlichkeit, und die Hotelsuche oder die Nachrichtenanzeige sind ebenfalls unspektakulär.

Cockpitansicht: Mercedes-Benz ML 350 mit Comand Online
Cockpitansicht: Mercedes-Benz ML 350 mit Comand Online

Minuspunkte: Die Facebook-App ist an sich ein Pluspunkt, aber ein Zugriff auf die Facebook-Mail fehlt. Das Erstellen von eigenen Statusmeldungen mit dem Controller ist langwierig. Das Lesen der Pinwand-Einträge bringt im Grunde genommen nur wenig. Lange Beiträge werden gekürzt und Verlinkungen nicht aufgelöst. Während der Fahrt kann man nicht auf Pinwand und Neuheiten zugreifen, Stichwort: „Fahrerablenkung“. Während die Telefonabteilung selbstredend eine Suche nach Rufnummern vorsieht, ist die gleiche Funktion im Facebook-Freundesverzeichnis abermals nur im Stand erlaubt.

Test: Skoda Superb mit Columbus-System und Business-Paket

Skoda Superb (Fotos Hersteller)
Skoda Superb (Fotos Hersteller)

Pluspunkte: Großes, berührungsempfindliches Farbdisplay, dazu ein zweiter Monochrommonitor zwischen Tachometer und Drehzahlmesser. Einfache Bedienung, universell bei der Medienwiedergabe, Musikwiedergabe von der eingebauten Festplatte, Videowiedergabe im stehenden Fahrzeug. DAB+-Empfänger. Der größte Vorteil ist die Unterstützung des Sim-Access-Profils beim Bluetooth-Freisprecher.

Denn mit dem Funkmodul des Fahrzeugs plus Außenantenne bricht die Verbindung selbst bei schlechter Funkversorgung seltener ab. Wer das erlebt hat, will nie wieder zurück. Leider wird Sim Access nur noch von wenigen Smartphones unterstützt, und weiterhin ist die Einrichtung, die wir mit einem Blackberry Z30 ausprobierten, eine Qual jenseits der Zumutbarkeitsgrenze. Wer es schafft, wird jedoch mit einer weiteren Funktion belohnt: Das Smartphone lässt sich fortan zum Aufbau eines W-Lan-Netzes für die Mitreisenden verwenden. Davon einmal abgesehen bietet Columbus weder Internetanschluss noch Apps oder den Zugriff auf Netzdienste.

Mittelmäßig: Columbus kostet zwischen 1590 und 1880 Euro. Die Navi-Abteilung bietet eine ordentliche Mittelkasse-Ausstattung. Gelegentlich muss man bei der Routenberechnung etwas warten, die optische Darstellung und die akustischen Ansagen überzeugen jedoch.

Kommandozentrale: Columbus-System im Skoda Superb
Kommandozentrale: Columbus-System im Skoda Superb

Auf der Autobahn zeigt der Navigator einen Fahrspurassistenten, Hinweise auf das aktuell geltende Tempolimit sind aus dem Kartenmaterial entnommen und permanent sichtbar. Bei Bedarf lässt sich eine Pfeildarstellung einblenden, die allerdings in der Regel überflüssig ist, weil das Zweitdisplay diese Aufgabe übernimmt.

Minuspunkte: Als Datenlieferant für die Verkehrsnachrichten kommt nur der Gratis-Dienst TMC zum Einsatz, die Güte der Informationen lässt zu wünschen übrig. Immerhin sind Staus und Störungen auch in der Karte visualisiert, und sie lassen sich mit wenigen Fingertipps auch in einer Klartextanzeige aufrufen. Ferner ist die Spracheingabe des Navigationsziels zwar möglich, aber langwierig und umständlich. Hier merkt man der Anlage ihr Alter an.