Test: Comand Online von Mercedes-Benz im Frühjahr 2014 (hier: ML-Klasse)

Mercedes-Benz ML 63 AMG (Fotos Hersteller)
Mercedes-Benz ML 63 AMG (Fotos Hersteller)

Pluspunkte: Das im vergangenen Jahr vorherrschende Durcheinander bei den Online-Zugängen darf als gelöst angesehen werden. Nun setzt Mercedes-Benz aufs Bluetooth-Profil PAN. Man berücksichtige allerdings: PAN setzt voraus, dass das Bluetooth-Tethering am Smartphone aktiviert ist. Was bei Apple „Persönlicher Hotspot“ heißt, ist bei Blackberry die „Modemfunktion“ und mit Android  suche man unter „Tethering und mobiler Hotspot“. Hier muss man also vor dem Start die richtigen Schalter umlegen. Und beim iPhone gilt zusätzlich: Damit der Apple-Hotspot via Bluetooth, USB oder W-Lan arbeitet, muss im Menü Einstellungen, Mobiles Netz, Mobiles Datennetzwerk auch der Eintrag ganz unten zum Persönlichen Hotspot korrekt ausgefüllt sein, dort ist ein weiteres Mal der Internet-Zugangspunkt (APN) einzugeben.

Die Facebook-App hat ein Highlight: Facebook-Veranstaltungen können als Sonderziele ins Navi übernommen werden.

Mittelmäßig: Das große Problem von Comand Online bleibt sein gemächliches Arbeitstempo bei der Internetanbindung. Selbst in den beiden Premiumnetzen von Telekom und Vodafone schaufelt Comand Online die Daten nur zögerlich ins Fahrzeug. Auf dem Land hatten wir bisweilen etliche Kilometer zurückgelegt, bis sich überhaupt ein Menü aufbaute. In der Stadt mit UMTS und Datenturbos wie HSDPA oder LTE war die Lage kaum besser. Dies stört gewaltig. Auch das Online-Angebot bleibt 2014 bescheiden. Das Laden von Navigationszielen ins Fahrzeug gilt mittlerweile als Selbstverständlichkeit, und die Hotelsuche oder die Nachrichtenanzeige sind ebenfalls unspektakulär.

Cockpitansicht: Mercedes-Benz ML 350 mit Comand Online
Cockpitansicht: Mercedes-Benz ML 350 mit Comand Online

Minuspunkte: Die Facebook-App ist an sich ein Pluspunkt, aber ein Zugriff auf die Facebook-Mail fehlt. Das Erstellen von eigenen Statusmeldungen mit dem Controller ist langwierig. Das Lesen der Pinwand-Einträge bringt im Grunde genommen nur wenig. Lange Beiträge werden gekürzt und Verlinkungen nicht aufgelöst. Während der Fahrt kann man nicht auf Pinwand und Neuheiten zugreifen, Stichwort: „Fahrerablenkung“. Während die Telefonabteilung selbstredend eine Suche nach Rufnummern vorsieht, ist die gleiche Funktion im Facebook-Freundesverzeichnis abermals nur im Stand erlaubt.

Eine Antwort auf „Test: Comand Online von Mercedes-Benz im Frühjahr 2014 (hier: ML-Klasse)“

  1. Ihre Artikel gehören zu den wenigen, die sich erfreulicherweise etwas ausführlicher mit den Optionen Iphone/Command Online @ Mercedes auseinandersetzen. Danke!!! …. Selbst mir als It’ler erschließen sich die Vorzüge meiner neuen E-Klasse mit Command Online und IPhone erst peu a peu. …. Mir fehlt wahrscheinlich die Zeit alles mal ordentlich auszuprobieren und so stolpere ich eher zufällig über das eine oder andere: wenn man Siri am Iphone aktiviert (Button drückt), dann funktioniert die Spracheingabe und auch die Ausgabe über die Freisprecheinrichtung des Autos (ohne Drive-Kit), wenn ich micht nicht getäuscht habe. Videos vom Ipod classic geht auch, wenn man das Adapterkabel nutzt. Video und/oder audio über Bluetooth geht nicht (klar). Spannend wird hingegen, was wohl möglich sein wird mit einem Lightning-adapter ohne Drive kit.

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