Test: Apple iPhone 6s und 6s Plus

Am 25. September kommen die beiden neuen iPhone-6s-Modelle in den Handel. Wir hatten bereits direkt nach der Produktvorstellung die Gelegenheit zum Test. Alle Daten und Fakten sind seit der Ankündigung in San Francisco hier nachzulesen. Wir können uns also auf Eindrücke und Erfahrungen konzentrieren.

Neue S-Klasse (Foto Hersteller)
Neue S-Klasse (Foto Hersteller)

Design und Optik bieten keinen Anlass zu Überraschungen. Die Maße der jungen Geräte unterscheiden sich nur um Zehntelmillimeter von den alten. Hüllen und Halterungen für die Vorjahresprodukte sollten weiterhin passen. Wer ein Händchen fürs Gewicht hat, bemerkt den Unterschied zwischen alt und neu am ehesten: iPhone 6s und 6s Plus sind mit 143 und 192 Gramm jeweils 14 und 20 Gramm schwerer als ihre Vorgänger. Der Zuwachs ist nicht etwa einem stärkeren Akku geschuldet, sondern hochwertigeren Materialien und der Technik für das druckempfindliche Display, die Apple …

Weiterlesen auf FAZnet

Diktieren macht die Texte schön

„How Dictation Software makes us rethink Writing“

Hinter der flapsigen Überschrift steckt ein wichtiger Gedanke: Wie ändert sich unsere Sprache mit der Technik ihrer Erfassung und maschinellen Verarbeitung? Einige Hinweise liefert dieser Wired-Artikel. Wer seine SMS oder E-Mail diktiert, schreibt andere Nachrichten als derjenige, der am PC mit einer Tastatur schreibt. Im besagten Artikel, der sinnigerweise den Begriff „Voice-Writing“ einführt, sind Beispiele aufgezählt.

Nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen sind Diktate in einer einfacheren Sprache gefasst, die auf verschachtelte Satzkonstruktionen verzichtet — und vor allem redundanter ist. Meine diktierten E-Mails sind länger als die getippten, häufig auch höflicher. Am PC gilt das Sparsamkeitsprinzip, man optimiert auf Kürze und Klarheit hin. Diktierend bekommt man das in der Regel nicht hin. Man redet weitschweifiger, denkt häufig erst beim Sprechen zu Ende und kommt oft erst nach vielen Anläufen zu einem Ziel, das man schreibend schneller entdeckt hätte.

Und ein Gedankenexperiment: Wie sähen unsere Texte aus, wenn es die Spracherkennung vor der Textverarbeitung gegeben hätte? Hätte sich die Parsimonie trotzdem durchgesetzt? Oder würden wir wie Goethe, der sämtliche Prosa seinem Schreiber diktierte, noch immer in üppigen Formulierungen und Ornamenten schwelgen?

Datenvolumen des Smartphones: Vorsicht, die Datenfresser kommen

„Lieber Kunde, Ihr restliches Surfvolumen mit hoher Geschwindigkeit ist für diesen Monat fast verbraucht.“ Die SMS kommt vom Netzbetreiber und wirft gleich einige Fragen auf: Wie viel Datenvolumen benötigt man heutzutage im Mobilfunk? Warum hat man „Flatrate“-Tarife, wenn das Volumen doch begrenzt ist? Und welche Apps auf dem Smartphone sind die größten Datenfresser?

Vor zehn Jahren galt die Faustregel, dass der typische mobile Surfer zwischen 30 und 100 Megabyte im Monat benötigt. Diese Werte kann man heute getrost mit dem Faktor 10 multiplizieren: 300 Megabyte bis ein Gigabyte sind angesagt. Die gängigen Standardverträge der großen Netzbetreiber sehen 500 Megabyte im Monat mit anschließender Datendrossel vor. Nach Überschreiten des Limits wird das Tempo so weit reduziert, dass man sein Smartphone kaum sinnvoll nutzen kann.

Eine erste Tücke liegt neuerdings in der sogenannten Datenautomatik von Vodafone, Base und O2. Nach dem Verbrauch des Inklusivvolumens wird nicht etwa die Verbindungsgeschwindigkeit gedrosselt, sondern es werden kostenpflichtige zusätzliche Datenpakete nachgebucht. E-Plus und Base hatten im vergangenen Jahr ihre eigenmächtige Vertragsänderung dahingehend formuliert, dass sich der Kunde nicht gegen weitere Datenkontingente entscheiden konnte und sogar automatisch nach mehreren Zubuchungen in den nächsthöheren Tarif eingestuft wurde. Dies hatte keinen juristischen Bestand, über die Kundenbetreuung kann man jetzt die Datenautomatik dauerhaft deaktivieren lassen. Ähnlich verfährt O2 in einigen Tarifen.

Weiterlesen auf FAZnet

HiFi-Geschichte: Wie das Auto zum Konzertsaal wurde

Und es geht doch. Jahrzehntelang hatten die gestrengen Hüter der akustischen Wahrheit immer wieder behauptet, im Auto finde HiFi nicht statt. Das Credo einer ganzen Branche: Rumorende Triebwerke und rollende Reifen verdecken tiefe Frequenzen, Schallreflexionen an den Glasflächen verfremden Klangfarben, und dicke Sitzpolster schlucken strahlende Obertöne. Mit HiFi im Auto hatten die Experten bis in die 1980er Jahre hinein nur schlechte Erfahrungen gemacht, wie etwa jener Kollege der „Neuen Zürcher Zeitung“, der von einem Autoplattenspieler berichtete, „durch dessen Schlitz der geneigte Autofahrer und Hörer während der Fahrt seine 45er-Singles einschieben und automatisch abspielen konnte. Wer sich diesem Genuss hingab, bezahlte es freilich mit einem frühen Tod seiner geliebten Scheiben: weil der Tonarm notgedrungen mit sanftem Druck in der Plattenrille gehalten werden musste, entpuppte sich der Spieler als glatter Plattenmörder.“

Krawallschachtel für Livekonzerte: Studie Smart Forgigs auf der Basis des Fortwo mit HiFi Ausstattung von JBL (Foto Hersteller)
Krawallschachtel für Livekonzerte: Studie Smart Forgigs auf der Basis des Fortwo mit HiFi Ausstattung von JBL (Foto Hersteller)

Doch vor 30 Jahren wurde mit dem Aufkommen der CD nicht nur das Ende der Langspielplatte eingeläutet. Auch mit der Ruhe war es aus. Das Auto wurde nunmehr als Hörraum entdeckt. HiFi-Freunde entwickelten Spaß an dicken Basstöpfen, wohligen Zwerchfellmassagen und saftiger Klangkraft. Plötzlich berichtete sogar der Wirtschaftsteil dieser Zeitung, dass „passionierte Musik-Liebhaber in zunehmendem Maße“ bereit seien, „viel Geld dafür auszugeben, dass sie in ihrem Auto Musik in einer Klangqualität hören können, die der eines großen Konzertsaales sehr nahe kommt“. Natürlich durfte der erhobene Zeigefinger nicht fehlen. So warnte die F.A.Z. 1985 vor „Vollgas und Volldampfradio in dezibeler Umarmung, Rock auf Rädern“. Denn unter dem Einfluss von „Hitparaden-Musik“ nähmen die Unfälle zu, vor allem auf „kurvenreichen Straßen“.

Weiterlesen auf FAZnet

Test: Uconnect im Fiat 500X

Im noch jungen Italien-SUV fährt jetzt das neue Uconnect vor. Fachleute wissen sofort: Es geht um Fiat und den 500X, der siebten Modellvariante aus dem Kreis der 500er.

Vernetzt: Fiat 500X (Fotos Hersteller)
Vernetzt: Fiat 500X (Fotos Hersteller)

Fiat hat hier viel richtig gemacht, zu der Fülle technischer Neuentwicklungen gehört das hauseigene und nunmehr überarbeitete Uconnect-System für Kommunikation und Routenführung. Wer damit liebäugelt, darf sich indes zunächst in den Details der Ausstattungsvarianten verbeißen. Uconnect mit Radio, Bluetooth-Freisprecher und USB-Eingang gehört zur Serienausstattung des 500X Pop Star, für den 19.650 Euro aufgerufen werden.

Ansprechend: Das Uconnect-System im Fiat 500X
Ansprechend: Das Uconnect-System im Fiat 500X

Die fast 5000 Euro teurere Modellvariante 500X Lounge hat von Haus aus ein Uconnect mitsamt Europa-Navigation. Für den rustikalen Offroad-Look gelten die gleichen Unterschiede, nur der Cross Plus bringt die Routenführung mit, der kleinere Cross fährt allein mit Radio und Bluetooth.

Weiterlesen auf FAZnet

Wozu braucht man das Internet im Auto?

Hacker greifen das Auto an. Schwachstelle ist die Internetanbindung des Fahrzeugs. Für viele Fachleute war die Entwicklung absehbar. Mit zunehmender Vernetzung wächst die Anfälligkeit für Attacken und Ausspähung aus der Ferne. Immer mehr Elektronik öffne gleichsam die Einfallstore für Hacker, heißt es. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Autos werden nicht wie Apps programmiert, und die Hersteller betreiben einen immensen Aufwand, ihre Anlagen für Information und Unterhaltung von den wichtigen Systemen wie der Lenkung oder den Bremsen abzuschotten.

Wozu braucht man überhaupt das Internet im Auto? Nur für Infotainment, von vielen auch als Spielerei bezeichnet? Oder für das autonome Fahren? EU-Kommissar Günther Oettinger und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben darauf den Fokus gelegt und die Forderung erhoben, die Netzneutralität müsse zugunsten von Spezialdiensten aufgehoben werden. Denn wenn das fahrerlose Auto via Internet durch den Schwarzwald gesteuert würde, dann müssten, so Oettinger, bei schwacher Netzanbindung die sicherheitsrelevanten Fahrsysteme Vorrang haben vor den Filmen, die sich die Kinder auf der Rückbank aus dem Internet holen … Weiterlesen auf FAZnet

Weiterlesen auf Golem: Bund will Spezialdienste für autonome Autos – egal wozu. Wofür brauchen autonome Autos Spezialdienste mit höheren Bandbreiten? Das können Bundesregierung und EU-Kommission selbst nicht sagen – was sie aber nicht davon abhält, es weiter zu fordern.

EU-Kommissar Oettinger diskutiert dazu auf Twitter, nachlesen im Storify von Vera Bunse.

Test: Olloclip Active Lens Aufstecklinse für das iPhone

Wenn sich der Smartphone-Fotograf doch wieder seine Systemkamera oder Spiegelreflex zurückwünscht, ist meist das Objektiv das Objekt der Begierde. Wechselbar und flexibel einsetzbar, bieten sich mehr Möglichkeiten. Für das iPhone und seine Kollegen gibt es zwar keine Wechselobjektive, aber Aufstecklinsen. Kritische Einwände liegen sofort auf der Hand: Das ist Spielkram, nur schlecht am Gerät zu befestigen, der Zusatz nimmt Licht weg, und die Abbildungsleistung kann rein prinzipiell nicht gut sein.

Aufstecklinse, wechselbar: Olloclip-Zubehör in verschiedenen Formaten (Foto Hersteller)
Aufstecklinse, wechselbar: Olloclip-Zubehör in verschiedenen Formaten (Foto Hersteller)

Jenseits vieler Vorurteile haben wir einen Blick auf die „Active Lens“ von Olloclip geworfen und mit dem iPhone 6 Plus ausprobiert. Die Aufsätze des Zubehörherstellers gibt es fürs iPhone von Version 4 an, für das iPad sowie für die Samsung-Modelle Galaxy S4 und S5. Jedes Gerät hat seine eigene Version, die an das jeweilige Gehäuse angepasst ist. Man achte also auf die Details, und das Smartphone muss stets ohne Tasche, Hülle oder Displayschutzfolie verwendet werden, damit der Aufsatz passt.

Weiterlesen auf FAZnet

Clever mit Cloud: Wie die neue Spracherkennung von Nuance funktioniert

Nuance hat heute ein neues Spiel bei der Spracherkennung eröffnet. Der wichtigste Schachzug ist die übergreifende Cloud-Integration. Bislang gibt es zwei Welten: Die Amateurliga derjenigen, die Spracherkennung zum Beispiel auf dem Smartphone verwenden. Und die Profis, die mehr brauchen, etwa die Personalisierung des Vokabulars, insbesondere bei Eigennamen und Fachbegriffen. Mobil und stationär gingen bislang nicht zusammen. Wer mit dem Schlachtschiff Dragon NaturallySpeaking für Windows unterwegs ist, konnte nicht eben schnell seine persönlichen Dinge auf eine kompakte Smartphone-App umladen.

Und nun der Kniff: Nuance bringt eine mobile Lösung namens Dragon Anywhere, die ihr Vokabular und weitere Nutzerdaten mit einem neuen Dragon Professional Individual synchronisiert. Im Unterschied zu bisherigen Smartphone-Apps lernt diese nun dazu, sie erlaubt mobiles Diktieren auf dem Niveau der Desktop-Lösung.

Für den Desktop wiederum gibt es neu das besagte Dragon Professional Individual. Der Preis von 400 Euro deutet an, dass diese Version zwischen der weiterhin erhältlichen Premium-Variante und der teuren (800 Euro und mehr) Professional angesiedelt ist. Testbericht in der FAZ folgt ab Ende September.

P.S.: Weitere Details auch bei Dr. Stephan Küpper