Ein Jahr mit der Apple Watch. Meine Bilanz

Wer mit dem Kauf der Apple-Watch liebäugelt, sollte ein Nutzungsszenario im Auge haben und wissen, wozu er die Uhr hauptsächlich verwenden will. Seit Ende April 2015, seit nunmehr einem Jahr, trage ich die Apple Watch kontinuierlich und habe mehr als 200 Trainingseinheiten mit ihr erfasst. Dies sind aus meiner Sicht ihre Pluspunkte:

Die Apple Watch (Foto Hersteller)
Die Apple Watch (Foto Hersteller)
  1. Die Apple Watch als dezenter, hilfreicher Fitness-Tracker und -Trainer, der motiviert und nicht nervt. Für den Hobby-Sportler passt das Gebotene bestens, die genaue Messung der Herzfrequenz überzeugt. (Der Profi braucht die Apple Watch nicht, er bleibt bei Sportuhr und Brustgurt.)
  2. Push-Nachrichten, fein einstellbar, diskret. Ich lasse wenig “pushen”. Aber wenn es vibriert oder tönt, dann ist es wichtig.
  3. Der Kalender am Handgelenk, der nächste Termin auf dem Watchface stets im Blick. Unauffällig ist die Agenda präsent, um so sinnvoller, je mehr Termine man hat.
  4. Keine Smartphone-Fummelei im Auto, weniger Ablenkung, nötigenfalls Freisprechtelefonie in hinnehmbarer Qualität und nicht zuletzt der Navi-Notnagel mit haptischen Hinweisen, der mir schon oft geholfen hat.
  5. Das schnelle Siri-Diktat zu Hause für einen Reminder oder einen neuen Kalendereintrag ohne das iPhone suchen oder in die Hand nehmen zu müssen.

Funktionen der Apple-Watch, die ich nicht nutze:

  1. Das Freundschafts-Karussell, das nach Betätigen der rechten Seitentaste aufgerufen wird, das Malen von Nachrichten (“Scribble”), die Übertragung des Herzschlags an andere (“Digital Touch”). Ein komplettes Menü vollkommen für die Katz.
  2. Fast alle Apps von Drittherstellern.

Was mich stört:

  1. Die ein- bis zweitägige Akkulaufzeit stört mich nicht an sich,
    Trainingsbilanz auf dem iPhone (Foto Spehr)
    Trainingsbilanz auf dem iPhone (Foto Spehr)

    aber es fehlt eine ordentliche Ladestation mit wenig Kabelverhau für den Nachttisch.

  2. Es fehlt eine Option, die einzelnen Fitness-Ereignisse mit Herzfrequenzmessung auszuwerten, etwa im Browser (wie mit Garmin Connect).
  3. Bestimmte Apps (z.B. Instagram) landen immer wieder auf der Watch, auch wenn ich es in der Watch-App unterbinde.
  4. Die Whatsapp-Integration könnte besser sein.

 

Eine Antwort auf „Ein Jahr mit der Apple Watch. Meine Bilanz“

  1. Kann ich voll unterschreiben. Und ich finde es ganz praktisch, dass ich im Kino und am Flughafen mein Ticket bequem am Armgelenk und mit einem einzigen Streichen den Qr-Code auf dem Monitor habe.

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