Probleme mit dem Bildmobil-Datentarif und dem iPad lösen

Für eine Sim-Karte von Bildmobil zum iPad-Surfen spricht einiges: Der Gelegenheitstarif mit 30 oder 90 Minuten für 59 und 99 Cent, die Verwendung des schnellen Vodafone-Netzes und die Verfügbarkeit einer Nano-Sim für das iPad Mini oder iPad 4.

Es gibt jedoch einige Tücken: So funktionierte die Freischaltung der per Post zugesandten Karte mit dem iPad bei mir nicht. Die Anleitung führt in die Irre, man rufe entweder die Hotline an und lasse dort (mit Rufnummer und vorab mitgeteilter Geheimzahl) telefonisch freischalten oder erledige die Prozedur über das Web-Interface von Bildmobil.

Am iPad ist ferner als APN (Internetzugangspunkt) event.vodafone.de einzustellen. Auf meinem iPad blieb die Änderung des APN folgenlos. Sobald ich das Menü “Mobile Daten” verlassen hatte, sprang der APN wieder zurück auf die Vodafone-Voreinstellung web.vodafone.de. (Zuvor hatte ich eine “normale” Vodafone-Karte verwendet.)

Das Problem ließ sich mit Bordmitteln nicht lösen. Abhilfe brachte das Laden des iPhone-Konfigurationsprogramms von Apple. “iPhone” ist richtig. Die Software für Windows oder Mac OS X erlaubt es, ein Profil zu schreiben, das in meinem Fall nur den richtigen APN-Eintrag event.vodafone.de enthält. Man vergebe einen beliebigen Namen, schicke sich das Profil an ein auf dem iPad vorhandenes E-Mail-Konto und installiere per Fingertipp. Wenn das Ganze geklappt hat, taucht es mit Namen unter “Einstellungen”, “Allgemein” auf dem iPad auf und sieht etwa so aus:

Eigenes Profil mit APN auf dem iPad (Foto Spehr)

Eigenes Profil mit APN auf dem iPad (Foto Spehr)

Der Start einer Surf-Session mit Bildmobil beginnt stets im Safari-Browser, hier wählt man das gewünschte Nutzungs-Zeitfenster aus. Falls es ungeachtet des richtigen APN hakt — es erscheint die Netzanzeige “Vodafone”, aber die Bildmobil-Startseite lässt sich nicht öffnen –, sollte man prüfen, ob die Sim-PIN nach Aktivierung der mobilen Daten eingegeben wurde. Gegebenenfalls hilft das Herunter- und Hochfahren des iPad.

 

Test: WeMo von Belkin

Zur Überwachung von Haus und Hof hatten wir unlängst sogenannte IP-Kameras vorgestellt . Sie haben durchaus ihre Berechtigung, sind aber von Netzwerkexperten für Netzwerkexperten konzipiert, kompliziert in Betrieb zu nehmen und von begrenztem Wert, wenn es um das Zusammenspiel mit Smartphones und Apps geht. Nun deutet sich eine kleine Revolution in dieser Hinsicht an, nämlich die WeMo-Serie von Belkin. Sie macht alles ganz anders, vor allem einfacher, denn die Schaltzentrale ist nunmehr das iPhone oder das iPad.

App-gesteuert: Auf den Apple-Geräten eigene Regeln programmieren (Fotos Hersteller)

App-gesteuert: Auf den Apple-Geräten eigene Regeln programmieren (Fotos Hersteller)

WeMo besteht derzeit aus zwei Komponenten, weitere sind angekündigt: „Home Automation Switch“ für 50 Euro und „Motion Sensor“, der im Paket mit Ersterem für 100 Euro verkauft wird. Der Switch ist nichts anderes als eine Fernschalteinheit mit Wireless-Lan für Elektrogeräte aller Art (bis maximal 3680 Watt), die sich zeit- oder ereignisgesteuert ein- und ausschalten lassen. Wahlweise lokal (mit einem Taster auf dem Gehäuse), über Ereignisse – oder aus der Ferne mit einem Apple-iOS-Gerät.

Der Motion Sensor wiederum ist ein Bewegungssensor mit Wireless-Lan. Die Zentraleinheit landet ebenfalls in der Steckdose, der Sensor in der Größe eines Hühnereis lässt sich dank eines 1,8-Meter-Kabels frei im Raum aufstellen. Der Clou ist zum einen die raffinierte Inbetriebnahme und Steuerung mit iOS-Geräten, zum anderen die Option, beliebig viele Sensoren und Schalter zu einem Heimnetz zu verknüpfen, und schließlich die IFTTT-Integration.

Regeln programmieren

Der Reihe nach und ausführlich: Die einzelnen Komponenten verbinden sich auf eine geradezu geniale Weise miteinander. Man lade auf seinem iOS-Gerät die gratis bereitgestellte WeMo-App von Belkin und suche anschließend aus dem iPhone oder iPad nach den Wireless-Lan-Netzen, die von der Belkin-Peripherie aufgebaut werden. Das ist im Grunde genommen schon alles. In der WeMo-App wird nun die Verknüpfung zum häuslichen Wireless-Lan noch einmal bestätigt, und schon sind in der App alle Schalter und Sensoren fein säuberlich aufgeführt, und man kann sie individuell benennen, etwa „Schalter für die Lampe“ oder „Schalter für die Jalousie“. Ein weiterer Menüeintrag verknüpft nun die Belkin-Produkte, man kann nämlich Regeln programmieren. Zum Beispiel: Jalousie wochentags um 18 Uhr herunterlassen. Oder: Wenn der Bewegungssensor in der Stufe höchster Empfindlichkeit anschlägt, die Lampe für 15 Minuten einschalten.

Bewegungsmelder: WeMo mit Sensor (rechts) und (amerikanische) WeMo-Steckdose

Bewegungsmelder: WeMo mit Sensor (rechts) und (amerikanische) WeMo-Steckdose

Das alles ist im Zusammenspiel fein justierbar und geht weit über die eingangs erwähnten IP-Kameras mit ihrer Software hinaus. Das System ist beliebig skalierbar, man kann also mehrere Schalter und Sensoren für eine differenzierte Heimvernetzung miteinander verknüpfen.

Dazu kommen noch zwei Extras. Zum einen: die Option, sämtliche Funktionalität sogar jenseits des eigenen Heims in der Ferne über die Mobilfunknetze zu steuern. Man kann also über die App den Status von Schaltern und Sensoren ablesen sowie Regeln erstellen oder ändern. Der Bewegungssensor arbeitete bei uns im praktischen Einsatz äußerst zuverlässig. Über Wochen hinweg gab es nicht einen Fehlalarm, selbst bei Dunkelheit wurden Personen im Raum zuverlässig erkannt. Es bleibt nur ein Wunsch offen: nämlich eine Überwachungskamera. Die gibt es schon in den Vereinigten Staaten, und diese „Netcam“ soll im Frühjahr den Weg nach Europa finden. Ferner wird die WeMo-Serie demnächst um einen Baby-Monitor ergänzt, dessen Software das schreiende Kind besonders gut detektieren soll. Mit der Baby-App lässt sich sogar aufzeichnen, ob und wie oft das Kind nachts weinend aufwacht.

Der zweite große Pluspunkt ist die IFTTT-Integration. Das Kürzel steht für „if this then that“ und bezeichnet einen Internetdienst, der regelbasierte Aktionen in bestimmten Kanälen auslöst. Mit IFTTT kann man ohne Programmierkenntnisse veranlassen, dass zum Beispiel ein neues Instagram-Foto automatisch in der eigenen Dropbox landet. Dazu autorisiert man IFTTT mit seinen Kontodaten und wählt aus den entsprechenden Kanälen aus. IFTTT hat derzeit fast 60 Kanäle und Zehntausende von „Rezepten“, also kleinen Programmieranweisungen. Der Service ist unentgeltlich nutzbar und empfehlenswert.

Die beiden WeMo-Kanäle erlauben es nun, die Belkin-Produkte zu integrieren. Man kann Sinnvolles damit anstellen („schicke eine E-Mail, wenn der Bewegungsmelder anschlägt“) oder Spaßiges: „Schalte die Festbeleuchtung ein, wenn die Facebook-Aktie über 30 Dollar klettert.“ Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn etwa der Bewegungsmelder jedwede Annäherung an die Süßigkeitenschublade mit einem neuen „Ich habe genascht“-Statuseintrag bei Facebook quittiert. Wir nutzten in der Adventszeit mit Apples Sprachassistentin Siri das Kommando „sende Santa Claus eine Nachricht, dass er den Weihnachtsbaum einschalten soll“. Es funktioniert. Ferner haben wir den Sensor mit der App „Pushover“ für iOS und Android probiert. Auf jede erkannte Bewegung hin wurde eine Push-Nachricht aufs Smartphone gesendet, und auch das lief einwandfrei.

Mit W-Lan: der Steckdosenschalter

Mit W-Lan: der Steckdosenschalter

Als kleiner Wermutstropfen bleibt die Tatsache, dass die Software anfangs zickte. Bis alles lief und wie gewünscht arbeitete, vergingen mehrere Tage. Zunächst funktionierte der Zugriff auf Schalter und Sensoren nicht über die Mobilfunknetze. Auch bei der IFTTT-Anmeldung benötigt man Geduld, denn die Freischaltung erfolgt nicht sofort. Aber insgesamt zeigt Belkins WeMo exemplarisch die Zukunft der Heimvernetzung: Mit der Anbindung von Internet und App-Welt entstehen ganz neue Szenarien und Einsatzgebiete für das App-gesteuerte Zuhause, man spricht vom „Internet der Dinge“.

Test: Garmin-Navigation im Fiat Freemont

Das große Display weckt sofort alle Aufmerksamkeit. So lange sich die hilfreiche Kopilotin im Fiat Freemont zurückhält. Das tut sie nur selten. Und wenn sie loslegt, schüttelt man den Kopf: Autobahnausfahrten bezeichnet sie grundsätzlich als Einfahrten. Geradezu ständig plappert sie in einem nervtötenden Tonfall, und mit der Betonung hat sie ebenfalls Probleme. „Wiesbaden“ spricht sie mit italo-amerikanischem Dialekt. Das passt sogar zum Auto, denn in den Vereinigten Staaten kennt man es als Dodge Journey. Auf der Reise von Bad Homburg ins Ostwestfälische ist die Kopilotin geradezu zickig. Bis weit hinter Grünberg will sie uns immer wieder von der Autobahn A5 in Richtung A45 lotsen. An jeder Ausfahrt. Diese Route wäre jedoch mindestens eine halbe Stunde länger, und es gibt nicht die kleinste Verkehrsstörung voraus, die einen solchen Umweg rechtfertigen würde.

Nein, mit der Navigation von Garmin hat Fiat keinen guten Griff getan, wenngleich einige Extras durchaus überzeugen.

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Test: Nokia Lumia 920, HTC 8X

Jetzt hängt alles am seidenen Faden: Die beiden Smartphone-Hersteller Nokia und HTC sind wirtschaftlich angeschlagen, und die Hoffnung speist sich aus neuen, attraktiven Geräten. Das Stichwort lautet Windows Phone 8, es ist die aktuelle Version des Microsoft-Betriebssystems, das in seiner modernen Ausprägung seit gut zwei Jahren gegen die übermächtige Konkurrenz aus den Häusern Apple und Google kämpft. Ein Erfolg ist Windows Phone nicht, aber es wird immer besser. Mit der neuen Kennziffer 8 gehen etliche Neuerungen einher – jedoch nicht für ältere Modelle, die bereits auf dem Markt sind.

Windows Phone 8 unterstützt höhere Bildschirmauflösungen jenseits der bisherigen 800×480 Pixel, es erlaubt den Einsatz von Micro-SD-Speicherkarten, Mehrkernprozessoren und NFC, es bringt den Internet Explorer in der Version 10 mit und bietet „echtes“ Multitasking. Wer das ältere Windows Phone 7 einsetzt, bekommt bald ein „kleines“ Update auf die Version 7.8, die auch den neuen Startbildschirm mit in der Größe änderbaren Kacheln enthält. Wir haben jetzt zwei der ersten Windows-Phone-8-Geräte ausprobiert, das HTC 8X und das Nokia Lumia 920, die jeweiligen Flaggschiffe für 500 und 600 Euro.

Alles, was zählt: Windows Phone 8 auf dem HTC 8X

Alles, was zählt: Windows Phone 8 auf dem HTC 8X

Wer aus der Android- oder Apple-Welt kommt, muss keine Entzugserscheinungen fürchten. Vieles ist anders, aber keineswegs schlechter, das ist die erste Erfahrung. Microsoft hat die Idee des geräteübergreifenden Ökosystems von Google und Apple kopiert, und was bei Android der Gmail-Account ist, erledigt man hier mit Hotmail oder dem sehr schicken Outlook.com. Statt der Dropbox gibt es das Skydrive von Microsoft, sieben Gigabyte Speicherplatz in der Cloud-Wolke werden unentgeltlich bereitgestellt. Gegen das schnörkellose Design von Windows Phone mit üppigen Weißräumen und dezenten Linien wirkt die Konkurrenz sogar ziemlich alt, und was ein Smartphone von heute können muss, beherrscht Windows Phone allemal.

Geht es um E-Mail und Internet, Facebook und Twitter, kann man getrost zugreifen, die Facebook-Integration ist sogar besser als bei der Konkurrenz. Dass der Durchbruch in den breiten Massenmarkt nur zögerlich anläuft, ist auch nicht der Hardware geschuldet. Nokia und HTC bieten eine weitaus bessere Verarbeitungsqualität und Anmutung als die meisten Androiden. Lumia 920 und 8X haben vieles gemeinsam, vor allem die opulenten Maße. Das Nokia provoziert. Es ist ein Riese unter den Smartphones, mit dem man am Samstagabend sofort jedwede Aufmerksamkeit weckt: Sage und schreibe 185 Gramm wiegt es, in einer breiten Männerhand gehalten, sucht man unversehens nach dem nächsten Nagel, den man mit ihm einschlagen könnte.

Fast ebenso groß, aber deutlich leichter (130 Gramm) präsentiert sich das HTC, beide überragen ein iPhone 5, gehören also zu den derzeit besonders populären Smartphones in Übergröße. Beide Kandidaten bringen ein Unibody-Gehäuse aus einem Guss mit, da hält etwa ein Samsung Galaxy S3 mit seiner hauchdünnen Rückseitenabdeckung nicht mit. Während HTC auf einen matten Kunststoff mit gummierter Oberfläche setzt, besteht das Nokia aus glattem Polycarbonat in kräftigen Farben, Fingerfett ist auf der Rückseite schnell sichtbar. Beide bieten einen nahezu glatten Übergang von der Displayabdeckung zum Gehäuse und sehr fein gefräste Öffnungen für den Lautsprecher.

Nur die unabdingbaren Anschlüsse durchbrechen die klaren Linien: Micro-USB zum Laden und zur PC-Anbindung unten, Headsetausgang oben und ein Einschub für die Micro-Sim-Karte. Ein Kartenschacht für Speicherkarten und ein wechselbarer Akku fehlen also. Das Nokia bringt 32 Gigabyte internen Speicher mit, das HTC muss mit der Hälfe auskommen.

Die jungen Modelle bieten eine Bildschirmauflösung von 1280×720 Pixel (8X) und 1280 x 768 Pixel (Lumia 920), sind also damit in der Oberklasse angesiedelt. Nokia und HTC verwenden LC-Displays, die bei hellem Sonnenschein besser ablesbar sind als eine Amoled-Anzeige.

Das Nokia Lumia 920 mit exzellentem Gehäuse und erstklassiger Kamera (Fotos Hersteller)

Das Nokia Lumia 920 mit exzellentem Gehäuse und erstklassiger Kamera (Fotos Hersteller)

Auch hier gibt es nichts zu meckern, und beide Kandidaten sind dank Zweikernprozessor Snapdragon S4 mit 1,5 Gigahertz superschnell. Das HTC mit seinem schlankeren Gehäuse wird bei aufwendigen Spielen warm, beim Nokia funktioniert die Wärmeableitung besser. Wer die technischen Daten im Detail betrachtet, findet beim Nokia das ältere Bluetooth-Protokoll 3, während HTC schon bei der aktuellen Variante 4 angekommen ist. Das Lumia 920 wiederum trumpft mit dem Datenturbo LTE auf, der im Unterschied zum iPhone 5 auf sage und schreibe neun Frequenzbändern arbeitet. Man beachte, dass im Telekom-Netz ein anderer APN einzustellen ist, nämlich „internet.telekom“.

Das 8X ist dank DC-HSDPA bei der Datenübertragung alles andere als langsam, bis zu 43 MBit/s verspricht der Hersteller. Dass sich der Akku des Nokia wiederum kabellos durch Auflegen auf eine Induktionsladestation befüllen lässt, ist nur ein Gimmick, zumal der Ladevorgang auf diese Weise deutlich länger dauert. Bis hier herrscht also nahezu Gleichstand ungeachtet der Unterschiede der Bauform. Aber zurück zur Software: Nokia hat mehrere Pfeile im Köcher: Die Straßennavigation Drive+, die mit lokal gespeicherten Karten arbeitet und eine flexibel einstellbare Tempolimit-Warnung mitbringt, ist eine Wucht.

Mit klaren Ansagen und übersichtlicher Darstellung auf dem Bildschirm wird man präzise geführt, und es lassen sich unentgeltlich die Landkarten vieler Länder dieser Welt aufs Gerät laden. So gelingt im Unterschied zur Apple- und Android-Gratisnavigation eine Routenführung ohne Datengebühren – und im Ausland ohne Roamingkosten. Der zweite Knüller ist die 8,7-Megapixel-Kamera mit der hauseigenen Pureview-Technik. Sie hat einen echten mechanischen Bildstabilisator, der bei schlechten Lichtverhältnissen längere Öffnungszeiten der Blende erlaubt, und die Aufnahmen im Dunklen sind erstklassig.

Da kann kein anderes Smartphone mithalten. Schließlich eine Reihe weiterer Nokia-Apps, etwa die Anzeige von Sonderzielen in der Umgebung mit dem „City Compass“ und „virtual reality“ sowie Nokia-Musik, mitsamt des „Mix Radio“, das es erlaubt, aktuelle Titel als „Mixe“ unentgeltlich aufs Gerät zu streamen. Das HTC 8X tritt bescheidener auf, es beschränkt sich auf die Standardausstattung von Windows Phone 8, bietet aber immerhin aufs Gerät ladbare Karten zur Orientierung in fremder Umgebung, eine ebenfalls sehr ordentlich arbeitende Kamera sowie eine HTC-App zur Fotoverbesserung und -verfremdung.

Lumia 920 mit Straßennavigation

Lumia 920 mit Straßennavigation

Die Vorteile des HTC sind seine kompaktere, unauffälligere Bauform und die gute Akustik der HiFi-Abteilung. Wenn man die Verbesserungen von Windows Phone 8 genauer in den Blick nimmt, fallen kleinere Unstimmigkeiten auf. Multitasking gibt es nur für neue Apps, die eigens für das aktuelle Betriebssystem entwickelt sein müssen. Auch fehlt ein plattformübergreifendes Notification-Center, das alle Neuheiten auf einen Blick anzeigen müsste. Es wird nachgeliefert.

Wer ein eingefleischter Apple- oder Android-Fan ist, wird weitergehende Optionen zum Verknüpfen und Teilen von Inhalten vermissen, und nicht zuletzt sucht man viele hochwertige Apps im „Store“ vergeblich. Das alles sind Kleinigkeiten. Mit dem neuen Windows Phone 8 lässt es sich hervorragend leben, wenn man ganz unvoreingenommen ein gutes Smartphone sucht. Beide Geräte verdienen eine klare Kaufempfehlung.

Test: Drive Kit Plus in der A-Klasse von Mercedes-Benz

Jetzt wird es richtig kompliziert. Wer zielgruppenspezifisch zur jungen Internetgeneration gehört und mit der neuen A-Klasse von Mercedes-Benz liebäugelt, hat die Qual der Wahl, wenn es um Kommunikation und Netze geht. Noch nie war die A-Klasse so jung, und erstmals hat Mercedes-Benz eine iPhone-Integration im Angebot. Aber die Wege zum vollkommenen Glück der fahrenden Konnektivität sind verschlungen. Um ein wenig Ordnung ins Wirrwarr der Optionen und Möglichkeiten zu bringen: Das bekannte Comand Online steht mit 3150 Euro in der Preisliste und bietet den bewährten Komfort der Oberklasse auf einem üppigen 18-Zentimeter-Bildschirm mitsamt Navigation, HiFi, Telefonie und Musikspeicher auf Festplatte. Aber die Online-Funktionalität erschließt sich nur mit einem Smartphone, das via Bluetooth und dem Dun-Protokoll angebunden wird.

Navi auf Umwegen: Kommt vom iPhone, landet auf dem Audio-20-Schirm (Fotos Hersteller, Spehr)

Navi auf Umwegen: Kommt vom iPhone, landet auf dem Audio-20-Schirm (Fotos Hersteller, Spehr)

 

Neu ist das Drive Kit Plus für 690 Euro, das aber wiederum nur mit dem iPhone 4 und 4S zusammenarbeitet und Audio 20 (420 Euro) mit seinem 15-Zentimeter-Monitor benötigt. Audio 20 besteht aus Radio, CD-Spieler und Bluetooth-Telefonie, bringt also keine Navigation mit. Das Drive Kit Plus ergänzt mit Routenführung, Musikwiedergabe vom iPhone und den neuen Social-Media-Kanälen, namentlich Twitter, Facebook, Social Playlist sowie Glympse. Erforderlich ist die „Digital Drive Style App“, die es gratis in Apples App Store gibt und die auf dem kabelangebundenen iPhone läuft. Der Bordmonitor übernimmt die Anzeige, es gibt also keine Fummelei am Smartphone. Denn das Zwischenglied ist die neuerdings vieldiskutierte Videoausgabe der Apple-Smartphones. Sie funktioniert leider mit dem aktuellen iPhone 5 und seinem neuen Lightning-Port nicht, Mercedes-Benz hofft auf eine Lösung bis Mitte kommenden Jahres. Bis dahin ist Drive Kit Plus nur mit den beiden älteren Modellen nutzbar.

Spielt die Hauptrolle: Die iPhone-App

Spielt die Hauptrolle: Die iPhone-App

Wir haben Drive Kit Plus mit dem Comand-System ausprobiert, und die erste Erfahrung ist, dass man gleichzeitig in zwei verschiedenen Welten jongliert. In der Comand-Ebene bleibt alles, wie es ist. Schaltet man auf den Aux-Eingang der Anlage und startet manuell die Mercedes-App auf dem iPhone, erwacht die junge Welt zum Leben. Wie bei Comand kommt der Controller mit seinen umgebenden Tasten als zentrales Bedienelement zum Einsatz – und man stellt schnell fest, dass man doch immer wieder zu Comand zurück muss, etwa für die Telefonie, die im Drive Kit Plus nicht implementiert ist. Kurzum: Der Anfang ist kompliziert. Hat man das Prinzip verstanden und sich (einmalig) auf dem iPhone bei Facebook und Twitter angemeldet, kann man im Drive-Kit-Plus-Modus mit dem Controller butterweich zwischen den einzelnen Abteilungen wechseln, die auf einem horizontalen Laufband angeordnet sind. Dazu gehören derzeit Facebook, Twitter, das Teilen von eigenen Nachrichten, die Navigation, Web-Radio und der Internetdienst Glympse, der anderen temporär Zugang zu den eigenen Standortdaten gibt. Wer den Fokus auf Facebook und Twitter legt, findet sich schnell zurecht. Über die Mobilfunkabteilung des iPhone werden die vorigen Statuseinträge auf dem Bildschirm angezeigt, und zwar mit dem hinterlegten Porträtfoto des Autors, die Inhalte liest eine synthetische Stimme vor. WWW-Links lässt die Sprachausgabe außen vor, so hört sich das Ganze durchaus respektabel an. Eigene Nachrichten kann man allein in der Form von Textbausteinen absetzen, hier lassen sich allerdings persönliche Inhalte wie das Navigationsziel oder die gerade gehörte Musik automatisch einfügen.

Zugegeben: Bei Twitter mit kurzen Texten plus Link hält sich der Nutzwert in Grenzen. Aber längere Facebook-Artikel lassen sich mit Gewinn hören. Mit einem weiteren Controller-Klick wird der gesamte Eintrag auf dem Monitor angezeigt, hier ist die Ablenkung für den Fahrer deutlich höher. In Grenzen lässt sich mit den Einträgen jonglieren, man kann in Facebook den „Gefällt mir“-Button auslösen, in Twitter „retweeten“, Facebook-Kommentare lesen oder, sehr sinnvoll, bei einem „Check in“ die Adresse der Lokation gleich in die Routenführung übernehmen. Ähnliches gilt auch für die Veranstaltungs-Einladungen von Facebook, die sich nahtlos in die Routenführung übernehmen lassen.

Diese wiederum ist der größte Pluspunkt im Zusammenspiel mit Audio 20, das sonst ohne Routenführung auskommen muss. Der Kopilot arbeitet ordentlich, und als Extra gibt es sogar eine Online-Google-Suche nach Sonderzielen. Leider muss man auf eine Spracheingabe des Navigationsziels verzichten, aber schon kündigt Mercedes-Benz eine Siri-Erweiterung für die nächsten Wochen an. Die Karten liegen übrigens auf dem iPhone, und die Software kommt von Garmin.

Facebook, Twitter und Glympse auf dem Monitor

Facebook, Twitter und Glympse auf dem Monitor

Innovativ tritt ferner die „Social Playlist“ auf. In dieser Wiedergabeliste wird plattformübergreifend jeder Audio- und Videolink gesammelt, den die Freunde veröffentlicht haben – und man kann die Musiktitel der Netzbekannten während der Fahrt im Streaming-Verfahren hören. Videos lassen sich nur im stehenden Fahrzeug sehen, hier gibt es auch häufig Kompatibilitätsprobleme. Internetradio-Sender sind bereits programmiert, sie gelangen via Mobilfunk ins Auto. Man achte auf das Datenvolumen und die Gebühren. Ein Probeabonnement des Musikanbieters Aupeo gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Bessere Dienste wie Spotify sind nur über Bluetooth-Audio und die entsprechende iPhone-App nutzbar.

Glympse weiß, wann du ankommst

Glympse weiß, wann du ankommst

Drive Kit Plus ist zunächst ein erfolgversprechender Anfang. Besonders sinnvoll ist das Vorlesenlassen von Facebook-Einträgen und das Abrufen von Veranstaltungs- und anderen Ortsinformationen. Die Fahrerablenkung bleibt in diesen Funktionsbereichen minimal, und da das iPhone fest in der Mittelarmlehne verstaut ist, kommt der Social-Media-Junkie gar nicht auf den Gedanken, es während der Fahrt in die Hand zu nehmen. Bei Twitter bleiben viele Wünsche offen. An erster Stelle der Zugriff auf Twitter-Listen, um beispielsweise gezielt Eilmeldungen abrufen zu können. In Verbindung mit Siri lassen sich viele neue Szenarien entwerfen, und unverständlich ist, warum eine E-Mail-Integration gänzlich fehlt. Im Zusammenspiel mit dem Comand-System ist vor allem bei intensiver Nutzung des Telefons der Umschaltvorgang zwischen beiden Welten ärgerlich. So gesehen lohnt sich Drive Kit Plus vor allem und an erster Stelle in Kombination mit Audio 20. Hier bekommt man dann eine ordentliche Navigation auf den Bordmonitor – und freut sich über Facebook und Twitter als Extras.

Test: Audi A3 Modelljahr 2012 und das neue MMI

Jetzt sickert der Fortschritt nicht von oben nach unten, sondern geht die umgekehrte Richtung: Audi präsentierte zur CES sein gründlich überarbeitetes MMI-Kommunikationssystem, und es kommt zuerst nicht etwa im Audi A8, sondern im neuen A3. „MMI Navigation plus mit MMI Touch“ heißt das Spitzenprodukt aus dem „modularen Infotainmentbaukasten“, und damit ist gleich das erste Stichwort genannt: Angesichts des rasanten Innovationstempos in der Unterhaltungselektronik besteht der Zentralrechner im Handschuhfach aus zwei Einheiten: Neben dem Radiomodul mit Basisfunktionen ist ein austauschbares MMX-Board als Multimedia-Extension verbaut, das sich flink aktualisieren lässt.

Neues MMI: Audi A3 Modelljahr 2012 (Fotos Hersteller)

Als Recheneinheit kommt ein Dualcore ARM-Prozessor aus der Tegra-2-Serie von Nvidia zum Einsatz, der mit 1,2 Gigahertz getaktet ist und von einer zusätzlichen Grafikkarte unterstützt wird. Mit dieser geballten Rechenleistung ist es möglich, dreidimensionale Animationen in Echtzeit anzuzeigen. Es werden also keine fertigen Grafiken geladen, sondern Animationen aus dem hinterlegten Datenmaterial live berechnet.

Ran an die Antenne: Handy-Kopplung

Die ganze Pracht zeigt sich auf dem ebenfalls neuen TFT-Monitor, der auf einer Diagonale von 17,8 Zentimeter mit 800 × 480 Pixel auflöst. Das Display fährt motorbetrieben aus der Instrumententafel heraus – und versteckt sich dezent im geparkten Fahrzeug. Die sehr dünne Anzeige sieht nicht nur edel aus, sondern hat auch eine brillante Darstellung mit knackigen Farben, sie ist selbst bei hellem Sonnenschein gut ablesbar.

Neu ist ferner die Bedieneinheit, die Audi MMI Terminal nennt. Hier verschmelzen nun der gewohnte Controller und das aus der Oberklasse bereits bekannte Touchpad inklusive Handschrifterkennung zu einer Einheit. Die Oberseite des Drehstellers ist zugleich die berührungsempfindliche Fläche, auf welcher der Finger Buchstaben oder Zahlen malt.

Das System hatten wir schon im A8 gelobt, es erlaubt nämlich Texteingaben, ohne dass der Fahrer den Blick von der Fahrbahn abwenden muss, jedes erkannte Zeichen wird leise vorgelesen. Wer die ebenfalls vorhandene Sprachbedienung nicht mag, bekommt hier eine sinnvolle Alternative.

Man darf sich über Finesse freuen

Das MMI Terminal hat nun statt der gewohnten Menütasten zwei Kipphebel über dem Drehsteller, die einen schnellen Zugriff auf die Bereiche Telefon, Navigation, Medien und Radio erlauben. Sie lassen sich ohne ablenkenden Blick gut ertasten. Nur die vier Softkeys und die zwei Menütasten unter dem Controller verlangen dann doch wieder den Blick nach unten, hier ist die Fahrerablenkung höher.

Blick nach unten: Controller mit Handschrifterkennung

Geht man etwas tiefer in die Menüs, darf man sich über die feinere Zeichnung der einzelnen Einträge und manche Finesse freuen. Wer das ältere MMI kennt, kommt auch mit dem neuen sofort zurecht. Die schönen Details sind überwiegend optischer Natur. Dazu gehört etwa die Vorschaufunktion, sie blendet im Hauptmenü die Bildschirme der Untermenüs in stark verkleinerter Darstellung ein. Musik lässt sich nun im üppigen 64 Gigabyte großen internen Speicher ablegen, und wenn die Alben in der Gracenote-Datenbank gespeichert sind, sieht man Coverbilder sogar dann, wenn der MP3-Zuspieler drahtlos mit dem Musikprotokoll A2DP angebunden ist.

Die Navigationsabteilung greift jetzt problemlos auf das Kontaktverzeichnis eines angedockten Smartphones zu und übernimmt ohne manuelle Nachbesserung Ort, Straße und Hausnummer als Navigationsziel. Und schließlich die Einstellung der Fahrzeugparameter: Dank der neuen 3D-Grafik sieht man hier sofort mit toller Visualisierung, was welcher Schalter bewirkt. Das alles sind nette Argumente für den Verkaufsraum. In der Gesamtschau spielt „MMI Navigation plus mit MMI Touch“ auf allerhöchstem Niveau, die Weiterentwicklung mitsamt Handschrifterkennung ist ein Schritt nach vorn.

Aber Audi bleibt dabei nicht stehen, auch die Internetdienste ziehen demnächst unter dem Oberbegriff „Audi Connect“ in die Kompaktklasse ein. In unserem Testwagen waren sie noch nicht implementiert, angekündigt sind indes: der W-Lan-Hotspot, den es bereits in der Audi-Mittel- und Oberklasse gibt, Routenplanung am PC mitsamt Übertragung der Daten ins Fahrzeug, Navigationskarten mit Google-Earth-Anzeige sowie die Premium-Verkehrsinformationen.

Neu sind ferner eine Spracherkennung bei der Sonderzielsuche sowie die iPhone-App „Music Stream“, die bis zu 3000 Internet-Radiosender ins Fahrzeug holt. Auch kann man demnächst mit weiteren Apps auf RSS-Nachrichten zugreifen und sich diese während der Fahrt von einer synthetischen Stimme vorlesen lassen. Facebook und Twitter sind ebenfalls angekündigt.

Das alles werden wir demnächst ausprobieren, aber ein Highlight des neuen A3 haben wir schon jetzt schätzen gelernt: Die „Phone Box“ ist eine geräumige Ablageschale für das Mobiltelefon in der Mittelarmlehne. Ein Handy lässt sich hier ablegen oder mit den entsprechenden Adapterkabeln ans MMI andocken. Der Pfiff ist die Planar-Antenne im Boden der Schale. Liegt das Mobilgerät darauf auf, werden die Funksignale per Nahfeld-Kopplung und einem Verstärker als Mittelglied an die Fahrzeugantenne weitergeleitet. Es geht also um bessere Sende- und Empfangseigenschaften und nicht um das (angekündigte) kontaktlose Laden des Akkus. Wir waren anfangs sehr skeptisch, aber schon bei den ersten Fahrten zeigte sich: Das ist ein Knüller.

Die Phone Box ist ein Muss

Auf unserer Probestrecke durch den Taunus wurde an drei von fünf Stellen mit kritischer Funkversorgung das laufende Telefonat gehalten. Mit dem auf dem Beifahrersitz liegenden Handy brachen die Gespräche ab. Aber nicht jede Schwachstelle der Netze ist damit vom Tisch – Weiterlesen auf FAZnet

 

Die neuen Kindle-Modellreihen im Überblick

Amazon hat am Donnerstagabend seine neue Kindle-Modellreihe vorgestellt, die zugleich eine Offensive bei den Tablet PCs ist. Die beiden größeren Modellen mit 22-Zentimeter-Display kann man als Angriff aufs iPad und die Androiden sehen, sie laufen mit einer angepassten Variante des Android-Betriebssystems und stellen zusätzlich die Amazon-Inhalte dar. Apps werden nicht über den Google-Play-Store installiert, sondern über den App Shop von Amazon, der jedoch nicht alle Android-Apps enthält.

Die kleineren Geräte mit 17-Zentimeter-Anzeige kommen jetzt auch nach Deutschland, nachdem der erste kleine Kindle Fire in Amerika seit November sehr erfolgreich war. Der ältere Kindle Fire hat in den Vereinigten Staaten nach Angaben von Amazon einen Marktanteil von 22 Prozent bei allen Tablet PC, Verkaufszahlen wurden jedoch nie genannt. Nach Angaben von Comscore hatte der Kindle Fire in den USA im Februar einen Marktanteil von 54,4 Prozent aller Android-Tablets. Die Geräte sind etwas günstiger als das iPad, “We want to make money when people use our devices, not when they buy our devices,” sagte Jeff Bezos auf der Veranstaltung. Anders ausgedrückt: Die Hardware wird irrelevant, die Dienste und Angebote sind entscheidend.

Die beiden größeren Modelle kommen zunächst nicht nach Deutschland, wohl aber die kleineren. Hier ist der neue Kindle Fire HD mit der verbesserten Anzeige das interessanteste Gerät.

Spannend ist auch der neue Kindle Paperwhite, dessen Anzeige nahezu Unglaubliches verspricht: Trotz Beleuchtung soll der Akku acht Wochen durchhalten. Heise.de erklärt: “Das Licht von am Displayrand eingebauten LEDs leuchtet eine auf dem Display liegende Diffusionsfolie an, die es auf das E-Ink-Panel gleichmäßig austrahlt. Damit kann man anders als bei den meisten E-Ink-Readern auch im Dunkeln lesen, die Helligkeit soll man sehr fein einstellen können.” Ein erstes Hands-On bei Wired.

8,9″ Kindle Fire HD mit 4G LTE

8,9″-Display (22,6 cm) mit 1920 x 1200 Pixel, 254 ppi, 1,5 GHz Dual-Core-CPU von TI, 2 WiFi-Antennen, HDMI-Ausgang, Android-Betriebssystem.

32 GB = $500, 64 GB =$600, ab 20. Nov., US only.

Die Mobilfunknutzung kostet $50 im Jahr bei 250 MB / Monat.

 

8,9″ Kindle Fire HD

Wie oben, nur ohne Mobilfunk.

16 GB = $300, 32 GB = $370, ab 20. Nov., US only

 

Zwei Kindles für Deutschland (Foto Amazon)

7″ Kindle Fire HD

7″-Display (17,7 cm) mit 1280 x 800 Pixel, 2 WiFi-Antennen, leichter, dünner und ein besserer Bildschirm als der 7″ Kindle Fire, Akkulaufzeit länger als 11 Stunden, Frontkamera, Skype-fähig, Micro-HDMI-Ausgang, Android-Betriebssystem.

16 GB = $200, 32 GB = $250, ab 14. Sept. in US, ab 25. Okt. auch in Deutschland.

 

7″ Kindle Fire

Die erste Modellreihe, im Preis gesenkt, schnellerer Prozessor (1,2 GHz), längere Akkulaufzeit (9 Stunden), Displayauflösung 1024 x 600 Pixel, Android-Betriebssystem.

8 GB = $160, ab 14. Sept., ab 25. Okt. auch in Deutschland.

 

Kindle Paperwhite 3G

Mit Werbung: $180, ohne Werbung: $200, ohne Mobilfunk $120, ab 1. Okt., US only

Neuer hochauflösender E-Ink-Bildschirm mit Beleuchtung, Akku hält selbst mit eingeschalteter Beleuchtung 8 Wochen. Nachfolger des Kindle Touch. Im Vergleich mit dem Touch wurde die Auflösung von 800 x 600 Pixel auf 1024 x 768 Pixel (212 ppi) erhöht.

 

Der “neue Kindle”

Das Standard-Lesegerät mit schnellerem Umblättern und besseren Schriften jetzt für $ 69 und 79 Euro. Ab 12. September erhältlich.

Deutsche Pressemeldung zum 7″ Kindle Fire HD und 7″ Kindle Fire mit weiteren Details.

 

 

Welche Apps derzeit auf meinem Android-Smartphone laufen

Eine kleine Liste der Apps, die ich wirklich brauche und auf jedem neuen Gerät wieder installiere. Alle Apps habe ich im Dauereinsatz und kann sie nur empfehlen.

Die bunte der Welt der Android-Apps (Foto Spehr)

Selbstredend: Facebook, Chrome, Instagram, Twitter, Skype, Hootsuite, Dropbox, Spotify, Kindle, Google Reader, Evernote.

Flex T9 Speak Trace Write Tap, die Spracherkennung von Nuance. Einfach unentbehrlich und in der Erkennungsleistung besser als die Google-Spracherkennung.

aCalendar für eine schöne Wochenansicht und zum Arbeiten mit den Kalendereinträgen.

Business Calendar Free. Nutze ich nur als Widget für eine permanente Anzeige der nächsten Termine auf dem Startbildschirm. Zusammen mit aCalendar wird der an sich sehr schwache Kalender von Android zu einem sehr leistungsfähigen.

Öffi Public Transport Buddy, einfach nur genial. Auch wenn ich selten die Öffis nutze.

Hotmail, die App von Microsoft.

Send to Instapaper, für den Instapaper-Vielnutzer ein abslutes Muss.

Klicktel, elektronisches Telefonbuch. Weil die App schon während des Anrufs ermittelt, wer da anruft und ggf. öffentlich vorhandene Kontaktdaten anzeigt. Genial!

IntelliRing für laute Klingeltöne, wenn das Smartphone in der Jacke steckt. Und für den Meeting-Modus: Liegt das Gerät auf der Vorderseite, gibt’s nur einmal einen dezenten Klingelton.

Call Filter zum Blockieren von einzelnen Anrufern und v.a. “anonymen” Anrufern.

Call Log Export zum Export der Anrufliste in eine *.csv-Datei.

Glympse, um allen, die auf mich warten, mitzuteilen, wann ich da bin. Genial!

Astro File Manager, selbsterklärend. Das Original.

Circle Battery Widget, der Akkustand auf einen Blick.

Google Voice, für meine amerikanische Google-Voice-Rufnummer.

 

 

Test: Blackberry Bold 9790

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion steckt tief in der Krise. Im ersten Quartal ist ein Verlust von mehr als 500 Millionen Euro entstanden, und nun will Rim fast ein Drittel aller Stellen abbauen. Das für dieses Jahr angekündigte neue Blackberry-Betriebssystem 10 kommt erst 2013, die kritischen Stimmen häufen sich: Man habe endgültig den Anschluss an Apple und Samsung verpasst, Rim sei ein zweites Nokia. In seinen besten Zeiten war Rim ein Pionier. Die Kanadier hatten als Erste die E-Mail nicht aufs Smartphone, sondern auf Pager gebracht. Das war am Ende der 90er Jahre, und diese Geräte waren revolutionär. Der zweite Schritt war die Verknüpfung mit dem Mobiltelefon, und Rim entwickelte weitere Alleinstellungsmerkmale: Push-Dienste zur selbsttätigen Übertragung der E-Mail auf den Blackberry sowie die abhörsichere und komprimierte Datenübertragung für Geschäftskunden. Während die privaten Kunden mit Organizern (etwa von Palm) bedient wurden, baute Rim seine Stellung im Business-Bereich sukzessive aus. Als Führungskraft hatte man einen Blackberry, das war ein Statussymbol – und für die betreuenden IT-Abteilungen eine sichere Sache.

Arbeitsmaschine für die E-Mail: Blackberry Bold 9790 (Foto Hersteller)

Rim hatte Marktanteile von bis zu 20 Prozent, derzeit sind es etwas mehr als fünf Prozent. Viele Manager wollen lieber ein iPhone als den veraltet wirkenden Blackberry. Das iPhone kann mehr, sieht schicker aus – und ist bei allen multimedialen Anwendungen deutlich leistungsfähiger. Wir haben einige Wochen den Blackberry Bold 9790 mit dem aktuellen Betriebssystem 7 ausprobiert und meinen, dass es keinen Anlass gibt, den Stab über Blackberry zu brechen. Zu den schwärzesten Zeiten von Nokia waren deren Symbian-Smartphones nahezu unbedienbar. Man hat sich jeden Tag und immer wieder über Unstimmigkeiten und Fehler geärgert. Vieles war kilometerweit vom Stand der aktuellen Technik entfernt. Von solcher Kritik kann bei den Rim-Geräten keine Rede sein. Das Betriebssystem hat eine klare, gefällige Logik, die Bedienung wirft keine unlösbaren Fragen auf, die Ausstattung gefällt, und das Display ist knackscharf.

Passt in die Hosentasche

In dieser Hinsicht ist der kleine Blackberry ziemlich groß, obwohl er mit Maßen von 11 × 6 × 1,2 Zentimeter und seinen gerade mal 107 Gramm prima in die Hosentasche passt. Das Gehäuse wirkt robust, allein der Akkudeckel hatte bei uns ein bisschen Spiel. Rim hat sich bei diesem Modell für die klassische Bauform mit Mini-Tastatur entschieden. Die Tastenoberfläche ist so geformt, dass sie beiden Daumen ideale Angriffspunkte bietet, nur haben Punkt und Komma wie gehabt keine eigene Taste, sondern müssen in Kombination mit „Alt“ gedrückt werden. Wer viel unterwegs schreibt, ist mit dem Keyboard bestens bedient, zumal auch die Blackberry-Eingabehilfe mit Textbausteinen und Kürzeln zur Verfügung steht – und manchen Tippfehler von allein ausbessert. Über den Tasten befindet sich das berührungsempfindliche Touchpad, mit dem man flink durch die Menüs gleitet oder den Cursor bewegt. Noch schneller geht es, wenn man die betreffenden Icons auf dem Touchscreen antippt. Auf vielen unterschiedlichen Wegen kommt man also schnell zum Ziel. Gewöhnungsbedürftig hingegen: Im Unterschied zu iPhone und Android lässt sich der Startbildschirm nur auf Umwegen individuell konfigurieren. Das Hauptmenü zeigt stets alle Apps an, einzelne lassen sich jedoch in ein Favoriten-Menü einsortieren.

Die beiden Netzwerke Facebook und Twitter sowie die Chat-Systeme von Google Talk und Windows Live sind als „Social Feeds“ unter einem Dach zusammengefasst. Meldungen von Twitter und Facebook sowie andere Hinweise erscheinen auch in der oberen Menüleiste, aber im Vergleich mit iPhone und Android fehlt dem Nachrichtensystem der letzte Feinschliff. Auch die 5-Megapixel-Kamera überzeugt nicht. Der ärgerlichste Schwachpunkt ist indes

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Test: ConnectedDrive im neuen 3er-BMW

Den Gedanken, dass man im neuen 3er-BMW einfach losfährt und sich dann unterwegs mit der Kommunikationstechnik vertraut macht, den schiebe man getrost beiseite. Das volumenstärkste Modell der Bayern bringt gegen Aufpreis nahezu alles mit, was BMW derzeit im Angebot hat: Head-up-Display, Office-Funktionen, Connected Drive, Echtzeit-Staudaten, Verkehrsschilderkennung und jede Menge Apps. Man könnte ein Buch dazu schreiben, denn rund um das Navigationssystem „Professional“ ist quasi ein vollwertiges Computersystem entstanden, das mit einer Fülle von Möglichkeiten und Optionen auftrumpfen will. Es gibt Online- und Offline-Dienste, Anwendungen für die fest verbaute Sim-Karte des Fahrzeugs und weitere, die sich erst nach dem Andocken eines iPhone erschließen.

Das neue Head-up-Display mit liebevoll gezeichneten Details (Fotos Hersteller)

Also eine bunte Mischung aus viel Sinnvollem und manchem Überflüssigen, bisweilen einfach zu bedienen, aber gelegentlich tückisch wie das Programmieren eines Videorekorders vor zehn Jahren. Wir haben uns doch oft geärgert. Etwa, dass nach dem Aufruf von BMW-Apps am Smartphone die Musikübertragung mit Bluetooth neu einzurichten ist. Oder dass man vom Web-Radio ausgehend nicht ins zuletzt angezeigte Menü zurückgehen kann. Ferner über sage und schreibe drei Office-Module an verschiedenen Stellen, die ganz Unterschiedliches bedeuten.

In den Details ist die Hardware im neuen 3er-BMW den Anlagen der großen Brüder wie aus dem Gesicht geschnitten: Den Bordmonitor im Breitbild-Format mit 22 Zentimeter in der Diagonale, den Controller vor der Mittelarmlehne sowie die acht Schnellzugriffstasten kennt man schon aus 5er und 7er. Letztere sind die Rettungsanker für unbedarfte Fahrer. Denn sie lassen sich individuell mit Funktionen belegen und zeigen ihren Status, wenn man leicht mit dem Finger über die Tastenfläche fährt: Taste 1 leitet dann beispielsweise immer nach Hause. Dass die Materialanmutung der Bedienelemente nicht an den 5er oder 7er heranreicht, sei am Rande bemerkt.

Das “Professional”-System mit seinen Hauptmenüs

Das optional erhältliche Head-up-Display ist ein großer Pluspunkt, wenn es um das schnelle Erfassen von Informationen bei minimaler Fahrerablenkung geht. Über der Motorhaube scheinen die Inhalte zu schweben, und die Detailtiefe der Darstellung ist im Vergleich mit der Konkurrenz überragend. Man sieht nicht nur die aktuelle Geschwindigkeit, sondern auch sehr differenzierte Hinweise bei der Routenführung in einer Schemazeichnung. Ferner ist das von Kameras erfasste aktuelle Tempolimit der Verkehrsschilderkennung eingeblendet, und hier arbeitet die Technik deutlich besser als bei anderen Herstellern. Zudem werden Informationen aus der Telefonabteilung in die virtuelle Anzeige eingespielt, etwa der Name des Anrufers bei eingehenden Telefonaten. Auf dem Bordmonitor spielt sich das Geschehen nach den üblichen BMW-Konventionen ab. Bei hellem Sonnenschein spiegelt die stets präsente Anzeige ein bisschen, sie dient auch als Rückfahrmonitor und zeigt die Bilder einer gegebenenfalls vorhandenen Seitenkamera. Die Darstellung lässt sich teilen, ausgehend vom Hauptmenü blättert man die einzelnen Funktionsbereiche auf. Eine vollständige Schilderung aller Funktionen würde den Rahmen sprengen. Wir konzentrieren uns deshalb auf einige Finessen. Zunächst Connected Drive, die Zentrale der Vernetzung. Neben einer Reihe von BMW-Diensten wie Hotline und Notruf-Funktion gibt es zum Nutzen mit der Sim-Karte des Fahrzeugs einen browserbasierten Web-Zugang, der lediglich im stehenden Fahrzeug funktioniert und nicht nur unter der kümmerlichen Darstellung, sondern auch an der fehlenden Eingabehilfe für Web-Adressen leidet. Eine Handschrifterkennung, wie sie Audi für sein MMI-System anbietet, hat BMW zunächst nur für die asiatischen Märkte vorgesehen. Man malt dann die einzelnen Buchstaben auf die Controller-Oberfläche.

Unterwegs sehen, was die anderen im Netz machen: Facebook im 3er-BMW

Während der Fahrt nutzbar, aber stets mit einem Sicherheitshinweis zu bestätigen, ist BMW Online. Hier finden sich Nachrichten, der obligatorische Wetterbericht, eine Google-Sonderzielsuche sowie mehrere Dutzend Apps, die unabhängig vom eigenen Smartphone laufen. Die Anwendungen kann man auf einen personalisierten virtuellen Bildschirm legen. Für einzelne E-Mail-Systeme (etwa AOL oder Googlemail) gibt es die passende App, so dass man ohne weitere Konfiguration nach Eingabe von Benutzername und Kennwort auf seine Nachrichten zugreifen kann, wahlweise lassen sich die Parameter jedoch auch am PC über die Connected-Drive-Seite von BMW erfassen. Neue Post wird (auch während der Fahrt) auf dem Monitor angezeigt, den Text kann man sich mit einer synthetischen Stimme vorlesen lassen, was allerdings bei Links oder aufwendig formatierten Nachrichten oder mit dem Erreichen der Signatur zur Qual wird. Eigene E-Mails lassen sich mit Hilfe von Textbausteinen versenden. Ein BMW-Sammelkonto ist also nicht mehr erforderlich, sämtliche E-Post bleibt in ihren Konten.

Bei der Smartphone-Anbindung bevorzugen die Bayern das iPhone, die BMW-App kann ihre Inhalte auf den Bordmonitor übertragen. Dazu muss das iPhone stets mit Kabel oder Ladeschale angedockt sein, und die App muss im Vordergrund laufen. Hier gibt es dann auch Facebook und Twitter, wir hatten bereits berichtet. Neu ist der Zugriff auf den Kalender des iPhone, aber am besten gefällt uns „Wiki Local“, ein Vorlesedienst, der Sehenswürdigkeiten in der Fahrzeugumgebung automatisch erfasst, die zugehörigen Wikipedia-Einträge anzeigt und vorliest. Diesen Reiseführer haben wir sehr gern genutzt. Wer ein Android-Smartphone im neuen 3er verwenden will, muss sich ein wenig gedulden. Eine erste Android-Anwendung „My BMW Remote“ ist jetzt im „Play Store“ erhältlich, aber sie kann nicht viel.

Die große Kommunikationszentrale im jungen BMW

Für Technikbegeisterte ist der 3er ein Eldorado, keine Frage, und im Touring kommt demnächst die Freitext-Spracherkennung von Nuance dazu …

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