Zwei Ausfälle: Apple Watch 2 und Garmin Fenix 5X scheitern am Staufenlauf Kelkheim

Heute habe ich den Staufenlauf 2017 in Kelkheim absolviert, 11 Kilometer, überwiegend durch den Wald. Dabei wurde am linken Arm die Apple Watch 2 getragen, am rechten die neue Garmin Fenix 5X. Beide Uhren hatten vor Ort eine Stunde Zeit für den GPS-Fix, die Aktivitätsprotokollierung beider startete ich ungefähr 1-2 Minuten vor dem Start des Laufs, der nicht ganz pünktlich kurz nach 14 Uhr begann. Beide Uhren protokollierten fast 250 Höhenmeter auf den 11 Kilometer, während der Veranstalter 170 Höhenmeter angab.

Wie zu erwarten, scheiterte die Apple Watch 2 wieder einmal an der Protokollierung der Herzfrequenz. Die sieht (in der Visualisierung der App HeartWatch) so aus:

 

Apple Watch 2, Lücken der HF-Messung

Während des Laufs zeigte die Apple Watch 2 über weitere Strecken keine Herzfrequenz an. Besser machte es die Garmin Fenix 5X mit kontinuierlicher Anzeige der Herzfrequenz:

Garmin Fenix 5X Protokollierung von Höhe, Pace und Herzfrequenz.

Der fachkundige Leser sieht hier bereits das Problem der Garmin: Von der Mitte der Strecke an ist die Höhe eine gerade Linie. Und in der Streckenaufzeichnung der Garmin sieht das dann so aus:

GPS-Tracking mit der Garmin Fenix 5X

Von der Mitte der Strecke an wird nicht mehr fehlerfrei aufgezeichnet und statt dessen interpoliert. Die Apple Watch 2 macht es besser:

GPS-Track mit der Apple Watch 2

Indes ist das Ergebnis für beide Hersteller peinlich. Der eine kann nur GPS gut, der andere nur Herzfrequenz.

Test: Hyundai Ioniq Hybrid mit Apple CarPlay und Google Android Auto

Man macht nichts verkehrt: Jenseits der günstigen Basisversion lohnt es sich, für den Ioniq Hybrid von Hyundai die Style- oder Premium-Variante in den Blick zu nehmen. Statt eines mager ausgestatteten Audiosystems mit kleinem Monitor (5 Zoll) bekommt man nämlich eine Anlage, die nicht nur mit größerem Display (8 Zoll) glänzt. Auch die technische Ausstattung bietet erheblich mehr, nämlich ein eigenständiges Navigationssystem und zudem die Unterstützung der Smartphone-Systeme von Google und Apple.

Stromlinienförmig: Hyundai Ioniq Hybrid Fotos Hersteller

Der Monitor des größeren Systems ist berührungsempfindlich, damit Googles Android Auto und Apples Carplay einwandfrei funktionieren. Zudem spendiert Hyundai zwei zusätzliche Lautsprecher, so dass insgesamt acht an Bord sind. Mit den Menütasten unterhalb der Anzeige kommt man schnell in die passende Abteilung, ob nun mit Smartphone-Anbindung oder ohne.

Wir haben zunächst Apple und Google außen vor gelassen – und fanden eine gute Standardausstattung. Der Kopilot bietet eine flinke Routenberechnung, nachdem man das Ziel über die virtuelle Bildschirmtastatur eingegeben hat. Er zeichnet eine detaillierte Karte, und die Untermenüs haben alle nur denkbaren Optionen für die Feineinstellung von Route und Bildschirmanzeige. Zugegeben, die Hinweise kommen in einer etwas betulichen Sprache, und das oft gegebene Kommando, „der Streckenführung“ zu folgen, nervt. Aber die Anzeige macht diese kleinen Mängel wieder wett, zumal man nicht nur den nächsten, sondern auch den übernächsten Abbiegevorgang auf einen Blick sieht. Die Verkehrsinfos sind laut Hyundai Echtzeitdaten, also präzise und zudem für die ersten sieben Jahre des Autolebens unentgeltlich. Überzeugend waren sie nicht immer. Für unseren Geschmack wurde zu oft aufgefordert, die Autobahn zu verlassen und eine Alternativroute zu nehmen. Als wir genau das nicht taten, kamen wir trotz kleinerer Störungen rasch zum Ziel. Die Ausweichstrecke hätte mehr Zeit in Anspruch genommen. Auch lassen sich nur Staudaten entlang der Route einblenden.

Kontaktfreudig: Google Android Auto auf dem Bordsystem

Was fehlt? Eine Spracherkennung zur Eingabe des Navigationsziels. Sie wurde auch im Telefonmenü vermisst. Immerhin gibt es dort das Pflichtprogramm, nämlich Zugriff auf die Anruflisten und eine recht komfortable Suchfunktion, nicht nur nach Namen, sondern auch nach Nummern. In einem Hybrid-Fahrzeug darf natürlich die Darstellung des Kraftstoffverbrauchs und Energieflusses nicht fehlen, hierfür gibt es ein eigenes Menü mit schicker Visualisierung aller Daten.

Die Akustik der Anlage ist ganz in Ordnung, wenn man Rock und Pop lieber als Klassik oder Jazz hört. Es fehlt ein bisschen an Strahlkraft und Präzision, vor allem bei der Wiedergabe von Orchestermusik. Gelungen wiederum sind die Möglichkeiten der Personalisierung. Die Generation Smartphone kommt hier voll auf ihre Kosten. Wie im Land Rover kann man sich sein eigenes Startmenü mit großen Schaltflächen selbst zusammenstellen, das funktioniert mit Fingergesten und einer Steuerung, die dem Verschieben von Menüsymbolen auf dem Handy gleicht. Mit induktiver Ladeschale vor dem Wählhebel des Automatikgetriebes wird das Telefon zudem drahtlos mit frischer Energie bestückt, was allerdings derzeit für nur wenige Modelle in Frage kommt.

Mehr Begeisterung wecken Android Auto und Carplay, die nach Anbindung des jeweiligen Smartphones mit dem USB-Kabel problemlos funktionierten. Nun ergibt auch die Spracherkennungs-Taste am Lenkrad endlich Sinn: Sie startet den Erkenner der jeweiligen Apple- oder Google-App, die fortan den Bildschirm kontrolliert. Beide Dienste sind nicht besonders leistungsfähig und so konzipiert, dass die Ablenkung des Fahrers möglichst klein bleibt. Man kann sich neue SMS-Nachrichten vorlesen lassen oder diktieren, den eigenen Musikbestand wiedergeben lassen und ausgewählte Apps starten. Beide Fahrzeuganwendungen führen wie das Hyundai-Navi ebenfalls zum Ziel. Google mit sehr guten Verkehrsinformationen, Apple mit schönen Ansagen. So gesehen, hat man dann sogar mehr als nur ein Navi an Bord des Ioniq.

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Test: Comand Online im Mercedes-Benz GLC

Viel online gegangen, wenig gefahren: Ein Blick auf die Kommunikationstechnik im jungen GLC von Mercedes-Benz zeigt bewährte Technik ohne Schnickschnack. Um ins Netz zu kommen, war in unserem Fahrzeug die Anbindung eines Smartphones erforderlich. Eine fest eingebaute Sim-Karte gibt es nur dann, wenn man das Ausstattungspaket Auto-Telefonie (für 830 Euro) wählt. So nahmen wir das iPhone, das schneller als in den Vorgängermodellen die Verbindung mit Comand Online (teure 3500 Euro) aufbaut, allerdings fortan die Nutzung vieler Dienste nur im stehenden Fahrzeug erlaubt. Zudem muss man sich anfangs mit Namen, Anschrift und weiteren Daten registrieren.

Mercedes-Benz GLC. Fotos Hersteller

Zum Glück ist bei dieser Prozedur nicht jeder Buchstabe einzeln mit dem Controller zu erfassen. Das berührungsempfindliche Touchpad hinter dem Drehsteller erlaubt das Buchstabenmalen mit dem Finger. Wie beim Smartphone kann man sogar Ein- und Zweifingergesten verwenden. Das Touchpad gehört zu Comand Online dazu und kostet sonst einen Aufpreis von 130 Euro.

Anschließend zeigt der Web-Browser im Stand die Inhalte aus dem Netz durchaus gut, erscheint indes als Anwendung für den Verkaufsraum oder Zeitvertreib für Taxifahrer. Man ist mit dem Handy doch meist schneller am Ziel. Interessanter ist das Internetradio, das über die App Tune-in und eine Datenverbindung realisiert wird. Zur Senderwahl sucht man nach diversen Kriterien, Sparten oder örtlichen Angeboten.

Mercedes-Benz GLC mit Blick auf Comand Online. Fotos Hersteller

Weitere Apps finden sich in einem eigenen Menü, darunter der Wetterbericht, Nachrichten und eine Sonderziel- und Online-Suche mit dem Kartendienst Here. Auch kann man Yelp als Restaurantfinder bemühen. Adressen und Telefonnummern lassen sich an Navi und Handy-Abteilung weiterleiten.

Wer auf dem Handy Mercedes Me installiert, kann bei seinem Händler Auto und App miteinander verknüpfen. Anschließend lassen sich alle nur denkbaren Fahrzeugdetails auf dem Smartphone abrufen, zum Beispiel Tankfüllstand und Reifendruck, der Stand des Wischwassers, der Status der Verriegelung von Fenstern und Türen – und selbst die nach dem Abstellen vergangene Zeit, oft ist es die Parkdauer. Die Fahrzeugposition lässt sich ermitteln und anzeigen, es gibt zudem eine Fußgängernavigation, die einem auf den letzten Metern zum Auto helfen soll. Ferner lassen sich Zieladressen ans Navi-System senden.

Mit Controller, Touchpad und Sprachsteuerung ist Comand Online gut zu bedienen. Es wirkt etwas altbacken, und sein 21-Zentimeter-Bildschirm ist im GLC weder einfahrbar noch berührungsempfindlich. Auch die beiden konkurrierenden Smartphone-Lösungen von Apple und Google, Carplay und Android Auto, fahren im Mercedes-Benz nicht mit. Kommt Comand Online mit seinem hohen Basispreis nicht in Frage, werfe man einen Blick auf die Verbindung aus dem günstigen Audio-20-Paket (120 Euro) und dem Garmin Map Pilot, der weitere 600 Euro kostet. Auf diese Weise erhält man ein vollwertiges Navigationssystem zum kleinen Preis.

In unserem Fahrzeug war das zu Comand Online gehörende Standard-Audiosystem verbaut, mit dem man bereits jede Menge Spaß haben kann. Wir hörten „Chaos and the Calm“, das Debütalbum des 26 Jahre jungen James Bay und waren mit dem ausgeglichenen und transparenten Klangbild überaus zufrieden. Die schöne Mischung aus Blues, Rock und Pop stand präzise im Raum, die Bässe hatten genug Druck, die Akustik überzeugte. Für weitere 920 Euro gibt es im GLC ein Surround-Soundsystem von Burmester, das mit 13 Lautsprechern vorfährt, einen digitalen 9-Kanal-Verstärker mit 590 Watt Systemleistung hat und eine Sitzplatzoptimierung bietet. Das könnte ein hörenswertes Extra sein.

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Test: Ford Focus 2016 mit Sync 3, Applink und Touchscreen

Die Preisliste umfasst üppige 44 Seiten in kleiner Schrift, und wir haben für den Ford Focus einen Weg durchs Dickicht der Kommunikationstechnik geschlagen. Im Grunde genommen muss man nur eine einzige Entscheidung fällen: Benötigt man ein eigenständiges Navigationssystem, das unabhängig vom Smartphone jederzeit zur Verfügung steht, keine Mobilfunk-Anbindung erfordert und einfach zu bedienen ist?

Ford Focus Modelljahr 2016. Foto Hersteller

Wer diese Frage bejaht, weil er oft in ihm unbekannte Regionen fährt und auf der sicheren Seite bleiben will, bestelle das Ford Navigationssystem mit Ford Sync, Applink und Touchscreen. Das ist die lange Bezeichnung für ein Extra, das je nach Modellvariante zwischen 350 und 1600 Euro kostet. Auf der großen berührungsempfindlichen Anzeige mit einer Diagonale von 20,5 Zentimeter zeigt sich die elektronische Landkarte in schöner Übersicht, die Menüführung des Systems lässt kaum Fragen offen. Die Sync-Spracherkennung, die früher Dreh- und Angelpunkt des Ford-Systems war, erfasst fast alle Kommandos auf Anhieb und in einem Rutsch.

Ein Michelin-Reiseführer mit Hotel- und Restaurantinformationen gehört dazu, Darstellung und Ansagen sind gelungen. Abzüge gibt es für die Qualität der Verkehrsinfos, denn TMC Pro ist zwar besser als der Basisdienst TMC, kann aber mit den Echtzeitdaten anderer Anbieter nicht mithalten. Ein weiterer Minuspunkt: Im Telefonmodul fehlt eine Namenssuche, indes umschifft abermals die Ford-Spracherkennung diese Klippe.

Für ordentlichen Klang sorgen sechs Lautsprecher, und wir waren überrascht: Die Stimme von Gwen Stefani stand präzise und klar im Raum, gute Laune ist garantiert. Neugierig geworden, ließen wir schwere Kost vorfahren, Wagners Parsifal in der Solti-Einspielung von 1972. Gar nicht mal so schlecht, lautete das Urteil, wenngleich ein bisschen mehr Transparenz und Klarheit insbesondere den Mitten guttun würde. HiFi-Freunde sollten die Premium-Ausstattung Probe hören, sie bringt neun Sony-Lautsprecher mit: vier Tieftöner in den Türen, vier Hochtöner und ein weiterer auf dem Armaturenbrett. Der Fünf-Kanal-Audioverstärker leistet dann 125 Watt. Für einen Aufpreis von 700 bis 1200 Euro könnte sich dieses Extra lohnen.

Ford Sync 3 im Ford Focus. Foto Spehr

Soll es nicht die große und etwas teurere Lösung sein, weil man ohnehin nur selten in die Ferne schweift, reicht vielleicht die Smartphone-Lösung für den Focus: Sync 3 mit Applink und Touchscreen gehört entweder zur Serienausstattung oder kostet, je nach Modellvariante, zwischen 350 und 1400 Euro. Ein iPhone oder ein neuerer Androide mit Google-Betriebssystem müssen dazu per Kabel angebunden werden. Anschließend laufen Carplay oder Android Auto. Die Besonderheit der beiden Auto-Systeme aus Amerika hatten wir bereits des Öfteren geschildert: Sie übernehmen mit ihren Smartphone-Daten das Bordsystem, man bedient sie in erster Linie mit der Google- oder Apple-Sprachsteuerung. Es gibt nur wenige Optionen auf dem Display, das mit seiner reduzierten Darstellung und Funktionalität den Fahrer möglichst wenig ablenken soll. Das Navi von Google und Apple erfüllt durchaus seinen Zweck, lässt aber an Übersicht vermissen, das ist der größte Nachteil.

Vom Sommer an zieht noch ein dritter Assistent der amerikanischen Internetkonzerne in den Ford ein: Amazons Alexa wird derzeit in Sync integriert und ermöglicht im Auto das Abspielen von Hörbüchern, Musik und Nachrichten sowie eine Ortssuche oder das Einkaufen bei Amazon. Die sprachgesteuerten Amazon-Geräte für zu Hause (Echo oder Echo Dot) bieten die Option, noch in der Küche nach dem Kraftstoffvorrat des Autos zu fragen oder die Türen zu entriegeln. Eine schöne Zukunft mit Google, Alexa, Siri und Snyc. Man muss nur aufpassen, dass man jedem der vier Spracherkenner die richtigen Kommandos gibt. Sonst unterhalten sie sich vielleicht noch untereinander.

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Test: Porsche Macan 2016 mit PCM 4 und Apple CarPlay

Seit dem Sommer vergangenen Jahres profitiert auch der Käufer eines neuen Porsche Macan von der verbesserten Kommunikationstechnik PCM, die zuerst im 911er ihre Premiere feierte. Die Version 4 bringt einen kleinen 18-Zentimeter-Monitor für das Bordsystem mit, er ist berührungsempfindlich und selbst bei hellem Sonnenschein bestens ablesbar. Dazu kommt ein digitales Rundinstrument rechts vom Drehzahlmesser, das unabhängig von der Hauptanzeige weitere Inhalte zeigt. Die mechanische Anmutung aller Bedienelemente gehorcht den Standards des Hauses und ist über alle Zweifel erhaben. PCM 4 erlaubt nun den Einsatz von Wisch- und Fingergesten auf dem Monitor, etwa zum Ändern des Kartenzooms.

Porsche Macan Modelljahr 2016. Fotos Hersteller

Auch das Malen von Buchstaben mit dem Finger auf der Anzeige inklusive Handschrifterkennung ist nun dabei, es gelingt prima. Wer mit dem Finger sein Ziel eingibt, wird zudem von cleveren Algorithmen unterstützt. Oft reichen bereits ein oder zwei Buchstaben, um eine Adresse aus den letzten Zielen zur Auswahl zu bringen. Dass Sensoren die Annäherung von Fingern oder der ganzen Hand an den Monitor erfassen und damit selbsttätig vom Übersichts- in den Bedienmodus umgeschaltet wird, sei ebenfalls erwähnt. Man kennt die Idee bereits von anderen Herstellern. Nicht zuletzt macht die Spracherkennung einen Sprung nach vorn: Mehr Variabilität bei allen Eingaben bedeutet für den Fahrer, dass er sich nicht mehr sklavisch an ein vorgegebenes Vokabular halten muss. Viele markante Sonderziele lassen sich so vorsprechen, wie man sie einem menschlichen Gegenüber ansagen würde.

Die wichtige Neuerung von PCM 4 ist jedoch die Online-Anbindung. Es gibt Apps, etwa zur Fernsteuerung bestimmter Fahrzeug-Funktionen sowie zur Fernabfrage von Fahrzeugdaten wie dem Tankfüll- und Kilometerstand. Der größte Vorteil sind die Premium-Verkehrsinformationen, die nun endlich auch dem Porsche-Fahrer bei der Routenwahl helfen. Dazu benötigt man Connect Plus für 1400 Euro, es bringt ein eigenes LTE-Telefonmodul inklusive Sim-Kartenleser mit und erlaubt dann auch die Visualisierung von Orten und Routen mit Google Earth und Streetview sowie die Online-Suche mit Google. Dank der eigenständigen Mobilfunkanbindung entfällt jedwede Fummelei mit Protokollen und Diensten, man kommt unmittelbar zurecht.

Porsche Macan mit PCM 4

Bindet man ein iPhone per USB-Kabel an, funktioniert Apple Carplay im Macan mit den wenigen Apps, die Cupertino für den Einsatz im Fahrzeug vorgesehen hat. Das rivalisierende Android Auto wird von Porsche wie gehabt nicht unterstützt. Angeblich, weil Google zu neugierig ist und Fahrer mitsamt Fahrzeug ausspioniert. Wer allein mit Apple Carplay navigieren will, kann statt Connect Plus das kleine Connect-Paket für 720 Euro wählen. Und dann spart man ein zweites Mal, nämlich am Navigationsmodul von PCM, es kostet 1550 Euro, außer im Macan Turbo, dort gehört es zur Serienausstattung.

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Test: Apple AirPods

Das weiße Pärchen fürs Ohr hat es uns angetan. Denn die Airpods-Stöpsel von Apple eignen sich nicht nur zum Musikhören. Sie sind intelligente Wearables.

Man kann es sich einfach machen und diese Bluetooth-Ohrenstöpsel als ein wie gehabt viel zu teures Apple-Produkt abtun. Andere Mitbewerber sind günstiger. 180 Euro verlangt Apple

Ohrcomputer: Apple AirPods neben iPhone-Modellen. Foto Hersteller

, und sie klingen nicht einmal herausragend. Doch das weiße Pärchen fürs Ohr hat es uns angetan. Die Funktionalität geht weit über die Musikwiedergabe und Telefonie hinaus. Eigentlich sind es Ohrcomputer. Sie warten brav in ihrem Häuschen auf den Einsatz, und wenn sie dann gefordert sind, verhalten sie sich so clever, als hätten sie eine eigene Intelligenz. Die Rede ist von den Airpods, die Apple Anfang September vorstellte und erst jetzt in kleinen Stückzahlen in den Handel kommen.

Die Airpods sind ein typisches Apple-Produkt, sie verzichten fast vollständig auf Bedienelemente, was den Umgang mit ihnen einfach macht. Muss man bei einem herkömmlichen Headset wissen, welche Taste fürs Bluetooth-Koppeln zu betätigen ist und welche die Wiedergabe startet, ist hier alles simpel: Man öffnet die mitgelieferte Ladebox (mit Lightning-Anschluss an der Unterseite) in der Nähe eines iPhones: Schon sind die Airpods für alle zum iCloud-Konto des Nutzers gehörenden Geräte angemeldet – und einsatzbereit.

 
Denn es gibt nicht einmal einen Ein- und Ausschalter. Man nimmt die beiden Stöpsel aus der Box, setzt sie ins Ohr, und sie werden automatisch aktiviert. Auch während laufender Musikwiedergabe oder eines Telefonats. Mit optischen Sensoren und Beschleunigungssensoren erkennen die Airpods, ob sie sich im Ohr befinden. Man kann sie im Monobetrieb einohrig betreiben, auch das wird selbsttätig detektiert, und wenn man den Stöpsel dann aus dem Ohr nimmt, pausiert die Musikwiedergabe.

Gut für Siri und Spracherkennung

Nach dem Koppeln werden die Airpods allein mit dem Finger bedient: Ein doppelter Fingertipp auf das Gerätchen aktiviert Siri, um beispielsweise mit Spracherkennung die Musik auszuwählen oder die Lautstärke zu regeln – oder jede andere Siri-Aufgabe zu starten. Die Lautstärke kann man natürlich auch mit den Seitentasten des iPhones steuern. Die Airpods eignen sich jedoch aus einem Grund besonders gut für Siri und Spracherkennung: Eine Nebengeräuscherkennung filtert Störendes heraus, und zwei Mikrofone sind bei solchen Rechentricks immer besser als eins. Wir konnten im fahrenden Auto (auf dem Beifahrersitz) nahezu fehlerfrei Whatsapp-Nachrichten diktieren.

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Volker Weber: Your questions about the AirPods

10 Jahre iPhone: Als Apple die Tasten abschaffte

Das erste iPhone vor genau zehn Jahren war noch kein Hit. Trotzdem prägt es die Smartphone-Welt bis heute. Die Tricks von Apple, und was als Nächstes folgt.

Steve Jobs führte auf eine falsche Fährte, und so gut wie alle Gäste folgten ihm. Er kündigte drei neue Geräte an. Einen iPod-Musikspieler mit berührungsempfindlichem Display, ein neues Telefon sowie schließlich ein Internet-Kommunikationsgerät. Brav applaudierte das Publikum der Macworld-Messe in San Francisco, auf der traditionell die Neuheiten aus Cupertino debütierten. Nach langem Beifall kam schließlich die Auflösung des Rätsels: „Es sind nicht drei getrennte Geräte, dies ist ein einziges Produkt, und wir nennen es iPhone.“ Das war am 9. Januar 2007 die Geburtsstunde des ersten iPhone.

Das erste iPhone 2007. Foto Hersteller

Apple hat das Smartphone nicht erfunden, aber das iPhone war ein Meilenstein. Seit 2007 wurden in aller Welt mehr als eine Milliarde Geräte verkauft. Es gilt als das Smartphone schlechthin, als Referenz, an dem sich alle anderen messen lassen müssen. Ob es das beste Gerät ist, sei dahingestellt. Aber es ist das wichtigste seiner Gattung und für rund zwei Drittel des Apple-Umsatzes verantwortlich.

Die Kalifornier haben mit ihrem ersten Smartphone den gesamten Markt durcheinander gewirbelt. Alteingesessene Marktführer wie Nokia, Blackberry und Motorola wurden Geschichte, und alle Mitbewerber, die fortan bestehen wollten, haben Apples Ideen kopiert. Jedes heute verfügbare Gerät, mit welchem Betriebssystem es auch immer läuft, ist maßgeblich vom iPhone geprägt.

Bildschirm des ersten iPhone mit SMS. Foto Hersteller

Als Steve Jobs vor zehn Jahren das erste iPhone vorstellte, brachte er das Problem der bestehenden Produkte auf den Punkt: Mini-Tastatur und Stift in Verbindung mit einem kleinen Display boten nur rudimentären Bedienkomfort. Das war die Crux einer Technik, die es schon lange gab, seit Mitte der 1990er Jahre. Was Internetbegeisterte faszinierte und antrieb, war vor allem die mobile E-Mail: Unterwegs in seinen elektronischen Posteingang sehen, lautete der Traum. Communicator hieß bezeichnenderweise das seit 1996 von Nokia hergestellte Referenzgerät für solche Anwendungen; mit seinem Klappmechanismus sah es wie ein Mini-Notebook aus.

Die Smartphones kämpften an vielen Fronten: Man verwendete Flüssigkristall-Anzeigen mit geringer Auflösung in Schwarzweiß. Es gab noch keine paketvermittelten Datennetze im Mobilfunk, wie wir sie heute kennen, sondern man wählte sich für eine Online-Sitzung leitungsgebunden ein. Langsam flossen die Daten ins Telefon, teuer war das zudem. Erste Protokolle für das mobile Internet zeigten die Inhalte des World Wide Web nur in rudimentärer Form, und an Multimedia dachte man kaum.

Voicemail auf dem ersten iPhone 2007. Foto Hersteller

Das Hauptproblem der Smartphones vor 2007 war jedoch das Betriebssystem. Unternehmen wie Nokia sahen ihre Kernkompetenz in der Herstellung der Telefone in eigenen Fabriken. Die Hardware stand über der Software. Man schleppte alte Entwicklungen mit, viele Marotten waren nur historisch zu erklären. Mit einem Nokia und seinem Symbian-Betriebssystem konnte man 2007 nicht nahtlos vom heimischen W-Lan ins mobile Datennetz wechseln. Man musste manuell Zugangspunkte definieren und je nach Aufenthaltsort von einem zum anderen wechseln. Über ein ebenfalls mit Symbian laufendes Smartphone von Sony Ericsson hieß es hier in „Technik und Motor“: „Es ist total verbastelt, inkonsistent, umständlich in der Bedienung und langsam.

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Test: Logitech Bluetooth Tastatur K780

Immer mehr Kommunikation erledigt man am Smartphone, obwohl das Schreiben mit der kleinen virtuellen Bildschirmtastatur oft eine Qual ist. Erleichterung bringen zusätzliche Bluetooth-Tastaturen, die gut funktionieren. Aber dann liegt ein zweites Eingabegerät auf dem Schreibtisch. Logitech hat im Sommer eine neue Tastatur vorgestellt, die jetzt im Handel ist.

Überall die Finger drin: Logitech K780. Foto Hersteller

Die Logitech K780 erlaubt das Arbeiten mit drei verschiedenen Geräten, ein schnelles Umschalten zwischen diesen und vor allem: Sie bietet zwei Übertragungswege. Zum einen Logitech Unifying, ein proprietäres Funkprotokoll des Schweizer Herstellers, das es schon lange gibt. Unifying bietet Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen, praktisch vor allem für den PC mit viel Peripherie, mit Maus, Tastatur und vielleicht noch einem Touchpad. Bis zu sechs Eingabegeräte können an einem einzigen Empfänger andocken, dieser wiederum steckt in einem USB-Anschluss und ist kaum größer als ein Fingernagel.

Zum anderen arbeitet die K780 mit Bluetooth, wie jede andere Tastatur fürs Smartphone. Zwischen den drei verschiedenen Partnern schaltet man mit den weiß abgesetzten Funktionstasten um. Wir haben die Tastatur via Unifying mit unserem Windows-Rechner und per Bluetooth an ein Android-Smartphone sowie ein iPhone angebunden. Der Unifying-Empfänger war nicht der mitgelieferte, sondern ein älterer, der bis dahin eine ebenfalls betagte Logitech-Tastatur mitsamt Maus ansteuerte.

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Test: Asus Zenbook 3 2016

Dem Vorbild wie aus dem Gesicht geschnitten: Das Zenbook 3 von Asus orientiert sich so eng am 2015 vorgestellten 12-Zoll-Macbook, dass man es als Windows-Pendant des Apple-Notebook bezeichnen könnte. Beide sind kompakte, flache, leichte Rechner für den Geschäftsreisenden, der mit wenig Ballast unterwegs ist und die geringen Maße des elektronischen Begleiters höher schätzt als seine Rechenleistung. Beide haben nur eine einzige Schnittstelle, nämlich den Universalanschluss USB C, der mit Hub und Adaptern nahezu unendlich viele Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Beide sind von der Grundfläche her kleiner als ein DIN-A4-Blatt, das Asus ist etwas breiter (29,6 × 19,2 × 1,2 Zentimeter) und zehn Gramm leichter als das Apple, es bringt es auf 910 Gramm.

Das Zenbook 3 von Asus orientiert sich so eng am 2015 vorgestellten 12-Zoll-Macbook. Foto Hersteller

Wer schön sein will, muss leiden: Die flachen Notebooks haben eine Tastatur mit geringem Hub. Schnellschreiber gehen einen Kompromiss ein, mit dem Zenbook kommt nachteilig noch hinzu, dass die Tasten nicht in Schwarz, sondern in der Gehäusefarbe gehalten sind. Der fehlende Kontrast ist das Problem. Der Macbook-Rivale aus Taiwan ist in Blau, Grau oder Roségold erhältlich, das Gehäuse besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung, die Fingerfett gern annimmt. In Deutschland ist das Gerät in zwei Varianten erhältlich: Mit Core-i5-Prozessor für 1500 Euro und dem von uns erprobten Core-i7 7500U aus der neuen Kaby-Lake-Generation für 1600 Euro.

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Test: Ford Sync 3 mit Applink im neuen Ford Mondeo

Ford modernisiert Sync. Das System für die Kommunikation im Fahrzeug war dereinst ein Pionier, erfreut sich vor allem in Amerika großer Beliebtheit, konnte aber hierzulande nie richtig durchstarten. Nun ist Sync in der Version 3 erhältlich, es wurde bezeichnenderweise zuerst im Februar auf der Mobilfunkmesse in Barcelona gezeigt. Wir haben Sync 3 im Ford Mondeo ausprobiert, wo es zu Preisen von 350 Euro an erhältlich ist. Die Wahl der richtigen Ausstattungsvariante erfordert einige Aufmerksamkeit. Denn Sync ist für Telefonie, Sprachbedienung und Musikwiedergabe zuständig. Dazu kommt gegebenenfalls ein Notrufassistent. Mit dem Zusatzpaket Applink wird die Kommunikationstechnik teurer, dann laufen Smartphone-Programme auf dem Bordsystem des Ford.

Sync 3 im aktuellen Ford Mondeo. Fotos Hersteller

Sync mit Applink und Touchscreen ist die nächstgrößere und von uns erprobte Variante, das berührungsempfindliche Display wächst dann auf 20,5 Zentimeter in der Diagonale, und die Sprachsteuerung umfasst sogar Befehle zum Bedienen der Klimaanlage. Zudem sind die beiden Smartphone-Lösungen fürs Auto dabei: Apples Carplay und Android Auto werden unterstützt, sofern das Handy per USB-Kabel angebunden ist. Diese Ausbaustufe gehört entweder zur Serienausstattung oder kostet einen moderaten Aufpreis von 575 Euro.

Das Paket überzeugt, und die Generation Smartphone kommt sofort damit zurecht, weil man mit dem Finger auf dem Bordmonitor nicht anders agiert als auf dem Handy. Ein Fingerwisch schaltet von einer Bildschirmseite zur nächsten, und wenn man die Ford-Sprachbedienung ausprobiert — dazu reicht die Smartphone-Kopplung mit Bluetooth –, zeigt sich in der Tat ein Fortschritt: Kommandos können in einem Rutsch und mit mehr Variabilität vorgesprochen werden, die Erkennungsleistung ist ordentlich und auf der Höhe der Mitbewerber. Bisweilen stören kleinere Unstimmigkeiten, indes lässt sich eine Liste verfügbarer Kommandos auf dem Bildschirm einblenden. Wie gehabt kann man auch die Musikauswahl mit Sync steuern. Nun lassen sich zudem größere Speichermedien jenseits der bisherigen 32-Gigabyte-Grenzen ansprechen. Vermisst haben wir im Telefonmodul eine Namenssuche, indes springt

Gern groß: Ford Mondeo

hier abermals die Spracherkennung bravurös ein. SMS auf dem Android-Gerät lassen sich vorlesen. Das Verfassen oder Diktieren eigener Nachrichten erlaubt Sync nicht.

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