
Vernetzung angekündigt: Ford Sync will auch bei den Apps mitspielen (Foto Hersteller)
Als der Autohersteller Ford vor genau fünf Jahren in den Vereinigten Staaten mit seinem Sync-System an den Start ging, war das eine Revolution. Die Anlage holte sich ungezählte Preise, wurde in der Ford-Werbung prominent herausgestellt – und wir kennen einige Amerikaner, die sich beim Neuwagenkauf nur wegen Sync für einen Ford entschieden haben.
Sync ist ein Spracherkennungssystem rund um die Telefonie und Musikwiedergabe im Fahrzeug, es setzt ein Handy oder Smartphone voraus, und dann kann man in der amerikanischen Variante nicht nur seinen Musikspieler ansteuern, sondern auch mit Sprachkommandos durchs Telefonbuch blättern, Assistenzdienste aufrufen, Verkehrsnachrichten hören, und Apps auf dem Blackberry, iPhone oder Android-Gerät integrieren. Es gibt Dutzende von Anwendungen, quasi ein eigenes „Ökosystem“ rund um Sync.
Spannender wird das Ganze mit der Kabelanbindung und USB. Wir probierten das iPhone 4 mit dem älteren iOS-Betriebssystem 5.1, das als iPod erkannt wird. Nur am Rande: Diese Funktion gibt es beim iPhone 5 mit seinem Lightning-Adapter nicht mehr. Mit älteren iPhones wird der Musikbestand anschließend automatisch indiziert, und fortan kann man mit Sprachkommandos durch das gesamte Repertoire surfen. Das Gebotene geht weit über die üblichen Standards hinaus. Die Musikauswahl über den Künstlernamen oder den Albumtitel gehört dazu, ferner kann man fein differenziert nach einem Genre suchen oder „ähnliche Musik“ abspielen lassen und sprachgesteuert seine Wiedergabelisten aufrufen. Jedenfalls in der Theorie.
Und dann sollte man auch sein eigenes Repertoire bestens im Kopf haben. Ist die CD unter „Goldbergvarationen“ oder „Bach: Goldberg-Variationen“ oder „Glenn Gould – The Goldberg Variations“ gespeichert? Das alles muss man wissen, denn dem Spracherkenner wurde nicht die erforderliche Redudanz mitgegeben, um schon aus kleinsten Textschnipseln zum richtigen Ziel zu kommen. Schließlich ist auch die Menüführung unbefriedigend. Wie bei der Bluetooth-Anbindung kommt zu Beginn ein Signalton und dann eine langatmige Aufforderung. Das alles können andere Fahrzeughersteller schon jetzt besser, nur fehlen jenseits von Sync die detaillierten Zugriffsmöglichkeiten auf Genre, Titel und Interpreten. Ein kleines Extra ist indes die Erkennung der Musikstücke, die gerade im Radio gespielt werden. Aber das reicht nicht aus. „Sync wird immer besser und kontinuierlich weiterentwickelt“, sagt Ford, und verspricht,

