Test: Samsung Galaxy S3

Einfach ist die Entscheidung nicht. Wer sich für ein Smartphone der Spitzenklasse interessiert, mag mit dem iPhone 4S liebäugeln – oder wartet auf den Nachfolger, der vermutlich im Herbst kommt. Für die Android-Fraktion hingegen ist das neue Topgerät jetzt erhältlich. Das Galaxy S3 von Samsung ist der schärfste Rivale des iPhone. Schon der Vorgänger Galaxy S2 war in jeder Hinsicht ein Erfolg und wurde mehr als 20 Millionen Mal verkauft. Neun Millionen Kunden in aller Welt haben das jüngste Galaxy vorbestellt.

Neue Referenz bei Android: Das Samsung Galaxy S3 (Foto Hersteller)

Wir hatten das S3 einige Tage im Einsatz, und schon bei der ersten Begegnung beginnt die Diskussion über seine Größe. Mit 13,7 x 7,1 Zentimeter überragt es ein iPhone in der Höhe um 2,2 und in der Breite um mehr als einen Zentimeter. Opulent oder dick wirkt das S3 aber nicht, denn es ist einen Tick flacher (8,6 Millimeter) als das iPhone 4S und sieben Gramm leichter (133 Gramm). Die Größe ist an erster Stelle dem Display geschuldet, das bei einer Diagonale von 12,2 Zentimeter eine üppige Auflösung von 1280 x 720 Pixel bietet. Bei der Anzeige handelt es sich um ein Amoled-Display mit Pentile-Matrix, das mit zwei statt der üblichen drei Sub-Pixel auskommen muss. Eine gewisse Unschärfe soll der Nachteil dieses neuen Verfahrens sein, die längere Haltbarkeit ihr Vorteil. In der subjektiven Wahrnehmung ist das Display jedoch knackscharf, einzelne Pixel sind nicht zu unterscheiden. Wie bei jeder Amoled-Anzeige stört die schlechte Ablesbarkeit im Sonnenlicht. Zudem wünscht man sich eine bessere Beschichtung gegen Fingerfett.

Beim Lesen von Web-Seiten sowie Betrachten von Videos und Fotos sind Größe und Auflösung des Displays jedoch ein Pluspunkt. Doch die Maße des Smartphones werden nicht jedermann gefallen. Das Galaxy S3 ist nur schlecht mit einer Hand zu bedienen, und es passt nicht in jede Tasche. Letztlich ist es jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks; das noch größere Galaxy Note verkauft sich ebenfalls gut. Materialanmutung und Verarbeitungsqualität des Galaxy S3 sind überzeugend – mit Ausnahme der hauchdünnen Rückwand, die den Zugriff auf den Wechselakku, Micro-Sim- und Speicherkarte erlaubt.

Zu den technischen Daten: Das jüngste Samsung bringt nahezu Vollausstattung mit, wie beim iPhone 4S fehlt nur das superschnelle Datenprotokoll LTE. Sonst ist alles dabei, nicht nur Bluetooth 4.0 und NFC, sondern auch diverse Protokolle zum multimedialen Datenaustausch (WiFi Direct, DLNA, All Share Play) sowie ein üppiger zweijähriger Gratisspeicherplatz von 50 Gigabyte für Daten in der Dropbox-Cloud. In diesen Details ist das Samsung dem iPhone überlegen. Auch hinsichtlich der Rechenleistung wird aus dem Vollen geschöpft: Vier Kerne der hauseigenen Exynos-CPU legen in Benchmarks ein spektakuläres Tempo vor. Die einzelnen Kerne lassen sich separat zwischen 200 Megahertz und 1,4 Gigahertz takten, ein weiterer „Sparkern“ wie beim Tegra-3-System (etwa des HTC One X) ist nicht erforderlich. Von der hohen Rechenleistung profitieren vor allem die Spiele-Liebhaber. Und die Ausdauer leidet, deshalb hat Samsung einen kräftigen Akku mit 2100 Milliamperestunden verbaut. Mehr als 25 Stunden sind trotzdem kaum zu schaffen, da muss man sich schon sehr zurückhalten. An einigen Tagen kamen wir gerade mal auf zwölf Stunden. Zum Vergleich: Das iPhone 4S hält bei uns fast immer anderthalb Tage durch, wenig benutzt sogar zwei.

Über das Android-Betriebssystem 4.0.4 hat Samsung sein Touch-Wiz-System gelegt, das die feinen Linien des Originals nahezu vollständig überdeckt. Man kann mit Touch Wiz leben, zumal an allen Ecken und Enden gefällige Verbesserungen vorgenommen wurden. Etwa der optische Hinweis auf verpasste Anrufe mit einer LED und der vibrierende, wenn man das Gerät in die Hand nimmt. Oder die Einblendung des Ortsnamens bei Anrufern, die nicht in der Kontakteliste gespeichert sind. Und schließlich der intelligente Schlafmodus, der den aufs Gerät schauenden Nutzer erkennt – und die Display-Beleuchtung nicht deaktiviert. Viele dieser Funktionen sind so pfiffig, dass man sie nicht mehr missen möchte. Gelungen ist auch der Samsung-Kalender, der eine Übersichtsdarstellung mit einer Detailanzeige der Tagestermine verbindet. Anstehende Besprechungen kann man sich als „Widget“ permanent auf einem der Home-Bildschirme anzeigen lassen.

Viel Licht also, aber auch mancher Schatten: Das schon beim Vorgänger beklagte Kontakte-Chaos in der Adressverwaltung hat der Hersteller nicht in den Griff bekommen. Unabhängig von den gewählten Einstellungen werden alle Adressen des zuerst angelegten Google-Kontos im Gerät gespeichert. Man kann sie zwar mit „benutzerdefinierten Listen“ ausblenden lassen. Aber spätestens bei der Suche oder der Nutzung einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung im Auto sind dann doch alle Einträge vermischt. Installiert man WhatsApp oder einen anderen Messenger, landen ärgerlicherweise auch die Kontakte aus einem privaten Konto im dienstlichen Bereich. Ferner die Spracherkennung: „S Voice“ soll das Pendant zu Apples Assistentin Siri sein. Das „look & feel“ von Siri hat Samsung in einer kaum zu übertreffenden Dreistigkeit kopiert. Aber „unter der Haube“ funktionieren nur wenige Demo-Kommandos („Wie wird das Wetter heute in Paris“) gut. Geht es um das sinnvolle Arbeiten mit Spracherkennung, das Diktat längerer Texte, sind die Resultate mangelhaft.

schließlich die Acht-Megapixel-Kamera. Auch hier gibt es eine sinnvolle Ausstattung und manche Innovation. Die Gesichtserkennung ist nach erstmaliger Identifizierung einer Person in der Lage, sie auch auf weiteren Fotos zu markieren. Und dann kann man den Schnappschuss mit einem Fingertipp sogleich an seine Freunde schicken. Bei Autofokus und Auslösung legt das Galaxy ein exzellentes Tempo vor, der Knüller ist jedoch der Serienbildmodus für maximal 20 Aufnahmen in sechs Sekunden, manche Kompaktkamera kommt da nicht mit. Unser Testgerät tendierte zu einer sehr kräftigen Zeichnung der Farben. Insgesamt ist die Fotoqualität sehr gut, bei Videos macht man Kompromisse. Aufnahmen mit schwachem Licht bewältigt das iPhone 4S geringfügig besser, ein Vergleichsfoto findet sich hier.

In vielen Details liegt das Samsung Galaxy S3 vor seinem Konkurrenten. Es hat jedoch deutlich mehr Schwächen als das iPhone, das Pendel schlägt zwischen Plus und Minus weiter aus. Die Mängel der Kontaktverwaltung und des Spracherkenners wiegen schwer. Ob man lieber die große Bauform eines Galaxy oder die kompakte eines iPhone bevorzugt, bleibt ebenso wie die Beurteilung des Betriebssystems eine Frage des Geschmacks. Insgesamt meinen wir: Das neue Galaxy ist das beste Android-Smartphone auf dem Markt, es ist zu Preisen …

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Der ärgerlichste Fehler des Samsung Galaxy S3: Das Kontakte-Chaos von Android

Wie beim Samsung Galaxy S2 ist auch beim neuen Samsung Galaxy S3 mit Android 4 ein Wirrwarr bei der Adressverwaltung zu beobachten, das mehr als ärgerlich ist. Um das Problem einzukreisen sei Google-Konto A das Konto, das zuerst auf dem Gerät angelegt wird und üblicherweise die Verknüpfung mit dem Android Market „Play Store“ enthält. Die in diesem Konto hinterlegten Adressen werden in jedem Falle synchronisiert, auch wenn man unter “Einstellungen”, “Konten und Synchronisierung” die Synchronisierung der Kontakte verneint, also das grüne Häkchen nicht setzt. Auch wenn man direkt nach dem Anlegen des Kontos sofort in die “Einstellungen” geht, sofort das Häkchen löscht: Es wird synchronisiert, ob man das will oder nicht.

Samsung Galaxy S3 (Foto Hersteller)

Nun lege man ein Konto B an, etwa ein weiteres Google-Konto, oder ein Exchange-Konto oder ein Business-Konto aus Google Apps. Hier sollen die Adressen synchronisiert werden. So weit, so gut.

Geht man jetzt auf die Kontakte, sind alle Adressen aller Konten sichtbar. Man kann über das Kontext-Menü “Anzuzeigende Kontakte“ und “Benutzerdefinierte Liste“ abermals nachjustieren, Unerwünschtes abwählen: Es bleibt folgenlos. Spätestens beim Start einer Suche sind die Kontakte aus Konto A wieder da. Noch schlimmer wird das Ganze im Auto beim Einsatz einer Bluetooth-Freisprechanlage: Alle Einträge aller Konten sind auf dem Monitor sichtbar. Wer in Konto A beispielsweise seine privaten Adressen pflegt und in B seine beruflichen, darf sich über ein Chaos ohnegleichen freuen.

Noch ärgerlicher: Installiert man What’sApp oder einen anderen Messenger, der auf das Kontaktverzeichnis zugreift, haben nun die privaten Kontakte aus A auch Zugriff auf das Dienst-Smartphone.

 

Vergleichsfoto: Samsung Galaxy S3 versus iPhone 4S bei wenig Licht

Bei schönstem Sonnenschein machen alle neueren Smartphones sehr ordentliche Aufnahmen. Der Knackpunkt ist stets die Aufnahme mit schwachem Licht. Deshalb hier ein erster Vergleich.

Beide Fotos wurden an identischer Position zur gleichen Zeit im abgedunkelten Raum ohne Blitz geschossen. Beim iPhone 4S kamen die Standardeinstellungen zum Einsatz, beim Samsung Galaxy S3 dito mit höchster Auflösung und ISO-Automatik. Es wurden zwei Aufnahmen gemacht und die bessere ausgewählt. Beide Fotos sind in Originalgröße hochgeladen und wurden nicht bearbeitet. Zum Download in Originalgröße auf das Bild klicken.

Das Samsung Galaxy S3

Samsung Galaxy S3

 

Das iPhone 4S

iPhone 4S

 

Android 4.0.3 auf dem Samsung / Google Nexus S

Ich habe heute das OTA angebotene Update auf das ältere Samsung Nexus S aufgespielt, trotz einiger Warnungen, etwa hier. Das Gerät kommt aus den USA. Der erste Eindruck ist überwältigend. Man hat quasi ein neues Gerät, das schicke Design von Android 4 überzeugt auch hier. Auch beim Tempo macht man im Vergleich mit dem Galaxy Nexus nur wenige Kompromisse, man kann damit leben. Also insgesamt ein tolles Update für ein älteres Modell. Einige Beobachtungen:

– Die Bildschirmsperre mit Gesichtserkennung wird nicht unterstützt.

– Im Unterschied zum Galaxy Nexus wird kein Platz am unteren Bildschirmrand für die Softkeys abgeknapst, die Softkeys des Nexus S bleiben also mit der gewohnten Belegung erhalten.

– Ankopplung an den Bluetooth-Freisprecher Nissan Connect klappt nicht. Testwagen: Neuer Nissan Quashqai.

Klappt nicht: Bluetooth-Anbindung im Fahrzeug (Foto Spehr)

– Screenshots funktionieren auch auf diesem Gerät!

– Das hier beschriebene Kontakte-Chaos tritt auch mit dem Nexus S auf.

– Apps und Einstellungen bleiben erhalten, auch Kennwörter etc.

-Fast alle alten Apps laufen auch unter Android 4.

– Spracherkennung arbeitet wie auf dem Galaxy Nexus.

– Deutlich kürzere Akkulaufzeit!!

Der ärgerlichste Fehler des Samsung Galaxy Nexus: Das Kontakte-Chaos von Android

Wie beim Samsung Galaxy S2 ist auch beim neuen Samsung Galaxy Nexus mit dem brandneuen Android 4 ein Wirrwarr bei der Adressverwaltung zu beobachten, das mehr als ärgerlich ist. Um das Problem einzukreisen sei Google-Konto A das Konto, das zuerst auf dem Gerät angelegt wird und üblicherweise die Verknüpfung mit dem Android Market enthält. Die in diesem Konto hinterlegten Adressen werden in jedem Falle synchronisiert, auch wenn man unter „Einstellungen“, „Konten und Synchronisierung“ die Synchronisierung der Kontakte verneint, also das grüne Häkchen nicht setzt. Auch wenn man direkt nach dem Anlegen des Kontos sofort in die „Einstellungen“ geht, sofort das Häkchen löscht: Es wird synchronisiert, ob man das will oder nicht.

Samsung Galaxy Nexus (Foto Hersteller)

Nun lege man ein Konto B an, etwa ein weiteres Google-Konto, oder ein Exchange-Konto oder ein Business-Konto aus Google Apps. Hier sollen die Adressen synchronisiert werden. So weit, so gut.

Geht man jetzt auf die Kontakte, sind alle Adressen aller Konten sichtbar. Man kann über das Kontext-Menü „Kontakte zum Anzeigen“ und „Anpassen“ abermals nachjustieren, Unerwünschtes abwählen: Es bleibt folgenlos. Spätestens beim Start einer Suche sind die Kontakte aus Konto A wieder da. Noch schlimmer wird das Ganze im Auto beim Einsatz einer Bluetooth-Freisprechanlage: Alle Einträge aller Konten sind auf dem Monitor sichtbar. Wer in Konto A beispielsweise seine privaten Adressen pflegt und in B seine beruflichen, darf sich über ein Chaos ohnegleichen freuen.

Noch ärgerlicher: Installiert man What’sApp oder einen anderen Messenger, der auf das Kontaktverzeichnis zugreift, haben nun die privaten Kontakte aus A auch Zugriff auf das Dienst-Smartphone.

Ergänzung: Bindet man Google Apps (die Business-Lösung) als Exchange-Account ein, gibt es keinen Zugriff auf die E-Mails im Posteingang. Man kann nur über einzelne Label auf die Nachrichten zugreifen. Der Posteingang bleibt (mit Fehlermeldung) leer. Zudem kann man keine Kalender zur Synchronisation auswählen.

Test: Ford Galaxy Business-Paket II

Man nehme einfach alles, das ist unser Ratschlag für den Interessenten eines neuen Ford Galaxy. Gemeint ist die feine Technik für Routenführung, Kommunikation und Unterhaltung, die im Ford mit einer verwirrenden Fülle von Möglichkeiten parat steht. Das Navigationssystem, das moderate 1610 Euro Zuzahlung erfordert, lässt sich auch als Plus-Paket (mit besseren Lautsprechern) ordern und um eine Mobiltelefon-Vorbereitung ergänzen.

Die klare Linie der Vernunft: Navi und HiFi im neuen Ford Galaxy (Foto: Spehr)

Die i-Tüpfelchen sind „Sound & Connect“ für die Anbindung von MP3-Spielern und Smartphones mit der Bluetooth-Technik A2DP und das Premium-Sound-System. Aus diesen einzelnen Gängen wird mit dem Business-Paket II ein opulentes Menü, dann sind nämlich auch eine Rückfahrkamera sowie Park-Piepser mit an Bord. Der Aufpreis von insgesamt 2200 Euro ist angemessen, das Gesamtpaket überzeugt. Schon die HiFi-Anlage bietet mehr als sonst in der Werksausstattung üblich. Klassische Musik von CD stand fein gezeichnet im Raum, an Dynamik und Bässen fehlt es nicht.

Die Bedienung der Anlage mit dem 18-Zentimeter-Farbbildschirm gefällt. Zwölf Tasten links und rechts der Anzeige führen in die Hauptmenüs, alles andere übernimmt der Finger. Sämtliche Einträge sind präzise beschrieben, man kommt sofort damit zurecht. Und dann die kleinen Extras: Hat man in der Navigation Ort und Straße eingegeben, werden drei Routen vorgeschlagen. Das können andere auch. Aber für den dritten Vorschlag kann man eine persönliche Gewichtung aus Fahrzeit und Kilometerzahl vornehmen, also quasi eine „optimale Route“ programmieren. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn ein Teil der Wegstrecke weitab der Autobahn liegt und die schnellste Route nur zwei Minuten spart, aber 30 Kilometer länger ist als die zweitschnellste. Die Kartendarstellung während der Fahrt ist mustergültig und übersichtlich, das zweite große Farbdisplay zwischen Tachometer und Drehzahlmesser zeigt ergänzend eine Pfeildarstellung. Auch die Kleinigkeiten stimmen: Fahrspurassistenten helfen auf der Autobahn, mit einem Fingerdruck auf das entsprechende Symbol ist die Sprachführung ausgeschaltet, wenn man telefonieren möchte. Der Spracherkenner erlaubt die Zieleingabe von Straße und Ort, man muss also gar nicht mit dem Finger die virtuelle Tastatur bedienen. Die Erkennungsleistung ist ordentlich, verbesserungsbedürftig erscheint nur, dass man nicht in einem Rutsch durch die gesamte Prozedur geführt wird, sondern nach „Ort eingeben“ zur Erfassung des Straßennamens noch einmal starten muss. Auch fehlen der Navi-Anlage Hinweise auf das aktuell geltende Tempolimit. Während der Routenführung kann man Musik von einer CD hören, weil sich die Westeuropa-Landkarte auf einer SD-Speicherkarte befindet.

Mit den Leistungen der Navi-Abteilung waren wir also sehr zufrieden, und das Radio bietet ebenfalls schöne Extras, etwa eine Liste aller empfangbaren Stationen in alphabetischer Sortierung. Die Bluetooth-Freisprechanlage freundete sich sofort mit dem iPhone 4 an und übertrug das Telefonbuch sowie die Anruflisten ins Fahrzeug. Die Akustik ist sehr ordentlich, und die Nebengeräusch-Unterdrückung arbeitet bis etwa 130 km/h überzeugend.

Einige Minuspunkte sind aber doch zu erwähnen: Der Freisprecher funktioniert nur mit eingeschaltetem Radio, und zweitens: Im Telefonbuch kann man nur nach dem ersten Anfangsbuchstaben eines Eintrags suchen, anschließend sieht man eine gegebenenfalls sehr lange Liste zum Blättern. Die Telefon-Abteilung bietet ebenfalls eine Spracherkennung, beherrscht aber die Namenwahl nur nach vorherigem Training des jeweiligen Telefonbuch-Eintrags. Dass wir dann das iPhone 4 auch als Zuspieler für die Musikabteilung einsetzen konnten, ist dank A2DP kein Problem. Störend indes, dass die Musikübertragung nach jedem Telefonat selbst dann automatisch wieder startet, wenn man sie zuvor hat pausieren lassen. Dieses Problem haben allerdings derzeit so gut wie alle A2DP-Anlagen. Insgesamt können wir das Business-Paket II guten Gewissens empfehlen, es ist eine schöne Zusammenstellung sinnvoller Extras auf hohem Niveau.