Test: Android 3.0 Honeycomb auf dem Motorola Xoom

Nun gehen die Rivalen an den Start. Ein Jahr nach Apples iPad erreichen die ersten Tablet PC mit dem Google-Betriebssystem Android den europäischen Handel, und wir haben als erstes das Motorola Xoom ausprobiert. In Kürze folgt das Samsung Galaxy Tab 10.1.v im Vertrieb von Vodafone, das aber schon zum Marktstart veraltet sein wird, denn eine modernere und leichtere Variante ohne „v“ wird bereits Mitte Juni erhältlich sein. Und LG bringt in den nächsten Wochen sein Optimus Pad.

Motorola Xoom: Der iPad Rivale (Foto Hersteller)

Die gute Nachricht: Waren die ersten iPad-Rivalen des vergangenen Jahres durchgängig Murks, sind die aktuellen Geräte empfehlenswert. Man macht mit dem Kauf nichts verkehrt, sie sind hochwertig verarbeitet, der Bildschirm reagiert flink auf Eingaben mit dem Finger, und das auf Tablets zugeschnittene Android 3.0 Honeycomb ist leistungsfähig, schnell und schick. Hier entsteht eine schöne Alternative zur dominierenden Plattform. Aber sie nimmt erst langsam Fahrt auf, noch fehlen die Zusatzprogramme, die „Apps“.

Mit zwei Kernen schneller rechnen

Zunächst ein Blick auf die Hardware: Die junge Konkurrenz orientiert sich sehr dicht an den Vorgaben des iPad. Das Motorola Xoom ist im Querformat betrachtet etwas breiter und rund einen Zentimeter kleiner als das iPad 2, hat eine größere Display-Diagonale und eine geringfügig höhere Bildschirmauflösung (1280 × 800 versus 1024 × 768 Pixel). Es erinnert mit seiner Tiefe von 1,3 Zentimeter an das erste iPad, das Galaxy Tab 10.1 hingegen wird ebenso flach wie das iPad 2 sein. Die Unterschiede der Bauform sind im praktischen Einsatz nahezu belanglos, nur spürt man beim längeren Halten das höhere Gewicht des Xoom (730 Gramm) im Vergleich mit dem schlanken, leichten iPad 2 (600 Gramm) durchaus. Die Verarbeitungsqualität des Xoom ist sehr ordentlich. Motorola spendiert eine Rückseite aus Aluminium, nur die obere Abdeckung der Antennen besteht über eine Höhe von vier Zentimeter aus Plastik.

An der Qualität des Motorola-Displays und der Arbeitsgeschwindigkeit gibt es nichts auszusetzen. Wie beim iPad 2 kommt ein Doppelkern-Prozessor zum Einsatz, der Tablet PC reagiert flott, HD-Videos werden ruckelfrei angezeigt, die Akkulaufzeit beträgt acht bis neun Stunden, da bleiben keine Wünsche offen. Oder anders ausgedrückt: Wer eine App wie den Nachrichtenleser Pulse News auf dem Xoom und dem iPad 2 startet, entdeckt auf den ersten Blick keinen Unterschied – als ob man von einem BMW zum Mercedes wechseln und einen nahezu identischen Innenraum vorfinden würde.

Das Motorola Xoom ist bei der Telekom derzeit nur mit Mobilfunk, Wireless-Lan und 32 Gigabyte Speicher erhältlich, und zwar für 700 Euro ohne Kartenvertrag. Es liegt also auf einem Preisniveau mit dem iPad 2, das freilich in mehr Varianten erhältlich ist. Eine günstigere ohne Mobilfunk soll ebenfalls kommen, der Exklusivvertrieb durch die Telekom ist auf drei Monate befristet. Das Xoom verwendet die Sim-Karte in Normalgröße, während Apple auf die besonders kleine Micro-Sim setzt. Telefonieren im Mobilfunknetz oder SMS schreiben kann man mit beiden nicht, Gängeleien wie ein Sim- oder Net-Lock sind nicht zu beklagen.

Ist das iPad allein mit dem proprietären Apple-Port bestückt, bietet das Xoom einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, die aber derzeit noch nicht ansprechbar ist. Ferner sind ein Micro-HDMI-Ausgang und Micro-USB vorhanden. Letzterer lässt sich indes nicht zum Laden des Akkus verwenden, wohl aber zum Zugriff auf das Dateisystem. Ferner kann man den Androiden im Unterschied zum iPad in Betrieb nehmen, ohne ihn an einem PC aktivieren zu müssen.

Über die beiden Kameras des iPad 2 ist viel gelästert worden, selbst die höher auflösende auf der Rückseite muss sich mit 1280 × 720 Pixel bescheiden. Das Xoom hingegen bietet 2 Megapixel auf der Vorderseite und rückseitig 5 mit der Fähigkeit, Videos in 720p aufzuzeichnen. Zu viel sollte man sich von der Optik nicht versprechen, bei unserem Testgerät waren die Aufnahmen leicht blaustichig.

Ordentliche Hardware, gutes Nachrichtensystem

Ein erstes Fazit zur Hardware: Das Xoom ist ein ordentliches Gerät auf Augenhöhe mit dem ersten iPad. Im Vergleich zum aktuellen Apple-Tablet wirkt es zu klobig und schwer. Aber die Software macht ja den Unterschied, und Motorola hat zum Glück darauf verzichtet, das System mit seinem „Motoblur“-Aufsatz zu „verschönern“. Hier gibt es also „Android pur“. Augenfällig ist die untere Menüzeile, die permanent eingeblendet ist, auf der linken Seite drei Softkeys zum Navigieren zeigt und rechts einen Überblick der letzten Systemaktivitäten. Man sieht beispielsweise sofort die aktuellen E-Mails, Twitter-Hinweise und sonstige Meldungen. Während das iPad die nicht immer zuverlässig arbeitenden Push-Notifications einsetzt, die zudem unübersichtlich werden, je mehr von ihnen eintreffen, kommt hier ein modernes Multitasking-Nachrichtensystem zum Einsatz. Wie bei den Android-Smartphones ist man etwas besser informiert, ein klarer Pluspunkt. Verschiedene Startbildschirme lassen sich individuell mit Apps bestücken. Ein weiterer Vorzug von Honeycomb sind die Widgets, die permanent im Hintergrund etwa den E-Mail-Eingang oder die nächsten Termine zeigen. Die kleinen Fenster sind allerdings derzeit noch nicht konfigurierbar, also in Größe oder Darstellung zu ändern. Das soll mit dem unlängst angekündigten Honeycomb 3.1 besser werden, und dann wird es auch die Möglichkeit geben, auf USB-Speichersticks zuzugreifen.

Analog den Android-Smartphones lassen sich Apps zwar auf eine andere Bildschirmseite verschieben, in der Gesamtdarstellung aber nicht nach Belieben anordnen oder in Ordnern gruppieren. Alle Apps starten (wie beim iPad) stets im Vollbildmodus. Es ist also nicht möglich, sie in Fenstern hinter- oder nebeneinander anzuordnen. Apps können Hintergrundaktivitäten ausführen, und sie stellen ihre Vordergrundaktivität ein, wenn eine weitere gestartet wird. Neue Apps lassen sich über den Android Market laden, der zwar schön an die größere Bildschirmfläche der Tablets angepasst ist, aber einen Kardinalfehler aufweist: Er zeigt nicht, welche Zusatzanwendungen bereits für Honeycomb optimiert sind. Vielleicht ist das Absicht. Denn viele sind es nicht. Wir stießen auf das oben erwähnte Pulse News, auf die Filmdatenbank IMDb und auf den CNN-Nachrichtendienst. Die meisten Smartphone-Apps laufen indes auch auf dem Tablet: Die Darstellung wird nicht in Breite und Höhe hochskaliert, sondern bei konstanter Buchstabengröße allein in die Breite gezogen. Das sieht zwar nicht besonders schön aus, funktioniert aber ordentlich.

Gut an Honeycomb angepasst sind wiederum die fest installierten Google-Apps für E-Mail, Kalender und Adressbuch sowie die Maps und die Systemeinstellungen. Dass diese Module auf dem iPad etwas feiner gezeichnet sind, mag wohl sein. Aber hinsichtlich der Funktionalität beißt die Maus keinen Faden ab. Im Gegenteil: Dank des Zugriffs auf das Dateisystem von Android gelingen einige Dinge, die mit dem iPad nicht oder nur mit Verrenkungen zu absolvieren sind. Etwa das Anhängen einer beliebigen Datei an eine E-Mail. Google-Talk bietet Videotelefonie in ausreichender Qualität, im Unterschied zu Apples Facetime sogar plattformübergreifend mit Freunden am Windows-PC oder Mac-Rechner.

Internet-Browser mit Privat-Modus und „Tabs“

Auch den Internet-Browser kann man loben: Er erlaubt die Anordnung der Fenster in den gewohnten „Tabs“ für flinkes Umschalten zwischen verschiedenen Seiten. Der Browser hat ferner einen Privat-Modus und kann die Inhalte auf Wunsch mit dem Googlemail-Konto und dem Chrome-Browser am PC synchronisieren. Schließlich die Flash-Unterstützung, die beim iPad fehlt. Man mag darin einen Vorteil sehen, aber wir haben das Medienprogramm von Adobe gleich wieder deinstalliert. Nicht nur, weil der Bildschirmschoner bei laufenden Animationen auf Web-Sites versagte, sondern weil die Flash-Werbung auf den einschlägigen WWW-Seiten stört.

Ein weiterer Pluspunkt ist abermals der Zugriff aufs Dateisystem. Wer beispielsweise über die Internetseite von Flickr seine lokal gespeicherten Fotos hochladen will, schaut beim iPad in die Röhre. Wenn solche Aufgaben mit einem Honeycomb-Tablet anstehen, gibt es derartige Restriktionen nicht. Man denke auch an Blogger, die unterwegs ihre WordPress-Seite mit Bildern aktualisieren wollen. Android ist in diesem Sinne mehr PC als Tablet. Einige Nachteile des Browsers seien allerdings nicht verschwiegen: Viele Seiten identifizieren das Xoom als Mobilgerät. Gegebenenfalls kann man zwar über eine andere URL die PC-Darstellung erzwingen. Aber gelegentlich kommt der Hinweis, man möge doch bitte die zugehörige, aber noch nicht erhältliche Android-App laden.

Fehlende Apps sind das Problem, hier ist Apple ungeschlagen

Nach einigen Tagen im Praxiseinsatz meinen wir: Honeycomb ist ohne Wenn und Aber eine Alternative zum marktbeherrschenden iOS 4. Was einen im Dauereinsatz ein wenig stört, ist das kleinteilige Manövrieren mit Schaltflächen an unterschiedlichen Orten. Wer das Gerät mit beiden Händen hält, würde sich über kürzere Wege freuen – Apple macht es mit der Ein-Knopf-Bedienung vor. Ärgerlich sind manche Fehler im Detail. So wird etwa eine mit Bluetooth angeschlossene deutsche Tastatur einwandfrei identifiziert, aber mit den deutschen Umlauten klappt es trotzdem nicht. Wie die Kollegen der amerikanischen Fachzeitschrift „PC World“ entdeckt haben, ist die schlechte Darstellung von Fotos ein Problem aller derzeit erhältlichen Android-Tablets. Das liegt nicht an der Hardware, sondern an der Rendering-Software von Honeycomb.

Der schwerwiegendste Einwand richtet sich jedoch nicht gegen dieses konkrete Gerät, sondern gegen das Betriebssystem: die fehlenden Apps und Medieninhalte. Alles, was wir mehr oder weniger täglich mit dem iPad 2 gern erledigen, scheitert hier an ordentlicher Software. Honeycomb läuft dem iPad ungefähr ein Jahr hinterher. Abgesehen von den erwähnten Pluspunkten kann es derzeit nichts besser als iOS. Es gibt kein „Aha“-Erlebnis, kein Staunen, keine spontane Begeisterung. So wundert kaum, dass sich das Motorola Xoom in den Vereinigten Staaten, wo es seit Februar erhältlich ist, nur sehr schlecht verkauft: Analysten schätzen knapp 100.000 Geräte. Zum Vergleich: 300.000 iPad 2 wanderten in Amerika allein am ersten Verkaufswochenende über die Ladentheke, bis heute gibt es Lieferzeiten. Honeycomb benötigt also einen längeren Anlauf, die aktuellen Modelle richten sich an die Android-Fangemeinde und finden beim breiten Publikum keinen Anklang. Das war bei den ersten Android-Smartphones übrigens nicht anders, doch mittlerweile haben sie Apples iPhone bei den Marktanteilen überholt.

 

 

Honeycomb bleibt 2011 erfolglos

Nach einer Woche mit dem Motorola Xoom (Testbericht kommt am 17.5. in „Technik und Motor“) meine zusammenfassende Einschätzung:

1. Das Xoom ist ordentlich verarbeitet, schnell und leistungsfähig. Die Hardware gefällt, sie spielt ungefähr auf dem Niveau des ersten iPad, die Raffinesse des zweiten fehlt ihm. Weitere Minuspunkte sind das unförmige Netzteil, die insgesamt eher klobige Bauform, der ungünstig an der Rückseite angebrachte Ein-Ausschalter, der noch nicht ansprechbare Micro-SD-Kartenslot. Pluspunkte hingegen: Kein Sim- und Netlock, Sim-Karte in Normalgröße, Micro-HDMI-Ausgang, keine Aktivierung am PC erforderlich, kein Motoblur.

Motorola Xoom: Der iPad Rivale (Foto Hersteller)

2. Honeycomb ist ein gutes, Erfolg versprechendes Betriebssystem, die einzelnen Google-Apps (E-Mail, Kalender, Adressbuch, Maps, Talk, Youtube) sind ordentlich an die höhere Bildschirmauflösung angepasst. Der Browser mit Tabs und Privatmodus gefällt ebenfalls. Die Bedienung ist indes kleinteiliger als die des iPad und das Grafik-Rendering bei Fotos verbesserungsbedürftig. Ein Pluspunkt ist die Menüleiste mit Statusmeldungen, wie man sie schon von Android-Smartphones kennt. Alle Hinweise sind gebündelt an einer Stelle zu finden, sie lassen sich sukzessive abarbeiten. Kein Vergleich mit den Push-Notifications des iPad, die um so unübersichtlicher werden, je mehr eintrudeln. Ferner ein Gewinn: der Zugriff aufs Dateisystem wie bei den Smartphones, auch im Browser übrigens.

3. Davon einmal abgesehen geht Honeycomb nicht über das iOS hinaus. Es gibt kein „Aha“-Erlebnis, kein Staunen, keine spontane Begeisterung. Die Widgets für E-Mail und Kalender auf dem Startbildschirm sind keine „Killer-App“. Wer eine für beide Plattformen erhältliche App wie Pulse News startet, sieht zwischen beiden Geräten keinen Unterschied.

Bislang nur wenige Apps für Honeycomb

4. Die wenigen Apps für Honeycomb sind das größte Problem: Werden viele strukturelle Mängel und Gängeleien des iPad-Betriebssystems durch ungezählte Apps mittlerweile umgangen (Dropbox, Cloud), kann man die Honyecomb-Apps an einer Hand aufzählen. Wer mehr als nur Surfen und E-Mail mit dem Xoom erledigen will, stößt sehr schnell an Grenzen. Selbst wenn man nicht von den Medieninhalten der Verlage redet, bleiben Lücken wie der RSS-Leser Reeder, Flipboard, ein ordentlicher Facebook-Client, eine tolle Textverarbeitung und so weiter und so fort.

5. Das Xoom ist also spannend vor allem für die Android-Fangemeinde, für das Entwickeln neuer Projekte. Da kommt gewiss noch einiges, die größere Offenheit macht den Unterschied. Aber für den typischen iPad-Kunden mit „normalen“ Ansprüchen bietet es zu wenig Anreize. Zumal auch der Preis auf dem Niveau des iPad 2 liegt.

6. Meine Einschätzung: In den kommenden Monaten bleibt das iPad die klar dominierende Plattform. Für einen Paradigmenwechsel müssten entweder die Android-Tablets bei annähernd gleicher Verarbeitungsqualität deutlich günstiger werden oder es müssten ungemein spannende Honeycomb-Apps erscheinen.

Weiterführende Links:

Motorola Xoom bei der Telekom

Boy Genius Report mit Verkaufszahlen und Analysten-Stimmen

Cnet.com: Why no one lines up for the Motorola Xoom

 

Technische Daten des Samsung Galaxy Tab 10.1v (Vodafone)

Das Samsung Galaxy Tab 10.1v (Vodafone-Variante) kommt um den 7. Mai in den Online-Shop von Vodafone und wird ohne Vertrag 659 Euro kosten. Man beachte: dies ist die ältere, dickere Variante des Galaxy Tab. Die modernere Variante 10.1 (ohne v) wurde später angekündigt und ist deutlich dünner. Sie kommt schon Mitte Juni!

Diese technischen Daten des 10.1.v kommuniziert die Vodafone-Pressestelle:

Mit Android 3.0: Samsung Galaxy Tab 10.1v (Foto Vodafone)

 

 

Perfekte Mobilität mit großem 25,7 cm Touchdisplay mit 1280 x 800 Pixel. Android 3.0 (Android  Honeycomb), unterstützt u.a. die folgenden Applikationen:

Google Maps/ Google Mail /Google Search / Google Talk, Android Market, YouTube, Diverse Online Widgets

Komfortables Surfen mit Adobe Flash-Unterstützung, dank UMTS-Broadband Turbo mit bis zu 7,2 MBit/s. Richtungsweisende Google Maps Navigation, Synchronisation für Mail, Kalender und Kontakte über Exchange E-Mail, 8 Megapixel-Kamera mit Autofokus und Fotolicht, interner Speicher von ca. 16 GB, Schnittstellen: USB, Bluetooth (auch BT-Stereo), WLAN.

1.)          Produktdesign

Das Samsung Galaxy Tab 10.1v ist ein Full-Touch-Tablet.

Abmessungen: 246,3 x 170,4 x 10,9 mm

Gewicht:             589 g

Farbe:   silber / anthrazit

Ext. Antennenanschluss:             nein

Betriebssystem:              Android 3.0 (Honeycomb)

Variante:             Vodafone Exklusiv

Netzfrequenzen:            UMTS Tri-Band (900/1900/2100 MHz) und WCDMA (900/2100 MHz)

Ultra SIM            Wird aufgrund technischer Resttriktionen von Android 3.0 nicht unterstützt

2.)          Hardware

Display: Größe: 25,65 cm (10,1 Zoll)

LCD:       TFT

Farben:                16 Millionen

Auflösung:         1280 x 800 Pixel

Das Galaxy Tab 10.1v verfügt über zwei integrierte Kameras jeweils für die Foto- bzw. Videofunktion und für Videotelefonie.

(Video-)Kamera

Qualität:              CMOS

Auflösung:

Bild:       bis zu 8 Mega Pixel -> (3264 x 2488 Pixel)

Video:  bis zu 1280×720 Pixel bei 24 frames / second

Blitz/Fotolicht:  Ja

Zoom:   ja, 8fach digital

Auto-Fokus:      Ja

Sub-Kamera für Videotelefonie

Auflösung:         2 Megapixel (1280 x 960 Pixel)

Interner Speicher: 16 GB

Externer Speicher: Das Galaxy Tab 10.1v verfügt über keinen externen Speicher Slot.

Akkuleistung: Das Samsung Galaxy Tab 10.1v verfügt über einen eingebauten 6860 mAh Li-Ionen Akku, mit dem folgende Leistungen erzielt werden:

Stand-by-Zeit:  bis zu 2500 Stunden, Nutzungszeit:  bis zu 41 Stunden.

Der Lieferumfang des Galaxy Tab 10.1v besteht aus:

•             Samsung Galaxy Tab 10.1v (Art.-Nr.: 00300456)

•             Reiseladegerät

•             Stereo Headset

•             USB-Datenkabel (PC-Software nicht im Lieferumfang)

 

3.) Multimedia

3.1) Messaging: SMS, MMS, eMail (Video-) MMS

Das Galaxy Tab 10.1v beherrscht Video- und Bildmessaging bis zu einer Größe von 600 KB. Es können (Video-)MMS empfangen oder an andere (Video-)MMS-fähige Telefone gesendet werden. Zudem können die Bilder und Videos auch an eine eMail-Adresse versendet werden.

SMS: Android 3.0 unterstützt keinen SMS Versand.

eMail: Das Galaxy Tab 10.1v verfügt über einen integrierten eMail-Client (POP3, IMAP4, SMTP, SSL, TLS). Es können neben Google Mail und einem Mail for Exchange Konto auch noch weitere POP3 und IMAP4 E-Mail-Accounts auf dem Gerät eingerichtet werden.  Unterstützt Microsoft Exchange E-Mail (push mail) für Mail, Kalender und Kontakte, Protokolle POP3, IMAP4, SMTP, SSL, TLS. Mehrere separate eMail-Boxen können eingerichtet werden z.B. privat oder geschäftlich.

Auf dem Samsung Galaxy Tab 10.1v werden verschiedene Google spezifische Services bereits vorinstalliert mitgeliefert: Google Maps/ Latitude, Google Search, Google Sprach-Suche Google Talk und YouTube

3.3) Media Sound

Folgende Soundformate werden unterstützt und können wiedergegeben werden: – MP3, AMR, AAC, eAAC+, OTA, WAV, OGG

Bilder

Folgende Bildformate werden unterstützt und können dargestellt werden: JPG, GIF, WBMP

Video

Videos können mit Ton aufgezeichnet und versendet werden, außerdem können Videos aus dem Portal angesehen und im Telefon gespeichert werden.

Unterstütze Formate:

3gp, H.263, H.264, MPEG 4

4.) Anschlussmöglichkeit & Menüsprachen

Das Samsung Galaxy Tab 10.1v hat folgende Schnittstellen und bietet Anschlussmöglichkeiten zur Datenübertragung:

Bluetooth 3.0 ->              für Voice (auch Stereo A2DP) und Daten

–              USB 2.0->            Anschlussmöglichkeit an den PC / Laptop

–              WiFi->   lokales Funknetz (VVLAN 802.11b/g/n)

DLNA ->               Übertragung von Musik, Videos oder Bildern zu anderen  DLNA-fähigen Empfangsgeräten (erfordert Third Party Application aus dem Android Market)

Synchronisation: Folgende Betriebssysteme und Anwendungen werden unterstützt: (Windows 2000, XP, Vista, Win 7)

Menüsprachen: Bitte beachten Sie, dass sich die aufgeführten Menüsprachen auf die ersten Liefermengen beziehen. Was im Rahmen von SW-Updates durch den Hersteller hinzukommt oder ersetzt wird, kann leider nicht berücksichtigt bzw. vorhergesehen werden.

Bei Auslieferung der deutschen Variante sind folgende Sprachen implementiert:               Englisch, Spanisch, Portugiesisch,  Italienisch, Niederländisch

 

Android 3.0: Jetzt erst recht – „Apps sind ein Übergangsphänomen“

Es gibt ja nichts besseres als den Wettbewerb und das Kräftemessen auf den Märken der Möglichkeiten. Bei den flachen Tablet PCs dominiert bislang das iPad von Apple, in der ersten Runde hat es alle Mitbewerber zur Seite gefegt. Seien wir mal ehrlich: sie waren, mit Ausnahme des Samsung Galaxy Tab, schlecht. Nun beginnt die zweite Runde mit dem Android-Betriebssystem 3.0, das neue Akzente setzen will. Mehr dazu unten und hier. Das offene System Android ist gerade mal zweieinhalb Jahre alt – und hat sich in kürzester Zeit an die Spitze der Smartphone-Betriebssysteme geschoben. Unlängst wurde Nokias Symbian überholt. Die Dynamik von Android ist atemraubend, geradezu unglaublich. Wenn die großen Hersteller jetzt im zweiten Anlauf alles richtig machen, wird der Tablet-Markt noch einmal richtig aufgemischt. Und dann fragt man sich natürlich, was aus jenen Anwendungen wird, die viele Unternehmen und Entwickler nur für Apples iPad konzipiert haben. Sollte man nicht jetzt umdenken und auf offene Standards und Systeme setzen, die auf jedem Tablet PC laufen? Diese Debatte läuft im Netz schon länger unter dem Stichwort „Apps sind ein Übergangsphänomen“. Android 3.0 könnte auch in diesem Sinne ein Wendepunkt sein.

Wie lecker wird Honeycomb?

Wird jetzt alles besser bei den Tablet PCs? Gibt es endlich Konkurrenz für Apples iPad, das im vergangenen Jahr einen Marktanteil von fast 90 Prozent erreicht hat? Google hat am Mittwoch sein neues Betriebssystem für diese kleinen Flachrechner offiziell vorgestellt. Android 3.0 mit dem Beinamen Honeycomb löst sich aus der engen Welt der Smartphones, es ist eigens auf Tablet PCs mit größerer Bildschirmfläche zugeschnitten. Es ist übersichtlicher und erlaubt vor allem die Darstellung einzelner Programme in getrennten Fenstern. Also ein großer Schritt nach vorn. Keine Frage: Mit Android 3.0 zündet die nächste Stufe des Kräftemessens bei den Tablet PCs. Schon scharren Motorola und andere mit den Füßen, und die auf der CES vorgestellten Geräte sind überaus attraktiv.

Aber gegen die jungen Angreifer hat Apple mindestens drei Pfeile im Köcher. Erstens die Massenbasis von mehr als 14 Millionen verkauften Geräten. Das iPad ist das Original und der Standard, für manche gar das Maß aller Dinge. Und das gilt zweitens auch für die Software, die mittlerweile ein sehr, sehr hohes Niveau erreicht hat. Anfangs war man enttäuscht, dass das iPad nicht viel kann. Mittlerweile ist das Angebot überzeugend. Viele leckere Programme (etwa den „Reeder„) gibt es nur für das iPad. Ob sie auf Android 3.0 portiert werden, sei dahingestellt.

Und schließlich drittens das iPad 2: Es wird wahrscheinlich noch in diesem Monat vorgestellt. Wie immer kann man sicher sein, dass Apple einige Überraschungen bereithält, und damit meinen wir nicht die Ausstattung mit ein oder zwei Kameras zur Videotelefonie. Am 14. Februar beginnt die Mobilfunkmesse in Barcelona. Dort ist Apple nicht vertreten. Aber ein nettes Event in San Francisco oder Cupertino könnte den Ausstellern in Spanien die Show stehlen.