Test: TomTom D-A-CH Version 1.9 für iOS

„Man verfährt sich ständig“, lautete die vernichtende Bilanz eines Kollegen, der zwei Wochen mit einem Tom-Tom-Navigationssystem im Testwagen unterwegs war. Dass der elektronische Kopilot ausgerechnet dort patzt, wo seine Kernkompetenz liegt, ist schon ein starkes Stück, soll doch ein Navi das Fahren in fremder Umgebung möglichst angenehm und stressfrei gestalten. Auch wenn die harsche Kritik gewiss etwas übertrieben ist: Die Präzision der Ansagen und Hinweise gilt seit Jahren bei Tom Tom als Schwachpunkt. Wir haben jetzt ein modernisiertes System ausprobiert, nämlich die Tom-Tom-Navigation 1.9, die für das iPhone und das iPad zur Verfügung steht.

Auf dem iPad: TomTom im Querformat, so sieht man mehr (Fotos Spehr)

Für 50 Euro bekommt man eine fast 500 Megabyte große App, die sich auf beiden Geräten einsetzen lässt, wenn ein- und dieselbe Apple-ID verwendet wird. Darin ist das Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz enthalten. Wer 70 Euro investiert und 1,6 Gigabyte auf seinem Mobilgerät zur Verfügung stellt, bekommt die Westeuropa-Variante, und für 90 Euro ist ganz Europa im Angebot. Schon diese Hinweise zeigen: Es handelt sich um eine „Onboard“-Navigation, bei der Kartenmaterial und Routendaten im Gerät gespeichert sind. Eine zusätzliche kostenpflichtige Mobilfunkverbindung im Einsatz unterwegs ist also nicht erforderlich.

Zwei- oder dreidimensionale Darstellung der Karte

Allerdings benötigt man unabdingbar eine Stromversorgung fürs Auto, denn Bildschirm plus GPS-Empfänger sind permanent eingeschaltet und strapazieren den Kraftspender aufs äußerste. Nach dem Start verhält sich die App, die wir mit dem iPhone 4S ausprobiert haben, mustergültig. Bei der Adresseingabe gibt es, wie bei den Anlagen in der Werksausstattung, eine Wortergänzung, die den gewünschten Ort schon nach der Eingabe weniger Buchstaben einblendet. Nötigenfalls kann man sogar auf Umlaute verzichten. Neben der manuellen Erfassung von Ort und Straße lassen sich auch die Adressangaben der im iPhone gespeicherten Kontakte übernehmen. Kurios, aber vielleicht sinnvoll: Die in Fotos hinterlegten GPS-Daten können ebenfalls für die Zielführung hinzugezogen werden. Man wird also zum Ort der Aufnahme geführt. Ferner gibt es natürlich eine Suche nach Sonderzielen, wahlweise in der Nähe oder in einer Stadt. Was die Sonderziel-Suche nicht findet, etwa Tankstellen mit Erd- oder Autogas, zeigt gegebenenfalls die Google-Online-Suche, für die allerdings eine Datenverbindung benötigt wird.

In der App: Die Zusatzprogramme

Nach der Zielerfassung erfolgt in wenigen Sekunden die Routenberechnung, anschließend zeigt Tom Tom in einer wahlweise zwei- oder dreidimensionalen Darstellung seine Karte. Das alles ist dann mehr oder weniger identisch mit den Tom-Tom-Navis zur Nachrüstung. Und wie gehabt gilt: Die Ansagen und die Hinweise auf dem Display sind nicht gut. Altbekannte und typische Tom-Tom-Unzulänglichkeiten wurden nicht behoben. Man verfährt sich in der Tat öfter als mit anderen Systemen, hier fehlt der Feinschliff und die Liebe zum Detail – das hatten wir schon mehrfach beklagt.

HD Traffic bester Verkehrsdienst in Deutschland

Der große Pluspunkt sind indes die Verkehrsinformationen. Zum einen setzt Tom Tom auf historisches Material, auf Daten und Statistiken zu jedem einzelnen Straßenabschnitt in Deutschland mitsamt den erzielten Geschwindigkeiten. Damit werden die „IQ Routes“ erstellt, Tempoprofile einzelner Segmente in Abhängigkeit von der Tageszeit. Zu jeder Straße kennen die Niederländer das typische Fahrtempo, und zwar, man höre und staune, im Fünf-Minuten-Takt. Dieser Dienst ist unentgeltlich in der App enthalten. Aktuelle Informationen bieten indes die mit Mobilfunk empfangenen HD-Traffic-Dienste. Dahinter steckt eine bunte Mischung unterschiedlicher Nachrichtenquellen, die zentral zusammengefasst und ausgewertet werden.

Das Ergebnis überzeugt: HD Traffic ist nach unserer Einschätzung der mit Abstand beste Verkehrsdienst in Deutschland. Uns wurden nicht nur größere Störungen auf der Autobahn präzise angezeigt, sondern auch Störungen auf der Landstraße und selbst mancher Feierabendstau in der Kleinstadt. Nicht etwa, dass man dann jedes Mal eine Umleitung wählt. Entscheidend ist die Genauigkeit im Gesamtpaket: Fahre ich über die A648 in die Frankfurter Innenstadt, oder nehme ich den längeren Weg über die Autobahnabfahrt „Westhafen“? Wir haben bei der Beantwortung dieser Frage den Kopiloten jeden Morgen auf die Probe gestellt, fuhren bisweilen mit Absicht konträr zu den Empfehlungen – und waren von den Ergebnissen sehr angetan.

Tom Tom sollte die Staudaten für Nutzer besser aufbereiten

Nur wünscht man sich mehr Transparenz bei der Anzeige und Auswertung der Verkehrsstörungen. Im Unterschied zu den Windschutzscheiben-Navis von Tom Tom kann man die App nicht so programmieren, dass automatisch und selbsttätig stets die schnellste Route unter Berücksichtigung der Verkehrslage gewählt wird. Vielmehr wird man nach im Hintergrund laufenden Neuberechnungen auf eine schnellere Strecke hingewiesen und kann diese dann mit einem Fingertipp aufs Display bestätigen. Der auf Wunsch einblendbare Verzögerungs-Balken am rechten Rand des Bildschirms ist keine große Hilfe und wirft mit seiner Darstellung mehr Fragen auf, als er beantwortet. Insgesamt meinen wir, dass Tom Tom die vorhandenen Staudaten für den Nutzer besser aufbereiten sollte. Eine zusammenfassende Analyse – etwa mit Sprachausgabe – könnte ein Pluspunkt sein.

HD Traffic für die Tom-Tom-App kostet 5 Euro im Monat oder 30 Euro im Jahr. Zu den gleichen Konditionen kann man auch Informationen über Gefahrenstellen hinzubuchen. Allerdings laufen diese Dienste nur auf einem einzigen Gerät. Wer zwischendurch das iPad zur Routenführung einsetzen möchte, muss ein zweites Abonnement abschließen. Hier scheint Tom Tom die Spielregeln der Apple-Welt noch nicht verstanden zu haben. Alles in allem: Die Navi-App lohnt sich vor allem in Verbindung mit den Verkehrsinformationen. Denn die Routenführung an sich gibt es anderswo besser und günstiger.

Die Konkurrenz:

Die Navigon-App mit europäischen Landkarten ist für 75 Euro (derzeit: 60 Euro) zu haben und überzeugt vor allem mit klaren und präzisen Hinweisen. Wer in unbekannten Gefilden sicher und stressfrei zum Ziel geführt werden will, ist hier bestens aufgehoben. Die nahezu identische „Select“- Edition steht für Kunden der Telekom gratis zur Verfügung. Die Stau-Informationen von Navigon reichen allerdings nicht an Tom Tom heran. Sehr günstig ist „GPS Navigation 2“ von Skobbler für 1,60 Euro. Der Trick: Diese App nutzt die Gratis-Karten von „Open Street Map“. Die neueste Version hat auch einen Onboard-Modus, der ohne Mobilfunkverbindung auskommt. Dann enstehen aber weitere Kosten für das vorab zu ladende Kartenmaterial.

Test: Nokia Lumia 800

Das Smartphone-Betriebssystem von Microsoft soll Nokia den Weg aus der Krise weisen. Jetzt kommt das erste Handy aus Finnland mit Windows Phone 7.5. Wie gut ist das neue Nokia Lumia 800?

Man kann sich dem ersten Nokia-Smartphone mit Microsoft-Betriebssystem auf zweierlei Weise nähern. Mit einem Seitenblick auf die Konkurrenz lässt es sich mühelos in den Boden stampfen. Microsoft Windows Phone gibt es seit einem Jahr. Es ist ein Flop. Der Marktanteil liegt bei unter zwei Prozent. Der bescheidenen Nachfrage der Kunden entspricht die Flaute bei den Apps. Entwickler und Content-Lieferanten konzentrieren sich auf Android und iPhone. Vieles Wichtige und Sinnvolle fehlt. Nerds, die sich aus dem Smartphone ein Schweizer Taschenmesser basteln, kommen mit ihrem Spieltrieb zu kurz.

Nokia Lumia 800: Die großen Kacheln stehen für jeweils eine App (Fotos Hersteller)

Microsoft und Nokia sind schwach, wenn es um jenes Ökosystem geht, das bei modernen Geräten immer wichtiger wird und ein Netz der Verknüpfungen aufspannt, in dem alle Aspekte der digitalen Lebensführung eng miteinander verwoben sind. Stichworte: Musik, Cloud-Anbindung, soziale Netzwerke und die Verzahnung von Internetdiensten am PC mit dem Gerät in der Hand. Es gibt bei Windows Phone 7.5 auf den ersten Blick kein Alleinstellungsmerkmal, das einen sofort in den Bann ziehen würde. Wer soll hier wen retten, fragt man sich. Ist es sinnvoll, dass Microsoft sein Windows Phone als „bestes Handy für Hotmail“ anpreist? Hotmail? Steht das nicht im Zumutbarkeitsindex für Leidenswillige ganz oben auf der Liste, gleich neben Web.de?

Bei keinem anderen ist die Facebook-Integration so gelungen

Lässt man sich jedoch nicht von Vorurteilen leiten, entdeckt man schnell den Charme und die Raffinesse des neuen Nokia Lumia 800, das Mitte November für 500 Euro in den Handel kommt. Es erinnert an das erste iPhone des Jahres 2007. Es kann nicht viel, aber was es kann, macht es mit Bravour und Leichtigkeit. Die Reduzierung auf das Wesentliche gefällt. Der Purismus wird hier noch einmal auf die Spitze getrieben. Üppig dimensionierte Weißräume stehen für Transparenz und Klarheit, die Menüs hingegen sind drastisch reduziert. Der zweite und dritte Blick bringen dann doch ein Alleinstellungsmerkmal ans Licht: Bei keinem anderen Smartphone ist die Integration der sozialen Netzwerke, insbesondere von Facebook, so gelungen wie hier. Daten werden selbsttätig und sicher zusammengeführt, egal, aus welcher Quelle sie stammen. Eins fließt und greift ins Andere. Zumindest, wenn es um Personen geht, bei Themen ist Windows Phone 7.5 eher schwach. Anders ausgedrückt: Wer kein Nerd ist und sich auf die wichtigen Dinge fokussiert, wird mit dem aktuellen Microsoft-Betriebssystem sehr zufrieden sein. Kontakte, Kalender, E-Mail, Facebook und Twitter sind die Stärken aus dem Hause Microsoft. Nokia wiederum spendiert seine Navigation, die Mobilfunkgebühren nur beim Start (zur Ortung und Zielsuche) anfallen lässt. Denn die Karten für alle Länder der Welt kann man vor Reiseantritt unentgeltlich mit Wireless-Lan aufs Gerät laden.

Die Hardware des Lumia 800 folgt dem Nokia N9, allerdings fehlt dem Neuen die zweite Frontkamera für Videotelefonie. Das robust wirkende Kunststoffgehäuse ist aus einem Guss gefertigt. An der rechten Seite sind die mechanischen Tasten angebracht, ihre Anmutung lässt etwas zu wünschen übrig. Mit Maßen von 11,6×6,2×1,2 Zentimeter ist es etwas höher und dicker als ein iPhone, passt jedoch noch prima in die Hosentasche. Der Bildschirm löst auf einer Diagonale von 9,2 Zentimeter mit klassentypischen 800×480 Pixel auf. In geschlossenen Räumen ist das Amoled-Display mit kräftigen Farben überzeugend. 16 Gigabyte Speicher sind fest eingebaut, ein Schacht für Micro-SD-Karten fehlt. Der Akku lässt sich vom Anwender nicht wechseln, und wie im iPhone 4 und 4S benötigt man die kleine Micro-Sim-Karte, die an der Oberseite des Geräts eingesteckt wird. Man nimmt das Lumia gern in die Hand, auch hier ist das puristische Design ein Pluspunkt.

Kamera kann nicht mit der des iPhone 4S mithalten

Wie bei allen Windows-Phone-Geräten ist ein Zugriff auf Musik und Fotos im internen Gerätespeicher nicht an jedem PC möglich, auch nicht mit einem USB-Kabel. Für den Austausch von Medien benötigt man unter Windows die unbeliebte Zune-Software von Microsoft, für den Mac gibt es den Windows Phone Connector. Eine ärgerliche Einschränkung. Auch der Umweg über das Hotmail- oder Windows-Live-Konto führt nur einen kleinen Schritt weiter. Zwar erhält man üppige 25 Gigabyte Speicherplatz, und es lassen sich einzelne Fotos direkt in dieses „Sky Drive“ übertragen. Allerdings nur mit reduzierter und herunter gerechneter Auflösung.

Zu jedem Kontakt erscheinen automatisch die aktuellen Einträge von Facebook oder Twitter

Die Kamera mit 8 Megapixel ist schnell einsatzbereit und bietet gute Qualität, kann aber mit der des iPhone 4S nicht mithalten. Der Prozessor, ein Snapdragon 2 von Qualcomm mit 1,4 Gigahertz, sorgt für ein ordentliches Arbeitstempo. Dass es sich hier nicht um einen Zweikernprozessor handelt, ist jedenfalls kein Nachteil. W-Lan und Bluetooth 2.1 gehören ferner zur Serienausstattung, im UMTS-Betrieb sind Datenraten bis 14,4MBit/s erreichbar.

Alles in allem ein faszinierendes Smartphone

Die Bedienung des Lumia 800 ist kinderleicht und lässt kaum Fragen offen. Einwände und Probleme sind nur bei manchen Details aufzuzählen. Etwa, dass ein für fortgeschrittene Funktionen unabdingbares Hotmail- oder Windows-Live-Konto ungefragt und ohne jede Vorwarnung bei der Inbetriebnahme alles synchronisiert. Oder die feste und ebenfalls nicht änderbare Voreinstellung von Microsoft Bing als Suchmaschine für den Internet Explorer. Ferner die fehlende Wochenansicht des Kalenders in Verbindung mit einer Monatsansicht, die einzelne Einträge so winzig wiedergibt, dass man sie beim besten Willen nicht mehr lesen kann. Ein Push-System für neue Nachrichten und Ereignisse fehlt, aber diese werden teils auf dem Startbildschirm automatisch angezeigt oder sind manuell in bestimmten Kontexten abrufbar. In die rudimentär vorhandene Spracherkennung sollte man keine großen Hoffnungen setzen.

Alles in allem ist das Lumia 800 ein faszinierendes Smartphone. Aber nicht für jedermann. Wer die Verknüpfung mit den großen marktbeherrschenden Ökosystemen sucht oder in die bunte Welt der Apps eintauchen will, wird beim Mainstream bleiben. Denn das Nokia zielt auf Leute, „die noch was anderes machen, als Gadgets zu knutschen“, schrieb Kollege Volker Weber, und dem ist nichts hinzuzufügen.

Ergänzende Links:

Diskussion über Gerät und Artikel bei Google+

Nokia promises tethering for Lumia 800

Nokia Lumia 800 in Deutschland ohne Mix Radio

Keine Zieleingabe beim Navi im Funkloch, Roaming-Gebühren im Ausland

 

Bildvergleich: iPhone 4S versus Nokia Lumia 800

iPhone 4S

Beide Aufnahmen entstanden zur selben Zeit bei schlechter Beleuchtung. Bei beiden Geräten wurde der Blitz ausgeschaltet. Beide lassen sich in Originalauflösung mit Exif-Dateien laden.

Nokia Lumia 800

Die beiden unteren Aufnahmen entstanden im Büro mit der Beleuchtung durch Leuchtstoffröhren.

iPhone 4S

 

Nokia Lumia 800

 

 

 

 

 

Hat das iPhone 4S ein Akkuproblem?

Hat das neue iPhone 4S ein Akkuproblem? Diese Frage wird derzeit im Internet heiß diskutiert. Denn es geht um einen der großen Pluspunkte von Apples Smartphone gegenüber der Konkurrenz aus dem Android-Lager. Der typische Androide muss jeden Abend an die Ladestation, bisweilen auch schon früher, am Nachmittag. Akkulaufzeiten von deutlich unter 15 Stunden kannte man beim iPhone bislang nicht. Mit moderater Nutzung kam mancher auf zwei Arbeitstage, einen schaffte das Gerät in jedem Fall. Auch mit vielen Telefonaten und ausgiebiger Spielerei.

Die Beurteilung der Akkulaufzeit ist indes alles andere als einfach. Die Laufzeit hängt von unendlich vielen Faktoren ab. Vom Netz, von der Funkversorgung, von einem gegebenenfalls vorhandenen W-Lan im Büro, von den installierten Apps und Hintergrunddiensten. Der Bildschirm ist einer der größten Stromverbraucher. Jedes Hantieren kostet Bereitschaftszeit. Wer das iPhone 4S neu in Betrieb nimmt und sich intensiv damit beschäftigt, wird also zwangsläufig unter der Bereitschaftszeit im „Normalbetrieb“ bleiben.

In den Diskussionsforen und auf den Apple-Supportseiten im Internet ist die Meinung der 4S-Besitzer nicht einheitlich. Bei gleicher Nutzung entspreche die Laufzeit in etwa der des Vorgängers heißt es. Andere kontern: 70 Prozent „Energieverlust“ vom Aufstehen morgens bis zum Mittagessen. Eine Ursache könnte die Tatsache sein, dass sich beim iPhone 4S der UMTS-Betrieb nicht mehr abschalten lässt. Ein ärgerliches Detail. Wer nur auf dem Land ohne UMTS-Netzversorgung unterwegs ist, konnte bislang durch das Deaktivieren dieses Dienstes ein bisschen mehr Bereitschaftszeit herausholen. Aber angesichts der unterschiedlichen Nutzererfahrungen spricht viel dafür, dass auch ein Software-Problem vorliegt. Es gibt etliche Empfehlungen, wie man die Laufzeit angeblich verlängern kann: Die Netzwerkeinstellungen zurücksetzen, die Ortungsdienste und die automatische Zeitzonen-Einstellung abschalten sowie die E-Mail-Konten neu einrichten. Das alles kann aber nicht des Rätsels Lösung sein. Warten wir also auf das nächste Update des Betriebssystems.

P.S.: Nach dem Erscheinen dieses Artikels in der Sonntagszeitung habe ich die geschilderten Empfehlungen aus dem Internet der Reihe nach angewendet. Ich bilde mir ein, dass es etwas gebracht hat. Die typische Laufzeit meines Geräts liegt derzeit bei rund 23 Stunden.

Hinweise auf andere Berichte:

Business Insider: What’s really killing your iPhone 4S Battery?

Eric Schonfelds Polemik auf TechCrunch

Spurensuche mit einer App: Fehlerhafter Kontakteintrag führt zu hohem Stromverbrauch

Test: iPhone 4S

Objekt der Begierde: Das neue iPhone 4S (Foto Apple)

Das neue iPhone 4S kommt Freitag in den Handel, ist aber schwer erhältlich. Nur wenige Stunden konnte man es in der vergangenen Woche vorbestellen – und schon meldeten einige Provider und Netzbetreiber leere Lager. Ein Marketing-Trick? Denn die Reaktionen der internationalen Medien nach der Produktvorstellung waren eher verhalten. Das Kultobjekt aus Cupertino ist nämlich nicht das erwartete iPhone 5, sondern ein neues Modell in alter Schale. Auf den ersten Blick ist das iPhone 4S nicht vom Vorgänger 4 zu unterscheiden. Aber innen ist alles neu, und das betrifft sowohl die Hardware wie auch die Software. Mit dem iPhone 4S kommt das Betriebssystem iOS 5, es steht auch für ältere Geräte zur Verfügung – und ist ein Meilenstein. Auch die verbesserte Hardware mit schnellerem Prozessor, neuer Kamera und neuer Mobilfunkeinheit darf als Schritt nach vorn gelten. So gesehen fehlt eben nur das i-Tüpfelchen eines jungen Designs, um aus der Evolution eine Revolution zu machen.

Um gleich mit der spektakulärsten Neuerung einzusteigen: Die Sprachbedienung und Spracherkennung, die Apple Siri nennt. Sie ist einzigartig, ein Alleinstellungsmerkmal: „Brauche ich am Montag in Paris einen Regenschirm“ spricht man in das iPhone hinein, und es wird in Sekunden der Wetterbericht für die französische Hauptstadt abgerufen, angezeigt und dahingehend ausgewertet, dass die Antwort kommt „Nein, kein Regen in der Vorhersage angekündigt“. Der Experte erkennt sofort: Hier liegt nicht nur eine Spracherkennung mit der Umwandlung von Sprache in Text vor, sondern Siri interpretiert auch den Inhalt, die Semantik. Der Regenschirm muss etwas mit dem Wetter zu tun haben. Eine Regenjacke geht auch, erst die Frage, „kann ich morgen offen mit dem Cabrio fahren“ bringt Siri an Grenzen. Nicht, dass es an der Transkription scheitert. Es „versteht“ den Inhalt nicht. Siri kann man in so gut wie allen Abteilungen einsetzen. Es lassen sich Termine planen, Erinnerungen und Notizen eintragen, im Web oder auf der Wikipedia suchen, und wenn man das Gebotene zusammenfasst, ist das iPhone 4S das erste Smartphone, mit dem man sich in natürlicher Sprache unterhalten kann.

Siri ist nur in Grenzen lernfähig

Mit „Text to Speech“ liest Siri eingegangene SMS vor, E-Mails leider nicht. In der umgekehrten Richtung lässt sich die Spracherkennung überall dort nutzen, wo die virtuelle Bildschirmtastatur eingeblendet wird. Sie hat nun ein kleines Mikrofonsymbol, und nach dem Diktat wird auf Apple-Servern transkribiert. Ohne Mobilfunkverbindung oder Wireless-Lan geht es also nicht. Die Erkennung ist deutlich leistungsfähiger als das Pendant von Nuance mit der Dragon-Dictation-App, obwohl die Software vermutlich von Nuance stammt. Bei alltagssprachlichen Diktaten arbeitet Siri in der Regel ohne einen einzigen Erkennungsfehler, auch Befehle für die Interpunktion werden zuverlässig umgesetzt. Lernfähig ist Siri nur in Grenzen, eigene Fachbegriffe lassen sich ihr nicht beibringen. Aber es werden die Kontaktdaten übernommen, um beispielsweise Kommandos wie „Termin mit Hans Müller nächste Woche Dienstag 10 Uhr einrichten“ zum Anlegen des Kalendereintrags und zum Versenden einer E-Mail-Besprechungsanfrage an Hans Müller ausführen zu können. Siri bleibt dem iPhone 4S vorbehalten, es ist großartig.

Spracherkennung: Siri in Aktion (Fotos Spehr)

Wo liegen die Grenzen? Zum einen befindet es sich noch in einer Beta-Phase. Manches wird bisweilen korrekt transkribiert, aber es gibt Fehlermeldungen bei der Umsetzung. Navi- und Karten-Kommandos werden momentan nur für das Gebiet der Vereinigten Staaten unterstützt, und ein Zugriff auf die Wissensdatenbank von Wolfram Alpha mit vielen weitergehenden Informationen funktioniert nur auf Englisch, dann aber mit verblüffenden Resultaten. Auf die Frage, wie viele Tage noch bis Weihnachten bleiben, liefert Wolfram Alpha als Antwort die richtige Zahl. Kleine Unstimmigkeiten sind ebenfalls zu beobachten, so versteht etwa die Musik-Steuerung zwar „Spiele ’Ein Deutsches Requiem’“, aber nicht: „Spiele Musik von Johannes Brahms“.

In der Öffentlichkeit autistisch mit dem Smartphone sprechen?

Die interessante Frage ist, ob und wie sich der Umgang mit Smartphones dank Sprachassistent ändert. Man gewöhnt sich schnell daran, nicht mehr den PC hochzufahren, sondern eine kurze E-Mail zu diktieren. Wir haben in den vergangenen Tagen viel am iPhone diktiert, weil uns schon der Start von Outlook zu lästig war. Im Auto fahrend kann man – ohne einen Blick auf das Smartphone werfen zu müssen – in Sprachdialogen seinen Terminkalender abrufen, ergänzen oder Aufgabenlisten erfassen. Und abends sitzt man auf dem Sofa und sagt einfach dem Smartphone, dass es einen morgen im Büro an die Reisekostenabrechnung erinnern möge. Das tut es auch, weil es über die Ortungsdienste und den eigenen Kontaktdatensatz die Adresse kennt. Die Verdichtung der Informationen und Dienste sowie der einfache Umgang machen Siri ungemein attraktiv. Nur: wird man auch in der Öffentlichkeit autistisch mit seinem Smartphone sprechen? Siri ist jedenfalls eine disruptive Innovation, welche die Tür zu einer Welt jenseits des PCs ein Stück weit öffnen könnte.

Das iPhone 4S bringt den flinken Doppelkernprozessor A5 des iPad 2 mit. Dass es schneller als sein Vorgänger ist, merkt man nicht unmittelbar, sondern lediglich an manchen Details, etwa an dem atemraubenden Tempo, in dem die Foto-App Hipstamatic neue Bilder „entwickelt“ oder bei Spielen. Schließt man das iPhone 4S ans TV-Gerät an, wird mancher gern auf seine Spielekonsole verzichten. Auch beim Einsatz der Kamera, deren Auflösung von 5 auf 8 Megapixel erhöht wurde, ist der Tempogewinn sofort spürbar. Sie steht für Schnappschüsse schneller parat, und das liegt nicht nur an der ebenfalls neuen Möglichkeit, die Fotoabteilung direkt am Sperrbildschirm aufzurufen.

Gegen schlechte Funkversorgung ist kein Kraut gewachsen

Die Qualität der Bilder ist bei Außenaufnahmen überragend und den meisten Kompaktkameras ebenbürtig. Das Autofokus-Messfeld lässt sich nun mit einem Fingertipp festlegen, die Optik hat eine zusätzliche fünfte Linse erhalten und der 1/3-Zoll-Sensor sei deutlich lichtempfindlicher geworden, sagt Apple. Es gibt nun eine Gesichtserkennung, aber wie gehabt lassen sich ISO-Empfindlichkeit, Belichtungszeit und Blende nicht manuell einstellen. Bei Innenaufnahmen hängt alles am vorhandenen Licht. Unter guten Bedingungen ist die Bildqualität ebenfalls sehr überzeugend. Passen muss das iPhone 4S, wenn die Kompaktkamera eine schummrige Umgebung mit starkem Blitz aufhellt. Schaltet man um auf Video, ist das iPhone 4S gerüstet für HD-Aufnahmen mit 1080p. Auch hier waren wir von der Qualität überaus angetan, zumal dank A5-Chip ein Bildstabilisator sowie eine Rauschunterdrückung mit dabei sind. Fotos und Videos lassen sich in Grenzen am Gerät selbst bearbeiten.

Die zweite große Innovation soll die überarbeitete Mobilfunkeinheit sein. Das ältere iPhone 4 ist angeblich empfangsschwach, weil die Balkenanzeige der Feldstärke mit dem Umklammern des Geräts einbricht. Jetzt sind zwei Antennen an Bord, das iPhone 4S wechselt automatisch auf die jeweils beste. Was bringt das? Bei unseren Standard-Tests, nämlich Dauertelefonaten in Gegenden mit schwacher Funkversorgung, blieb die Revolution aus. Die Sende- und Empfangseigenschaften sind nur geringfügig besser als beim Vorgänger. Gegen schlechte Funkversorgung ist kein Kraut gewachsen. Oder anders ausgedrückt: Ob ein Gespräch an einem unzureichend versorgten Ort geführt werden kann oder nicht, hängt mehr vom Wetter als vom jeweiligen Handy ab. Und zweitens: Vieltelefonierer im Auto werden auch beim neuen iPhone das Bluetooth-Profil Sim Access für allerbeste Telefonie mit hochwertigen Freisprechanlagen vermissen.

iOS 5 beseitigt auf einen Schlag das Wirrwarr

Ferner ist das iPhone 4S ein Welttelefon. Wer es für das amerikanische CDMA-Netz kauft, kann es auch in Europa mit GSM einsetzen. Umgekehrt haben wir Europäer nicht viel davon, weil es so gut wie keine Roaming-Abkommen für CDMA gibt. Mit dem UMTS-Turbo HSDPA empfängt das Neue bis zu 14,4 MBit/s. Abermals hält sich der Zugewinn in Grenzen, schon die 7,2 MBit/s des alten sind in der Praxis nur selten zu erreichen. Das neue Funkprotokoll LTE fehlt, das ist aus vielerlei Gründen kein Minuspunkt.

Der nächste Paukenschlag ist das neue Betriebssystem iOS 5, das (ohne Siri) auch dem iPhone 4 und dem 3GS sowie dem iPad als Gratis-Update zur Verfügung gestellt wird. iOS 5 beseitigt auf einen Schlag das oft kritisierte Wirrwarr der Hinweise und Meldungen unterschiedlicher Apps. Im neuen Notification Center ist alles unter einem Dach versammelt, man streicht mit einer Fingerbewegung über den oberen Bildschirmrand und sieht sofort neue E-Mail, Twitter-Nachrichten oder SMS. Die Idee lehnt sich an die ganz ähnliche Umsetzung des Android-Betriebssystems an, nur fehlt ein kleines LED-Lämpchen, das die Neuigkeiten auch bei ausgeschaltetem Bildschirm anzeigen müsste. Ungeachtet der rund 200 Neuerungen in iOS 5 gab es bei uns mit älteren Apps keine Probleme. Zu den sinnvollen Verbesserungen zählen wir iMessage: nutzen beide Gesprächspartner ein iOS-5-Gerät, werden Nachrichten gratis über W-Lan oder Mobilfunk zugestellt, andernfalls kommt die kostenpflichtige SMS zum Einsatz.

iPhone 4S hält nur um die 20 Stunden durch

Mit iOS 5 kann man endlich sein neues Gerät ohne iTunes-PC in Betrieb nehmen, Kabel ade. Noch weitgehender ist die Integration in die Cloud-Dienste von Apple, die sich bislang nicht vollständig erproben ließen. Die Musikdienste hatten wir hier unlängst beschrieben, fünf Gigabyte Speicherplatz stehen für persönliche Daten und das Backup des Gerätespeichers in der Datenwolke zur Verfügung. Die Cloud muss man nicht nutzen, wer ohnehin mit Exchange oder einem Google-Server synchronisiert, mag dabei bleiben.

Alles in die Cloud? Man kann zum Glück selektiv ein- und ausschalten

Was schon jetzt einwandfrei funktioniert, ist der Fotostream: eigene Aufnahmen werden im Hintergrund in die Cloud hochgeladen und selbsttätig mit allen anderen Apple-Geräten via W-Lan synchronisiert. Das hört sich zunächst schick an, verliert indes seinen Reiz, wenn man doch recht lange auf die Schnappschüsse wartet und den zusätzlichen Stromverbrauch berücksichtigt. Denn setzt man alle neuen Optionen und Möglichkeiten ein, reduziert sich die Arbeitszeit des iPhone 4S gegenüber dem Vorgänger deutlich. Die neue Erinnerungsfunktion beispielsweise schaltet GPS dauerhaft ein, um ortsbezogene Hinweise geben zu können. Auch die Cloud-Dienste fordern ihren Tribut. Nur nach sorgfältiger Feinjustage hielt das iPhone 4S bei uns um die 20 Stunden durch. Der Vorgänger schaffte 30 Stunden und mehr. Das ist unser Hauptkritikpunkt. Ärgerlich zudem: Das stromhungrige UMTS ist nicht mehr abschaltbar.

Android bleibt der schärfste Rivale

Alles in allem macht das iPhone 4S im Vergleich mit der Konkurrenz eine sehr gute Figur. Nicht nur, dass kein anderes Smartphone so etwas wie Siri zu bieten hätte. Die Scharte des umständlichen Hinweissystems wurde mit dem Notification Center mehr als nur ausgewetzt. Die Kamera arbeitet hervorragend. Die Verarbeitungsqualität sowie die Wertstabilität sind klare Pluspunkte. Hinzu kommt die große Auswahl hochwertiger Apps. Vieles gibt es nur für iOS. An das neue Betriebssystem gewöhnt man sich schnell, es gibt keine nennenswerten Kompatibilitätsprobleme. Android bleibt der schärfste Rivale. Seine Vorzüge liegen in der größeren Offenheit bei Apps und Betriebssystem, mehr Möglichkeiten der Erweiterung und Personalisierung sowie in der bunten Vielfalt der Hardware und im kleineren Preis. Das günstigste iPhone 4S mit 16 Gigabyte Speicher kostet 630 Euro, das neue Top-Modell mit 64 Gigabyte liegt bei 850 Euro.

Apples Siri auf dem iPhone 4S im Auto mit Bluetooth-Freisprechern nutzen

Nach meinen bisherigen (kurzen) Erfahrungen gibt es keine gravierenden Probleme mit den gängigen Bluetooth-Freisprechanlagen im Auto. Etwas länger habe ich das iPhone 4S mit dem Comand-System in der neuen E-Klasse von Mercedes-Benz ausprobiert.

Der Siri-Sprachassistent kann sich gerade im Auto besonders nützlich machen. Etwa zum Diktieren von E-Mail oder SMS, zur Abfrage von Kalendereinträgen oder zum Erstellen von Erinnerungen. Wer allein fährt, kann also im Auto mit Siri sprechen und seine Dinge organisieren. Hier einige Hinweise:

1. Das iPhone 4S wie jedes andere Bluetooth-Telefon ankoppeln. Für Siri-Eingaben ist jetzt das Mikrofon des Fahrzeugs aktiviert und zuständig.

2. Für Siri nicht die Spracherkennungs-Taste des Fahrzeugs betätigen, sondern die Home-Taste des iPhone 4S länger drücken. Das funktioniert auch mit aktivem Sperrbildschirm.

3. Das gewünschte Kommando („Welche Termine habe ich heute“, „E-Mail schreiben an Klaus Mustermann“, „Erinnere mich an Blumen für die Sekretärin“) in das Fahrzeug-Mikrofon sprechen.

4. Siri zeigt erkannte Kommandos und Befehle nicht nur auf dem iPhone-Bildschirm an, sondern antwortet mit Sprachausgabe. Unter „Einstellungen“, „Allgemein“, „Siri“ gibt es den Menüeintrag „Sprach-Feedback“. Hier kann man den Menüpunkt „Nur Freisprecheinrichtung“ wählen. Das heißt: Siris Sprachausgabe ist nur mit aktiver Bluetooth-Kopplung eingeschaltet. Sonst bleibt es bei der Bildschirmdarstellung.

5. Beim Einsatz im Auto ist zu beachten, dass sämtliche Befehle, Kommandos, Texteingaben über eine Mobilfunkverbindung auf Apple-Servern transkribiert werden. Wenn die Datenverbindung des iPhone 4S nicht funktioniert, gelingt auch die Spracherkennung nicht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man einem Ort zwar telefonieren kann, sich aber eine Datenverbindung nicht aufbauen lässt.

6. Marginalie: Bei der Musikwiedergabe mit A2DP im Mercedes gab es gelegentlich kurze Aussetzer.

Zwei sehr schöne Aufnahmen mit dem iPhone 4S in Originalgröße

Fotos Spehr

Ein Apfel musste natürlich irgendwie ins Bild …

 

Detailreich und scharf, obwohl sich der Terrier draußen gewiss nicht ruhig in Position gestellt hat und mit seinem scharfen Blick argwöhnisch potentielle Feinde auf der Straße sucht.

Zum Download in Originalgröße auf der Festplatte speichern. Der Photoshop-Hinweis in den Exif-Daten resultiert daraus, dass ich die Fotos gedreht habe. Sonst wurden keine Veränderungen vorgenommen.

Ohne Lion: iPhone 4S mit Mac OS X 10.6 in Betrieb nehmen

Um alle iCloud-Dienste des neuen iPhone 4S zu nutzen, ist Mac OS X 10.7 Lion erforderlich. Geht es allerdings nur darum, die Daten, Einstellungen und Apps eines älteren iPhone auf das neue 4S zu übertragen, reicht auch Mac OS X 10.6.6. Man bringe zunächst Mac OS X auf den neuesten Stand und lade insbesondere die iTunes-Aktualisierung 10.5.

Dann synchronisiere man das alte Gerät per Kabel mit iTunes. Nun das neue anschließen und das Backup des alten iPhone auf dem 4S wiederherstellen lassen. Dazu bei angeschlossenem iPhone 4S  einen Rechtsklick über der Geräteanzeige links tätigen, das Wiederherstellen-Menü wählen und den richtigen Backup-Datensatz wählen.

Bei dieser Wiederherstellung erhält das neue 4S den Namen des alten. Wenn Apps, Daten und Musik nicht beim ersten Synchronisieren auf dem neuen 4S vorhanden sind, synchronisiere man ein zweites oder drittes Mal. Alle Einstellungen, Benutzernamen und Kennworte werden übernommen, wenn das Backup des alten Geräts verschlüsselt war. Nicht übernommen werden nur wenige Kleinigkeiten, etwa die Bluetooth-Einstellungen oder individuell zugeordnete Klingeltöne.