Nokia kehrt zurück

Eine Besinnung auf die gute alte Zeit vor dem Smartphone? War früher alles besser? Solche Fragen liegen geradezu auf der Hand, wenn man die jüngste Nokia-Begeisterung mitverfolgt. Nokia? Ja, die leben wieder auf, jedenfalls der Name. Die stolze Geschichte des einstigen Mobilfunk-Pioniers endete 2013, als die gesamte Handy-Sparte der Finnen an Microsoft verkauft wurde. Microsoft beerdigte das alte Symbian-Betriebssystem, setzte auf den Wechsel zur mobilen Windows-Variante – und das Experiment ging gründlich schief. Nokia ist tot, Windows Phone ist tot, Symbian sowieso. Doch nun scheint Nokia wiederaufzuleben. Nicht mit Smartphones, sondern mit jenen einfachen Telefonen, die in der Anfangszeit den Mythos Nokia begründeten: Langlebig, robust, einfach, und der Akku hält gefühlte Ewigkeiten.

Das erste Gerät ist bereits im Handel und seit zwei Wochen in der Redaktion. Wir haben es nie ausgeschaltet, mit der ersten Akku-Ladung läuft es noch immer. Das Nokia 150 kostet 40 Euro und wird in Deutschland von Mobilcom-Debitel vertrieben. Sein Display hat eine Auflösung von 240 × 320 Pixel und ist nicht berührungsempfindlich. Bedient wird es allein mit der Tastatur und einer Vier-Wege-Wippe. Die Kamera mit mickriger Auflösung von 0,3 Megapixel taugt nichts. Die insgesamt 16 Menüs lassen sich einfach vom Hauptbildschirm aus starten, darunter sind so praktische Dinge wie ein Radioempfänger, eine Taschenlampe, ein Rechner und natürlich das legendäre Nokia-Spiel Snake. Man kann mit dem Telefon telefonieren und bekommt noch ein paar Extras dazu, das ist die Idee dieses Fossils. Hinter Nokia steckt das Unternehmen HMD Global Oy. Es hat die Namensrechte von Microsoft für zehn Jahre gekauft und ist eine Tochterfirma des chinesischen Auftragsfertigers Foxconn, der wiederum unter anderem für Apple arbeitet.

Nun soll auch das Nokia 3310 wiederaufleben, HMD will es angeblich am kommenden Wochenende auf der Mobilfunkmesse in Barcelona vorstellen. Die neue Version des 3310 soll 60 Euro kosten. Das Original kam Ende 2000 auf den Markt und wurde mit 126 Millionen verkauften Exemplaren einer der großen Erfolge der Finnen. Sein Display war noch nicht farbig, sondern schwarzweiß, und es hatte eine Auflösung, die man heute nur als armselig bezeichnen kann. Sie liegt noch weit unterhalb der des Nokia 150 und beträgt gerade mal 84 × 48 Pixel.

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Wirkungslose Wächter: Weg mit Antivirensoftware

Die Empfehlung hört sich geradezu verrückt an: Man kaufe für seine Rechner keine Antiviren-Software, und die bereits vorhandene deinstalliere man. Mit Ausnahme des Defender von Microsoft, der zur Serienausstattung von Windows gehört. Wer dergleichen rät, scheint ahnungslos zu sein und konterkariert geradezu fahrlässig das Credo bisheriger IT-Sicherheitsrichtlinien: Ein guter und aktueller Virenschutz ist demnach unerlässlich. Viren, Trojaner und Phishing-Angriffe sorgen für ein latentes Gefährdungspotential, jeder ist betroffen. Selbst wer mit größter Vorsicht im Internet surft, ist vor Schadprogrammen nicht gefeit. Niemand sollte mit einem ungeschützten System ins Netz gehen.

Das alles bleibt richtig. Aber nunmehr wird die Frage aufgeworfen, wie gut kommerzielle Antiviren-Software ist. Der Ratschlag, diese nicht zu kaufen, stammt von dem früheren Firefox-Entwickler Robert O’Callahan, der erst nach seiner aktiven Zeit bei Mozilla den Mut fand, ein Problem anzusprechen, das unter Fachleuten schon lange diskutiert wird: ob Antiviren-Software von Drittanbietern sowohl mit ihrer Systemarchitektur wie auch mit fortwährenden Qualitätsproblemen selbst Sicherheitsprobleme verursacht und der Umsetzung effektiver Schutzmechanismen im Wege steht. Sicherheits-Software wird oft gleichsam per Definition als sicher erachtet. Die schlimmste Gefahr für einen Rechner besteht jedoch nicht darin, dass Antivirenprogramme einen Schädling übersehen, sondern dass die Antiviren-Software selbst zum Einfallstor wird.

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Test: Windows 10 Creators Update / Redstone 2

Im April kommt das nächste große Update: 3D für jedermann heißt das Motto, mit dem 400 Millionen Windows-Geräte ein neues Betriebssystem erhalten.

Nein, es kommt vorerst kein Windows 11, sondern Microsoft aktualisiert sein Windows 10 mit jährlichen großen Updates, die neue Funktionen und manche Verbesserung bringen. Statt einer einmal zu erwerbenden Software erhält man ein Produkt, das fortwährend angepasst wird. Die Version 1511 von Windows 10 kam im November 2015, das Anniversary Update 1607 brachte im Juli vergangenen Jahres mehr als hundert weitere Funktionen und Fehlerbeseitigungen. Die Versionsnummer gibt Jahr und Monat des Updates an. Welche Version auf dem eigenen Rechner läuft, erfährt man in den Windows-Einstellungen.

Nicht jeder ist mit dieser Vorgehensweise von Microsoft einverstanden, zumal sich die automatischen Updates nicht komplett deaktivieren lassen. Bisweilen beginnt ein längerer Update-Prozess im ungünstigsten Moment, laufende Arbeit wird unterbrochen, der Rechner steht 30 Minuten und länger nicht zur Verfügung. Oft werden Einstellungen des Nutzers von Microsoft wieder zurückgesetzt, damit man zum Beispiel den hauseigenen Browser aus Redmond nutzt und nicht etwa die Alternativen Firefox oder Chrome. Ferner geht es ums Prinzip: Einen Rechner kaufen, mit Betriebssystem ausstatten und in Ruhe laufen lassen, das geht jetzt nicht mehr.

Der nächste große Sprung heißt Creators Update, wird intern auch Redstone 2 genannt und geht wahrscheinlich im April an den Start, trägt also die Kennziffer 1704. Im Oktober vergangenen Jahres gab Microsoft bereits einen ersten Einblick. Demnach soll die verjüngte Windows-Plattform das Rüstzeug für die dreidimensionale Realität bieten und sich problemlos mit der Hololens und Windows-VR-Brillen bedienen lassen. 3D für jedermann heißt die Maxime. Zum Erstellen eigener 3D-Objekte dient eine überarbeitete Version der Software Paint, und das Smartphone wird mit einer App zum 3D-Scanner. Auch hinsichtlich der Updates gibt es mit dem Update ein Update: Sie lassen sich bis zu 35 Tage lang aufschieben. Allerdings werden Sicherheits-Updates und die Datenbanken der Virenabwehr namens Windows Defender weiter installiert, die Pause funktioniert also nur für neue Funktionen und weniger wichtige Aktualisierungen.

Neu ist das Windows Defender Security Center. Es handelt sich um eine App-Version des Windows Defender, der bislang über das Startmenü zu erreichen ist. In diesem Sicherheitszentrum lassen sich Einstellungen zur Firewall und für den Netzwerkschutz vornehmen. Die neue Zentrale bietet mehr Übersicht. Mit der Schaltfläche Viren- und Bedrohungsschutz sieht man sofort, wie viele Dateien geprüft und welche Bedrohungen erfasst wurden. Nach wie vor gilt: Dank Windows Defender kann man getrost auf andere Virensoftware von McAfee oder Kaspersky verzichten.

Über das Untermenü Geräteleistung und -integrität kann man Programme löschen, die zugehörigen Einstellungen und Dateien bleiben indes erhalten. Mit dem Offline-Scan gibt es die Möglichkeit, den Rechner in einer Defender-Umgebung hochzufahren, ohne Windows zu starten. Das funktioniert im Prinzip bereits mit Windows 10 Version 1607, bietet hier aber nun eine deutlich einfachere Möglichkeit, den Rechner nach Schadsoftware zu scannen, die huckepack mit Windows gestartet wird. In der Sicherheitszentrale nimmt man sodann auch die Einstellungen für die Familienkonten vor.

Mehr Leistung und Laufzeit versprechen die neuen Energiespareinstellungen mit einem Power Slider genannten Tool. Dank Schieberegler soll sich einstellen lassen, wie viel Leistung für das Betriebssystem zur Verfügung steht. Voraussetzung für mehr Energieeffizienz ist freilich, dass die Hersteller der einzelnen Hardware-Komponenten ihre Treiber aktualisieren.

Im wiederbelebten Startmenü lassen sich künftig Ordner für die Kachel-Icons erstellen. Man zieht dafür eine Kachel-App im Startmenü auf eine andere, wie beim Smartphone. Die Größe der Kacheln ist anpassbar. Der bislang erfolglose Browser Edge soll besser bedienbar werden: Fährt man mit der Maus über einen Tab, zeigt sich eine Vorschau der Internetseite. Nicht mehr benötigte Tabs lassen sich beiseiteschieben und einfacher denn je wieder öffnen. Mit dem Kontextmenü von Edge in der Taskleiste gelingt das Öffnen neuer Fenster. Wie in anderen zeitgemäßen Browsern ist künftig das automatische Abspielen von Flash-Elementen blockiert, schon aus Gründen der Sicherheit. Nur nach ausdrücklicher Bestätigung startet die Wiedergabe. Im Zweitjob soll Edge künftig als E-Book-Reader dienen. Microsoft will eine neue Buchhandlung in Windows 10 einrichten, und der Browser soll als Lesegerät dienen.

Zu den kleineren Verbesserungen gehört die Option, dass sich Bereiche des Bildschirms mit der Tastenkombination Windows plus Shift plus S als Screenshot in der Zwischenablage speichern lassen. Programme und Icons werden besser dargestellt, insbesondere bei hohen Bildschirmauflösungen. Mit Storage Sense lässt sich automatisch Festplattenplatz freischaufeln. Ferner kann Windows temporäre Dateien und solche im Papierkorb automatisch löschen. Die Sprachassistentin Cortana wird tiefer ins Betriebssystem eingebunden, sie soll mehr Apps unterstützen. Wer Cortana einsetzt, muss viel von sich preisgeben. Aber vielleicht leistet das ebenfalls neu gestaltete Privacy-Dashboard mit besserer Übersicht und mehr Optionen die notwendige Überzeugungsarbeit.

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Gaming PC: Spiel am Limit

Leistung satt, laut wie ein Sportwagen und ein martialisches Design: Wenn aus braven Windows-Rechnern ein Gaming PC wird, fährt Hardware in den Grenzbereich.

Eine Höllenmaschine mit viel Dampf ist angesagt. Groß, laut, heiß und vor allem schnell. Power pur und Tempo sind das Gebot der Stunde; übertakten und im Grenzbereich fahren ist das Ziel. Also bitte keine Stromspar-Prozessoren und keine kastrierten Grafik-Chips. Wer im Geschwindigkeitsrausch von solchen Rechner-Boliden träumt, will nicht etwa als Forscher mit seinem PC die letzten Geheimnisse der Wissenschaft lüften, sondern ist jung oder jung geblieben und braucht das Adrenalin für einen Spielerechner, der neudeutsch Gaming PC heißt.

Man muss das Stichwort Gaming PC nur in den Raum werfen, um sofort Widerspruch zu ernten. Jugendliche kennen das Problem: Die neunmalklugen Eltern wiegeln ab, sie haben etliche Einwände: Eine Spielekonsole wie die Playstation 4 oder die Xbox One kostet weniger als 300 Euro, ist schnell in Betrieb genommen, muss nicht aufwendig konfiguriert werden, hat keine Treiber-Probleme, lässt sich dezent im Fernsehmöbel verstauen und hat alles, was das anspruchsvolle Spielerherz begehrt. Warum sollte man sich den Tort antun, einen eigenen Rechner für Spiele zu konfigurieren, der nicht nur teuer ist, sondern vermutlich auch laut, einen hohen Stromverbrauch hat und sich nicht ins Wohnzimmer einfügt?

Wer vom Gaming PC träumt, lässt sich von diesen Bedenken nicht aufhalten. Ein moderner, schneller PC ist deutlich leistungsfähiger als die Konsolen, beginnt die Gegenrede, und er biete einen riesigen Vorteil, auf den man in der Welt von Xbox und Playstation verzichten müsse: Multitasking mit der Möglichkeit, mitten im Spiel zu anderer Software zu wechseln, schnell etwas im Internet nachzusehen oder sich mit den Mitspielern auszutauschen. Mit einem Spielerechner unter Windows hätte man mehr Auswahl bei der Software, viele Programme wie etwa Simulationen, und die meisten Team-Rollenspiele liefen ohnehin nur auf dem Computer. Zudem seien die einzelnen Pakete deutlich günstiger als ihre Pendants in der Konsolenwelt.

Alte Abenteuer bekommen neuen Charme

Online-Spiele sind am Rechner ohne monatliches Abonnement von Premiumdiensten nutzbar, und nicht zuletzt gibt es für bewährte Computertechnik die Mods, also kostenlose Erweiterungen, die begeisterte Spielefreunde erstellt haben. Mit Mods entstehen neue Level oder Charaktere, andere Mods stellen das Spielekonzept komplett auf den Kopf und werden damit zu eigenständigen neuen Abenteuern. Aus dem Strategiespiel Warcraft 3 entstand so die Taktiktüftelei Defense of the Ancients, kurz Dota.

Viele Mods von Hobbyentwicklern werden meistgespielte Spiele, und viele alte Abenteuer erhalten durch die Auffrischung mit neuen Inhalten einen jungen Charme. Apropos alte Spiele: Wer auf den Windows-Rechner als Daddelmaschine schwört, mag als weiteren Vorteil dieser Plattform die Option sehen, selbst betagte Schätzchen noch weiterhin in Betrieb zu nehmen. Für Playstation und Xbox endet die Kompatibilität mit jeder neuen Generation. Auch in Richtung Zukunft fährt man mit dem PC besser, lautet ein letztes Argument, denn die neuen VR-Brillen passen eher zum Rechner denn zur Konsole, und überhaupt: Bei den Eingabegeräten erlaubt der PC nicht nur mit Maus und Tastatur deutlich mehr Flexibilität, sondern auch bei der Wahl des passenden Controllers oder sonstiger Gerätschaften, die für das jeweilige Spiel angesagt sind. Die Hardware des PC bietet per se mehr Freiraum, sie lässt sich zudem mit wenigen Handgriffen aufrüsten und nach eigenem Gusto erweitern.

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Test: Lenovo Yoga 910 Notebook

Und schon ist es wieder passiert: Buchstabensalat. Der Cursor hat sich eine Reihe hochgeschoben, neu eingegebener Text landet an der falschen Stelle, ein heilloses Durcheinander. Wie konnte es so weit kommen? Hatte sich doch dieses Notebook zunächst als eine der interessantesten Neuheiten des jungen Jahres gezeigt. Technische Daten, Design, Funktionalität und weitere Finessen schienen für eine erfolgreiche Karriere wie geschaffen. Doch dann machten Details den hervorragenden Eindruck zunichte.

Lenovo Yoga 910. Fotos Hersteller

Die Rede ist vom Yoga 910 des chinesischen Herstellers Lenovo. Wie der Name bereits andeutet, bietet sein Display größtmögliche Flexibilität. Tastatur und Anzeige verbindet ein Gliederscharnier, das eine mechanische Meisterleistung ist, an ein Uhrenarmband erinnert und jeden Neigungswinkel erlaubt. Man kann den Bildschirm zum Dach drehen, etwa für das Ansehen von Videos und Präsentationen, oder komplett umklappen und in den Tablet-Modus von Windows 10 umschalten. Dann regiert der Finger, die Anzeige ist berührungsempfindlich.

Mit einem verwindungssteifen Unibody-Gehäuse aus Metall, einem Gewicht von 1,4 Kilogramm und Maßen von 32 × 22 ×1,4 Zentimeter wäre das Yoga 910 der ideale Partner für Menschen, die viel reisen und trotzdem auf einen leistungsfähigen PC nicht verzichten wollen. Dazu passen nämlich auch die technischen Daten mit Prozessoren vom Core i5 bis zum aktuellen Core-i7 7500U aus der Kaby-Lake-Familie, einer über PCIe angebundenen SSD von Samsung mit 512 Gigabyte oder ein Terabyte sowie 8 oder 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Grafikeinheit fungiert stets die Chipsatzgrafik Intel HD 620, die mangels eigenen Arbeitsspeichers auf den Systemarbeitsspeicher zugreift.

Kopfstand: Lenovo Yoga 910

Die berührungsempfindliche Anzeige löst in den kleineren Ausbaustufen wie bei unserem Testgerät mit 1920 × 1080 Pixel auf, alternativ sind auch 4K mit 3840 × 2160 Pixel lieferbar, stets bleibt es jedoch bei einer Diagonale von 13,9 Zoll. Die Darstellung gefällt, sieht man von Spiegelungen ab. Während der Rand nach oben hin und zur Seite millimeterdünn ist, bleibt unten eine geradezu riesige schwarze Fläche ungenutzt, in ihr ist dann originellerweise die Webcam untergebracht.

Die Tastatur ist in mehreren Stufen hintergrundbeleuchtbar, hinterlässt einen guten Eindruck, hat aber jene oben beschriebene Macke, die das ganze Gerät für einen Zehnfingerschreiber unbrauchbar macht: Die rechte Shift-Taste liegt zu weit rechts, und vor ihr befindet sich die Cursor-Hoch-Taste so unglücklich, dass man beide immer wieder verwechselt, selbst nach mehrstündigem Schreiben mit dem Gerät, wie schade. Das große Touchpad bewährt sich als Mausersatz bestens, es arbeitet ungemein präzise, fast wie auf dem Mac. Im Tablet-Modus nimmt man den Finger zum Navigieren in Menüs, die physikalische Tastatur ist ausgeschaltet, man beachte allerdings, dass das Gerät für langes Halten – etwa zum Lesen eines E-Book – zu schwer ist.

Akkulaufzeit zwischen 8 und 12 Stunden

An Arbeitstempo ließ unser Testgerät mit den jüngsten Core-i7-Prozessoren erwartungsgemäß nichts zu wünschen übrig. Auch die Einrichtung verlief schneller denn je, weil sich Lenovo mittlerweile mit unerwünschten Werbe-Dreingaben (Crapware) zurückhält. So muss man nur noch jenen Murks deinstallieren, den Microsoft selbst mitliefert. Und man kann es nicht oft genug sagen: Man achte mit Windows 10 auf die Datenschutz- und Privatsphäreeinstellungen. Dass Windows nur in der Home-Version zum Einsatz kommt, erstaunt.

Geht es um Anschlüsse und Konnektivität, ist das Lenovo auf der Höhe der Zeit: Wie bei den jüngsten Macbook-Pro-Modellen fehlt nämlich so gut wie alles. Man muss Adapter und Hubs dazukaufen. Links liegen zwei USB-Typ-C-Ports, von denen der hintere nach USB 2.0 arbeitet und zum Laden des Akkus genutzt werden kann. Der vordere gehorcht USB 3.1 und lässt sich auch via Displayport zum Anschluss eines externen Monitors verwenden. An der rechten Seite gibt es neben der 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss eines Headset immerhin noch einen herkömmlichen USB-3-Anschluss. HDMI, Kensington Lock und Kartenleser fehlen indes. Ein wenig entschädigt der Fingerabdruck-Scanner mit Biometrie, der klaglos seinen Dienst verrichtet. Die Akkulaufzeit des Yoga 910 lag bei uns im Praxiseinsatz zwischen 8 und 12 Stunden. Man kommt also gut über den Tag.

Neben dem Tastenlayout gibt es einen zweiten Minuspunkt: Mit jeder Lüfteraktivität geht ein hochfrequentes Pfeifen einher, das unter hoher Last eine störende Intensität entwickelt. Der Lüfter läuft leider ziemlich oft, Lenovo hat das Problem erkannt und reichte während unseres Tests ein Bios-Update nach, das ein wenig Abhilfe bringt. Insgesamt meinen wir: Hardware, Anmutung, Ausstattung und Arbeitstempo überzeugen, es ist ein tolles Notebook. Der Preis liegt zwischen 1500 und 2000 Euro und ist ebenfalls angemessen. Ein leiserer Lüfter und ein besseres Tastaturlayout sind für eine Kaufempfehlung allerdings unabdingbar. Wir warten jetzt gespannt auf das Thinkpad X1 Yoga und auf das Thinkpad X1 Carbon.

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Die Update-Falle

Ob PC oder Smartphone: Nach dem Update funktioniert häufig nichts mehr. Nicht nur die Software streikt. Auch die Nutzer sträuben sich immer öfter gegen das erzwungene Neue. Ist es aber klug, Updates einfach sein zu lassen?

Man will nicht ohne weiteres wechseln, die Erfahrungen mit Updates sind negativ geworden. Wenn Rechner, Smartphones, Haushaltsgeräte oder sogar Autos ihre Betriebssoftware aktualisieren, droht manches Ungemach: etwa der Verlust eigener Dateien, Fotos, Dokumente, Videos. Oder es werden die persönlichen Einstellungen geändert, bisweilen gar zurückgesetzt. Funktionen ändern sich oder verschwinden; unerwünschte und bereits gelöschte Werbe-Apps werden aufs Neue wieder eingespielt und so weiter.

Ein Update bedeutet Aufwand und Unsicherheit, man muss sein gesamtes System prüfen, geht Risiken ein, manches Gerät überlebt gar den Aktualisierungsvorgang nicht. Vor allen Dingen Microsoft kann es nicht lassen: Nervkram und Werbung kommen immer wieder, und was man schon mehrfach deinstalliert hat, wird einem zum wiederholten Mal untergeschoben.

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Microsoft Datei Icons fehlen in Office 2016 für den Mac

Das Problem: Nach der Installation von Office 2016 für den Mac fehlen im Finder die kleinen Icons links vom Dateinamen. Dort ist nur noch eine weiße Fläche als Dateisymbol zu sehen.

Folgende Schritte haben das Problem bei mir nicht gelöst: Neuinstallation, Abmeldung von Office 365, neue Zuordnung der Dateinamenserweiterung zum Office-Programm im Finder.

Folgendes hat geholfen, Dank an die Microsoft-Hotline. Alle Schritte auf eigene Gefahr, bitte vorher wichtige Daten sichern.

Erster Schritt: Alle aktiven Programme schließen.

Terminal starten (unter Dienstprogramme) und dort eingeben:

sudo rm -rf /Library/Caches/com.apple.iconservices.store

Admin Password und Return

Neustart des Mac.

Zweiter Schritt:

Alle Cache-Dateien löschen aus

/Library/Caches

/System/Library/Caches

/Users/username/Library/Caches.

Dritter Schritt:

Rechner im abgesicherten Modus starten, Hinweis von Apple hier.

 

After installing Office 2016 on the Mac with Yosemite, all MS document icons turned white on the desktop.

 

 

 

 

 

 

 

Add Ons im Internet Explorer löschen

Add Ons im Internet Explorer endgültig löschen: Das ist ein Nerv-Thema ohnegleichen, wie jede Google-Suche zeigt. Das Standardverfahren geht so:

Im Internet Explorer das Zahnradsymbol oben rechts anklicken, dann „Add-Ons“ verwalten. Auf das Add On klicken und ab jetzt bitte genau lesen:

Rechte Maustaste und „Weitere Informationen“. Dann taucht unten links die Option „Entfernen“ auf, allerdings nicht immer anwählbar. Nötigenfalls unter „Datei“ den Namen ermitteln, danach suchen lassen und händisch entfernen (auf eigene Gefahr).

Man beachte auch auf der linken Seite unten das Menüfeld „Anzeigen“, mit dem man alle Add Ons hervorholen kann, nicht nur die derzeit geladenen.

Alles in allem: Es ist eine Schande, was Microsoft hier zulässt und wie kundenunfreundlich die Entfernung dieser Plagegeister ist.

Der lange Weg zum Ziel: In diesem Fall lässt sich der Button "Entfernen" nicht anwählen.
Der lange Weg zum Ziel: In diesem Fall lässt sich der Button „Entfernen“ nicht anwählen.

 

 

 

Connect to Microsoft OneDrive für Blackberry gut trotz Nachteil

Die App „Connect to Microsoft OneDrive“ für die 10er-Familie der Blackberrys bietet die lange erwartete Anbindung der Microsoft-Cloud mit Optionen zum Teilen von Dokumenten, zur Verwaltung des OneDrive-Speichers und so weiter.

Connect to Microsoft OneDrive auf dem Blackberry Z30
Connect to Microsoft OneDrive auf dem Blackberry Z30

Die App stammt von Blackberry, nicht von Microsoft, sie ist gratis und geradezu perfekt in den Blackberry-Dateimanager eingebunden. OneDrive erscheint wie der Geräte- und Micro-SD-Kartenspeicher in der Medienliste, und es gibt die Option, Fotos und Videos automatisch in die Cloud von OneDrive hochzuladen. Das Synchronisieren erfolgt im Hintergrund und zunächst nur im W-Lan, die Verwendung des Mobilfunknetzes lässt sich optional dazuschalten.

Ein großer Nachteil von Connect to Microsoft OneDrive sei allerdings nicht verschwiegen: Die hochgeladenen Fotos werden stark größenreduziert auf teilweise weniger weniger als 200 Kilobyte. Das kann es noch nicht sein. Und es gibt keine Option, in voller Auflösung in die Cloud hochzuladen. Von diesem ärgerlichen Detail abgesehen kann ich die App nur empfehlen.

 

Probleme mit dem Internet Explorer 11 unter Windows 7 beheben

Einige Hinweise zur Fehlersuche in Kurzform:

— Zurücksetzen auf Standardeinstellungen über Zahnradsymbol, Internetoptionen, Erweitert, Internet-Explorer-Einstellungen zurücksetzen.

— Start ohne Add ons über Startmenü, Alle Programme, Zubehör, Systemprogramme.

— Microsoft-Tool Fix it: http://support.microsoft.com/fixit/de-de

— Zurücksetzen auf den IE 10 über Systemsteuerung, Programme, Installierte Updates anzeigen. (Kann länger als eine Stunde dauern).