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Mehr Feuer im Tablet-Markt: Amazon bringt den Kindle Fire

Jetzt endlich ein Tablet PC, der begeistert: Als Amazon am Mittwoch seinen neuen Kindle Fire vorstellte, waren die amerikanischen Medien voll des Lobs. Er hat eine gute Chance, das beste Android-basierte Tablet zu werden, schrieb Tech Crunch. Das Amazon-Gerät verdränge viele kleine Hersteller, meinte ZD Net. Auf der einen Seite stünde Amazon mit seiner Mischung aus Tablet und E-Book, auf der anderen Apple mit dem iPad. Unternehmen in der Mitte hätten jetzt ein Problem.

Medienmaschine: Kindle Fire von Amazon (Fotos Hersteller)

Wer die technischen Daten des Kindle Fire inspiziert, mag zunächst den Kopf schütteln. Der Kindle Fire ist ein kleiner Tablet mit den Maßen des Playbook von Blackberry-Hersteller Rim. Sein Display löst mit 1024 x 600 Bildpunkten auf, die Diagonale beträgt 17,8 statt der üblichen 25 Zentimeter. Dafür bekommt man ein Leichtgewicht (415 Gramm, iPad: 600 Gramm) mit hochwertigem, kratzfestem Display und langer Akkulaufzeit (8 Stunden). Bei den Details vermisst man doch einiges. Der Kindle Fire hat keine Kamera, kein Mikrofon und kein Mobilfunkmodul. Ins Netz kommt er allein mit Wireless-Lan. Der eingebaute Speicher ist nur 8 Gigabyte groß und lässt sich nicht erweitern. Android ist zwar das Betriebssystem. Aber die bekannten Apps von Google fehlen, und es gibt keinen Zugang zum Android Market. Vielmehr hat Amazon dem Android-Kern ein eigenes Bediensystem übergestülpt, das auch E-Mail, Facebook und Spiele mitbringt, sich jedoch optisch grundlegend von Android unterscheidet.

Woraus speist sich nun die Faszination? Der entscheidende Punkt sind die digitalen Inhalte, die Amazon seit Jahren in seinem Portfolio hat. Man kann den Kindle Fire als E-Book-Leser verwenden, hat Zugriff auf das üppige MP3-Angebot von Amazon, ferner auf die Zeitungen und Zeitschriften im Kindle-Store sowie (in den Vereinigten Staaten) auf mehr als 100 000 Filme und Serien. Der Kindle Fire wird also nicht als Technik-Gadget, sondern als Medien-Tablet verkauft. Dazu kommt der atemraubende Preis: Nur 200 Dollar kostet dieser Flachmann mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität. Und damit schließt sich der Kreis: Wer ohnehin über den Kauf eines Kindle-Lesegeräts für elektronische Bücher nachdenkt, bekommt hier jede Menge Zusatznutzen mit Farbdisplay, und man kann mit seinem Amazon-Account gleich loslegen.

Amazon beschreitet mit dem Kindle Fire einen ganz anderen Weg als der Marktführer. Hatte Apple ursprünglich ein Ökosystem geschaffen, um seine Hardware zu verkaufen, analysiert Karsten Werner auf Netzwertig.com, benötigt Amazon die Hardware lediglich, “um die bisher losen Enden im Vertrieb seiner digitalen Waren zusammenführen zu können: Verlegen, Verkaufen und Verleihen von Inhalten auf einem mobilen Endgerät. Das Kindle Tablet ist keine Hardware, die jemals als Umsatzbringer vorgesehen ist, sondern ein Mittel zum Zweck”. Amazon greift Apple also nicht nur über den Preis der Hardware, sondern auch über das Vertriebsmodell von Inhalten an.

Indes gibt es doch ein technisches Detail, das überaus interessant erscheint. Der Browser des Tablets lädt Web-Seiten nicht direkt, sondern lässt sie auf Amazon-Servern aufbereiten. Dadurch soll, wie beim Opera-Mini-Browser, der Seitenaufbau deutlich beschleunigt werden. Auch die bekannte Kindle-Synchronisation mit “Whispersync” kommt hier zum Einsatz. Die erworbenen Bücher oder Musikstücke lagern in der Cloud und werden selbsttätig und im Hintergrund auf unterschiedlichen Geräten synchronisiert. Vorerst ist der Kindle Fire nur in den Vereinigten Staaten vom 15. November an erhältlich. Neue Lesegeräte mit der E-Ink-Technik im Schwarzweiß-Modus wurden ebenfalls am Mittwoch vorgestellt, der Einsteiger-Kindle kostet nur noch 80 Dollar, und in Deutschland kann man einen kleinen Kindle E-Reader mit 15-Zentimeter-Display im Taschenbuchformat für 100 Euro vorbestellen. Er kommt am 12. Oktober auf den Markt.

Test: Lenovo Idea Pad K1

Die Lage erinnert an Asterix und das gallische Dorf: Der gesamte Tablet-Markt ist von Apple besetzt. Der gesamte? Nein, die unbeugsame Android-Fraktion leistet tapfer Widerstand und bietet dem Marktführer Paroli. Wer derzeit mit dem Kauf eines Flachcomputers liebäugelt, greift zur dominierenden Plattform, und hier liegt Apple mit riesigem Abstand vorn. Zwar orientieren sich die Android-Tablets geradezu sklavisch an den Vorgaben aus Cupertino, sie übernehmen die Bauform, den Zweikern-Prozessor und die Bedienung mit leichten Fingerbewegungen auf einem berührungsempfindlichen Display. Aber es fehlt an Tablet-Apps, das ist die Crux. Nur einige hundert Programme sind bisher an die höhere Bildschirmauflösung der Android-Tablets angepasst, und die Smartphone-Apps laufen lediglich hochskaliert, was unschön aussieht. Jedoch: Wer einen Tablet allein für das Surfen im Internet und die Bearbeitung der E-Mail einsetzt, kann mit einem Android-Gerät durchaus glücklich werden.

Mit Android: Lenovo Idea Pad K1 (Foto Hersteller)

Wir haben das Idea Pad K1 von Lenovo ausprobiert, das erste Android-Tablet der Chinesen, ein zweites Think-Pad-Tablet kommt im Herbst. Die Hardware des K1 folgt den typischen Standards: 25,6 Zentimeter Bildschirmdiagonale bei einer Auflösung von 1280 × 800 Pixel und ein flotter Zweikern-Prozessor Tegra 2. Wireless-Lan, GPS und Bluetooth gehören zur Serienausstattung, ein UMTS-Modul ist angekündigt. Der eingebaute Speicher von bis zu 32 Gigabyte lässt sich mit Micro-SD-Karten weiter aufstocken, ein Micro-HDMI-Anschluss und zwei Kameras (2 und 5 Megapixel) machen aus dem Lenovo eine Multimedia-Maschine.

Der erste Eindruck beim Auspacken: Das K1 sieht schick aus, erreicht aber hinsichtlich Verarbeitungsqualität und Anmutung nicht das Niveau der Konkurrenz. Mit einem Gewicht von 750 Gramm ist es noch schwerer als das Motorola Xoom, und vom wunderbar leichten iPad 2 (600 Gramm) wollen wir gar nicht reden. Ein Aluminiumrahmen umschließt das Gehäuse, aber die Rückseite besteht aus sehr billigem Plastik. Bei unserem Testmuster löste sie sich gelegentlich, der Hersteller sprach von einem “Vorserienmodell”. Das erklärt auch die nicht wenigen Abstürze der Software.

Zum Laden des Akkus dient ein sehr breiter und proprietärer Dock-Anschluss am unteren Gehäuserand, der mit zwei beiliegenden Adapterkabeln auch die USB-Anbindung an den PC sowie den Anschluss eines USB-Sticks erlaubt. Ein feines Detail. Im Unterschied zu anderen Androiden gibt es nicht nur Softkeys, sondern eine reale Taste am rechten Rand, die beim Navigieren zwischen den verschiedenen Bildschirmen hilfreich ist und nach längerem Betätigen eine Screenshot-Funktion startet. Angeblich kann man die Taste auch als Mini-Trackpad nutzen, wir haben es nicht geschafft.

Guter Bildschirm, hohes Arbeitstempo

Geht es um Betrachtungswinkel, Farbdarstellung und Sättigung, spielt der Bildschirm auf dem Niveau der Konkurrenz. Er spiegelt allerdings stark und sammelt schnell Fingerfett mit deutlich sichtbaren Spuren. Auch die Rechenleistung und die Reaktion auf Eingaben sind ordentlich. Mit einem Einstandspreis von 400 Euro (für 16 Gigabyte-Variante) erhält man also ein vollwertiges Produkt, das den teureren Kollegen nur hinsichtlich der Verarbeitungsqualität nachsteht. So gesehen lohnen sich die besonders “günstigen” Android-Tablets für weniger als 300 Euro mit spürbaren Einschränkungen beim Arbeitstempo nicht. Der eingebaute Akku hält ungefähr acht Stunden durch, die Fotoqualität der Kameras enttäuscht.

Das K1 bringt das aktuelle Android 3.1 mit, und dazu kommt eine dezente Betriebssystem-”Verschönerung” durch Lenovo, mit der man leben kann. Etliche mitgelieferte Gratis-Apps sollen das Paket attraktiv machen. Aber der kleine Preis dürfte ohnehin das entscheidende Kaufargument für dieses Android-Tablet sein, das in die Mittelklasse einzuordnen ist. In den kommenden Monaten sind weitere Preissenkungen bei den Androiden zu erwarten. Alle Tablet-Hersteller mit Ausnahme Apples kämpfen mit vollen Lagern bei stagnierender Nachfrage. Hewlett-Packard hat sich unlängst mit seinem Web OS vollständig aus dem Markt zurückgezogen – nur 49 Tage war das Touchpad auf dem Markt, dann wurden mehr als 200 000 Geräte verramscht. Spätestens im Weihnachtsgeschäft wird man auch in Deutschland sehr ordentliche Maschinen für weniger als 300 Euro erhalten.

Test: Base Tab von E-Plus

Das Familiendrama: Der jugendliche Nachwuchs will einen Tablet PC, weil jetzt „alle“ so einen Flachcomputer haben. Natürlich soll es ein iPad von Apple sein. Die Kreditwürdigkeit des Juniors wurde jedoch vom Haushaltsvorstand schon mehrfach herabgestuft. Stichwort: alte Handy-Rechnungen.

Auch potentielle private Gläubiger wie Oma und Opa sind nicht willens, auf freiwilliger Basis einen Teil der Lasten zu tragen. Also wird ein Rettungspaket geschnürt, das in der Familie jedoch höchst umstritten ist. Der Tablet wird nicht gekauft, sondern gemietet. Für 19 Euro im Monat kommt das Base Tab des chinesischen Herstellers ZTE ins Haus, das Gerät gibt es nur bei der E-Plus-Tochter, und ein recht günstiger Mobilfunkvertrag mit 500 Megabyte monatlichem Datenvolumen ist gleich mit dabei.

Durchaus ein Schnäppchen

Das Base Tab gehört mit Maßen von 20 × 11 × 1,3 Zentimeter und einer Bildschirmdiagonale von 18 Zentimeter zu den Tablets in besonders kleiner Bauform. Es ist vergleichbar mit dem ersten Samsung Galaxy Tab, dessen Preis seit seinem Erscheinen im vergangenen Jahr von 800 auf 380 Euro gefallen ist. Wie beim Samsung kommt als Betriebssystem Android zum Einsatz. Nicht jedoch die Tablet-Variante Honeycomb, sondern das Smartphone-System 2.2. Im Unterschied zum Samsung beträgt die Displayauflösung jedoch nur 800 × 480 Pixel statt 1024 × 600, der Prozessor ist langsamer (600 Megahertz statt 1 Gigahertz), der interne Speicher kleiner (200 statt 512 Megabyte) und die Materialanmutung schlechter. Doch die Familie rechnet: 19 Euro im Monat bei einer Laufzeit von zwei Jahren sind 456 Euro, und mit der Base-Karte erhält man nicht nur das Datenvolumen für unterwegs, sondern auch 30 Freiminuten ins E-Plus-Netz sowie 30 Gratis-SMS. Der kleinste Datentarif fürs iPad kostet bei der Telekom entweder 5 Euro am Tag oder 35 Euro im Monat – und das iPad ist noch nicht dabei. Vodafone spendiert für 15 Euro im Monat ein sehr geringes Datenvolumen von 200 Megabyte, und ein „ordentlicher“ Tarif mit 3 Gigabyte kostet 25 Euro im Monat. Abermals ohne iPad, das in der kleinsten Mobilfunk-Version für 600 Euro in der Preisliste steht.

Ob im Hoch- oder Querformat: Das Base Tab von E-Plus passt gerade noch in eine Hand (Foto Hersteller)

So gesehen ist das Angebot von E-Plus durchaus ein Schnäppchen. Aber lohnt sich das? Wenn es um die elementaren Parameter geht, ist die Antwort ein klares Nein. Hinsichtlich Verarbeitungsqualität, Geschwindigkeit, Güte des Bildschirms und der zur Verfügung stehenden Apps hinkt das Base Tab dem iPad kilometerweit hinterher, die beiden spielen in einer jeweils ganz anderen Liga. Das günstige Gerät von E-Plus ist quasi ein Mittelklasse-Smartphone in Übergröße. Alle Android-Programme laufen wie auf dem Taschencomputer, nur in größerer Schrift. Ein Tablet PC mit größerem Bildschirm hingegen bietet mehr Übersicht durch eine raffinierte Anordnung der Inhalte. Wer aber mit den gewohnten Smartphone-Apps für Android zufrieden ist und ohnehin nur gelegentlich im Internet surfen oder die neue E-Mail abfragen will, kann getrost zugreifen. Und, ja, telefonieren kann man mit dem Base Tab ebenfalls, entweder mit einem Headset oder mit dem eingebauten Freisprecher, der ordentlich klingt.

Längere Surf-Sessions sind eine Qual

Im Unterschied zu anderen günstigen Tablet PCs mit Android reagiert der Bildschirm des Base Tab hinreichend präzise auf die Fingerbewegungen. Es kommt ein kapazitives Display zum Einsatz, das allerdings etwas dunkel und kontrastarm ist. Störend sind ferner die (kurzen) Wartezeiten, bis beispielsweise eine App gestartet ist. Diese kleinen Ruckler, die wir auch beim Surfen im Internet beobachteten, sind vermutlich der geringen Prozessorgeschwindigkeit und dem knappen Speicherplatz geschuldet. Bei eigenen Medien hingegen kann man aus dem Vollen schöpfen. Für Musik, Videos und Fotos liegt eine 16-Gigabyte-Micro-SD-Karte bei, und dank USB lässt sich das Base Tab an jedem PC mit Inhalten füllen.

Ein weiterer Minuspunkt für die junge Online-Generation ist die Bindung an das schlechteste Datennetz in Deutschland. Während man mit der Telefonie im E-Plus-Netz durchaus zufrieden sein kann, sind längere Surf-Sessions eine Qual. Das betrifft sowohl das erzielbare Tempo als auch die Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb. Wir reden hier nicht vom flachen Land, sondern haben das Base Tab im Großraum Frankfurt und in der Hamburger Innenstadt ausprobiert. Beide Male zeigte das Gerät zwar den Empfang von UMTS mit dem Datenturbo HSDPA an. Aber während das iPad mit einer Sim-Karte der Telekom ein 2-Megabyte-Anhängsel der E-Mail in Sekundenschnelle lud, warteten wir bei E-Plus länger als zehn Minuten. Auch die Test- und Messfahrten der einschlägigen Fachzeitschriften zeigen immer wieder: Für das mobile Surfen kann man E-Plus nur bedingt empfehlen, die Telekom, Vodafone und O2 sind mit Abstand besser. So bleibt also für das Base Tab eine kleine Nische. Es ist zwar nicht der Rettungsschirm vor hohen iPad-Kosten. Aber so schlecht wie es manche Kollegen gemacht haben, ist es auch nicht. Das Angebot von E-Plus ist keine Bauernfängerei mit billigster Hardware. Jedoch sollte man sehr genau wissen, worauf man sich einlässt.

 

Test: HTC Flyer

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Nach dem neuen Tablet-PC mit dem Android-Betriebssystem Honeycomb buhlen weitere Flachcomputer um die Gunst der geneigten Kundschaft. Die Tablets sind derzeit ein Verkaufsschlager, das iPad macht es vor. HTC schickt seinen Flyer ins Rennen, ein Gerät, das bereits im Februar präsentiert wurde und nun mit 32 Gigabyte Speicher (erweiterbar durch Micro-SD-Karten) für 500 und 680 Euro im Handel ist. Die teurere Variante bringt ein Mobilfunk-Modul mit, die günstigere verzichtet darauf, nutzt also allein Wireless Lan für den Zugang zum Internet.

Der kleine Tablet PC: HTC Flyer (Foto Hersteller)

Das Konzept des Flyer wirft Gewohntes gründlich durcheinander. Der Androide verwendet das Smartphone-Betriebssystem (2.3.3) und nicht die Tablet-Variante. Er hat zudem den HTC-Aufsatz-Sense, der aber wiederum in einigen Modulen an den Bildschirm von Tablets angepasst ist. Die größte Überraschung ist die Stiftbedienung, allerdings nicht durchgängig, sondern nur für einige Programme. Auch die Bauform weicht von den üblichen Standards ab. Das Gerät misst 19,6 × 12,2 × 1,4 Zentimeter und wiegt lediglich 420 Gramm. Von der Größe her ist es also deutlich kleiner als ein iPad oder eine Honeycomb-Maschine, auch die Bildschirmdiagonale beträgt nur 17,8 statt der üblichen 25 Zentimeter.

Übergroßes Smartphone oder Mini-Tablet?

Man kann den Flyer demnach als übergroßes Smartphone oder Mini-Tablet bezeichnen. Die Display-Auflösung von 1024 × 600 Pixel liegt ebenfalls genau zwischen den beiden rivalisierenden Gerätegattungen, also ein interessantes Produkt. Hardware und Verarbeitungsqualität überzeugen. Die Rückseite besteht aus einer umschließenden Aluminiumhülle, unten und oben sitzen allerdings zwei Plastikkappen. Die obere lässt sich mit viel Kraftaufwand abnehmen und verbirgt den Speicher- und Sim-Karten-Leser. Die untere enthält einen Micro-USB-Anschluss in ungewöhnlicher Bauform, hier lässt sich nämlich auch ein Videokabel einstecken.

Obwohl der Flyer etwas dick wirkt, liegt er gut in der Hand, das Display ist draußen selbst bei hellem Sonnenschein ordentlich ablesbar, zwei Kameras mit 5 und 1,3 Megapixel sind eingebaut, und der Prozessor ist ein flinker Snapdragon von Qualcomm mit 1,5 Gigahertz. Die beiden Stereo-Lautsprecher bieten guten Klang, und als raffiniertes Detail darf der Nachrichtenalarm mit einer LED-Leuchte im Ein- und Ausschalter gelten. Der Flyer lässt sich im Hoch- und Querformat betreiben, die Anzeige und die darunterliegenden Menü-Sensorschaltflächen drehen sich automatisch mit. Allerdings nur in eine Richtung, nach links, im Kopfstand ist das Gerät nicht zu bedienen.

Nach dem Einschalten zeigt sich der Flyer wie ein typisches HTC-Smartphone in Übergröße. Wie beim HTC Sensation kommt die neueste Version von Sense zum Einsatz, die beispielsweise “Kurzeinstellungen” in der oberen Menüleiste bietet und in der Liste der Apps einen schnellen Zugriff auf die oft gestarteten und selbst installierten. Ein Extra des aktuellen Sense ist auch hier zu sehen: Der Schnellzugriff auf Apps der Wahl vom Sperrbildschirm aus. Man schiebt einfach das entsprechende Icon in den virtuellen Sicherungsring, und schon startet die Anwendung. Wie bei den Smartphones gilt: Sense mit seinen aufwendigen, teils dreidimensionalen Animationen nimmt etliche Systemressourcen in Anspruch, namentlich Speicher und Rechenleistung. Mit “Android pur” wäre das Gerät deutlich schneller.

Vier Android-Programme profitieren besonders von der höheren Bildschirmauflösung des Flyer: Der Sense-Kalender zeigt im Hochformat eine Zwei-Monats-Übersicht und im Querformat die Übersicht links und Details rechts. Ohne Zweifel ein Gewinn, aber auch hier ist festzuhalten: Der Originalkalender von Android ist besser und liefert beispielsweise in der Wochenansicht deutlich mehr Informationen. Ähnlich die Galerie, die unter Sense “Alben” heißt, sowie die Adressverwaltung: Der zweigeteilte Bildschirm überzeugt. Am besten gefällt jedoch der Browser, der ein flinkes Umschalten zwischen verschiedenen Fenstern erlaubt. Die entsprechenden “Tabs” zeigen sich am oberen Bildschirmrand in einer Miniaturansicht, und dank der im Vergleich zum Smartphone höheren Display-Auflösung sieht man mehr. Googlemail muss leider auf den schönen Luxus einer geteilten Darstellung verzichten. Wie es besser geht, zeigt Honeycomb auf den Android-Tablets. Und wie Googlemail werden alle anderen Android-Apps für die Bildschirmauflösung des Flyer hochskaliert. Schick ist etwas anderes, aber es funktioniert.

Unterschiede zu einem Smartphone entdeckt man auf den zweiten Blick. So kann man mit dem Flyer zwar SMS senden und empfangen, aber nicht telefonieren. Videotelefonie mit Google Talk läuft erst von Android 2.3.4 an, hier muss man also zusätzliche Apps bemühen. Ganz neue Flyer-Apps sollen einen Mehrwert bringen, etwa HTC Watch zum Ausleihen von Online-Videos. Noch sind dort allerdings nur acht Trailer zu sehen.

 

Schnell markiert: Dank Stift gelingen solche Anmerkungen

Mit dem Stift auf dem Display kritzeln

Das feine Extra des Flyer ist die Stiftbedienung. Der batteriebetriebene Magic Pen (im Lieferumfang, sonst 50 Euro) wird mit einer eigenen Sensortaste am unteren Bildschirmrand aktiviert. Er arbeitet in zwei Modi: Zum einen kann man in allen Apps “kritzeln”, also auf dem Bildschirm malen. Ein Screenshot mit dem jeweils angezeigten Hintergrund lässt sich als Notiz speichern, mit einer zusätzlichen Tonaufnahme versehen und verschicken. Oder man wählt gleich die Notiz-App und versucht sich auf einem leeren Bildschirm im kreativen Zeichnen. In einem Menü lassen sich verschiedene Stiftformen und -stärken auswählen, vom Zeichenstift über den Malpinsel und den Füllfederhalter ist alles dabei, selbstredend verschiedene Farben. Mit Betätigen einer Taste am Stift wird selbiger zum Radiergummi, das alles ist fein gemacht und mag manchen Künstler begeistern.

Geht es allerdings darum, diese Kombination aus Tablet und Stift für handschriftliche Notizen einzusetzen, zeigen sich schnell Grenzen. Die Bildschirmauflösung ist schlichtweg zu gering, und die notgedrungen auf der Anzeige aufliegende Hand löst immer wieder unbeabsichtigt irgendwelche Aktionen aus. Selbst wenn man sich bemüht, in kleiner Schrift einen Bildschirm zu füllen, passt gerade mal ein Absatz auf eine Seite. Im Vergleich mit anderen Techniken wie dem hier unlängst vorgestellten Smartpen von Livescribe (bei dem man auf Spezialpapier schreibt) ist der Flyer für Notizen nur eine Notlösung. Klug hingegen: Die Anbindung an den populären Notizdienst Evernote, der auch als Android- und iPhone-App läuft.

Alles in allem ist der HTC Flyer ein überzeugendes Produkt. Die Verarbeitungsqualität gefällt, und der Akku bewältigt mühelos zwei Arbeitstage. Die ungewöhnliche Größe macht seinen Reiz aus. Man erhält viel Komfort aus der Tablet-Welt und mit Ausnahme der Telefon-Funktion nahezu alles, was ein modernes Android-Smartphone kann. Für den Pendler in der Bahn mag diese Bauform attraktiver sein als ein iPad- oder Honeycomb-Modell. Von der Stiftbedienung und der Qualität der beiden Kameras sollte man sich nicht zu viel versprechen. Im Vergleich mit dem iPad ist das Gerät allerdings zu teuer.

 

Test: Android 3.0 Honeycomb auf dem Motorola Xoom

Nun gehen die Rivalen an den Start. Ein Jahr nach Apples iPad erreichen die ersten Tablet PC mit dem Google-Betriebssystem Android den europäischen Handel, und wir haben als erstes das Motorola Xoom ausprobiert. In Kürze folgt das Samsung Galaxy Tab 10.1.v im Vertrieb von Vodafone, das aber schon zum Marktstart veraltet sein wird, denn eine modernere und leichtere Variante ohne “v” wird bereits Mitte Juni erhältlich sein. Und LG bringt in den nächsten Wochen sein Optimus Pad.

Motorola Xoom: Der iPad Rivale (Foto Hersteller)

Die gute Nachricht: Waren die ersten iPad-Rivalen des vergangenen Jahres durchgängig Murks, sind die aktuellen Geräte empfehlenswert. Man macht mit dem Kauf nichts verkehrt, sie sind hochwertig verarbeitet, der Bildschirm reagiert flink auf Eingaben mit dem Finger, und das auf Tablets zugeschnittene Android 3.0 Honeycomb ist leistungsfähig, schnell und schick. Hier entsteht eine schöne Alternative zur dominierenden Plattform. Aber sie nimmt erst langsam Fahrt auf, noch fehlen die Zusatzprogramme, die “Apps”.

Mit zwei Kernen schneller rechnen

Zunächst ein Blick auf die Hardware: Die junge Konkurrenz orientiert sich sehr dicht an den Vorgaben des iPad. Das Motorola Xoom ist im Querformat betrachtet etwas breiter und rund einen Zentimeter kleiner als das iPad 2, hat eine größere Display-Diagonale und eine geringfügig höhere Bildschirmauflösung (1280 × 800 versus 1024 × 768 Pixel). Es erinnert mit seiner Tiefe von 1,3 Zentimeter an das erste iPad, das Galaxy Tab 10.1 hingegen wird ebenso flach wie das iPad 2 sein. Die Unterschiede der Bauform sind im praktischen Einsatz nahezu belanglos, nur spürt man beim längeren Halten das höhere Gewicht des Xoom (730 Gramm) im Vergleich mit dem schlanken, leichten iPad 2 (600 Gramm) durchaus. Die Verarbeitungsqualität des Xoom ist sehr ordentlich. Motorola spendiert eine Rückseite aus Aluminium, nur die obere Abdeckung der Antennen besteht über eine Höhe von vier Zentimeter aus Plastik.

An der Qualität des Motorola-Displays und der Arbeitsgeschwindigkeit gibt es nichts auszusetzen. Wie beim iPad 2 kommt ein Doppelkern-Prozessor zum Einsatz, der Tablet PC reagiert flott, HD-Videos werden ruckelfrei angezeigt, die Akkulaufzeit beträgt acht bis neun Stunden, da bleiben keine Wünsche offen. Oder anders ausgedrückt: Wer eine App wie den Nachrichtenleser Pulse News auf dem Xoom und dem iPad 2 startet, entdeckt auf den ersten Blick keinen Unterschied – als ob man von einem BMW zum Mercedes wechseln und einen nahezu identischen Innenraum vorfinden würde.

Das Motorola Xoom ist bei der Telekom derzeit nur mit Mobilfunk, Wireless-Lan und 32 Gigabyte Speicher erhältlich, und zwar für 700 Euro ohne Kartenvertrag. Es liegt also auf einem Preisniveau mit dem iPad 2, das freilich in mehr Varianten erhältlich ist. Eine günstigere ohne Mobilfunk soll ebenfalls kommen, der Exklusivvertrieb durch die Telekom ist auf drei Monate befristet. Das Xoom verwendet die Sim-Karte in Normalgröße, während Apple auf die besonders kleine Micro-Sim setzt. Telefonieren im Mobilfunknetz oder SMS schreiben kann man mit beiden nicht, Gängeleien wie ein Sim- oder Net-Lock sind nicht zu beklagen.

Ist das iPad allein mit dem proprietären Apple-Port bestückt, bietet das Xoom einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, die aber derzeit noch nicht ansprechbar ist. Ferner sind ein Micro-HDMI-Ausgang und Micro-USB vorhanden. Letzterer lässt sich indes nicht zum Laden des Akkus verwenden, wohl aber zum Zugriff auf das Dateisystem. Ferner kann man den Androiden im Unterschied zum iPad in Betrieb nehmen, ohne ihn an einem PC aktivieren zu müssen.

Über die beiden Kameras des iPad 2 ist viel gelästert worden, selbst die höher auflösende auf der Rückseite muss sich mit 1280 × 720 Pixel bescheiden. Das Xoom hingegen bietet 2 Megapixel auf der Vorderseite und rückseitig 5 mit der Fähigkeit, Videos in 720p aufzuzeichnen. Zu viel sollte man sich von der Optik nicht versprechen, bei unserem Testgerät waren die Aufnahmen leicht blaustichig.

Ordentliche Hardware, gutes Nachrichtensystem

Ein erstes Fazit zur Hardware: Das Xoom ist ein ordentliches Gerät auf Augenhöhe mit dem ersten iPad. Im Vergleich zum aktuellen Apple-Tablet wirkt es zu klobig und schwer. Aber die Software macht ja den Unterschied, und Motorola hat zum Glück darauf verzichtet, das System mit seinem “Motoblur”-Aufsatz zu “verschönern”. Hier gibt es also “Android pur”. Augenfällig ist die untere Menüzeile, die permanent eingeblendet ist, auf der linken Seite drei Softkeys zum Navigieren zeigt und rechts einen Überblick der letzten Systemaktivitäten. Man sieht beispielsweise sofort die aktuellen E-Mails, Twitter-Hinweise und sonstige Meldungen. Während das iPad die nicht immer zuverlässig arbeitenden Push-Notifications einsetzt, die zudem unübersichtlich werden, je mehr von ihnen eintreffen, kommt hier ein modernes Multitasking-Nachrichtensystem zum Einsatz. Wie bei den Android-Smartphones ist man etwas besser informiert, ein klarer Pluspunkt. Verschiedene Startbildschirme lassen sich individuell mit Apps bestücken. Ein weiterer Vorzug von Honeycomb sind die Widgets, die permanent im Hintergrund etwa den E-Mail-Eingang oder die nächsten Termine zeigen. Die kleinen Fenster sind allerdings derzeit noch nicht konfigurierbar, also in Größe oder Darstellung zu ändern. Das soll mit dem unlängst angekündigten Honeycomb 3.1 besser werden, und dann wird es auch die Möglichkeit geben, auf USB-Speichersticks zuzugreifen.

Analog den Android-Smartphones lassen sich Apps zwar auf eine andere Bildschirmseite verschieben, in der Gesamtdarstellung aber nicht nach Belieben anordnen oder in Ordnern gruppieren. Alle Apps starten (wie beim iPad) stets im Vollbildmodus. Es ist also nicht möglich, sie in Fenstern hinter- oder nebeneinander anzuordnen. Apps können Hintergrundaktivitäten ausführen, und sie stellen ihre Vordergrundaktivität ein, wenn eine weitere gestartet wird. Neue Apps lassen sich über den Android Market laden, der zwar schön an die größere Bildschirmfläche der Tablets angepasst ist, aber einen Kardinalfehler aufweist: Er zeigt nicht, welche Zusatzanwendungen bereits für Honeycomb optimiert sind. Vielleicht ist das Absicht. Denn viele sind es nicht. Wir stießen auf das oben erwähnte Pulse News, auf die Filmdatenbank IMDb und auf den CNN-Nachrichtendienst. Die meisten Smartphone-Apps laufen indes auch auf dem Tablet: Die Darstellung wird nicht in Breite und Höhe hochskaliert, sondern bei konstanter Buchstabengröße allein in die Breite gezogen. Das sieht zwar nicht besonders schön aus, funktioniert aber ordentlich.

Gut an Honeycomb angepasst sind wiederum die fest installierten Google-Apps für E-Mail, Kalender und Adressbuch sowie die Maps und die Systemeinstellungen. Dass diese Module auf dem iPad etwas feiner gezeichnet sind, mag wohl sein. Aber hinsichtlich der Funktionalität beißt die Maus keinen Faden ab. Im Gegenteil: Dank des Zugriffs auf das Dateisystem von Android gelingen einige Dinge, die mit dem iPad nicht oder nur mit Verrenkungen zu absolvieren sind. Etwa das Anhängen einer beliebigen Datei an eine E-Mail. Google-Talk bietet Videotelefonie in ausreichender Qualität, im Unterschied zu Apples Facetime sogar plattformübergreifend mit Freunden am Windows-PC oder Mac-Rechner.

Internet-Browser mit Privat-Modus und “Tabs”

Auch den Internet-Browser kann man loben: Er erlaubt die Anordnung der Fenster in den gewohnten “Tabs” für flinkes Umschalten zwischen verschiedenen Seiten. Der Browser hat ferner einen Privat-Modus und kann die Inhalte auf Wunsch mit dem Googlemail-Konto und dem Chrome-Browser am PC synchronisieren. Schließlich die Flash-Unterstützung, die beim iPad fehlt. Man mag darin einen Vorteil sehen, aber wir haben das Medienprogramm von Adobe gleich wieder deinstalliert. Nicht nur, weil der Bildschirmschoner bei laufenden Animationen auf Web-Sites versagte, sondern weil die Flash-Werbung auf den einschlägigen WWW-Seiten stört.

Ein weiterer Pluspunkt ist abermals der Zugriff aufs Dateisystem. Wer beispielsweise über die Internetseite von Flickr seine lokal gespeicherten Fotos hochladen will, schaut beim iPad in die Röhre. Wenn solche Aufgaben mit einem Honeycomb-Tablet anstehen, gibt es derartige Restriktionen nicht. Man denke auch an Blogger, die unterwegs ihre WordPress-Seite mit Bildern aktualisieren wollen. Android ist in diesem Sinne mehr PC als Tablet. Einige Nachteile des Browsers seien allerdings nicht verschwiegen: Viele Seiten identifizieren das Xoom als Mobilgerät. Gegebenenfalls kann man zwar über eine andere URL die PC-Darstellung erzwingen. Aber gelegentlich kommt der Hinweis, man möge doch bitte die zugehörige, aber noch nicht erhältliche Android-App laden.

Fehlende Apps sind das Problem, hier ist Apple ungeschlagen

Nach einigen Tagen im Praxiseinsatz meinen wir: Honeycomb ist ohne Wenn und Aber eine Alternative zum marktbeherrschenden iOS 4. Was einen im Dauereinsatz ein wenig stört, ist das kleinteilige Manövrieren mit Schaltflächen an unterschiedlichen Orten. Wer das Gerät mit beiden Händen hält, würde sich über kürzere Wege freuen – Apple macht es mit der Ein-Knopf-Bedienung vor. Ärgerlich sind manche Fehler im Detail. So wird etwa eine mit Bluetooth angeschlossene deutsche Tastatur einwandfrei identifiziert, aber mit den deutschen Umlauten klappt es trotzdem nicht. Wie die Kollegen der amerikanischen Fachzeitschrift “PC World” entdeckt haben, ist die schlechte Darstellung von Fotos ein Problem aller derzeit erhältlichen Android-Tablets. Das liegt nicht an der Hardware, sondern an der Rendering-Software von Honeycomb.

Der schwerwiegendste Einwand richtet sich jedoch nicht gegen dieses konkrete Gerät, sondern gegen das Betriebssystem: die fehlenden Apps und Medieninhalte. Alles, was wir mehr oder weniger täglich mit dem iPad 2 gern erledigen, scheitert hier an ordentlicher Software. Honeycomb läuft dem iPad ungefähr ein Jahr hinterher. Abgesehen von den erwähnten Pluspunkten kann es derzeit nichts besser als iOS. Es gibt kein “Aha”-Erlebnis, kein Staunen, keine spontane Begeisterung. So wundert kaum, dass sich das Motorola Xoom in den Vereinigten Staaten, wo es seit Februar erhältlich ist, nur sehr schlecht verkauft: Analysten schätzen knapp 100.000 Geräte. Zum Vergleich: 300.000 iPad 2 wanderten in Amerika allein am ersten Verkaufswochenende über die Ladentheke, bis heute gibt es Lieferzeiten. Honeycomb benötigt also einen längeren Anlauf, die aktuellen Modelle richten sich an die Android-Fangemeinde und finden beim breiten Publikum keinen Anklang. Das war bei den ersten Android-Smartphones übrigens nicht anders, doch mittlerweile haben sie Apples iPhone bei den Marktanteilen überholt.

 

 

Honeycomb bleibt 2011 erfolglos

Nach einer Woche mit dem Motorola Xoom (Testbericht kommt am 17.5. in “Technik und Motor”) meine zusammenfassende Einschätzung:

1. Das Xoom ist ordentlich verarbeitet, schnell und leistungsfähig. Die Hardware gefällt, sie spielt ungefähr auf dem Niveau des ersten iPad, die Raffinesse des zweiten fehlt ihm. Weitere Minuspunkte sind das unförmige Netzteil, die insgesamt eher klobige Bauform, der ungünstig an der Rückseite angebrachte Ein-Ausschalter, der noch nicht ansprechbare Micro-SD-Kartenslot. Pluspunkte hingegen: Kein Sim- und Netlock, Sim-Karte in Normalgröße, Micro-HDMI-Ausgang, keine Aktivierung am PC erforderlich, kein Motoblur.

Motorola Xoom: Der iPad Rivale (Foto Hersteller)

2. Honeycomb ist ein gutes, Erfolg versprechendes Betriebssystem, die einzelnen Google-Apps (E-Mail, Kalender, Adressbuch, Maps, Talk, Youtube) sind ordentlich an die höhere Bildschirmauflösung angepasst. Der Browser mit Tabs und Privatmodus gefällt ebenfalls. Die Bedienung ist indes kleinteiliger als die des iPad und das Grafik-Rendering bei Fotos verbesserungsbedürftig. Ein Pluspunkt ist die Menüleiste mit Statusmeldungen, wie man sie schon von Android-Smartphones kennt. Alle Hinweise sind gebündelt an einer Stelle zu finden, sie lassen sich sukzessive abarbeiten. Kein Vergleich mit den Push-Notifications des iPad, die um so unübersichtlicher werden, je mehr eintrudeln. Ferner ein Gewinn: der Zugriff aufs Dateisystem wie bei den Smartphones, auch im Browser übrigens.

3. Davon einmal abgesehen geht Honeycomb nicht über das iOS hinaus. Es gibt kein “Aha”-Erlebnis, kein Staunen, keine spontane Begeisterung. Die Widgets für E-Mail und Kalender auf dem Startbildschirm sind keine “Killer-App”. Wer eine für beide Plattformen erhältliche App wie Pulse News startet, sieht zwischen beiden Geräten keinen Unterschied.

Bislang nur wenige Apps für Honeycomb

4. Die wenigen Apps für Honeycomb sind das größte Problem: Werden viele strukturelle Mängel und Gängeleien des iPad-Betriebssystems durch ungezählte Apps mittlerweile umgangen (Dropbox, Cloud), kann man die Honyecomb-Apps an einer Hand aufzählen. Wer mehr als nur Surfen und E-Mail mit dem Xoom erledigen will, stößt sehr schnell an Grenzen. Selbst wenn man nicht von den Medieninhalten der Verlage redet, bleiben Lücken wie der RSS-Leser Reeder, Flipboard, ein ordentlicher Facebook-Client, eine tolle Textverarbeitung und so weiter und so fort.

5. Das Xoom ist also spannend vor allem für die Android-Fangemeinde, für das Entwickeln neuer Projekte. Da kommt gewiss noch einiges, die größere Offenheit macht den Unterschied. Aber für den typischen iPad-Kunden mit “normalen” Ansprüchen bietet es zu wenig Anreize. Zumal auch der Preis auf dem Niveau des iPad 2 liegt.

6. Meine Einschätzung: In den kommenden Monaten bleibt das iPad die klar dominierende Plattform. Für einen Paradigmenwechsel müssten entweder die Android-Tablets bei annähernd gleicher Verarbeitungsqualität deutlich günstiger werden oder es müssten ungemein spannende Honeycomb-Apps erscheinen.

Weiterführende Links:

Motorola Xoom bei der Telekom

Boy Genius Report mit Verkaufszahlen und Analysten-Stimmen

Cnet.com: Why no one lines up for the Motorola Xoom

 

Technische Daten des Samsung Galaxy Tab 10.1v (Vodafone)

Das Samsung Galaxy Tab 10.1v (Vodafone-Variante) kommt um den 7. Mai in den Online-Shop von Vodafone und wird ohne Vertrag 659 Euro kosten. Man beachte: dies ist die ältere, dickere Variante des Galaxy Tab. Die modernere Variante 10.1 (ohne v) wurde später angekündigt und ist deutlich dünner. Sie kommt schon Mitte Juni!

Diese technischen Daten des 10.1.v kommuniziert die Vodafone-Pressestelle:

Mit Android 3.0: Samsung Galaxy Tab 10.1v (Foto Vodafone)

 

 

Perfekte Mobilität mit großem 25,7 cm Touchdisplay mit 1280 x 800 Pixel. Android 3.0 (Android  Honeycomb), unterstützt u.a. die folgenden Applikationen:

Google Maps/ Google Mail /Google Search / Google Talk, Android Market, YouTube, Diverse Online Widgets

Komfortables Surfen mit Adobe Flash-Unterstützung, dank UMTS-Broadband Turbo mit bis zu 7,2 MBit/s. Richtungsweisende Google Maps Navigation, Synchronisation für Mail, Kalender und Kontakte über Exchange E-Mail, 8 Megapixel-Kamera mit Autofokus und Fotolicht, interner Speicher von ca. 16 GB, Schnittstellen: USB, Bluetooth (auch BT-Stereo), WLAN.

1.)          Produktdesign

Das Samsung Galaxy Tab 10.1v ist ein Full-Touch-Tablet.

Abmessungen: 246,3 x 170,4 x 10,9 mm

Gewicht:             589 g

Farbe:   silber / anthrazit

Ext. Antennenanschluss:             nein

Betriebssystem:              Android 3.0 (Honeycomb)

Variante:             Vodafone Exklusiv

Netzfrequenzen:            UMTS Tri-Band (900/1900/2100 MHz) und WCDMA (900/2100 MHz)

Ultra SIM            Wird aufgrund technischer Resttriktionen von Android 3.0 nicht unterstützt

2.)          Hardware

Display: Größe: 25,65 cm (10,1 Zoll)

LCD:       TFT

Farben:                16 Millionen

Auflösung:         1280 x 800 Pixel

Das Galaxy Tab 10.1v verfügt über zwei integrierte Kameras jeweils für die Foto- bzw. Videofunktion und für Videotelefonie.

(Video-)Kamera

Qualität:              CMOS

Auflösung:

Bild:       bis zu 8 Mega Pixel -> (3264 x 2488 Pixel)

Video:  bis zu 1280×720 Pixel bei 24 frames / second

Blitz/Fotolicht:  Ja

Zoom:   ja, 8fach digital

Auto-Fokus:      Ja

Sub-Kamera für Videotelefonie

Auflösung:         2 Megapixel (1280 x 960 Pixel)

Interner Speicher: 16 GB

Externer Speicher: Das Galaxy Tab 10.1v verfügt über keinen externen Speicher Slot.

Akkuleistung: Das Samsung Galaxy Tab 10.1v verfügt über einen eingebauten 6860 mAh Li-Ionen Akku, mit dem folgende Leistungen erzielt werden:

Stand-by-Zeit:  bis zu 2500 Stunden, Nutzungszeit:  bis zu 41 Stunden.

Der Lieferumfang des Galaxy Tab 10.1v besteht aus:

•             Samsung Galaxy Tab 10.1v (Art.-Nr.: 00300456)

•             Reiseladegerät

•             Stereo Headset

•             USB-Datenkabel (PC-Software nicht im Lieferumfang)

 

3.) Multimedia

3.1) Messaging: SMS, MMS, eMail (Video-) MMS

Das Galaxy Tab 10.1v beherrscht Video- und Bildmessaging bis zu einer Größe von 600 KB. Es können (Video-)MMS empfangen oder an andere (Video-)MMS-fähige Telefone gesendet werden. Zudem können die Bilder und Videos auch an eine eMail-Adresse versendet werden.

SMS: Android 3.0 unterstützt keinen SMS Versand.

eMail: Das Galaxy Tab 10.1v verfügt über einen integrierten eMail-Client (POP3, IMAP4, SMTP, SSL, TLS). Es können neben Google Mail und einem Mail for Exchange Konto auch noch weitere POP3 und IMAP4 E-Mail-Accounts auf dem Gerät eingerichtet werden.  Unterstützt Microsoft Exchange E-Mail (push mail) für Mail, Kalender und Kontakte, Protokolle POP3, IMAP4, SMTP, SSL, TLS. Mehrere separate eMail-Boxen können eingerichtet werden z.B. privat oder geschäftlich.

Auf dem Samsung Galaxy Tab 10.1v werden verschiedene Google spezifische Services bereits vorinstalliert mitgeliefert: Google Maps/ Latitude, Google Search, Google Sprach-Suche Google Talk und YouTube

3.3) Media Sound

Folgende Soundformate werden unterstützt und können wiedergegeben werden: – MP3, AMR, AAC, eAAC+, OTA, WAV, OGG

Bilder

Folgende Bildformate werden unterstützt und können dargestellt werden: JPG, GIF, WBMP

Video

Videos können mit Ton aufgezeichnet und versendet werden, außerdem können Videos aus dem Portal angesehen und im Telefon gespeichert werden.

Unterstütze Formate:

3gp, H.263, H.264, MPEG 4

4.) Anschlussmöglichkeit & Menüsprachen

Das Samsung Galaxy Tab 10.1v hat folgende Schnittstellen und bietet Anschlussmöglichkeiten zur Datenübertragung:

Bluetooth 3.0 ->              für Voice (auch Stereo A2DP) und Daten

-              USB 2.0->            Anschlussmöglichkeit an den PC / Laptop

-              WiFi->   lokales Funknetz (VVLAN 802.11b/g/n)

DLNA ->               Übertragung von Musik, Videos oder Bildern zu anderen  DLNA-fähigen Empfangsgeräten (erfordert Third Party Application aus dem Android Market)

Synchronisation: Folgende Betriebssysteme und Anwendungen werden unterstützt: (Windows 2000, XP, Vista, Win 7)

Menüsprachen: Bitte beachten Sie, dass sich die aufgeführten Menüsprachen auf die ersten Liefermengen beziehen. Was im Rahmen von SW-Updates durch den Hersteller hinzukommt oder ersetzt wird, kann leider nicht berücksichtigt bzw. vorhergesehen werden.

Bei Auslieferung der deutschen Variante sind folgende Sprachen implementiert:               Englisch, Spanisch, Portugiesisch,  Italienisch, Niederländisch

 

Heute das iPad 2 kaufen?

Hier einige knappe Hinweise, mein Review erscheint heute im Laufe des Tages auf faz.net. Die Apple-Läden haben das iPad 2 erst ab 17 Uhr!

  • Das iPad 2 ist exzellent verarbeitet, superschnell, bietet eine sehr lange Akkulaufzeit (10 h +), und die Gewichtseinsparung ist ein spürbarer Pluspunkt.
  • Die beiden Kameras enttäuschen, nicht nur wegen der geringen Auflösung.
  • Facetime-Videotelefonate (zum Mac oder anderen Partnern mit iOS-Geräten, nur im W-Lan) waren bei meinen Tests nicht durchgehend gut, bei den weniger guten Telefonaten gab es starke Artefakte im Bild und einen zu großen Zeitversatz von Bild und Ton. Einmal fror das Facetime-Bild ein.
  • Wer ein altes iPad 1 hat, kann dabei bleiben, meine ich.
  • Nichts ändert sich bei den bekannten Apple-Gängelungen. Und wie bisher gilt: Wer nicht nur passiv konsumiert, sondern aktiv arbeiten will, kaufe einen Notebook.
  • Wer einen hochwertigen Tablet PC mit Zehntausenden von Apps sucht, liegt beim iPad 2 genau richtig. Es ist der Maßstab, und dank Dropbox & Co. lassen sich manche Einschränkungen mühelos überwinden. Viele tolle Apps gibt es nur für das iPad, daran wird sich so schnell nichts ändern.
  • Die spannende Frage: lohnt es sich, auf Android-Tablets zu warten? Dafür spricht: bessere Ausstattung (Kamera, teils Speicherkarten-Slot, Standard-USB-Anschluss), größere Offenheit des Betriebssystems.
  • Dagegen spricht: teils deutlich teurer, kaum Apps für Android 3.0, das jetzt dort beginnt, wo Apple vor einem Jahr war. Ferner: Wie gut sind Verarbeitungsqualität, Anmutung, wie sieht es aus mit der Akku-Laufzeit?

 

Erste Eindrücke auf der Cebit: Motorola Xoom, der iPad-Rivale

Ich konnte am Montag auf der Cebit das Motorola Xoom in einer europäischen Variante einige Zeit ausprobieren, und meine Fragen haben die Motorola-Pressestelle und ein Entwickler beantwortet. Ergänzend siehe auch heise.de. Das Gerät war ein Arbeitsgerät des Entwicklers mitsamt eingerichtetem E-Mail-Account und etlichen Apps. Es lief rund, keine Abstürze oder unvorhergesehene Zwischenfälle.

Motorola Xoom: Der iPad Rivale (Foto Hersteller)
  • Mechanischer Eindruck: sehr gut, dem iPad in jedem Falle ebenbürtig, ordentlich verarbeitet. Die Rückseite ist aus Metall. Ein- und Ausschalter auf der Rückseite, oben ein Kombi-Slot für Micro-SD-Speicherkarten und Sim-Karte. Unten Micro-USB und Mini-HDMI. Wie das iPad: schwer (über 700 Gramm).
  • Das von der Telekom ab Ende April für drei Monate exklusiv vertriebene Gerät hat keinen Sim- oder Net-Lock. Es soll ohne Vertrag 700 Euro kosten.
  • Es wird eine Version mit GSM/UMTS-Modul sowie W-Lan geben und eine zweite Variante nur mit W-Lan. Die Variante ohne Mobilfunk wird ab Ende April regulär im Handel sein, hier gibt es keinen Exklusiv-Vertrieb der Telekom. Beide Versionen haben GPS und ein Gyroskop eingebaut.
  • Motoblur = die Motorola-Erweiterung von Android, kommt zunächst nicht auf das Xoom. Gott sei Dank!
  • Rund 90 Prozent der vorhandenen Android-Apps laufen auch mit Android 3.0 auf den Tablets.  Die Darstellung wird hochskalisiert, wie bei iPhone-Apps auf dem iPad. Das sieht nicht immer toll aus (sehr breite Eingabezeilen), funktioniert aber.
  • Wie beim iPad laufen alle Apps im Vollbild-Modus. Es ist also nicht möglich, ein Fenster zu skalieren, um z.B. neben dem Browser das E-Mail-Fenster einzublenden. Allerdings gibt es Widgets für die (maximal 5) virtuellen Bildschirme, die wie eine Fenster-Darstellung aussehen (E-Mail, Kalender). Dergleichen gibt es beim iPad nicht. Widget-Fläche lässt sich nicht verändern.
  • Sehr spektakulär: YouTube mit Preview-Fenstern der Videos.
  • Kalender, E-Mail und Kontaktverwaltung profitieren ungemein von Honeycomb, das sieht ganz anders aus als auf dem Galaxy Tab, sehr schön, sehr übersichtlich, sehr funktional. E-Mail mit Priority Inbox bei Googlemail-Konten, Filtern und Farb-Markierungen. Kontakte im Adressbuch lassen sich nach den Nachnamen sortieren.
  • Echtes durchgängiges Multitasking, neue E-Mail und andere Ereignisse werden in der Hinweisleiste unten rechts unmittelbar angezeigt. Und vor allem werden eben Dienste im Hintergrund im Unterschied zu iPad abgearbeitet, man kann an der E-Mail weiterarbeiten, während ein Video lädt.
  • Android Market lief noch nicht.
  • Mit dem Xoom kann man nicht über Mobilfunk telefonieren, nur mit Voip oder Skype. Google Talk hat Videotelefonie, Skype noch nicht.
  • Die virtuelle Tastatur gefällt, man kann sogar zwei Tasten gleichzeitig drücken, also etwa die Shift-Taste festhalten und dann tippen.
  • Bluetooth-Tastatur geht, BT-Headset für Voip-Telefonate geht, BT-Maus anschließbar, BT A2DP für Musik ist dabei (diese Punkte haben wir nicht ausprobiert).
  • Die Micro-SD-Karte ist zum Marktstart nicht ansprechbar. Motorola will eine Erweiterung von Android 3.0 für Speicherkarten nachliefern. Andere Android 3.0-Tablets haben keinen Speicherkarten-Slot.
  • Gesamteindruck: Ein tolles, spannendes Gerät, endlich mal ein ernst zu nehmender iPad-Rivale.  Wenn das finale Produkt so gut ist wie das gezeigte, wird es eine Frage des persönlichen Geschmacks sein, ob man zum iPad greift oder zu einem Android-3.0-Tablet. Wie bei den Android-Smartphones sind die sofort erscheinenden Hinweise auf neue Ereignisse ein klarer Pluspunkt gegenüber iOS 4. Und natürlich kann man das Xoom mit USB oder Micro-SD-Karte sofort mit Medien und Daten bestücken, der Umweg über iTunes am PC entfällt.

Mehr als nur ein Nachahm-Pad: Erste Einschätzung des HTC Flyer

Der kleine Tablet PC: HTC Flyer (Foto Hersteller)

Blickt man auf die großen Tablet-Neuheiten des MWC in Barcelona, zeigt sich vor allem eins: Fast alle Mitbewerber (Motorola Xoom, Samsung Galaxy Tab 10.1, LG Optimus Pad) orientieren sich am großen Vorbild des Apple iPad, was die Bauform, die kapazitive Display-Technik, die Auflösung des Bildschirms und die Bedienung mit dem Finger betrifft. Nur sind die neuen Modelle mit Doppelkern-Prozessoren deutlich schneller.

Vielleicht beschreitet HTC aus genau diesem Grund ganz andere Wege: Der Flyer aus Taiwan ist (wie das erste Samsung Galaxy Tab) ein besonders kompakter Tablet PC, der nur 420 Gramm wiegt und bei einer Bildschirmdiagonale von 17,8 Zentimeter mit 1024 x 600 Pixel auflöst. Also ein Gerät im Taschenbuch-Format, das zwar mit dem Smartphone-Android 2.4 in den Handel kommt, aber in erster Linie durch die Sense genannten Erweiterungen von HTC auftrumpfen will. Mit einem Spezialstift soll man auf dem Display schreiben können, und gleichzeitig kann man eine Besprechung akustisch aufzeichnen. Tippt man später auf eine geschriebene Notiz, hört man sofort die Tonaufzeichnung an der Stelle der Mitschrift. Die Idee stammt übrigens von den Livescribe-Kugelschreibern.

Ein weiteres pfiffiges Detail ist die Synchronisation mit Evernote, einem sehr populären Notizdienst, der auf vielen Smartphones läuft und sämtliche Daten in der „Cloud“ speichert. Aus der Wolke des Internet holt sich der Flyer ferner Filme und Spiele. Das Gerät nutzt einen Singlecore-Prozessor von Qualcomm, der mit 1,5 Gigahertz läuft. 32 Gigabyte Speicher stehen bereit, mit Micro-SD-Karten lässt sich der Platz verdoppeln. Das UMTS-Modem schafft maximal 14,4 MBit/s, ferner sind Wireless-Lan, Bluetooth 3.0 und eine 5-Megapixel-Kamera eingebaut. Der Hersteller verspricht eine Laufzeit von vier Stunden bei der Videowiedergabe, Filme lassen sich mit HDMI am TV-Gerät ausgeben – oder mit DLNA drahtlos übertragen. Der Flyer kommt im zweiten Quartal für 700 Euro (UMTS-Variante) in den Handel — ein mutiges Konzept. Das ist mehr als nur ein Nachahm-Pad.