Alte Meldungen im Blackberry Hub in einem Rutsch löschen

Einer der größten Pluspunkte des 10er-Betriebssystems von Blackberry ist der Hub, die Nachrichtenzentrale. Auf einen Blick sieht man alle Neuerungen aus allen Konten und Netzwerken. Wer ältere Meldungen, etwa aus Twitter, in einem Rutsch löschen möchte, verwendet folgenden Trick:

Aufs Datum klicken, nach unten hin wird ausgewählt
Aufs Datum klicken, nach unten hin wird ausgewählt

Im betreffenden Hub auf die Datumsangabe (etwa: Montag, 10. März 2014) in der Listendarstellung tippen. Die Schrift ist ziemlich klein. Ist das gelungen, werden alle Meldungen unterhalb des selektierten Datums markiert. Zudem baut sich automatisch ein Seitenmenü rechts mit dem Symbol Papierkorb plus Pfeil nach unten auf. Mit dem Befehl „Vorherige löschen“, sind alle hervorgehobenen Meldungen in einem Rutsch gelöscht.

Zum Weiterlesen: Mein FAZ-Bericht zum Blackberry-Betriebssystem 10.2.x.

Mein FAZ-Review des großen Blackberry Z30, meines Erachtens das derzeit beste Gerät ohne Keyboard.

 

How to delete prior messages in the Blackberry Hub

Test: Drive Kit Plus in der A-Klasse von Mercedes-Benz

Jetzt wird es richtig kompliziert. Wer zielgruppenspezifisch zur jungen Internetgeneration gehört und mit der neuen A-Klasse von Mercedes-Benz liebäugelt, hat die Qual der Wahl, wenn es um Kommunikation und Netze geht. Noch nie war die A-Klasse so jung, und erstmals hat Mercedes-Benz eine iPhone-Integration im Angebot. Aber die Wege zum vollkommenen Glück der fahrenden Konnektivität sind verschlungen. Um ein wenig Ordnung ins Wirrwarr der Optionen und Möglichkeiten zu bringen: Das bekannte Comand Online steht mit 3150 Euro in der Preisliste und bietet den bewährten Komfort der Oberklasse auf einem üppigen 18-Zentimeter-Bildschirm mitsamt Navigation, HiFi, Telefonie und Musikspeicher auf Festplatte. Aber die Online-Funktionalität erschließt sich nur mit einem Smartphone, das via Bluetooth und dem Dun-Protokoll angebunden wird.

Navi auf Umwegen: Kommt vom iPhone, landet auf dem Audio-20-Schirm (Fotos Hersteller, Spehr)
Navi auf Umwegen: Kommt vom iPhone, landet auf dem Audio-20-Schirm (Fotos Hersteller, Spehr)

 

Neu ist das Drive Kit Plus für 690 Euro, das aber wiederum nur mit dem iPhone 4 und 4S zusammenarbeitet und Audio 20 (420 Euro) mit seinem 15-Zentimeter-Monitor benötigt. Audio 20 besteht aus Radio, CD-Spieler und Bluetooth-Telefonie, bringt also keine Navigation mit. Das Drive Kit Plus ergänzt mit Routenführung, Musikwiedergabe vom iPhone und den neuen Social-Media-Kanälen, namentlich Twitter, Facebook, Social Playlist sowie Glympse. Erforderlich ist die „Digital Drive Style App“, die es gratis in Apples App Store gibt und die auf dem kabelangebundenen iPhone läuft. Der Bordmonitor übernimmt die Anzeige, es gibt also keine Fummelei am Smartphone. Denn das Zwischenglied ist die neuerdings vieldiskutierte Videoausgabe der Apple-Smartphones. Sie funktioniert leider mit dem aktuellen iPhone 5 und seinem neuen Lightning-Port nicht, Mercedes-Benz hofft auf eine Lösung bis Mitte kommenden Jahres. Bis dahin ist Drive Kit Plus nur mit den beiden älteren Modellen nutzbar.

Spielt die Hauptrolle: Die iPhone-App
Spielt die Hauptrolle: Die iPhone-App

Wir haben Drive Kit Plus mit dem Comand-System ausprobiert, und die erste Erfahrung ist, dass man gleichzeitig in zwei verschiedenen Welten jongliert. In der Comand-Ebene bleibt alles, wie es ist. Schaltet man auf den Aux-Eingang der Anlage und startet manuell die Mercedes-App auf dem iPhone, erwacht die junge Welt zum Leben. Wie bei Comand kommt der Controller mit seinen umgebenden Tasten als zentrales Bedienelement zum Einsatz – und man stellt schnell fest, dass man doch immer wieder zu Comand zurück muss, etwa für die Telefonie, die im Drive Kit Plus nicht implementiert ist. Kurzum: Der Anfang ist kompliziert. Hat man das Prinzip verstanden und sich (einmalig) auf dem iPhone bei Facebook und Twitter angemeldet, kann man im Drive-Kit-Plus-Modus mit dem Controller butterweich zwischen den einzelnen Abteilungen wechseln, die auf einem horizontalen Laufband angeordnet sind. Dazu gehören derzeit Facebook, Twitter, das Teilen von eigenen Nachrichten, die Navigation, Web-Radio und der Internetdienst Glympse, der anderen temporär Zugang zu den eigenen Standortdaten gibt. Wer den Fokus auf Facebook und Twitter legt, findet sich schnell zurecht. Über die Mobilfunkabteilung des iPhone werden die vorigen Statuseinträge auf dem Bildschirm angezeigt, und zwar mit dem hinterlegten Porträtfoto des Autors, die Inhalte liest eine synthetische Stimme vor. WWW-Links lässt die Sprachausgabe außen vor, so hört sich das Ganze durchaus respektabel an. Eigene Nachrichten kann man allein in der Form von Textbausteinen absetzen, hier lassen sich allerdings persönliche Inhalte wie das Navigationsziel oder die gerade gehörte Musik automatisch einfügen.

Zugegeben: Bei Twitter mit kurzen Texten plus Link hält sich der Nutzwert in Grenzen. Aber längere Facebook-Artikel lassen sich mit Gewinn hören. Mit einem weiteren Controller-Klick wird der gesamte Eintrag auf dem Monitor angezeigt, hier ist die Ablenkung für den Fahrer deutlich höher. In Grenzen lässt sich mit den Einträgen jonglieren, man kann in Facebook den „Gefällt mir“-Button auslösen, in Twitter „retweeten“, Facebook-Kommentare lesen oder, sehr sinnvoll, bei einem „Check in“ die Adresse der Lokation gleich in die Routenführung übernehmen. Ähnliches gilt auch für die Veranstaltungs-Einladungen von Facebook, die sich nahtlos in die Routenführung übernehmen lassen.

Diese wiederum ist der größte Pluspunkt im Zusammenspiel mit Audio 20, das sonst ohne Routenführung auskommen muss. Der Kopilot arbeitet ordentlich, und als Extra gibt es sogar eine Online-Google-Suche nach Sonderzielen. Leider muss man auf eine Spracheingabe des Navigationsziels verzichten, aber schon kündigt Mercedes-Benz eine Siri-Erweiterung für die nächsten Wochen an. Die Karten liegen übrigens auf dem iPhone, und die Software kommt von Garmin.

Facebook, Twitter und Glympse auf dem Monitor
Facebook, Twitter und Glympse auf dem Monitor

Innovativ tritt ferner die „Social Playlist“ auf. In dieser Wiedergabeliste wird plattformübergreifend jeder Audio- und Videolink gesammelt, den die Freunde veröffentlicht haben – und man kann die Musiktitel der Netzbekannten während der Fahrt im Streaming-Verfahren hören. Videos lassen sich nur im stehenden Fahrzeug sehen, hier gibt es auch häufig Kompatibilitätsprobleme. Internetradio-Sender sind bereits programmiert, sie gelangen via Mobilfunk ins Auto. Man achte auf das Datenvolumen und die Gebühren. Ein Probeabonnement des Musikanbieters Aupeo gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Bessere Dienste wie Spotify sind nur über Bluetooth-Audio und die entsprechende iPhone-App nutzbar.

Glympse weiß, wann du ankommst
Glympse weiß, wann du ankommst

Drive Kit Plus ist zunächst ein erfolgversprechender Anfang. Besonders sinnvoll ist das Vorlesenlassen von Facebook-Einträgen und das Abrufen von Veranstaltungs- und anderen Ortsinformationen. Die Fahrerablenkung bleibt in diesen Funktionsbereichen minimal, und da das iPhone fest in der Mittelarmlehne verstaut ist, kommt der Social-Media-Junkie gar nicht auf den Gedanken, es während der Fahrt in die Hand zu nehmen. Bei Twitter bleiben viele Wünsche offen. An erster Stelle der Zugriff auf Twitter-Listen, um beispielsweise gezielt Eilmeldungen abrufen zu können. In Verbindung mit Siri lassen sich viele neue Szenarien entwerfen, und unverständlich ist, warum eine E-Mail-Integration gänzlich fehlt. Im Zusammenspiel mit dem Comand-System ist vor allem bei intensiver Nutzung des Telefons der Umschaltvorgang zwischen beiden Welten ärgerlich. So gesehen lohnt sich Drive Kit Plus vor allem und an erster Stelle in Kombination mit Audio 20. Hier bekommt man dann eine ordentliche Navigation auf den Bordmonitor – und freut sich über Facebook und Twitter als Extras.

Leistungsschutzrecht für Twitter

Viele Verlage fordern ein Leistungsschutzrecht für ihre gedruckten und im Internet erschienenen Publikationen. Der sperrige Begriff bezeichnet jene Leistungen, die nicht von den Urhebern, sondern von den „Nachschaffenden“ erbracht werden. Hat die Meldung der Nachrichtenagentur dpa einen Urheber, nämlich den Autor, ist der Nachschaffende zum Beispiel ein Redakteur, der sie aus der Vielzahl der Meldungen auswählt und – vielleicht mit einer prägnanteren Überschrift versehen – auf seine Internetseite stellt. Das Leistungsschutzrecht soll den zweiten Schritt belohnen. Bezahlen wiederum sollen Nachrichtenaggregatoren, die maschinell die Früchte dieser Handarbeit ernten, auf ihren eigenen Seiten veröffentlichen, damit „Traffic“ generieren und an diesem durch zugeschaltete Werbung verdienen. Das hört sich zunächst sehr konsequent an, hat aber etliche Tücken im Detail. Denn zum Beispiel Google mit seiner News-Seite verlinkt nur. Wer sich von einem Beitrag angesprochen fühlt und auf die Überschrift klickt, landet auf der Seite des Nachschaffenden. Den Online-Portalen der Verlage werden also neue Besucher zugeführt, von denen auch sie unmittelbar profitieren.

Ferner ist die Frage aufgeworfen, wie das Leistungsschutzrecht auf die sozialen Netzwerke anzuwenden ist. Denn die „Elite“ bei Twitter, Facebook oder Google+ besteht aus Nachschaffenden, die unentgeltlich arbeiten. Diese Kuratoren „scannen“ fortwährend die spannendsten Themen des Tages, sie verlinken auf die nach ihrer Meinung besten Artikel, und ob der Begrenzungen von Twitter und Co. ist manche Überschrift in 140 Zeichen ein kleines Kunstwerk. Die Leistung dieser Nachschaffenden ist klar und präzise ermittelbar. Nämlich über die Statistiken der „Linkverkürzer“ wie bit.ly und die „Retweets“ durch andere. Zum Funktionsprinzip der sozialen Netzwerke gehört, dass sich Interessantes auch dann in Windeseile verbreitet, wenn es nicht prominent plaziert wurde. Es kommt auf den Inhalt an, nicht auf die Form oder das Medium, manche Nachrichten brechen sich wie eine Flutwelle ihren Weg. Wenn es bei einem Leistungsschutzrecht nicht um Polemik oder eine symbolische Auseinandersetzung gehen sollte und man sich an den nackten Tatsachen der Klickzahlen orientiert, sind die Gewinner eines solchen Schutzrechtes also dort zu suchen, wo man sie nicht auf den ersten Blick vermutet. (F.A.S. vom 4.12.11)

Allzeit vernetzt: Twitter und Facebook im Auto

Muss der Autofahrer sozial vernetzt sein?

Twitter und Facebook steigen ins Auto ein. Auch der Fahrer soll davon profitieren. Über Sinn und Unsinn kann man trefflich streiten.

Dass im Auto der Zukunft auch die sozialen Netzwerke mitfahren, gilt nach der IAA als Selbstverständlichkeit. Alle großen Hersteller bringen das Internet ins Fahrzeug. Aber die BWM-Gruppe und Mercedes-Benz sind die ersten mit Twitter und Facebook an Bord. Der Nachrichtenstrom aus beiden Diensten wird in die vorhandene Kommunikationstechnik integriert. Twitter-Meldungen und Facebook-Nachrichten erscheinen auf dem Display von iDrive und Comand Online, und zwar so, dass auch der Fahrer davon profitiert – und aktiv am Geschehen partizipieren kann.

Das alles hört sich zunächst nach Provokation an. Eine zusätzliche Spielerei, die vom Verkehrsgeschehen ablenkt und dazu führt, dass mancher unachtsamer fährt, lautet ein erster und wichtiger Einwand. Unfälle durch das Schreiben von SMS während der Fahrt werden derzeit in den Vereinigten Staaten mit der Forderung „don’t text and drive“ diskutiert. Facebook und Twitter sind „textlastige“ Medien. Sie erfordern eine höhere Aufmerksamkeit als das nebenbei laufende Radio. Wo liegt hier der Fortschritt?

iDrive und Twitter: Das Beispiel BMW (Fotos Hersteller, Spehr)

Diese zutreffenden Argumente prallen jedoch an der Realität ab: Gerade die junge Generation will ihren digitalen Lebensstil nahtlos im Fahrzeug fortsetzen. Das Auto als kommunikationsfreie Offline-Zone ist eine undenkbare Vorstellung. Man will auch unterwegs allzeit vernetzt an den Aktivitäten seiner Freunde teilhaben. So wundert kaum, dass ungeachtet aller Verbote und mahnenden Hinweise eben doch mit dem Smartphone herumgespielt wird. Angesichts kleinteiliger Apps, bei denen man mit dem Finger auf winzige Schaltflächen tippen muss, ist die Ablenkung immens.

So gesehen kann eine behutsame Einbindung von Internetdiensten sicherer machen, was ohnehin nicht mehr zu verhindern ist. Und wer nach noch strengeren gesetzlichen Vorschriften ruft, müsste konsequenterweise auch vieles andere Ablenkende unterbinden, die Beispiele sind Legion. Zudem ist es unklug, Twitter und Facebook gleich als Reizthema zu dämonisieren. Man prüfe doch zunächst, ob sich nicht auch Vorteile aus der Fahrzeugintegration ergeben können. Wenn etwa der Junior am Samstagabend unterwegs ist und seine Clique von einem Club zum nächsten zieht, kann es einfacher sein, über Facebook Places und das entsprechende „Einchecken“ der Freunde zum Ziel geführt zu werden als mit Telefongesprächen, Suche nach der Location im Navi-System und mehrfachen Rückfragen, wenn der angesagte Club ganz neu und als Sonderziel dem Kopiloten noch nicht bekannt ist.

Ins Comand-Menü eingebunden: Facebook bei Mercedes-Benz

Ein erster Blick auf die neuen Systeme und ihre Leistungsfähigkeit kann also manche Bedenken aus dem Weg räumen. Die BMW-Gruppe bietet Facebook und Twitter bereits seit einigen Monaten an, wir haben die Technik im 5er BMW mit iDrive und im Mini mit Mini Connected ausprobiert. Bei Mercedes-Benz zieht zunächst Facebook vom November an in die neue B- und M-Klasse ein, Twitter kommt später, und das Ganze funktioniert ausschließlich in Verbindung mit Comand Online. Die gute Nachricht: Ist die aktuelle Ausbaustufe des Comand-Systems bereits vorhanden, etwa in der neuen C-Klasse, wird das Facebook-Modul im November automatisch und unentgeltlich freigeschaltet, ein Werkstattbesuch ist nicht erforderlich.

Und damit ist gleich die erste Frage aufgeworfen: Wie kommen die sozialen Netzwerke ins Fahrzeug? BMW setzt auf Smartphone-Apps als Zuarbeiter für die bestehenden Bordsysteme. Das iPhone enthält die Software, alle Benutzereinstellungen und individuellen Vorgaben. Der Monitor des Fahrzeugs wiederum gibt die Inhalte wieder, auch die Bedienung erfolgt mit der im Auto vorhandenen Infrastruktur. Die Idee hat Charme: Eine App ist schnell aktualisierbar, jeder Smartphone-Besitzer kennt die Prozedur. Was man zu Hause eingerichtet hat, nimmt man bequem mit ins Fahrzeug. Aber die Lösung für BWM und Mini funktioniert derzeit nur mit dem iPhone von Apple, alle anderen Geräte bleiben außen vor.

Die iPhone-App als Zentrale: Das Beispiel Mini

Eine ähnliche Einschränkung gibt es auch bei Mercedes-Benz, obwohl die Systemkonzeption eine andere ist: Smart muss das angedockte Phone nicht sein, es wird allein als Datenlieferant benötigt, denn die Apps laufen geräteunabhängig in Comand Online. Das Telefon wird über Bluetooth-Tethering mit dem Dun-Protokoll angedockt. Der Nachteil dieser Idee ist die eingeschränkte Verfügbarkeit des an sich schlichten „Dial-up Networking Profile“ (Dun) für die Interneteinwahl. Das iPhone und fast alle Androiden unterstützen kein Dun, man ist auf einen Blackberry oder ein älteres Nokia angewiesen.

Beide Wege machen es dem Kunden von BMW oder Mercedes-Benz in einer Hinsicht leicht: Es gibt keine Fummelei mit Sim-Karten und kein Wirrwarr bei den Mobilfunkverträgen. Man verwendet sein Mobiltelefon, am besten mit Datenkontingent, muss sich um nichts kümmern, und nichts ändert sich. Das im Fahrzeug anfallende Datenvolumen wird über die gewohnte Rechnung tarifiert.

Facebook Pinwand: So sieht das bei Comand Online aus

Im BMW und Mini starteten wir mit dem Laden der zugehörigen App auf dem iPhone und konfigurierten Facebook und Twitter. Im Auto wird das Smartphone mit einem Kabel angebunden, und schon tauchen die Apps im Bordsystem in einem Menü auf. Bedient wird das Ganze mit dem Controller, und bei beiden Fahrzeugen fügt sich die App-Welt stringent in die übrige Kommunikationslandschaft ein. Zunächst ein Blick auf Facebook: Die BMW-Apps zeigen auf dem Display den gesamten aktuellen Strom der Einträge von Freunden auf der Pinwand. Mit einem Controller-Klick kann man einzelnen Beiträgen ein „Gefällt mir“ geben – und die Meldungen lassen sich mit einer synthetischen Stimme vorlesen. Auch die Fotos der Freunde sind sichtbar. Eine Filterfunktion fehlt ebenso wie der Zugriff auf die Facebook-Mail oder Places (Orte) und Einladungen.

Twitter-Timeline bei BMW

Das neue Mercedes-System für Facebook konnten wir noch nicht in der Praxis erproben und verlassen uns auf die Angaben des Herstellers. Facebook ist demnach wie die Google-Suche und der Web-Browser in das karussellförmige Online-Menü von Comand integriert. Einmalig sind die Facebook-Zugangsdaten im Fahrzeug mit dem Controller einzugeben, anschließend erscheint eine auf den mobilen Einsatz zugeschnittene Startseite, die weitaus mehr zeigt als den Nachrichtenfluss der Neuheiten. Sie erlaubt nicht nur den Zugang auf die Pinwand, sondern auch auf Orte, Freundschaftsanfragen und Einladungen. Ein Ausrufezeichen hinter dem Menüeintrag weist auf Neues hin. Mit dieser Funktionalität geht Mercedes einen Schritt weiter als BMW, die Verbindung zu den Facebook-Freunden ist enger. Aber es gibt auch hier etliche Einschränkungen: Einträge kann man nicht vorlesen lassen, längere Texte werden zur Vermeidung von Ablenkung nach 150 Zeichen abgeschnitten, Facebook-Mail ist nicht darstellbar.

Verlinkungen auf andere WWW-Seiten sind in den sozialen Netzwerken das A und O. Der Platz ist knapp, bei Twitter sind maximal 140 Zeichen erlaubt, bei Facebook etwas mehr als 400. Also setzt man Links auf WWW-Seiten, wenn es um längere Beiträge geht. Hier müssen beide Systeme passen: Links lassen sich nämlich nicht anklicken und beispielsweise mit einer Online-Verbindung als Website aufrufen. Der Browser in den jeweiligen Fahrzeugen ist zu schwachbrüstig, und das Lesen einer zwangsläufig sehr kleinen Schrift auf dem Monitor wäre wohl nicht zumutbar.

BMW und Mercedes erlauben gleichwohl das Absetzen eigener Meldungen während der Fahrt. Nicht etwa, dass man mit dem Controller einen Buchstaben nach dem anderen in einem Textfeld eingeben müsste. Vielmehr stehen dafür Textbausteine zur Verfügung, die man bei BMW am iPhone selbst bearbeiten oder erstellen kann. Clever: Man kann bei beiden Herstellern Dutzende von Variablen einbauen, deren Inhalt automatisch vom Fahrzeug bezogen wird. So lässt sich etwa die Außentemperatur, der beim Navi eingegebene Zielort, die aktuell gespielte Musik, der eigene Standort und vieles mehr automatisiert in die Nachricht einsetzen.

Abschließend ein Blick auf Twitter bei BMW und Mini. Hier werden alle eingehenden Beiträge angezeigt, und damit ist klar: Wer vielen Menschen folgt, hat von der Fahrzeugintegration nur wenig. Man ertrinkt in der Flut der Meldungen. Einzelne Tweets lassen sich im Vollbildmodus aufrufen, man kann sie abermals vorlesen lassen, was sich aber bei Verlinkungen nur komisch anhört. Ferner gibt es die Optionen, einen Tweet zu favorisieren, ihn zu retweeten oder die Timeline einer bestimmten Person aufzurufen. Insgesamt meinen wir, dass sich der Nutzwert in Grenzen hält. Wer nur sehr wenigen Leuten bei Twitter folgt und seine Nachrichtenquellen gezielt ausgewählt hat, profitiert am ehesten davon. Alle anderen werden vermutlich einen Zugriff auf ihre Twitter-Listen vermissen. Ein bisschen mehr Raffinesse täte dem System also ganz gut.

Auch hier bleibt abermals die Frage unbeantwortet, wie man mit Links umgeht, die bei Twitter geradezu den Kern einer Meldung bilden. Wenn wir unsere Phantasie ein bisschen spielen lassen, bestünde eine bessere Lösung darin, dass eine Art Instapaper oder Read it Later implementiert würde, die Link-Verweise im Nachrichtenstrom automatisch auf die reine Textinformation eindampfen müsste. Die Inhalte könnte man dann während der Fahrt vorlesen lassen. Aber das wäre Zukunftsmusik.

Schön gezeichnet: Kommunikation im Mini

Die Facebook-Integration von Mercedes-Benz sieht auf dem Papier interessanter aus. Gerade die eingangs erwähnte Verknüpfung aus Mobilität und Freundschaftsbeziehungen bietet viel Potential für einen sinnvollen Umgang, auch im Auto. Und was ist mit der Ablenkung? Nach jeweils zwei Wochen im Mini und im 5er BMW meinen wir, dass die bayrische Lösung weitaus ungefährlicher ist als der Griff zum Smartphone während der Fahrt. Wer sich Meldungen vorlesen lässt, muss den Blick nicht von der Straße nehmen. Ärgerliche Kleinigkeiten der Elektronik und Menüführung lenkten uns in beiden Fahrzeugen mehr ab als Facebook oder Twitter. Wer beispielsweise das iPhone mit dem Kabel angeschlossen hat, darf bei der nächsten Bluetooth-Nutzung das Gerät abermals neu konfigurieren, denn die Musikübertragung mit A2DP wird jedes Mal deaktiviert. Und der Weg in das dazu benötigte Menü ist deutlich länger als der zur nächsten Twitter-Nachricht.

 

Twitter, Facebook und mehr im BMW mit Connected Drive

So sehen dann Facebook und Twitter bei dem aktuellen Connected Drive von BMW auf dem Navi-Monitor aus. Das iPhone wird mit dem USB-Kabel ans Fahrzeug angebunden, und die einzelnen Apps laufen auf dem iPhone. Dort konfiguriert man auch Facebook und Twitter.

Im Fahrzeug sucht man das entsprechende Online-Menü (es gibt verschiedene) und navigiert dann mit dem Controller zur gewünschten BMW App.

Die Timeline von Twitter:

Also nur wenige Einträge untereinander, aber dafür: mit Bild. Es gibt keinen Zugriff auf Twitter-Listen, vielmehr wird stets die gesamte Timeline angezeigt.

Die Einzeldarstellung eines Tweets:

Das Menü links bietet die Option, den Tweet zu favorisieren, ihn vorlesen zu lassen oder zu retweeten. Ferner kann man die Timeline des jeweiligen Twitterers aufrufen. Links werden übrigens auch mit einer synthetischen Stimme vorgelesen, und das hört sich ziemlich ulkig an.

Und bei Facebook:

Das Kontextmenü links erlaubt abermals das Vorlesen des Eintrags, außerdem kann man mit dem Controller den Gefällt-mir-Button drücken.

Eigene Statusmeldungen bei Facebook oder Twitter lassen sich ebenfalls während der Fahrt absetzen. Dafür gibt es Textbausteine und Variablen. Letztere etwa: der aktuelle Ort, der zuletzt angerufene Gesprächspartner, die Außentemperatur. All das wird am iPhone administriert. Die App muss während der Nutzung laufen, wechselt man zu einer anderen App, verschwinden die Inhalte.

 

 

 

 

 

 

Neuer 1er BMW mit Facebook und Twitter

Im September geht die zweite Generation des 1er BMW an den Start, und erstmals bei BMW gibt es dann eine Facebook- und Twitter-Anbindung (die für den Mini schon erhältlich ist). Ferner kann man mit einem iPhone auch Internetradio empfangen und auf Echtzeit-Verkehrsinfos zugreifen. Noch zu klären: Ist das Ganze in das iDrive-System integriert oder laufen die Zusatzdienste nur auf dem Smartphone?

Nachtrag: Anna Buettner löst in ihrem Kommentar unten das Rätsel: Auf dem iPhone braucht man die Gratis-App BMW Connected, dann wird das iPhone mit iDrive gekoppelt und die Funktionen der App können anschließend mit iDrive auf dem Bordmonitor genutzt werden.

Innenansichten: Der neue 1er BMW mit iDrive (Foto Hersteller)

Auszug aus der Pressemeldung:

„Mit der Option Apps können Besitzer eines iPhone unter anderem Webradio-Stationen empfangen sowie die Dienste Facebook und Twitter nutzen. Auch der Internet-Zugang und die neue Funktion Real-Time Traffic Information, die besonders präzise Staumeldungen und Verkehrshinweise in Echtzeit übermittelt, sind einzigartig im Kompaktsegment.“

Zur Wissenschaft des richtigen Twitter-Timings

Zu schön, um wahr zu sein: Wenn man nur den richtigen Zeitpunkt zum Absetzen seiner Twitter-Meldungen kennt und wählt, twittert man erfolgreicher. Es gibt Dutzende von Seiten und Hinweisen dazu, mal personalisiert, mal nicht. Die Idee hat sogar eine gewisse Plausibilität: Wer seine Tweets nachts oder morgens ganz früh absetzt, erreicht natürlich weniger Publikum. Zumindest gibt es weniger Klicks jener Zeitgenossen, die, sagen wir, aus reiner Neugier auf einen Link klicken.

Lohnt es sich jedoch, daraus eine Wissenschaft zu machen? Die klare Antwort „Nein“ ergibt sich unmittelbar aus den Mechanismen von Twitter: „Unwichtiges“ fällt unter den Tisch und in der Timeline nach unten, während „Wichtiges“ retweeted wird. Meine Erfahrungen:

1.) Ein guter Tweet geht von allein seinen Weg. Selbst wenn er nicht von Twitter-Promis retweeted wird, erreicht er (bei mir) ungefähr 10 mal mehr Klicks als der durchschnittliche Tweet. Und zwar unabhängig von der Uhrzeit des Absetzens.

2.) Ein Tweet wird wahrscheinlich gut laufen, wenn er von einem oder mehreren Twitter-Promis retweeted wird. Damit meine ich einen Retweet durch Twitterer mit mehr als 10.000 Followern. Die starke Reichweite eines Prominenten und sein „Gütesiegel“ sind ausschlaggebend. In solchen Fällen erreiche ich ebenfalls 10 mal mehr Klicks als bei einem durchschnittlichen Tweet. Allerdings gelegentlich auch noch mehr.

Und jetzt zurück zur Wissenschaft des richtigen Twitter-Zeitpunkts: Wenn man mit der Wahl der „richtigen“ Uhrzeit seine Retweet-Rate oder Klickrate um wenige Prozent erhöhen kann, dann sind das absolut irrelevante Verbesserungen gegenüber den Beobachtungen 1.) und 2.) oben.

Anders ausgedrückt: Wenn die Tweets nicht gut sind, kann man sich das Optimieren sparen. Und wenn sie gut sind, braucht man ohnehin kein Twitter-Timing.

So geht’s: Den Folge-Button von Twitter ins WordPress-Blog einbauen

Den neuen Follow-Button von Twitter in das eigene Blog einzubauen, ist mit WordPress wirklich kinderleicht.

Fertig: Follow-Button von Twitter

1. Auf der Twitter-WWW-Seite anmelden.

2. Neuen Tab öffnen und www.twitter.com/about/resources/followbutton eingeben.

3. Optionen nach Bedarf festlegen.

4. Neuen Tab öffnen und in WordPress einloggen.

5. „Design“ auf der linken Seitenliste und „Widgets“ wählen. Sich einen Platz für den Button aussuchen.  An der gewünschten Stelle das Widget „Text“ einbauen und den Code der Twitter-Seite mit Copy & Paste übertragen. Speichern. Das war’s.

Twitter im Auto. Jetzt!

Einst zwitscherten am Auto höchstens die Reifen – was kein gutes Zeichen war. Jetzt kommt Twitter ins Auto. Diese Woche war das eins der Knallerthemen auf der Nuance-Konferenz rund um das vernetzte Fahrzeug der Zukunft in München. Nuance steht für Spracherkennung. Zugriff auf Nachrichten und soziale Netzwerke soll diese Technik einfach und sicher machen, so wenig Ablenkung wie möglich. Immer vorneweg BMW-Tochter Mini: Twitter-Nachrichten erscheinen in dem riesigen Tachometer-Display des großen Kleinen.

Nachschlag gefällig? Twitter 2.0, sozusagen. Nicht nur Fahrer und Mitfahrer twittern, sondern Autos untereinander. Dafür dürfte die Intelligenz der Bordrechner längst reichen. „Vorsicht auf der B456 bei Usingen, mein Fahrer telefoniert gerade mit dem Handy am Ohr und fährt nur sehr langsam und unkonzentriert“, könnte der blaue VW Polo an die Fahrzeugschlange hinter ihm zwitschern. Und wenn sich erst die Autos tatsächlich vernetzen – etwa in der Innenstadt: „Achtung, Ecke Louisenstraße, Lerchenweg, Politessen im Anmarsch.“ Ein Auto nach dem anderen könnte diese Warnung im Umkreis „retweeten“ (wiederholen) und ganz vorn in der Louisenstraße, wo unsereiner verbotenerweise im Parkverbot steht, erhielten wir eine DN (Direktnachricht) von unserem Wagen auf unser Smartphone in der Warteschlange des Hauptpostamtes: „Abschleppwagen naht“. Mit den Twitter-Schlagwörtern, den „Hashtags“ könnte man schnell nach Region und Straße filtern.

Ein Auto könnte aussehen und heißen, wie es will: Wenn es unterwegs die besten Nachrichten am schnellsten bringt, hätte es natürlich auch die meisten „Follower“. Das Ganze würde natürlich wieder unkontrollierbar, so ist nun mal Twitter. Bald ziehen die Twitter-Autos nachts über ihre Fahrer her: „Meiner hat sich heute trotz seiner 435 PS von einem Porsche überholen lassen“. Da hilft dann nur noch der finale Rettungsklick: Dem eigenen Fahrzeug „entfolgen“ mit einem beherzten „unfollow“.

 

Ein Wochenende mit dem iPad

Was macht der News-Junkie am Wochenende? Er ist im kalten Entzug. Sich ins Arbeitszimmer verkriechen, am Rechner die großen Nachrichten-Seiten, Twitter und Facebook lesen: Das alles läge jenseits einer ohnehin schon strapazierten Ehefrauen-Kompatibilität. Am besten bleibt der Computer aus, und das ständig piepsende Smartphone (Twitter-Eilmeldungen!) ist ohnehin auf lautlos gestellt. Zum Glück gibt es das iPad. Staubsaugen am Samstagnachmittag. Das sind fünf Minuten im Esszimmer, um heimlich einen Blick auf faz.net zu werfen. Das iPad muss ja nicht langwierig hochfahren, es steht sofort parat. Ein paar Fingerbewegungen übers Display, schon ist die Sucht befriedigt. Und während sie abends im Wohnzimmer ihre Lieblingsserie guckt, kann er nebenan sogar flink Twitter starten. Was gibt es neues unter den Followern, was sind die derzeit weltbewegenden Themen? So schön das alles mit Apples Tablet PC funktioniert: Geht es dann darum, aus dem passiven Lesen von Meldungen ein aktives Arbeiten zu machen, also einen Nachrichtentitel zu markieren, kopieren und einzusetzen, dazu einen persönlichen Kommentar zu schreiben und das Ganze mit dem Lieblings-Linkverkürzer in ein kompaktes Format zu bringen, wünscht man sich doch wieder den PC zurück. Es geht, aber es ist langwierig und kompliziert. Man kann stundenlang mit dem iPad zufrieden auf dem Sofa surfen. Sobald es einem jedoch in den Fingern juckt, sind seine Defizite offensichtlich.