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Test: Audi Connect mit W-Lan-Hotspot

Dass das Internet ins Auto einzieht, darf nach der IAA als Selbstverständlichkeit gelten. Spannend ist nicht mehr die Frage nach dem “Warum?”, sondern das “Wie?”. Telematikdienste, Verkehrsinformationen und die Notruffunktion E-Call sorgen dafür, dass spätestens von 2015 an jedes Neufahrzeug mit Mobilfunk und Internet ausgerüstet sein wird. Derzeit steht Wireless-Lan auf der Agenda aller Hersteller, und damit ist die Idee verbunden, eine ohnehin vorhandene Datenverbindung nutzbringend den Passagieren zur Verfügung zu stellen. Sie können mit ihrem Notebook, iPad oder Smartphone während der Fahrt surfen, Musik hören oder Videos sehen. Die Anbindung der Peripherie ist so einfach wie zu Hause am Router oder unterwegs im Internetcafé: W-Lan suchen, Kennwort eingeben und loslegen. Peugeot und Citroen setzen dazu auf eine W-Lan-Box in Verbindung mit einem UMTS-Stick, und das französische System wird einmalig mit einem Notebook konfiguriert, der wiederum mit einem Ethernet-Kabel an die Box im Handschuhfach andockt. Eine Umstandskrämerei.

Keine Fummelei am Notebook, alles geht einfach

Das ganz neue “Audi Connect” mit UMTS-Modul verwendet eine andere Technik, wir haben sie im ebenfalls neuen Audi A6 ausprobiert. Der Netzzugang ist ein Baustein des bekannten MMI-Systems und fügt sich nahtlos in die vorhandene Architektur ein. Auf den ersten Blick ist MMI mit Audi Connect nicht von den bisherigen Anlagen zu unterscheiden: Der Drehsteller und das große Farbdisplay, das im A6 motorbetrieben aus dem Armaturenbrett ausfährt, bilden die Kommandozentrale. Wie im A8 kommt ein opulentes, farbiges Zweitdisplay zwischen Tachometer und Drehzahlmesser hinzu. Ferner hat man aus der Ingolstädter Oberklasse das Karussellmenü sowie das Touchpad übernommen. Es reagiert auf safte Fingerbewegungen, man malt hier einen Buchstaben nach dem anderen, und eine Handschrifterkennung wertet die Eingabe aus.

Für Fingermaler: Das Audi-Touchpad links neben dem Schalthebel (Fotos Spehr)

Audi Connect ist in den Tiefen der Menüs versteckt, und bevor man aus der Fülle der Möglichkeiten schöpft, muss man sich mit den Kommunikationsfähigkeiten seines Mobiltelefons beschäftigen. Im einfachsten Fall unterstützt das Gerät das Bluetooth-Profil Sim Access, wie etwa einige Blackberrys, viele Nokias und sehr wenige Android-Smartphones. Das iPhone von Apple bleibt außen vor. Mit Sim Access sind sämtliche Online-Dienste im Audi verfügbar, und man kann über die Freisprechanlage telefonieren. In Verbindung mit einer Daten-Flatrate legt man quasi sofort los. Komplizierter wird das Ganze ohne Sim Access: In diesem Fall benötigt man eine zweite Sim-Karte, die in den entsprechenden Leseschacht von MMI eingesetzt wird. Das ist sozusagen die Rückfall-Lösung, aber sie hat einen gewaltigen Haken: Die Telefonie mit dem Freisprecher erfolgt dann unabdingbar über diese Sim-Karte. Das vorhandene Handy lässt sich zwar weiterhin über Bluetooth ankoppeln. Man kann auch die Musikwiedergabe über Bluetooth A2DP starten. Aber nicht telefonieren. Wer sich darüber aufregt, sollte wissen, dass auch beim neuen Comand Online von Mercedes-Benz ähnliche Einschränkungen bestehen. Hier benötigt man ein Mobiltelefon mit dem Bluetooth-Dun-Protokoll für Online-Verbindungen.

Ist diese Hürde genommen, geht es an die Konfiguration der Datenverbindung. Im Unterschied zum Peugeot muss man so gut wie nichts manuell einstellen. MMI erkennt automatisch den Mobilfunkprovider, gibt den Zugangspunkt (APN) vor und setzt den netzseitigen Benutzernamen mitsamt Kennwort ein. Manuell einzugeben ist lediglich, ob ein Daten-Verbindungsaufbau automatisch oder auf Nachfrage erfolgen soll, ob Online-Verkehrsdaten empfangen werden, und es gibt ferner eine Roaming-Option sowie einen Verbrauchszähler. Diese Lösung gefällt.

Keine Fummelei: W-Lan-Parameter bei Audi

Der W-Lan-Hotspot ist ebenfalls kinderleicht eingerichtet. Es gibt keine Fummelei mit dem Notebook, sondern man sollte nur das vorgegebene simple Kennwort “AudiAudi” ändern. Anschließend steht den Passagieren während der Fahrt ein W-Lan zur Verfügung, das so einfach zu handhaben ist wie der Netzzugang im Café. Mit der Haifischzahn-Antenne auf dem Dach ist die Anlage deutlich empfangsstärker als ein Smartphone im Innern, und wir hatten im Fahrbetrieb sehr ordentliche Durchsatzraten. Eine Messung ergab sage und schreibe 5,8 MBit/s, mehr bietet auch mancher DSL-Anschluss zu Hause nicht.

Datenraten je nach Provider und Ort

Die Datenraten hängen natürlich maßgeblich von der Funkversorgung im mobilen Netz ab. Die ist bei Vodafone und der Telekom am besten. In den Ballungsgebieten hat man durchgängig ein flottes Tempo, und jenseits der großen Städte ist zumindest Edge mit bis zu 500 KBit/s verfügbar. Man beachte auch, dass sich alle Passagiere den einen Mobilfunkzugang teilen. Wenn einer Videos lädt, bricht das Tempo für alle anderen deutlich ein. Kleine Unterbrechungen beim Zellenwechsel können zu Rucklern beim Audio- oder Videostreaming führen. Geht es nur um das Surfen im Netz, um E-Mail oder andere Dienste, fallen die Aussetzer in der Regel nicht auf. Die Datenrate hängt im Übrigen nicht von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs ab, auf der Autobahn bei hohem Tempo ist die Funkversorgung in der Regel besser als auf dem Land.

Google-Suche: Die Ergebnisse landen bei Bedarf im Navi

So gesehen waren wir mit dem W-Lan-Hotspot ausgesprochen zufrieden. Dazu kommen aber noch jene Dienste, von denen auch der Fahrer profitiert. In der Navi-Abteilung gibt es nun schöne dreidimensionale Stadt- und Landschaftsansichten, die von Google Earth geladen werden. Die Aufnahmen werden als einzelne Kacheln dynamisch nachgeladen, und ein zwei Gigabyte großer Cache (Zwischenspeicher) reduziert das Online-Volumen. Google Earth im Navi erfreut das Auge, vor allem der Passagiere, bringt dem Fahrer aber nichts.

Wichtiger sind die Premium-Verkehrsinformationen, die ein kleiner Anbieter namens Inrix zusammenstellt. Im Unterschied zu den (ebenfalls verfügbaren) Meldungen von TMC und TMC Pro sind sie nicht auf die Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen beschränkt, sondern auch kleinräumig innenstädtisch verfügbar. In Frankfurt sahen wir etliche Störungen im Stadtgebiet, aber selbst manche Baustelle auf dem Land wurde richtig angezeigt. Bei Bedarf werden die erfassten Straßen mit Staumeldungen farblich markiert, man sieht also genau, wie weit das Auge von Inrix reicht. Ein abschließendes Urteil über die Güte der Daten kann man nach zweiwöchiger Erprobung noch nicht abgeben. Unsere Eindrücke reichen von “sehr ordentlich” bis “sehr ärgerlich”. Die Infos sind deutlich besser als die von TMC und TMC Pro, aber sie erreichen nicht die Qualität der Tom-Tom-Daten.

In einem Mini-Browser zeigt Audi Connect (auch während der Fahrt) weitere Reiseinformationen, den wohl unvermeidlichen Wetterbericht sowie Nachrichten in komprimierter Form. Sinnvoller ist unseres Erachtens die W-Lan-Anbindung von Musikspielern und die Google-Suche für Sonderziele am Standort, Zielort oder in einem Umkreis. Hier findet man also beispielsweise über den Suchmaschinen-Betreiber den Namen, die Adresse und vielleicht sogar die Telefonnummer des Steuerberaters oder Arztes, die allesamt eben nicht im klassischen Kartenmaterial der Navi-Hersteller verzeichnet sind.

Weil eine sprecherunabhängige Spracherkennung an solchen Herausforderungen scheitern würde, springt das Touchpad ein. Man malt einen Buchstaben nach dem anderen auf der Fläche, das Erkannte wird noch einmal vom System leise vorgesprochen – und die Erkennungsrate ist großartig. Das Ganze geht deutlich schneller als die Buchstabenauswahl über den Controller mit entsetzlich vielen Drehbewegungen, und wenn man das Prinzip verstanden hat, kann man während der Fahrt fröhlich vor sich hinschreiben, ohne auch nur einmal den Blick von der Straße nehmen zu müssen. Dass man die Fundstellen sofort in die Routenführung übernehmen kann, ist klar, und angezeigte Telefonnummern lassen sich direkt aus der Trefferliste heraus anrufen.

Mit Wetterbericht: Schmalspursurfen während der Fahrt

Alles in allem hat Audi ein gelungenes Paket zusammengestellt. Die nächste Stufe sind weitere Apps, die entweder auf Servern im Internet oder auf dem Smartphone im Auto laufen sollen. Wir warten jetzt auf E-Mail, Facebook und Twitter.

Test: Navigation, Telematik und W-Lan-Hotspot im Peugeot 508

Das sieht nobel aus: großes Farbdisplay, ein Controller mit umgebenden Bedienelementen zwischen den beiden vorderen Sitzen, Lenkradtasten und ein farbiges Zweitdisplay unterhalb von Tachometer und Drehzahlmesser. Der neue Peugeot 508 empfängt seine Insassen mit dem Ambiente der oberen Mittelklasse, und ein zusätzlicher Hauch von Luxus zeigt sich mit dem Betätigen der Zündung: Ein kleines Head-up-Display reckt sich über dem Instrumentenblock in die Höhe.

Großer Luxus, feiner Bildschirm im Peugeot 508 (Fotos Spehr)

Es ist nicht die in der Oberklasse gewohnte Anzeigetechnik, denn das virtuelle Bild schwebt über der Motorhaube statt über der Fahrbahn. Und es erscheint nicht in der Windschutzscheibe, sondern auf einer transparenten 10-Zentimeter-Polycarbonatscheibe davor. Aber immerhin ist die Darstellung farbig und gibt nicht nur die Geschwindigkeit wieder, sondern auch die Einstellungen des Tempomat sowie die Navigationshinweise in Pfeildarstellung. Auf den ersten Blick also ein prächtiger Auftritt.

Beschäftigt man sich näher mit dem Navigations- und Telematikpaket, das für 850 bis 1480 Euro in der Aufpreisliste steht, entdeckt man weitere Vorzüge: Neben der Europanavigation (mit Kartenmaterial im Flash-Speicher) gibt es die HiFi-Anlage, die fast alle Wünsche erfüllt, wenn es um MP3-Musik und externe Zuspieler geht. Sie lassen sich mit USB oder Cinch-Buchsen andocken oder man nimmt das Bluetooth-Musikprotokoll A2DP fürs Smartphone. Eine Freisprech-Funktion ist ebenfalls dabei, die Peugeot-Dienste für Telematik und Notruf sind ein sinnvolles Extra. Mit einer eigenen Sim-Karte übrigens.

Bedienung auf unterschiedlichen Arbeitsflächen verwirrend

So gesehen kann man zufrieden sein, aber die Tücke zeigt sich im Detail. Dass der 18-Zentimeter-Bildschirm mit opulenten 800×480 Pixel auflöst, merkt man während der Routenführung nicht. Die Darstellung wirkt hinsichtlich der Detailtiefe sehr bescheiden, als Informationsquelle für Verkehrsmeldungen wird lediglich der Gratis-Dienst TMC genutzt, und die Zieleingabe mit dem Controller ist langwierig. Eine Sprachbedienung fehlt, und das Gebotene bei der Navigation ist bestenfalls mittelmäßig. Zugegeben: Im Unterschied zu älteren Peugeot-Anlagen gibt es jetzt Fahrspurassistenten und Hinweise auf das geltende Tempolimit, die dem Kartenmaterial entnommen sind. Der Löwe ist also ein paar kleine Schritte vorangegangen, aber im Fall des neuen 508 hätte man sich ein lautes Brüllen gewünscht.

UMTS-Stick für die W-Lan-Box, die sich wiederum im Handschuhfach befindet

Denn die Bedienung auf unterschiedlichen Arbeitsflächen ist bisweilen verwirrend. Das zeigt exemplarisch die Telefonabteilung, in der ebenfalls die Sprachwahl fehlt und vor allem eine Namenssuche im Adressbuch schmerzlich vermisst wird. Man muss vielmehr mit dem Controller durch das gesamte Verzeichnis rollen, und zu allem Ärger kommt hinzu, dass die Einträge falsch, nämlich nach dem Vornamen sortiert sind. Dass nach jedem Betreten des Fahrzeugs die Kontakte neu synchronisiert werden, ist ein weiterer Missstand. Auch bei der Bluetooth-Musikwiedergabe könnte man einiges verbessern. Die Anlage merkt sich leider nicht die zuletzt aktive Audioquelle, sondern schaltet zu Beginn der Fahrt stets das Radio ein. Wer auf die Drahtlostechnik setzt, muss mehrfach mit „Source“ umschalten. Kurzum: Der schöne erste Eindruck trügt, hinter den Kulissen zeigt sich brave Hausmannskost und nicht die Ausstattung und raffinierte Menüstruktur, die man erwartet hat.

Die Navi-Anlage bleibt ganz außen vor

Aber es gibt ein Extra, das uns sofort begeisterte. Peugeot ist neben Audi und BMW der dritte Fahrzeughersteller, der einen W-Lan-Hotspot anbietet. Über eine eigenständige Mobilfunkeinheit kommt das Internet ins Auto, auf dass die Passagiere mit ihrem Notebook, iPad oder Smartphone während der Fahrt surfen, Musik hören oder Videos gucken. Die Anbindung der Peripherie ist so einfach wie zu Hause am Router oder unterwegs im Internetcafé: W-Lan suchen, Kennwort eingeben und loslegen.

Konfiguration am Notebook: Router-Fenster der W-Lan-Box

Die Lösung von Peugeot besteht aus zwei Komponenten: einem UMTS-Mobilfunkstick und einer dazu passenden W-Lan-Box (für 420 Euro) im Handschuhfach. Man nimmt seine Sim-Karte, steckt diese in den Stick und den wiederum in die W-Lan-Box. Anschließend ist einmalig die Einrichtung erforderlich. Dazu verbindet man mit Hilfe eines Ethernet-Kabels ein Notebook mit der Box, gibt im Browser eine Adresse ein und konfiguriert anschließend das System im Browser-Fenster. Welches Betriebssystem man dafür einsetzt, ist egal.

Anzugeben sind der Pin-Code der Sim-Karte, der Internet-Zugangspunkt, die SSID (quasi der Name der Station) und der Verschlüsselungstyp. Für letzteren stehen „unverschlüsselt“ (offenes W-Lan), WEP und die beiden sicheren WPA-Verfahren parat. Anschließend ist der Router für die Passagiere freigegeben. Statusmeldungen soll eine Leuchtdiode geben, die man allerdings im dunklen Handschuhfach nicht sieht. Und die Navi-Anlage mitsamt Bildschirm bleibt bei der Bedienung des W-Lan-Hotspot ganz außen vor. Obwohl sich das alles einfach anhört, benötigten wir für die Konfiguration mit dem Notebook fast eine Stunde, die Lan-Box wurde anfangs nicht erkannt.

In Ballungsgebieten durchgängig ein flottes UMTS-Tempo

Läuft die Anlage, werden alle Mobilfunk-Frequenzbereiche unterstützt, und rein theoretisch ist mit UMTS und dem Datenturbo HSDPA ein Maximaltempo von 7,2 Megabit in der Sekunde erreichbar. Die W-Lan-Station sendet nach dem Standard 802.11 b/g. Wie gut das Ganze während der Fahrt funktioniert, hängt maßgeblich von der Funkversorgung ab. Die ist bei Vodafone und der Telekom am besten. In den Ballungsgebieten hat man durchgängig ein flottes UMTS-Tempo, und jenseits der großen Städte ist zumindest Edge mit bis zu 500 KBit/s verfügbar. Man beachte auch, dass sich alle Passagiere den einen Mobilfunkzugang teilen müssen. Wenn einer Videos guckt, bricht das Tempo für alle anderen deutlich ein.

Im Betrieb: iPhone findet Peugeot-Hotspot

Alles in allem ist das mobile Surfen und Arbeiten nach unseren Erfahrungen im Auto deutlich sinnvoller als in der Bahn. Was die Schiene verspricht und nur auf wenigen Strecken hält, wird auf der Straße eingehalten. Geht es überwiegend um die E-Mail, kann man selbst mit Edge-Tempo kommod arbeiten. Der Hotspot im Auto ist in diesem Sinne eine heiße Sache, und wer die Technik jenseits der Werksausstattung ausprobieren will, experimentiere mit seinem Android-Smartphone oder dem iPhone.

Herstellerseite Peugeot WiFi on Board

Fahrtbericht Peugeot 508 SW auf faz.net von
Wolfgang Peters

 

 

 

 

 

 

Die W-Lan-Probleme des Google Nexus S

Ich hatte hier über die W-Lan-Probleme des Google Nexus S (hergestellt von Samsung) mit den Fritzboxen von AVM geschrieben. Jetzt gerade ist es mal wieder so weit: Das Nexus S liegt seit einer Stunde auf dem Schreibtisch, aber es gibt angeblich keine neue E-Mail. Gehen wir der Sache auf den Grund:

  • W-Lan ist eingeschaltet, unter Einstellungen, Drahtlos & Netzwerke und W-Lan ist mein Zugangspunkt aktiviert. Unter W-Lan-Einstellungen / Erweitert sehe ich die IP-Adresse des Nexus S in meinem W-Lan-Netz, das von der Fritzbox 7390 aufgebaut wird.
  • Aber die W-Lan-Anzeige am oberen Display-Rand ist grau, nicht grün. Es wird also die Feldstärke irgendeines W-Lan-Netzes angezeigt, in das das Gerät nicht eingebucht ist.
  • Aufruf einer Internetseite im Browser endet mit der Fehlermeldung “Webseite nicht verfügbar” (Arbeitszimmer im Mobilfunk-Funkloch).
  • Ein Internet-Telefongespräch mit Voip und Sip-Protokoll wird nicht hergestellt.
  • Die W-Lan-Standby-Richtlinie ist auf “Niemals” eingestellt. Das Gerät dürfte also W-Lan nie abschalten.

Während ich dies schreibe und mit dem Gerät herumspiele, findet das Nexus S endlich den Kontakt zum Router, die Feldstärke-Anzeige wechselt von grau auf grün. Eigentlich schade, ich hätte gern noch mehr Experimente angestellt.

Neu bei Android 2.3 ist die detaillierte Akku-Verbrauchsanzeige (unter Telefoninfo). Man sieht ein Diagramm mit der Akkukapazität in der Y-Achse und der Zeit in der X-Achse. Darunter farblich markiert a) die Qualität des Mobilfunksignals in Abhängigkeit von der Zeit und b) die W-Lan-Aktivität in Abhängigkeit von der Zeit. Kurioserweise ist das W-Lan meines Nexus S immer aktiv, auch wenn ich in der W-Lan-Standby-Richtlinie von “Niemals” umschalte zu “Wenn Bildschirm sich abschaltet”. Und um es noch komplizierter zu machen: Ist “Wenn Bildschirm sich abschaltet” aktiviert, gibt es aber durchaus einen Unterschied zu “Niemals”: Man ist nämlich für ankommende Voip-Telefonate nicht mehr erreichbar.

Was ist ein mobiler Hotspot auf dem Smartphone?

Ein leidiges Thema seit den Anfangszeiten des Mobilfunk: Wie kommt man unterwegs ins Internet? Beim Notebook ist mittlerweile die UMTS-Karte oder der USB-Stick mit UMTS-Modul weit verbreitet. Aber wie bringt man beispielsweise einen iPod Touch oder ein iPad ohne Mobilfunkeinheit ins Netz? Oder den Notebook, wenn man kein UMTS-Zubehör parat hat?

Hier springen mobile W-Lan-Hotspots ein, es gibt sie schon lange, und nun wird der Gedanke mit dem neuen iOS 4.3 für das iPhone abermals aktuell. Wie das Ganze funktioniert, zeigen exemplarisch die beiden ersten Smartphones mit W-Lan-Hotspot, der Palm Pre und Pixi: Die Software steht unentgeltlich im “App Catalog” bereit.  Die Installation ist einfach, man muss nur einen WPA-Schlüssel eingeben (oder kann auch ein offenes Netz einrichten). Anschließend ist der Hotspot aktiv. Mit dem ins Netz zu bringenden Gerät startet man eine W-Lan-Suche und bucht sich ein. Die angeschlossenen Gäste zeigt der Palm auf seinem Display, und die Reichweite dieses W-Lan-Hotspots beträgt etliche Meter. Im Büro konnten wir mit dem UMTS-Turbo HSDPA auf einem angedockten Notebook surfen, die Datenrate lag bei 2 MBit/s, also durchweg auf DSL-Niveau. Der Akku des Palm Pre hielt dabei rund zwei bis drei Stunden durch. Wie flott die W-Lan-Gäste ins Internet kommen, hängt natürlich davon ab, was das Mobilfunknetz an dem jeweiligen Einsatzort hergibt. Auf dem Land mit Edge und etwas mehr als 200 KBit/s hält sich der Surf-Spaß erwartungsgemäß in Grenzen.

Auch das iPhone lässt sich schon länger zum Hotspot umfunktionieren. Aber man braucht ein Gerät mit “Jailbreak” und kann sich dann aus dem alternativen App Store “Cydia” die Software “PDA Net” laden. Es gibt sie auch für ältere Androiden, ältere Palms, Blackberrys und Windows Mobile.

Für Smartphones mit Symbian-Betriebssystem gibt es die finnische Software “Joiku Spot“.

Das iPhone soll mit iOS 4.3 ebenfalls einen W-Lan-Hotspot erhalten, und zwar für bis zu fünf Nutzer. Bislang kann man mit dem iPhone 4 nur einen Partner via Tethering anbinden, und zwar mit Bluetooth oder mit Kabel. Einige aktuelle Screenshots dazu bei Volker Weber.

Und schließlich die aktuellen Android-Smartphones: Sie haben den Hotspot von Hause aus ab Android 2.2 eingebaut und bieten damit einen bequemen Zugang zum Netz für andere W-Lan-Partner.

Wer sich um seinen Smartphone-Akku während des Hotspot-Einsatzes sorgt, sollte einen Blick auf eigenständige mobile Hotspots werfen. Kleine Kästchen wie der Huawei E5 sind zwar deutlich größer als ein UMTS-Stick – aber leistungsfähiger. Diese Minis mit Sim-Kartenleser, eingebauter Firewall und natürlich Wireless-Lan erlauben den Anschluss mehrerer Partner und halten mit einer Akku-Ladung einige Stunden durch.