Test: R-Link 2 im Renault Espace

Angenehm hoch sitzend hat der Fahrer alles im Blick, wenn er in der Großraumlimousine über die Autobahn gleitet. Navigation und Unterhaltung bietet im Espace die neueste R-Link-Technik von Renault. Sie trägt die Versionsziffer Zwei und ist mittlerweile so ausgereift, dass sie man sie gern empfiehlt. Man muss sich nur ein wenig Zeit für die ersten Schritte nehmen und orientiert sich dazu am Smartphone: Es gibt verschiedene Bildschirme, zwischen denen man mit einem Fingerwisch nach links oder rechts wechselt. Die Inhalte lassen sich konfigurieren, man kann also ein Lieblingsdesign entwerfen und zudem Mini-Programme einsetzen, in der Handy-Welt heißen sie Widgets.

Für die Reise: Renault Espace und sein großer Bordmonitor. Fotos Hersteller

Die hochkant eingebaute Anzeige ist berührungsempfindlich, aber wer in der großen Limousine nicht den Arm nach vorn strecken will, nimmt die Spracherkennung zur Steuerung der wichtigsten Funktionen. Zudem gibt es zwischen Fahrer und Beifahrersitz einen Controller als weiteres Bedienelement. Die Einstellung der Audio-Lautstärke erschließt sich nicht auf Anhieb. Man muss dazu den Bediensatellit bemühen, welchen der Fahrer nicht sieht, weil er sich genau hinter der rechten Lenkradspeiche verbirgt. Alternativ kommen Schaltflächen auf der Anzeige zum Einsatz.

Die einzelnen Abteilungen lassen sich mit großen Schaltflächen auf der Anzeige erreichen. Die Bedienung der Anlage hat nur einen Nachteil: Bisweilen muss man lange Wege durch die Menüs gehen, bis das gewünschte erreicht ist. Wer jeden Tag vom vorab eingestellten Radio zur Bluetooth-Wiedergabe wechselt, wünscht sich Abkürzungen. Musik und Unterhaltung gibt R-Link 2 über alle nur denkbaren Zuspieler wieder. Zwei USB-Buchsen sind an Bord, ferner ein Leser für SD-Speicherkarten und eine Klinkenbuchse für die analoge Geräteanbindung. Das Navi profitiert immens von der Darstellung im Hochformat, entlang der Route sieht man mehr. Die Zeichnung von Straßen und der Umgebung auf dem Display könnte jedoch feiner und detailreicher sein. Auch die dreidimensional visualisierten Gebäude ändern daran nichts. Fahrspurassistenten und Hinweise aufs Tempolimit ergänzen den positiven Eindruck. Für letztere gibt es eine kameragestützte Verkehrszeichenerkennung, sie gehört zur Serienausstattung der gehobenen Modellreihen Intens und Initiale Paris.

Dank Spracherkennung ist das Navi-Ziel schnell erfasst, man kann in einem Rutsch Ort, Straße und Hausnummer vorsprechen. Echtzeit-Verkehrsinformationen von Tomtom lassen sich ein Jahr nach Auslieferung des Fahrzeugs unentgeltlich nutzen, anschießend ist ein Abonnement erforderlich. Die Qualität der Staudaten gefällt, man ist schnell überzeugt. Ohne Abo fällt die Anlage auf den Gratiskanal TMC zurück. Im Telefonmenü ist abermals die Sprachbedienung ein Pluspunkt, und es gibt eine sehr pfiffige Suchfunktion für die Einträge im Telefonbuch. Was indes nicht zum insgesamt positiven Bild passt, sind die Klänge der Kommunikationstechnik, das gesamte Sounddesign des Fahrzeugs müsste überarbeitet werden.

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Test: Plantronics BackBeat Pro 2

Endlich etwas kleiner: Als wir vor fast zwei Jahren mit dem ersten Backbeat-Pro-Kopfhörer von Plantronics unterwegs waren, störten Maße und Gewicht ungemein. Nun hat der Hersteller sein geschlossenes Modell mit ohrumschließenden Muscheln leichter und kleiner gemacht. Die Schrumpfkur gefällt. Das Design wirkt eleganter. Statt mit martialischer Technik aufzutrumpfen, zeigen geriffelte Seitenflächen und die feine Maserung einen Hauch von Luxus. Geblieben ist die Idee, dass man mit den Tasten an den Muscheln den Titelsprung und die Musikwiedergabe steuert. Den neuen Backbeat Pro 2 gibt es in schwarzer Ausführung für 250 Euro und in einer grauen Premiumvariante mit Hartschalen-Case für 30 Euro mehr. Nur das teure Modell namens Special Edition hat NFC zum Ankoppeln an Musikgeräte, sonst sind sie technisch identisch; beide bieten Bluetooth und zudem eine Nebengeräuschunterdrückung.

Plantronics Backbeat Pro 2. Foto Herseller

Das Gewicht hat der Hersteller im Vergleich mit dem Vorgängermodell um 50 auf 300 Gramm reduziert. Das ist ein Pluspunkt, indes ist der Plantronics noch immer etwas schwerer als ein vergleichbarer Bose oder Sennheiser. Das Gewicht ist jedoch gut verteilt, man gewöhnt sich daran. Als Bluetooth-Wiedergabegerät ist der Kopfhörer schnell in Betrieb genommen. Er lässt sich auch mit zwei Smartphones gleichzeitig koppeln. Wie beim Vorgängermodell ist der Klang der Musikwiedergabe ausgewogen, neutral, transparent. Wer sich schon immer über die viel zu bassbetonten Kopfhörer à la Beats geärgert hat, die mit ihrer dumpfen Dröhnung die Mitten erdrücken, liegt hier genau richtig. Im Vergleich mit dem ersten Backbeat Pro sind die Bässe allerdings etwas weniger trocken und knackig.

In lauter Umgebung, etwa im Flugzeug oder in der Bahn, ist eine Nebengeräuschunterdrückung zuschaltbar, die niedrige, gleichförmige Frequenzen souverän ausblendet. Die Antischalltechnik basiert auf einem einfachen physikalischen Prinzip: Die störenden Frequenzen werden ausgeschaltet, indem ihr Verlauf gemessen, die Phasenlage mit Elektronikhilfe um 180 Grad gedreht und dieses Ergebnis zusätzlich an die Ohren gegeben wird – auf fast wundersame Weise löschen sich die überlagernden Schallwellen aus. Höhere Frequenzen und menschliche Stimmen dämmt die Antischalltechnikprinzip weniger gut. Muss man im Zug oder Flugzeug auf Durchsagen achten, senkt man mit einer eigenen Taste die Musiklautstärke ab und aktiviert die Außenmikrofone. Dann muss man den Kopfhörer nicht absetzen, um seine Umgebung wahrzunehmen. Weiterhin trickreich: Das Headset erkennt, wenn es vom Kopf genommen wird und pausiert automatisch die Musikwiedergabe. Setzt man es wieder auf, geht es weiter. Man kann mit dem Kopfhörer und seinen beiden eingebauten Mikrofonen auch telefonieren, er ist aber kein Ersatz für ein gutes Headset.

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10 Jahre iPhone: Als Apple die Tasten abschaffte

Das erste iPhone vor genau zehn Jahren war noch kein Hit. Trotzdem prägt es die Smartphone-Welt bis heute. Die Tricks von Apple, und was als Nächstes folgt.

Steve Jobs führte auf eine falsche Fährte, und so gut wie alle Gäste folgten ihm. Er kündigte drei neue Geräte an. Einen iPod-Musikspieler mit berührungsempfindlichem Display, ein neues Telefon sowie schließlich ein Internet-Kommunikationsgerät. Brav applaudierte das Publikum der Macworld-Messe in San Francisco, auf der traditionell die Neuheiten aus Cupertino debütierten. Nach langem Beifall kam schließlich die Auflösung des Rätsels: „Es sind nicht drei getrennte Geräte, dies ist ein einziges Produkt, und wir nennen es iPhone.“ Das war am 9. Januar 2007 die Geburtsstunde des ersten iPhone.

Das erste iPhone 2007. Foto Hersteller

Apple hat das Smartphone nicht erfunden, aber das iPhone war ein Meilenstein. Seit 2007 wurden in aller Welt mehr als eine Milliarde Geräte verkauft. Es gilt als das Smartphone schlechthin, als Referenz, an dem sich alle anderen messen lassen müssen. Ob es das beste Gerät ist, sei dahingestellt. Aber es ist das wichtigste seiner Gattung und für rund zwei Drittel des Apple-Umsatzes verantwortlich.

Die Kalifornier haben mit ihrem ersten Smartphone den gesamten Markt durcheinander gewirbelt. Alteingesessene Marktführer wie Nokia, Blackberry und Motorola wurden Geschichte, und alle Mitbewerber, die fortan bestehen wollten, haben Apples Ideen kopiert. Jedes heute verfügbare Gerät, mit welchem Betriebssystem es auch immer läuft, ist maßgeblich vom iPhone geprägt.

Bildschirm des ersten iPhone mit SMS. Foto Hersteller

Als Steve Jobs vor zehn Jahren das erste iPhone vorstellte, brachte er das Problem der bestehenden Produkte auf den Punkt: Mini-Tastatur und Stift in Verbindung mit einem kleinen Display boten nur rudimentären Bedienkomfort. Das war die Crux einer Technik, die es schon lange gab, seit Mitte der 1990er Jahre. Was Internetbegeisterte faszinierte und antrieb, war vor allem die mobile E-Mail: Unterwegs in seinen elektronischen Posteingang sehen, lautete der Traum. Communicator hieß bezeichnenderweise das seit 1996 von Nokia hergestellte Referenzgerät für solche Anwendungen; mit seinem Klappmechanismus sah es wie ein Mini-Notebook aus.

Die Smartphones kämpften an vielen Fronten: Man verwendete Flüssigkristall-Anzeigen mit geringer Auflösung in Schwarzweiß. Es gab noch keine paketvermittelten Datennetze im Mobilfunk, wie wir sie heute kennen, sondern man wählte sich für eine Online-Sitzung leitungsgebunden ein. Langsam flossen die Daten ins Telefon, teuer war das zudem. Erste Protokolle für das mobile Internet zeigten die Inhalte des World Wide Web nur in rudimentärer Form, und an Multimedia dachte man kaum.

Voicemail auf dem ersten iPhone 2007. Foto Hersteller

Das Hauptproblem der Smartphones vor 2007 war jedoch das Betriebssystem. Unternehmen wie Nokia sahen ihre Kernkompetenz in der Herstellung der Telefone in eigenen Fabriken. Die Hardware stand über der Software. Man schleppte alte Entwicklungen mit, viele Marotten waren nur historisch zu erklären. Mit einem Nokia und seinem Symbian-Betriebssystem konnte man 2007 nicht nahtlos vom heimischen W-Lan ins mobile Datennetz wechseln. Man musste manuell Zugangspunkte definieren und je nach Aufenthaltsort von einem zum anderen wechseln. Über ein ebenfalls mit Symbian laufendes Smartphone von Sony Ericsson hieß es hier in „Technik und Motor“: „Es ist total verbastelt, inkonsistent, umständlich in der Bedienung und langsam.

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Test: 2016 Jaguar XF InControl Touch Pro

Das Incontrol-System zieht nach dem Jaguar XE auch in die größere XF-Limousine ein. Es lässt sich in mehreren Stufen vom einfachen Infotainment mit kleinem 8-Zoll-Monitor bis hin zur umfassenden Multimedialösung mit riesigem Display, Festplattennavigation und Premium-Soundpaket konfigurieren.

Stets erhält man in der Pro-Ausstattung den ungewöhnlich breiten Bildschirm, der sich über eine Diagonale von fast 26 Zentimeter zieht und die Generation Smartphone sofort anspricht.

Mit schrägem Heck: Jaguar XF. Foto Hersteller

Nicht nur wegen der Softkeys am unteren Bildschirmrand, die den Weg in Untermenüs weisen und mit einem zweiten Fingertipp ein Zusatzmenü hervorbringen. Auch das Bewegen auf dem Hauptbildschirm mit typischen Gesten wie dem Zweifingerzoom oder dem Wischen geht so einfach von der Hand wie auf dem gewohnten Handy.

Aber im XF kommt es noch besser: Das Instrumentendisplay mit einer Breite von 31 Zentimeter gibt Tachometer und Drehzahlmesser sowie sämtliche Cockpit-Anzeigen rein digital wieder. Diese Anzeige lässt sich vielfältig konfigurieren, man kann mit Farben und anderen Designelementen spielen und beispielsweise von der geballten Technikoptik hin zu einer minimalistischen umschalten. Das fasziniert dann auch Menschen jenseits der 50.

Neue Größe: Infotainment im Jaguar XF. Foto Spehr

Auf dem Hauptbildschirm, der auch vom Beifahrer bedient werden kann, lässt sich wie in der kleineren XE-Limousine ein persönliches Startmenü selbst einrichten. Mini-Programme und Schaltflächen zum Aufruf bestimmter Funktionen lassen sich nach eigenem Gusto arrangieren, etwa das Navigationsziel für die Heimfahrt. Der elektronische Kopilot stammt von Here, also dem Gemeinschaftsunternehmen von Audi, BMW und Daimler, das früher eine Nokia-Tochter war. Unlängst hat sich zudem ein chinesisches Unternehmen mit zehn Prozent beteiligt. Die Straßennavigation ist im Großen und Ganzen überzeugend, es hapert bisweilen an Details. Gelungen ist die Kombination aus der Online- und Offline-Suche. Meist genügen schon wenige Wortbestandteile, um ein Ziel zu finden. Wann und wie online zusätzlich im Netz gesucht wird, lässt sich vorbestimmen: Sinnvoll, um Roaminggebühren zu vermeiden. Die Netzanbindung erfolgt mit eigener Sim-Karte.

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Test: Logitech Bluetooth Tastatur K780

Immer mehr Kommunikation erledigt man am Smartphone, obwohl das Schreiben mit der kleinen virtuellen Bildschirmtastatur oft eine Qual ist. Erleichterung bringen zusätzliche Bluetooth-Tastaturen, die gut funktionieren. Aber dann liegt ein zweites Eingabegerät auf dem Schreibtisch. Logitech hat im Sommer eine neue Tastatur vorgestellt, die jetzt im Handel ist.

Überall die Finger drin: Logitech K780. Foto Hersteller

Die Logitech K780 erlaubt das Arbeiten mit drei verschiedenen Geräten, ein schnelles Umschalten zwischen diesen und vor allem: Sie bietet zwei Übertragungswege. Zum einen Logitech Unifying, ein proprietäres Funkprotokoll des Schweizer Herstellers, das es schon lange gibt. Unifying bietet Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen, praktisch vor allem für den PC mit viel Peripherie, mit Maus, Tastatur und vielleicht noch einem Touchpad. Bis zu sechs Eingabegeräte können an einem einzigen Empfänger andocken, dieser wiederum steckt in einem USB-Anschluss und ist kaum größer als ein Fingernagel.

Zum anderen arbeitet die K780 mit Bluetooth, wie jede andere Tastatur fürs Smartphone. Zwischen den drei verschiedenen Partnern schaltet man mit den weiß abgesetzten Funktionstasten um. Wir haben die Tastatur via Unifying mit unserem Windows-Rechner und per Bluetooth an ein Android-Smartphone sowie ein iPhone angebunden. Der Unifying-Empfänger war nicht der mitgelieferte, sondern ein älterer, der bis dahin eine ebenfalls betagte Logitech-Tastatur mitsamt Maus ansteuerte.

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Der Datenhunger von Facebook wird immer größer

Nicht nur mit Fake News macht Facebook von sich reden. Auch sein Datenhunger wird immer größer. Man kann jedoch als Nutzer einiges tun.

Neben Google ist Facebook der zweite große Datenkrake, der jeden einzelnen Nutzer in einer in der Weltgeschichte bislang nicht erlebten Art und Weise ausspäht. Daten werden keineswegs nur erhoben, um Werbung zielgenau anzupassen, wie die Verharmloser immer wieder behaupten. Das Gefährliche besteht darin, dass die erfassten Daten zurückwirken. Unser digitaler Zwilling erlaubt nicht allein Rückschlüsse über unser Denken und Fühlen, über politische Entscheidungen und persönliche Präferenzen, sondern die Daten beeinflussen, mit wem wir in Kontakt treten, wie wir gesehen werden und welche Inhalte wir selbst künftig sehen. Darüber ist im Zusammenhang mit der amerikanischen Präsidentenwahl und Fake News ausführlich diskutiert worden. Sogar von den beiden Datenkraken selbst.

Während man Google mit seinem Quasi-Monopol der Suchmaschine sowie des mobilen Betriebssystems Android und Marktanteilen von mehr als 85 Prozent nicht mehr durch persönliches Verhalten ausweichen kann, gibt es bei Facebook einige Lichtblicke. Niemand muss Facebook nutzen, wenngleich Facebook auch Daten über Menschen erhebt, die kein Facebook-Konto haben. Und man kann der Sammelleidenschaft von Facebook gewisse Grenzen setzen.

Der erste und wichtigste Schritt besteht wie immer darin, genau das Gegenteil dessen zu tun, was Facebook und andere einem fortwährend nahelegen: Wo man aufgefordert wird, eigene Konten, Informationen und Dienste mit Facebook zu verknüpfen, weil man es dann angeblich leichter hat oder das Ergebnis mehr Sicherheit bringt, sage man konsequent nein.

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Test: Asus Zenbook 3 2016

Dem Vorbild wie aus dem Gesicht geschnitten: Das Zenbook 3 von Asus orientiert sich so eng am 2015 vorgestellten 12-Zoll-Macbook, dass man es als Windows-Pendant des Apple-Notebook bezeichnen könnte. Beide sind kompakte, flache, leichte Rechner für den Geschäftsreisenden, der mit wenig Ballast unterwegs ist und die geringen Maße des elektronischen Begleiters höher schätzt als seine Rechenleistung. Beide haben nur eine einzige Schnittstelle, nämlich den Universalanschluss USB C, der mit Hub und Adaptern nahezu unendlich viele Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Beide sind von der Grundfläche her kleiner als ein DIN-A4-Blatt, das Asus ist etwas breiter (29,6 × 19,2 × 1,2 Zentimeter) und zehn Gramm leichter als das Apple, es bringt es auf 910 Gramm.

Das Zenbook 3 von Asus orientiert sich so eng am 2015 vorgestellten 12-Zoll-Macbook. Foto Hersteller

Wer schön sein will, muss leiden: Die flachen Notebooks haben eine Tastatur mit geringem Hub. Schnellschreiber gehen einen Kompromiss ein, mit dem Zenbook kommt nachteilig noch hinzu, dass die Tasten nicht in Schwarz, sondern in der Gehäusefarbe gehalten sind. Der fehlende Kontrast ist das Problem. Der Macbook-Rivale aus Taiwan ist in Blau, Grau oder Roségold erhältlich, das Gehäuse besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung, die Fingerfett gern annimmt. In Deutschland ist das Gerät in zwei Varianten erhältlich: Mit Core-i5-Prozessor für 1500 Euro und dem von uns erprobten Core-i7 7500U aus der neuen Kaby-Lake-Generation für 1600 Euro.

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Die Hauptwerk Orgel von Jörg Glebe in Bochum

Alles richtig machen, viel Zeit und Arbeit investieren, keine Kompromisse eingehen und sich am Ende jeden Tag darüber freuen, wie aus einer abseitigen, vielleicht sogar verrückten Idee ein einzigartiges Projekt geworden ist: So etwa hört sich das an, wenn Menschen ihren Lebenstraum verwirklichen. Sie beginnen eine Weltreise oder restaurieren ein altes Bauernhaus, sie schreiben einen Roman oder klettern im Gebirge des Himalaya.

Jörg Glebe an seiner Hauptwerk-Orgel in Bochum. Foto Spehr

Jörg Glebe hat sich eine Orgel gebaut. Eine einzigartige Orgel und eine der größten ihrer Art. Sie steht seit 2006 in seinem Wohnzimmer. Ein Haus war ihm nicht so wichtig, auch das Wohnzimmer nicht: Es verwandelt sich nämlich in Windeseile zum Konzertsaal für 30 bis 40 Gäste, wenn bei ihm in Bochum namhafte Organisten aus der ganzen Welt ein Konzert geben. Aus dem Wohnzimmer wird eine Kathedrale, zumindest akustisch.

 

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Test: Ford Sync 3 mit Applink im neuen Ford Mondeo

Ford modernisiert Sync. Das System für die Kommunikation im Fahrzeug war dereinst ein Pionier, erfreut sich vor allem in Amerika großer Beliebtheit, konnte aber hierzulande nie richtig durchstarten. Nun ist Sync in der Version 3 erhältlich, es wurde bezeichnenderweise zuerst im Februar auf der Mobilfunkmesse in Barcelona gezeigt. Wir haben Sync 3 im Ford Mondeo ausprobiert, wo es zu Preisen von 350 Euro an erhältlich ist. Die Wahl der richtigen Ausstattungsvariante erfordert einige Aufmerksamkeit. Denn Sync ist für Telefonie, Sprachbedienung und Musikwiedergabe zuständig. Dazu kommt gegebenenfalls ein Notrufassistent. Mit dem Zusatzpaket Applink wird die Kommunikationstechnik teurer, dann laufen Smartphone-Programme auf dem Bordsystem des Ford.

Sync 3 im aktuellen Ford Mondeo. Fotos Hersteller

Sync mit Applink und Touchscreen ist die nächstgrößere und von uns erprobte Variante, das berührungsempfindliche Display wächst dann auf 20,5 Zentimeter in der Diagonale, und die Sprachsteuerung umfasst sogar Befehle zum Bedienen der Klimaanlage. Zudem sind die beiden Smartphone-Lösungen fürs Auto dabei: Apples Carplay und Android Auto werden unterstützt, sofern das Handy per USB-Kabel angebunden ist. Diese Ausbaustufe gehört entweder zur Serienausstattung oder kostet einen moderaten Aufpreis von 575 Euro.

Das Paket überzeugt, und die Generation Smartphone kommt sofort damit zurecht, weil man mit dem Finger auf dem Bordmonitor nicht anders agiert als auf dem Handy. Ein Fingerwisch schaltet von einer Bildschirmseite zur nächsten, und wenn man die Ford-Sprachbedienung ausprobiert — dazu reicht die Smartphone-Kopplung mit Bluetooth –, zeigt sich in der Tat ein Fortschritt: Kommandos können in einem Rutsch und mit mehr Variabilität vorgesprochen werden, die Erkennungsleistung ist ordentlich und auf der Höhe der Mitbewerber. Bisweilen stören kleinere Unstimmigkeiten, indes lässt sich eine Liste verfügbarer Kommandos auf dem Bildschirm einblenden. Wie gehabt kann man auch die Musikauswahl mit Sync steuern. Nun lassen sich zudem größere Speichermedien jenseits der bisherigen 32-Gigabyte-Grenzen ansprechen. Vermisst haben wir im Telefonmodul eine Namenssuche, indes springt

Gern groß: Ford Mondeo

hier abermals die Spracherkennung bravurös ein. SMS auf dem Android-Gerät lassen sich vorlesen. Das Verfassen oder Diktieren eigener Nachrichten erlaubt Sync nicht.

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Test: MacBook Pro von Apple mit Touch Bar, 16. Generation, Oktober 2016

Wer in den kommenden Wochen ein Spectre-X360-Notebook von HP kauft, muss auf das gewohnte SD-Speicherkartenlaufwerk verzichten und erhält nur noch einen einzigen USB-3-Anschluss. Zwei USB-C-Schnittstellen sollen den Verlust kompensieren. Das gleiche Bild beim sehnsüchtig erwarteten Lenovo Yoga 910: Die alten USB-Anschlüsse weichen dem modernen USB-C-Format, das verdrehsicher ist und zudem von den meisten aktuellen Android-Smartphones genutzt wird.

Apple MacBook Pro 2016 mit Touch Bar. Foto Hersteller
Apple MacBook Pro 2016 mit Touch Bar. Foto Hersteller

Dass die Wellen der Empörung wegen des Wechsels der Anschlüsse hochschlagen würden, hat man bei HP oder Lenovo nicht gehört. Auch Asus wechselt hin zu USB C, etwa beim Zenbook 3. Schlagartig ändert sich jedoch das Bild, wenn es um Apple geht: Ein Adaptergate wurde gleich nach der Vorstellung der neuen Macbook-Modelle beschworen. Stein des Anstoßes: Apple setzt ebenfalls auf die Zukunftstechnik USB C. Die verbesserten Modelle haben zwei oder vier Anschlüsse, mit denen sie geladen werden, ein Display ansteuern, USB bedienen (bis 10 GBit/s) und mit Thunderbolt 3 ein irrwitziges Datentempo bis zu 40 GBit/s liefern.

Es entfallen der Speicherkartenleser und der Magsafe-Netzteilanschluss, der mit seiner magnetischen Verbindung das Risiko reduzierte, dass ein Rechner vom Tisch gerissen wurde. Denn mit einem kräftigen Zug am Kabel löst sich die Magnetverbindung. Auch kann man ohne zusätzlichen Adapter nicht einmal ein iPhone 7 am jüngsten Macbook Pro anschließen. Wer indes schon jetzt mit der Technik hantiert, wird den Wechsel zu USB C als unvermeidbar und ungemein praktisch empfinden. USB C ist der Universalanschluss für sämtliche Peripherie, und mit dem Durchschleifen von einem Gerät zum anderen ergeben sich viele neue Möglichkeiten. Man benötigt in der Tat einige Adapter, die kosten Geld, aber

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ