Test: Olympus DS 7000

An der Spitze wird die Luft dünn. Wenn es um das professionelle digitale Diktieren geht, landet der Arzt oder Anwalt unweigerlich bei den hochwertigen Geräten von Philips oder Olympus. Es sind Arbeitsinstrumente für den Dauereinsatz, überzeugend in Anmutung, Ergonomie, Verarbeitung und Bedienung. Wer sein Diktiergerät rund um die Uhr nutzt, will keinen Kompromiss in der Hand halten. Die beiden Referenzgeräte in der Oberklasse, das DPM 9600 von Philips und das DS 5000 von Olympus, sind mittlerweile fast fünf Jahre alt.

Farbdisplay und Docking-Station: Olympus DS 7000 (Foto Hersteller)

Nun steht der Wachwechsel an, zunächst bei Olympus. Das neue DS 7000 ist bei uns seit einigen Wochen im Einsatz, und der Fortschritt soll sofort sichtbar sein: Als erstes Profigerät hat es ein TFT-Farbdisplay. Was bringt das? Ehrlich gesagt: nicht viel. Olympus hat die gewohnte Menüführung beibehalten, nun sind die einzelnen Einträge unterhalb der Karteireiter etwas besser voneinander abgesetzt und schneller zu identifizieren. Aber ein großer Schritt nach vorn ist das nicht. Denn mit einem Diktiergerät geht man weder ins Internet, noch schaut man Fotos. Im Gegenteil, die farbige Anzeige hat sogar einige Nachteile: Sie muss früher dunkel schalten als das monochrome Pendant, und ihr Stromverbrauch ist höher. Aber Olympus hat beim Akku alles richtig gemacht und verwendet seine Lithium-Ionen-Batterie aus den Digitalkameras. Der Kraftspender hält um die 30 Stunden durch und hat damit eine Ausdauer, die deutlich über der des Philips DPM 9600 mit Monochromdisplay liegt. So muss man sich nur an die fortwährende Abdunklung der Anzeige gewöhnen.

Meisterstück der Feinmechanik

Die Hardware des neuen DS 7000 ist – wie beim Vorgängermodell – über jeden Zweifel erhaben. Der Body aus Metall ist teilweise mit schwarzem Kunststoff überzogen, das Akkufach ist gegen unbeabsichtigtes Öffnen durch einen Riegel geschützt, und der abermals verbesserte Schiebeschalter, der auf Rollen gleitet, darf als Meisterstück der Feinmechanik gelten. Er arbeitet im Unterschied zur Konkurrenz geräuschlos und fährt absolut leichtgängig und geschmeidig auf seine vier Positionen. Bei diesem Hauptbedienelement spürt man sofort den Unterschied zwischen einem Profigerät und billigen Möchtegern-Apparaten. Bei Bedarf lässt sich der Stand des Schalters auf dem Display visualisieren, so dass der ungeübte Nutzer eine optische Rückmeldung bekommt.

Die zweite Neuerung ist das modifizierte Mikrofon, das mit einer nach oben herausgezogenen Kapsel und einer Feinabstimmung für die Spracherkennung aufwartet. Damit Dragon Naturally Speaking bessere Ergebnisse liefert, hat Olympus zusammen mit dem Softwarehersteller Nuance das Frequenzspektrum des Mikros optimiert. Wir haben mit dem Philips in der linken und dem Olympus in der rechten Hand ein Probediktat aufgenommen und anschließend der PC-Software vorgesetzt. Das Ergebnis: Obwohl die Aufnahme des Olympus in der subjektiven Wahrnehmung besser klingt, gab es hinsichtlich der Erkennungs- und Fehlerrate nicht den geringsten Unterschied – weder in sehr leiser Umgebung noch bei dezent im Hintergrund laufender Musik. Das bestätigt unsere These, wonach eine ordentliche Aussprache bei der Spracherkennung hilfreicher ist als ausgeklügelte Mikrofontechnik.

In gewisser Hinsicht gibt es beim neuen Olympus sogar ein Mikrofonproblem. Denn die Klinkenbuchsen für ein Zusatzmikrofon und den Ohrhörerausgang wurden von der Oberseite des Geräts auf die linke Seitenfläche gelegt. Zugegeben, das sieht nun schicker aus. Aber ein Aufsteckmikrofon mit Nebengeräuschunterdrückung lässt sich jetzt nicht mehr sinnvoll mit dem DS 7000 verwenden, landen doch Zeige- und Mittelfinger nahezu automatisch über der Buchse. Was sich die Japaner dabei gedacht haben, möchte man doch gern wissen. Mit den kleinen Aufsteckmikros erstellt man nämlich auch im Auto, in der Bahn oder am Flughafen eine spracherkennungstaugliche Aufzeichnung. Ohne die Nebengeräuschunterdrückung hörten sich unsere DS-7000-Aufnahmen im Auto durchaus gut an, aber die Fehlerrate bei der Spracherkennung ist indiskutabel. In diesem Sinne ist es gewiss klug, das ältere DS 5000 und seine ID-Variante (mit biometrischem Fingerabdruckscanner) noch eine Zeitlang im Markt zu belassen.

Alle weiteren Details des neuen DS 7000 entsprechen nahezu dem Vorgängermodell. Aufgezeichnet wird, wie bei jedem Profigerät, in den Formaten DSS und DSS Pro, beides sind quasi die MP3-Pendants für Sprache. Ein Diktiergerät ist ein Spezialist und kein Audio-Generalist. Dateien lassen sich mit 256-Bit-AES-Verschlüsselung vor unbefugtem Zugriff schützen, bis zu zehn Autoren und 20 Diktattypen sind direkt am Gerät administrierbar. Die typische Olympus-Marotte, neben der SD-Speicherkarte ein zweites Micro-SD-Laufwerk unterhalb des Akkufachs unterzubringen, wurde beibehalten.

Die kleine Karte lässt sich nur mit chirurgischem Werkzeug aus ihrem Fach herauspfriemeln. Da Speicherplatz weder knapp noch teuer ist, sehen wir hier keinen Gewinn und den Nachteil, dass beim Andocken an Windows gleich zwei störende „Was soll ich nun mit dem Laufwerk anfangen?“-Meldungen aufploppen. Auch irritiert, dass man – wie gehabt – zwischen verschiedenen USB-Klassen umschalten muss. Wer das DS 7000 zusammen mit Dragon Naturally Speaking einsetzt, erhält mit der ebenfalls neuen Zusatzsoftware Olympus Dictation Management System (ODMS) ein sehr leistungsfähiges Programm, das einen ausgefeilten Workflow vom Diktat über die Spracherkennung bis hin zum Versand der transkribierten Dateien per E-Mail oder FTP bietet.

Ganze Befehlsketten und Regeln sind programmierbar, auch in Abhängigkeit vom Diktierer und seinem Kürzel. Es gibt zwar noch einige kleine Fehler, aber insgesamt ist das Gebotene sehr üppig. Die Software eignet sich nicht nur für den Einzelplatz, sondern auch für große Arbeitsgruppen, Dragon lässt sich zudem als Hintergrund-Anwendung integrieren.

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Test: HTC One X

Viele Jahre galt der taiwanesische Hersteller HTC als Spezialist für hochwertige Smartphones in den Geschmacksrichtungen Windows und Android. In den vergangenen Monaten sind jedoch Umsatz und Gewinn drastisch eingebrochen. Samsung und Apple dominieren, wenn es um gehobene Anspruche geht, und bei den günstigen Geräten drängen neue Aufsteiger wie ZTE und Huawei aus China in den Markt. HTC hat sich jedoch auch selbst in die Krise manövriert, Stichwort „Sense“. Diese Erweiterung des Betriebssystems war in den Anfangszeiten von Android ein Pluspunkt, wurde dann jedoch zunehmend ein Ballast, den mancher gern über Bord geworfen hätte.

Feines Gehäuse, gute Verarbeitung: das neue HTC One X (Foto Hersteller)

Nun startet HTC mit seiner One-Serie einen neuen Anlauf: V, S und X heißen die jungen Hoffnungsträger mit Android4, die allesamt eine besonders flinke Digitalkamera mitbringen. Der HTC „Image Chip“ soll in 0,7 Sekunden für eine Aufnahme bereitstehen, und der Autofokus benötigt nach Angaben des Herstellers nur weitere 0,2 Sekunden für Serienbilder. Alle Fotos landen bei Bedarf automatisch in der Cloud: Wer ein One V, S oder X kauft, erhält für zwei Jahre einen üppigen Speicherplatz von 25 Gigabyte bei Dropbox. Die drei Talente unterscheiden sich hinsichtlich Prozessor, Display- und Kameraauflösung, wir haben das Spitzenmodell One X mit superschnellem Vierkernprozessor einige Zeit ausprobiert.

Display geht nahtlos in den Rahmen über

Bei der ersten Kontaktaufnahme freut sich das Auge: Das One X kommt in einem Unibody-Gehäuse aus robust wirkendem Polycarbonat, das sehr stabil und gleichzeitig angenehm leicht ist (130 Gramm). Das Display geht nahtlos in den Rahmen über, aber die wunderbar homogene Einfassung fordert natürlich ihren Tribut: Der Akku ist fest eingebaut und lässt sich vom Anwender nicht wechseln, es fehlt ein Steckplatz für Speichererweiterungen, und wie beim iPhone4 und 4S benötigt man eine Micro-Sim-Karte. Im Vergleich mit den Apple-Geräten ist das One X deutlich höher und breiter (13,5×7 Zentimeter), aber ebenso dünn (0,9 Zentimeter). Zur großen Bildschirmfläche passt die Auflösung des Super-LC-Displays: sage und schreibe 1280×720 Pixel werden hier auf einer Diagonale von fast zwölf Zentimeter geboten, und die Pixeldichte von 312 dpi ist so spektakulär wie beim iPhone. Einzelne Pünktchen lassen sich nicht mehr voneinander unterscheiden.

Der Vorteil der hohen Auflösung zeigt sich nicht nur bei der Videowiedergabe, sondern vor allem beim Web-Surfen: Man sieht ganze Seiten im Überblick, wie auf einem Netbook, aber natürlich ist die Schrift winzig. Bei der E-Mail und in anderen Abteilungen hält sich der Nutzwert indes in Grenzen: Mit einem Exchange-Postfach sahen wir gerade mal ein halbes Dutzend neuer Nachrichten untereinander, und in Hootsuite ebenso viele Twitter-Meldungen. Aber trotzdem: Das Display gefällt, und im Unterschied zu den meisten Amoled-Anzeigen kann man es auch draußen bei hellem Sonnenschein halbwegs ordentlich ablesen.

Bei den technischen Daten spielt das One X ebenfalls in der Oberliga. Es ist eines der ersten Geräte mit Vierkernprozessor, zum Einsatz kommt der mit 1,5 Gigahertz getaktete Tegra 3 von Nvidia. Genauer betrachtet ist es sogar ein Fünfkernprozessor, denn ein zusätzlicher „Companion-Kern“ mit kleiner Taktung springt bei geringer Systemauslastung ein und soll auf diese Weise den Stromverbrauch reduzieren. Von der immensen Rechenleistung profitieren vor allem die Spiele. Wer sein Smartphone als Arbeitsinstrument verwendet, benötigt keine Mehrkern-CPU. Für die flotten Nvidia-Prozessoren gibt es indes in der „Tegra Zone“ geeignetes „Spielmaterial“. Dumm nur: Gerade diese ausgewählten Demos liefen anfangs nur ruckelnd und ließen das Smartphone unangenehm heiß werden. Erst ein Firmware-Update brachte Abhilfe.

Also werfen wir einen Blick auf die Kamera, die mit 8 Megapixel auflöst, in der Tat ausgesprochen schnell zur Sache geht und selbst bei schlechten Lichtverhältnissen dank Blende F2.0 in Innenräumen ordentliche Aufnahmen liefert. Ein LED-Blitz springt ergänzend ein, und das spektakulärste Detail sind die Serienbildaufnahmen durch langes Drücken der Auslöse-Schaltfläche auf dem Display: Nun werden acht bis zehn Schnappschüsse in Folge erstellt. Die Software bietet an, nach dem Speichern die beste Aufnahme zu ermitteln und alle anderen zu löschen. Die Ergebnisse des Algorithmus sind überzeugend. Wer sich nicht auf die Automatik verlassen will, löst die Schnappschuss-Gruppe auf und begutachtet die Einzelaufnahmen. Auch das funktioniert prima. Bei Bedarf werden alle Fotos automatisch in die Dropbox hochgeladen. Im Videomodus zeichnet der Kamkorder mit Full-HD und 1920×1080 Pixel bei 30 Bildern je Sekunde auf, getrennte Foto- und Kamkorder-Auslöser sorgen nicht nur dafür, dass man schnell zwischen beiden Aufnahmearten wechseln, sondern auch während der Videoaufzeichnung fotografieren kann.

Ein weiterer Pluspunkt ist die eingebaute Fotosoftware. Filter, Effekte, und Einstellungen gibt es en masse, selbst anspruchsvolle Dinge wie HDR-Aufnahmen, Panorama- und (Gruppen-)Porträtfotos gelingen ohne zusätzliche Apps, Belichtung, Kontrast, Sättigung und Schärfe lassen sich zudem manuell einstellen. In dieser Hinsicht ist das HTC One X dem iPhone klar überlegen, bei der Bildqualität hält es annähernd mit. Keine Frage: Kamera und Fotosoftware sind die Stärken des HTC One X.

Das neue Sense über Android 4.0.3 will einiges besser machen. HTC hat sich bemüht und manches über Bord geworfen.

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Test: Huawei Honor

Zwei chinesische Handy-Hersteller drängen mit aller Macht in den europäischen Markt: ZTE und Huawei. Es sind keine jungen Unternehmen, beide wurden bereits in den 1980er Jahren gegründet und sind vor allem als Netzwerkausrüster bekannt. Nun wollen sie auch bei den Endgeräten mitmischen und den Platzhirschen die Stirn bieten. Zumindest mit gesundem Selbstbewusstsein: „Wir gehen davon aus, dass Sony, LG und Motorola bis zum vierten Quartal auf dem deutschen Markt keine Rolle mehr spielen werden“, sagte Huaweis europäischer Vizepräsident Lars Christian Weisswange auf dem Mobilfunk-Weltkongress in Barcelona.

Zunächst trumpften die chinesischen Hersteller mit besonders günstigen Smartphones für unter 100 Euro auf. Doch nun geht Huawei in die Qualitätsoffensive und präsentiert mit der Ascend-Modellreihe zwei Geräte, die dank Vierkern-Prozessor ein besonders hohes Arbeitstempo sowie eine spektakuläre Bildschirmauflösung von 1280 × 720 Pixel bieten. Bereits lieferbar ist das Huawei Honor, das wir einige Zeit ausprobiert haben. Warum sollte man sich dieses Smartphone ansehen? Was kann es besser als die Konkurrenz? Und wo liegen seine Vorzüge im Vergleich mit Sony, LG oder Motorola?

Androide mit langem Atem: Huawei Honor (Foto Hersteller)

Größer und deutlich dicker als ein aktuelles iPhone

Für 300 Euro erhält man einen Androiden in sehr konventionellem Design mit viel Plastik. Die rückseitige Abdeckung ist geradezu filigran und lässt sich nur mit einem gewissen Kraftaufwand abrupfen. Aber die Spaltmaße sind ordentlich, und der tragende Korpus wirkt verwindungssteif und robust. Mit Maßen von 12,2 × 6 × 1,1 Zentimeter ist es etwas größer und deutlich dicker als ein aktuelles iPhone. Im Unterschied zu anderen Androiden in Übergröße passt es noch gut in die Hosentasche und liegt mit seinem Gewicht von 140 Gramm im Mittelfeld. Die 10-Zentimeter-Anzeige löst mit 854 × 480 Pixel auf, spiegelt deutlich, nimmt Fingerfett gern an und wirkt flau und kraftlos im Vergleich mit einer Amoled-Anzeige. Dass sich das Display bei hellem Sonnenschein nur schlecht ablesen lässt, sei ebenfalls angemerkt. Fazit bis hier: gute Mittelklasse, nichts, was einen vom Hocker haut.

Und die technische Ausstattung? Ebenfalls ordentliche Durchschnittsware ohne Überraschungen. Der Einkern-Prozessor von Qualcomm ist mit 1,4 Gigahertz getaktet und bietet genug Arbeitstempo für alle Standardaufgaben, selbst die meisten Spiele laufen flüssig und ruckelfrei. Nur sehr leistungshungrige Anwendungen bringen den Prozessor an seine Grenzen, so dass man sich dann doch ein (teureres) Doppelkern-Modell wünscht. Insgesamt ist die Performance zufriedenstellend, obwohl nun auch Huawei am Android-Betriebssystem herumbastelt und einen eigenen Aufsatz über den Google-Kern legt. Der heißt Huawei Android Platform 5.1, bietet geringfügige Vorteile etwa zum Anlegen verschiedener Start-Bildschirme, lässt sich aber wie die Basteleien von Sony, LG und Motorola nicht entfernen, um das bessere „Android pur“ zu erhalten. Derzeit arbeitet das Honor mit dem älteren Android 2.3.6, eine Aktualisierung auf das aktuelle Ice Cream Sandwich (Android 4) ist noch für diesen Monat angekündigt.

Wie sieht es in der Multimedia-Abteilung aus? Hier bieten sich der Android-Fraktion die größten Chancen für einen starken individuellen Auftritt. Mit der eingebauten Kamera und einer guten Bildqualität kann man sich von den Mitbewerbern unterscheiden. Abermals bleibt das Honor in der Mittelklasse hängen. Zugegeben, die Optik löst mit 8 Megapixel auf. Sie bietet ferner HDR-Aufnahmen. High Dynamic Range erstellt nacheinander ein unter- und ein überbelichtetes Foto. Beide Aufnahmen dieser Belichtungsreihe werden zu einem Hochkontrastbild zusammengefügt. Aber ein starkes Kaufargument sind die mit dem Honor erstellten Schnappschüsse nicht, da ist die Konkurrenz besser. Kleine Pluspunkte wollen wir nicht verschweigen: So erlaubt das Gerät ein Streaming von Medien aller Art mit dem DLNA-Protokoll – aber das können andere auch.

Nein, bis hier würden wir jedem Interessenten raten, für ein bisschen mehr Geld in der Smartphone-Oberklasse zu stöbern. Da gibt es feine Apparate von Samsung oder HTC mit besseren Kameras und scharfem Design. Aber das Honor hat ein Alleinstellungsmerkmal, bei dem alle anderen passen: die Akkulaufzeit, stets ein wunder Punkt bei Android. Natürlich ist sie abhängig von den installierten Apps sowie der Art und Weise des Umgangs mit dem Gerät.

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Test: Onlinedienste bei Volkswagen — RNS 810 im Phaeton

Nun kommt das Internet auch in des Volkes Wagen. Nein, noch nicht in den aktuellen Golf, aber im luxuriösen Phaeton hat VW schon die nächste Evolutionsstufe seines RNS-Systems gezündet. Die neue Anlage heißt RNS 810 und basiert unverkennbar auf dem hier schon oft gelobten RNS 510, das unter anderem im Golf, Scirocco und Passat zu haben ist. Die Phaeton-Variante (2870 Euro) basiert auf der bewährten Technik, kommt aber mit einem deutlich größeren Monitor (20 Zentimeter in der Diagonale) und der eleganteren Einfassung. Die Basisdaten entsprechen der kleineren Anlage: Touchscreen und Bedienung mit dem Finger; Funktionstasten am linken und rechten Rand führen ohne Umwege in die Menüs, und eine 30-Gigabyte-Festplatte speichert nicht nur das Kartenmaterial für die Navigation, sondern auch eigene Musik.

Hübsch anzusehen: Kartendarstellung mit Google (Foto Spehr)

Neu im Phaeton sind die kameragestützte Verkehrszeichenerkennung – und der Internetzugang. Wie kommt das Auto ins Netz? Wie bei allen anderen Herstellern muss man sich mit den Details der Mobilfunkanbindung auseinandersetzen. Im Phaeton gibt es weder eine festverbaute Sim-Karte noch einen Leseschacht für die eigene, sondern einzig und allein das Bluetooth-Protokoll „Sim Access“ für den Netzzugang. Dieses Profil bietet beim Freisprechbetrieb beste Sende- und Empfangseigenschaften. Eine eigenständige Funkanlage des Fahrzeugs übernimmt die Kontrolle, das Handy oder Smartphone wird derweil in eine Art Tiefschlaf versetzt. Sim Access hat viele Vorteile: So brechen Gespräche bei schwacher Funkversorgung selten ab, und meist ist auch die Akustik exzellent. Nur gelten Sim-Access-Geräte leider als Mangelware. Viele Blackberrys und ältere Nokias sind dabei, aber nur sehr wenige Android-Smartphones, und das iPhone von Apple bleibt ganz außen vor.

Wir probierten im Phaeton ein älteres Nokia E71, das zunächst mit der „Mobiltelefonvorbereitung Premium“ (1040 Euro) zu verbinden ist. Diese Prozedur erfolgt nicht etwa am Monitor des RNS 810, sondern mit den Lenkradtasten und der Anzeige auf dem Zweitdisplay zwischen Tachometer und Drehzahlmesser. Anschließend kann man telefonieren. Für den Datentransport sind nach der Bluetooth-Anbindung weitere Parameter einzugeben, nämlich der WWW-Zugangspunkt und jene Angaben, die man für mobile Datenverbindungen am Smartphone einträgt. Die Informationen werden nicht automatisch aus dem Handy geladen, und es gibt leider auch keine Anbieter-Liste, aus der man den passenden Datensatz wählen könnte. Also ist Handarbeit angesagt, bis die Verbindung steht. Zum abschließenden Feintuning gehört die Konfiguration der Dienste, um zum Beispiel Roaminggebühren bei Auslandsreisen zu vermeiden. Auch gibt es einen „Verbrauchszähler“.

Was nach dieser Strapaze im Phaeton online zur Verfügung steht, ist nicht viel: Wer an einen Web-Browser, aktuelle Nachrichten, Wettermeldungen, Premium-Verkehrsnachrichten, eine E-Mail-Software oder gar Facebook und Twitter denkt, wird enttäuscht: Nur zwei Online-Anwendungen lassen sich aufrufen, nämlich die Google-Satellitenbilddarstellung in der Navigation sowie eine Google-Suche mit Weitergabe der Fundstellen an die Navigation.

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Test: UMTS-Stick Xyfi von Nova Media

Wie kommt man unterwegs mit seinem Notebook oder Tablet-PC ins Internet? Wer deutschen Vielreisenden auf das Notebook schaut, entdeckt meist einen USB-Stick mit eingebautem UMTS-Modem. Solche praktischen Helfer sind von 40 Euro an zu haben. Die Sim-Karte wird in den Stick eingesetzt, ein selbstinstallierendes Programm startet aus dem USB-Speicher heraus, und anschließend legt man los, sofern die Parameter für den Netzzugang (richtig) voreingestellt sind.

Xyfi von Nova Media: Das Schweizer Taschenmesser unter den mobilen Internetzubringern (Foto Hersteller)

Treiber und Software stehen meist für Windows und den Mac zur Verfügung. In der Regel gibt es keine Schwierigkeiten, manchmal aber doch. Zuletzt haben wir uns mit einem UMTS-Stick von Huawei am Macbook Air geärgert. Die mitgelieferte Software funktionierte partout nicht mit dem Betriebssystem Snow Leopard. Die Lösung war schließlich die Verwendung anderer Treiber.

Weitere Nachteile eines UMTS-Sticks seien erwähnt: Sie verringern die Akkulaufzeit des Notebooks spürbar. Was bei einem üppig dimensionierten PC kaum ins Gewicht fällt, kann bei einem kleinen Schnuckelchen wie dem leichten Macbook Air zum Problem werden: Sechs Stunden im Normalbetrieb reduzieren sich auf dreieinhalb im Internet. Ferner steht das Netz nur diesem angeschlossenen Rechner zur Verfügung. Familie oder Freunde im Wochenendhaus lassen sich nicht mitversorgen.

Dann lieber ein „MiFi“ oder ein „mobiler Hotspot“

In solchen Fällen ist man mit einem „MiFi“ oder „mobilen Hotspot“ besser bedient. Die Geräte sind in Amerika sehr populär, aber auch in Deutschland erhältlich. Der hochgelobte Huawei E5 kostet um die 90 Euro und teilt die Mobilfunkverbindung mit bis zu fünf Geräten: Notebooks, Smartphones, Tablet-PC und so weiter. Das Gerät bezieht den Strom über einen Mini-USB-Anschluss, der eingebaute Akku hält ungefähr fünf Stunden durch, wenn nur ein W-Lan-Partner angekoppelt ist.

Die Inbetriebnahme erledigt man allein im Web-Browser, eine Treiber-Installation ist also nicht erforderlich. Wie bei einem W-Lan-Router lässt sich der Zugriff durch Verschlüsselung und Kennwort schützen. Beim Download erreicht das Gerät bis zu 7,2 MBit/s, die verfügbare Bandbreite müssen sich natürlich alle Partner teilen. Wer ein Hotspot- Gerät für den Auslandsurlaub anschafft, sollte darauf achten, dass kein Sim-Lock gesetzt ist. So kann man hinter der Grenze eine Prepaid-Karte des Gastlands einsetzen und günstig surfen.

Das Tethering als dritter Weg zum mobilen Internet

Der dritte Weg zum mobilen Glück ist in vielen Smartphones gleich eingebaut: das Tethering. Die Mobilfunkabteilung des Telefons reicht die Daten via Kabel, W-Lan oder Bluetooth an andere Geräte weiter. Das iPhone beispielsweise nennt die Funktion „Persönlicher Hotspot“. Es gibt allerdings Einschränkungen: Viele Netzbetreiber und Provider sperren die Funktion. Man soll zusätzlich zu dem vorhandenen Datenvertrag noch eine zweite monatliche Grundgebühr für das Tethering zahlen. Es wird also nicht nur das Volumen abgerechnet, sondern auch die Art und Weise der Datennutzung. Davon einmal abgesehen belastet die Weiterleitung den Smartphone-Akku ebenfalls stark.

Wir haben nun ein Gerät ausprobiert, das man als Schweizer Taschenmesser unter den mobilen Internetzubringern bezeichnen kann: Das Xyfi von Nova Media ist nicht größer als ein UMTS-Stick und hat die Vorzüge eines mobilen Hotspots. Zunächst ein Blick auf die Hardware: Mit Maßen von 8 × 2,9 × 1,2 Zentimeter sieht das Xyfi aus wie ein UMTS-Stick, und es wiegt nur 30 Gramm. Die obere Gehäuseschale lässt sich abnehmen, darunter findet man einen Schacht für die Sim-Karte in Normalgröße sowie eine Micro-SD-Speicherkarte. Der USB-Anschluss fährt auf Knopfdruck aus, der Stecker lässt sich so drehen, dass der Stick auch seitlich an den Notebook andocken kann – ein Pluspunkt bei dichter Portbelegung.

Das Xyfi hat unterschiedliche Betriebsmodi

Das interessante Detail des Xyfi sind seine unterschiedlichen Betriebsmodi: Im USB-Einsatz arbeitet er wie die gängigen UMTS-Sticks. Man installiert also den im Gerät gespeicherten Treiber für Windows oder Mac OS X und konfiguriert den Apparat im Web-Browser. Die Einstellungen und Zugangspunkte für die wichtigsten Netzbetreiber sind schon vorgegeben, und das Xyfi hat keinen Sim-Lock. Kleine Kritik: Ein Zähler für das verbrauchte Datenvolumen fehlt. SMS für die eingesetzte Sim-Karte werden empfangen, aber im Unterschied zu anderen UMTS-Sticks lassen sich keine versenden.

Spannend wird das Ganze, wenn man den kleinen Stick als Router im Hotspot-Modus einsetzt. Er baut dann sein eigenes W-Lan für die Umgebung auf, bis zu acht Teilnehmer lassen sich einbuchen.

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Test: VW Passat 1.4 TSI Eco Fuel / Erdgasantrieb

Der Bordcomputer zeigt detailliert den Momentan- und Durchschnittsverbrauch auch im Gasbetrieb an, ferner bietet er eine ordentliche Schätzung der Reichweite und ermittelt sogar den Energiegehalt des Gases (Foto Spehr)

Als die Dieselmotoren mit Turbos aufgeladen wurden, war das der Durchbruch. Bei den erdgasbetriebenen Fahrzeugen zeigt sich seit 2009 eine ähnliche Tendenz. Opel brachte den Zafira Eco Flex Turbo, der hinsichtlich Elastizität und Beschleunigung alle Klischees vom „lahmen“ Erdgasfahrzeug überzeugend widerlegt. Mit 110 kW (150 PS) und einem Drehmoment von 210 Newtonmeter (bei 2300 bis 5000/min) kommt man flott voran.

Volkswagen hat für den eiligen Sparer einen weiteren Pfeil im Köcher. Schaufelt der Abgasturbolader bei hoher Drehzahl ordentlich Luft in die Zylinder, springt zusätzlich der Kompressor bei niedrigen Motordrehzahlen ein: Es gibt also mehr Schwung beim Anfahren. Für die Verwendung von Erdgas ist das ideal, denn dadurch kann der Motor schon bei niedriger Drehzahl mit guter Füllung und hoher Verdichtung arbeiten. Wir haben den Passat 1.4 TSI Eco Fuel erprobt, der aus 1,4 Liter Hubraum ebenfalls 110 kW (150 PS) holt und dessen 220 Newtonmeter Drehmoment schon zwischen 1500 und 4500/min anliegen.

Von Behäbigkeit keine Spur

In der Tat ist beim Anfahren ein gewisses Feingefühl vonnöten, zumindest mit dem Sieben-Gang-DSG. Auf den ersten Metern legt sich der Passat scharf ins Zeug, bevor er dann schön linear den Drehzahlberg erklimmt. Im Unterschied zum Erdgas-Zafira ist kein Turboloch zu spüren, und der Standardsprint von 0 auf 100 km/h gelingt in weniger als zehn Sekunden. Auch danach geht es flott weiter, man landet zügig bei einer angenehmen Reisegeschwindigkeit von 180 km/h, bevor dann etwas Geduld bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h gefordert ist. Kurzum: Bei den Fahrleistungen gibt es wirklich nichts auszusetzen, kein Vergleich also mit den Erdgasfahrzeugen der Vergangenheit, mit denen man sich bei hohen Drehzahlen nur behäbig bewegte.

Und dann kommt gleich der zweite Pluspunkt: der geringe Verbrauch. Typischerweise konsumiert ein Erdgasfahrzeug um sechs Kilogramm auf 100 Kilometer. Ein Kilo hat den Energiegehalt von 1,5 Liter Superbenzin. Mit dem Passat kamen wir ungeachtet der sehr kalten Witterung auf durchschnittlich 5,6 Kilogramm. Das ist nicht nur eine erfreuliche Zahl auf dem Papier, sondern bedeutet im täglichen Fahrbetrieb, dass man immer mit einer Reichweite von 300 Kilometer und bei zurückhaltender Fahrweise sogar mit 400 Kilometer rechnen darf. Ist bei der Konkurrenz von 250 Kilometer an die gelegentlich nervenaufreibende Tankstellensuche erforderlich, freut sich hier der Vielfahrer über die zusätzliche Reserve. Denn nur 900 der 15 000 Tankstellen in Deutschland bieten überhaupt CNG, „Compressed Natural Gas“ an.

31 Liter Benzin als Notvorrat

Ferner ist der Volkswagen bivalent ausgelegt, bringt also einen zwar reduzierten, aber mit einem Fassungsvermögen von 31 Liter hinreichend großen Benzintank mit: So ist also auch eine längere Auslandsreise in Ländern ohne Erdgasversorgung möglich.

Zum Vergleich: Die monovalenten Erdgasfahrzeuge wie der Zafira haben nur einen Benzin-Notvorrat von maximal 15 Liter. Eine weitere Besonderheit des Passat ist die fehlende Option, zwischen Benzin und Erdgas manuell umschalten zu können. Der Gasbetrieb ist die Standardeinstellung. Lediglich beim Kaltstart und bei sehr niedrigen Außentemperaturen wird kurzzeitig auf Benzin umgeschaltet. Ist das Gas aufgebraucht, erfolgt automatisch der Rückgriff aufs Benzin. Der fehlende Schalter ist also kein Nachteil, denn es gibt keinen Grund, den teureren Kraftstoff zu wählen. Zumal auch die Fahrleistungen nahezu identisch sind.

Drei Stahltanks unter dem Laderaumboden und in der Reserveradmulde nehmen bis zu 21 Kilogramm Gas auf. Das Kofferraumvolumen wird nicht angetastet und beträgt bei der von uns gefahrenen Stufenhecklimousine wie gehabt 565 Liter. Allerdings ist der Eco Fuel 160 Kilogramm schwerer als sein benzinbetriebenes Pendant und bringt fast 1,6 Tonnen auf die Waage. Mit Erdgas erreicht der Passat, der in der Emissionsklasse Euro 5 fährt, einen CO2-Ausstoß von 117 Gramm je Kilometer, was grüne Gemüter wohlwollend zur Kenntnis nehmen dürften.

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Test: Remote Touch im Lexus RX 450h

Man kann ihn als Geländewagen fürs grüne Gewissen verstehen, den Lexus RX 450h, der mit einem V6-Benziner und zwei E-Motoren eine beeindruckende Systemleistung von 220 kW (299 PS) bietet. Aber auch bei der Kommunikationstechnik beschreitet die Toyota-Tochter neue Wege. Das Stichwort lautet „Remote Touch“ und ist ein Bediensystem, das mehr Ergonomie und weniger Ablenkung bei der Steuerung von Navigation, Telefon, HiFi- und Klimaanlage verspricht. Das zentrale Bedienelement nennt Lexus „Remote Touch“, und das ist quasi eine übergroße Computer-Maus auf der Fahrerseite der Mittelkonsole.

Remote Touch im Lexus: Funktioniert wie eine übergroße Computer-Maus (Foto Hersteller)

Nahezu automatisch landet die Hand auf der erhabenen Fläche, und die Finger legen sich auf eine Art Trackpoint, der in alle Richtungen stufenlos bewegbar ist. Mit diesem Instrument steuert man den Cursor auf dem Monitor. Die Return-Taste links liegt in Reichweite des Daumens, und wenn der Beifahrer eingreifen will, muss er sich zwar ein bisschen nach links herüberbeugen, findet aber auf seiner Seite ebenfalls eine Return-Taste. Der Trackpoint bietet zudem ein in mehreren Stufen einstellbares haptisches Feedback. Auf diese Weise landet der Cursor präziser auf einzelnen Monitor-Schaltflächen. Und das Display ist nun, im Unterschied zu anderen Lexus-Modellen, nicht mehr berührungsempfindlich. Wir fanden das Konzept überzeugend: Die Anzeige bleibt frei von Fingerfett, und man muss sich nicht mehr nach vorn beugen, um mit dem Finger präzise kleine Schaltflächen zu treffen.

Jetzt mit Cursor-Steuerung: Nicht der Finger kommt zum Einsatz, sondern Remote Touch (Foto Hersteller)

Dazu kommt die gelungene Darstellung auf dem hochauflösenden 20-Zentimeter-Monitor: Im Unterschied zu Audi und BMW findet man kein verschachteltes Menüsystem vor, sondern geht vom Hauptmenü aus in die einzelnen Funktionsabteilungen. Eine Menü-Taste am oberen Rand von „Remote Touch“ fungiert als Startpunkt – alles andere ergibt sich nahezu von allein. Indes wird der schlichte und eingängige Auftritt mit etlichen Nachteilen erkauft, wenn es um die Funktionalität der einzelnen Module geht. Da ist vieles nicht mehr Stand der Technik. Zum Beispiel die Sprachbedienung, die keine akustische Erfassung des Navigationsziels vorsieht. Für die Eingabe von Ort und Straße muss man also in Handarbeit jeden einzelnen Buchstaben eingeben. Oder das Kontaktverzeichnis der Telefonabteilung: Hier sind alle Adressen stets nach dem Vornamen sortiert, und die Suchfunktion beschränkt sich auf die Anfangsbuchstaben. Davon einmal abgesehen, erledigt der elektronische Kopilot seine Aufgabe sehr ordentlich, in Kreuzungsnähe baut sich ein Zoom auf, allerdings fehlen Fahrspurassistenten, und als Datenlieferant für Verkehrsinformationen kommt nur das Gratisangebot von TMC zum Einsatz. Mehr Spaß hat man mit der HiFi-Anlage, die ebenso wie der Bluetooth-Freisprecher zur Serienausstattung gehört. Und dank des Blauzahn-Funks gelingt problemlos die Musikübertragung vom Smartphone ins Fahrzeug.

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Erste Beobachtungen und Test-Notizen zum HTC One X

Hier einige ungeordnete und unsystematische Beobachtungen, Kommentare sind herzlich willkommen. Ich gehe davon aus, dass die Basisdaten bekannt sind.

  • Insgesamt ein sehr faszinierendes Gerät, auch wg. der flachen Bauform. Die Hardware aus Kunststoff gefällt, klasse!
  • Keine HTML-Anzeige von E-Mails, die sehr unschön aussehen.
  • Telefonnummern im E-Mail-Text werden optisch zwar nicht zum Anklicken hervorgehoben, lassen sich aber trotzdem mit einem längeren Fingertipp an die Telefonabteilung übergeben.
  • Sehr schön und besser als beim nativen Android 4 die 3D-Stapelansicht der zuletzt aufgerufenen Apps über die Fenster-Taste unten rechts.
  • Das schon mehrfach von mir beschriebene Kontakte-Chaos von Android ist wohl auch hier zu beobachten. Da mache ich aber noch ein Fragezeichen.
  • Kalender mit der Option, welche Registerkartensymbole in der unteren Menüzeile angezeigt werden.

    Kalender in der Wochendarstellung (Foto Spehr

  • Die Kalenderdarstellung von Sense orientiert sich an älteren Sense-Versionen und ist grauenhaft unübersichtlich. Ja, es ist mir bekannt, dass man mit alternativen Kalendern nachbessern kann.
  • Screenshot anfertigen mit gleichzeitiger Betätigung von Volume down und Ein/Aus-Schalter.
  • Qualität der Kamera bzw. der geschossenen Fotos kann definitiv nicht mit dem iPhone 4S mithalten.
  • HTC Friendstream mit Zusammenführung von Facebook und Twitter ist für den Intensivnutzer kein Gewinn.
  • WWW-Darstellung klasse. Flash-Player im Browser deaktivierbar. Kleiner Tipp: Mit dem Finger im Browserfenster über die untere Kante hinauswischen, um ein zusätzliches Mini-Menü zu erhalten.
  • HTC hat sich bemüht, sein Sense in der hier neuen Version 4 besser zu machen. Es ist aber ein krasser Designbruch gegenüber “Android 4 pur” mit seinen feinen, geradezu zarten Linien und seinem Purismus. Hier wird wie gehabt dick aufgetragen.
  • Menü-Wirrwarr etwa beim Foto-Upload. Unterschiedliche Menüs an unterschiedlichen Stellen.

    Ganze Seite im Überblick: Faz.net im Standardbrowser (Foto Spehr)

  • Kamera-Software Image Sense gefällt, klasse ist der Burst-Modus mit schneller Auslösefolge. Anschließend wird vorgeschlagen, “das beste” Foto automatisch auswählen zu lassen, zu speichern und den Rest zu löschen. Genial!
  • Ferner HDR- und Panorama-Fotos, zahlreiche Effekte. Fotos können auch während einer Videoaufnahme geschossen werden.
  • Kein Speicherkarten-Slot, 32 GB fest eingebaut, Akku nicht zugänglich, Micro-Sim-Karte, NFC eingebaut.
  • Akku: Heute Mittag voll geladen, jetzt hat er nach 4 Stunden noch 55 Prozent.
  • Sehr praktische Benachrichtigungs-LED inmitten der Lautsprecher-Lochzeile (84 kleine Löcher).
  • Gesichtserkennung bei der Entsperrung des Geräts arbeitet DEUTLICH besser, zuverlässiger als auf dem Google Galaxy Nexus.

Dateien auf dem iPad drahtlos von Office 2 HD an den PC übertragen

Wer unterwegs mit dem iPad Texte schreibt oder an Tabellen arbeitet, will nicht immer mit Cloud-Diensten arbeiten. Bei der App Office 2 HD gibt es eine einfache Möglichkeit, seine Dateien drahtlos an den Windows-PC oder Mac zu übertragen. Die Voraussetzung: iPad und PC müssen in demselben W-Lan-Netz eingebucht sein.

Im Hauptmenü von Office 2 HD auf das Zahnrädchen-Menü unten links klicken

Oben unter Freigabe “Dateifreigabe aktivieren”, die “Authentifizierung” muss nicht eingeschaltet sein.

Freigabe aktivieren: Office 2 HD auf dem iPad (Foto Spehr)

Unterhalb dieser Schaltfläche erscheint nun eine http-Adresszeile.

Zum PC wechseln und dort im Internet Explorer, in Google Chrome oder im Firefox diese Adresszeile eingeben. Es erscheint ein Fenster mit der Liste der zur Verfügung stehenden Dateien. Mit einem Mausklick auf die gewünschte Datei wird diese nun wie ein Internet-Download lokal gespeichert, sie befindet sich also im Download-Verzeichnis des verwendeten Browsers.

Dass der Datenaustausch mit Cloud-Diensten deutlich einfacher vonstatten geht, sei nur am Rande angemerkt. Ich verwende die Dropbox, btw. Die übertragbaren Dateien in Office 2 HD sind diejenigen, die im Hauptmenü unter “Lokale Dateien” liegen.

Das neue iPad im Test

Das neue iPad ist da, und es heißt auch genau so. Nicht „iPad 3“ oder „iPad HD“, wie die überbordende Gerüchteküche des Internet seit Wochen behauptet hatte. Der Hype vor der offiziellen Präsentation in der vergangenen Woche war riesig und die erste Lieferung bereits am Wochenende ausverkauft. Wer im Internet bestellt, muss derzeit zwei bis drei Wochen warten, und am ersten Verkaufstag, am Freitag, werden sich gewiss wieder lange Schlangen vor den Apple-Läden in aller Welt bilden. Warum dieser Kult um das iPad? Eine ganz knappe Antwort: Es gibt keine rundum empfehlenswerte Alternative. Der Android-Plattform fehlen – noch? – hochwertige Apps, und die Geräte haben weder die schöne Anmutung noch die herausragende Verarbeitungsqualität eines iPad. Apple verkauft Tablet PCs erfolgreich, alle anderen nicht.

Das neue iPad der dritten Generation. Äußerlich kaum vom iPad 2 zu unterscheiden (Foto Hersteller)

Nun also das iPad der dritten Generation: Braucht man das, soll man sich schleunigst ein neues kaufen, auch wenn man derzeit ein iPad 1 oder 2 hat? Welche besonderen Vorzüge hat das neue, in den Maßen und der Bauform ist es doch praktisch nicht vom iPad 2 zu unterscheiden? Apple stellt vor allem das neue Display heraus. Seine Auflösung wurde in der Horizontalen und in der Vertikalen verdoppelt, es hat nun 2048 x 1536 Pixel. Da können nur wenige Desktop-Monitore mithalten. Der Gewinn besteht jedoch nicht darin, dass man bei der E-Mail oder dem Surfen im Internet mehr Information sieht. Gezeigte Inhalte bleiben völlig die gleichen, einziger Pluspunkt ist eine sichtbar schärfere Darstellung.

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